21:15
Dezember 1976. Nach einer Vorlesung in Weihenstephan wird Richard Oetker, Sohn aus der bekannten Dr. Oetker Dynastie mit einer Pistole bedroht, in eine viel zu kleine Holzkiste gepfercht und entführt. Stromschläge fügen ihm derart schwere Verletzungen zu, dass er sich davon nie wieder vollständig erholen wird. Spektakulär: die Lösegeldsumme von 21 Millionen D-Mark. Die Übergabe: am Münchener Stachus. Der Täter taucht mit dem Geld ab, jahrelang tappen die Ermittler im Dunkeln. Schließlich wird der vermeintliche Entführer Dieter Zlof in einem Indizienprozess verurteilt. Er bestreitet die Tat - bis er über 20 Jahre später in London mit einem Großteil des Lösegelds erwischt wird. 50 Jahre danach roll en die Filmautorinnen Mira Barthelmann und Lena Wachter in "Kontrovers - Die Story" die Oetker-Entführung noch einmal auf: Die Dokumentation lässt Zeitzeugen wie den damaligen bayerischen Innenminister Günther Beckstein, Ermittler und den Strafverteidiger des Täters zu Wort kommen, zeigt bislang weithin unbekannte Details der Entführung und fragt, warum dieser Fall Deutschland bis heute fasziniert.
21:45
Nachrichten - Berichte - Wettervorhersage
22:00
"Hoch die internationale Solidarität!" und "Ganz Berlin hasst die Polizei", skandierten Demonstranten in der Bundeshauptstadt am vergangenen Samstagabend. Zuvor hatten deutschlandweit zehntausende junge Menschen nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei friedlich protestiert. Im Anschluss kam es dann aber in mehreren Städten zu gewalttätigen Ausschreitungen. Die Polizei macht dafür auch mutmaßliche Linksextremisten verantwortlich. Linksmotivierte Gewalt nahm im vergangenen Jahr deutschlandweit zu. Das belegen Zahlen des Bundeskriminalamts. "Wenn das Mittel zur Wahl revolutionäre Gewalt ist, dann ist das so in Ordnung", sagt eine junge Frau am Rande einer Antifa-Demonstration in Köln vor einigen Wochen. Sie spielt damit auf gewalttätige Übergriffe von mutmaßlichen Linksextremisten an. Es trifft zum Beispiel einen jungen Mann, der sich für Patriotismus ausspricht, aber jeden Bezug zu Rechtsextremismus verneint. Aus einer Gruppe heraus wird er dennoch angegriffen und massiv verletzt. Die Polizei ermittelt wegen besonders schweren Landfriedensbruchs. Linksextreme Gewalt kann viele treffen, vor allem, wenn kritische Infrastruktur wie die Stromversorgung Ziel von Anschlägen ist. "Man hat ja gehört, sie wollten eigentlich die Reichen mit ihren Villen treffen. Haben die sich mal überlegt, dass es hier Krankenhäuser und Pflegeheime gibt, die es dann genauso trifft?", ärgert sich eine Pflegeheimbewohnerin in Berlin. Der dortige Anschlag Anfang 2026 wirft ein Schlaglicht auf eine mutmaßlich linksextrem motivierte Anschlagsserie, die sich durch das Land zieht - auch Bayern ist immer wieder betroffen. Linksextreme definieren selbst, wer oder was ein berechtigtes Ziel ist. Es gibt sehr unterschiedliche Strömungen in der Szene. Manche lehnen Gewalt ab, andere gehen äußerst brutal gegen ihre Gegner vor. Mit Extremismusforscher Professor Hendrik Hansen von der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung geht "KLAR" der Frage nach, wen die Gewalt treffen kann, wie die Gewalt begründet wird, und wie die Gesellschaft mit Linksextremismus umgeht. Professor Hendrik Hansen forscht seit vielen Jahren zu dem Thema und ist Mitherausgeber des Jahrbuchs für Extremismus- und Terrorismusforschung. Wird Linksextremismus in Politik und Gesellschaft verharmlost? Antworten sucht Julia Ruhs in einer vom Bayerischen Rundfunk produzierten Folge des Politikformats "KLAR" am 4. November 2026.
22:30
Viele Menschen fühlen sich in Bus und Bahn nicht mehr sicher. In der "BR Story" wird gefragt, wie es um die Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr steht, und was Fahrgäste, Fahrerinnen und Fahrer brauchen, um sich wieder geschützt zu fühlen. Die Doku begleitet Beschäftigte und Fahrgäste im Nahverkehr und zeigt, wie sie mit Gewalt, Bedrohungen und Angst umgehen. Fahrerinnen und Fahrer der Rheinbahn in Düsseldorf berichten von Beleidigungen, Bedrohungen und Übergriffen. Die Doku nimmt auch die Perspektive der Fahrgäste in den Blick und fragt nach den Möglichkeiten und Grenzen von Zivilcourage. Gesucht werden Antworten auf die Frage, wie der öffentliche Nahverkehr wieder ein sicherer Ort für alle werden kann. Dieser Film wurde im Jahr 2026 produziert. Alle Aussagen und Fakten entsprechen dem damaligen Stand und wurden seitdem nicht aktualisiert.
23:15
Mit manchen Menschen meint es das Leben besonders gut, andere werden von Schicksalsschlägen verfolgt. In beiden Fällen entstehen erzählenswerte Geschichten mit beeindruckenden Protagonisten.