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Benedikt und Sebastian erleben ihre erste Niederlage. Beim Aufstieg auf den 8051 Meter hohen Broad Peak in Pakistan kann Sebastian das Tempo nicht mehr halten; Benedikt zieht allein weiter zum Gipfel, aber aufgrund der Witterungsbedingungen kann auch er ihn nicht erreichen. Sie müssen nur wenige hundert Meter unterhalb des Gipfels abbrechen und werden zugleich mit dem Todesfall einer Teilnehmerin ihrer Expedition konfrontiert. Diese Erlebnisse bringen sie erstmals unmittelbar mit den Gefahren der Achttausender in Berührung und ihre Freundschaft an die Belastungsgrenze. Es kommt zum Bruch. Unterdessen beginnt der Massentourismus die Bergwelt grundlegend zu verändern. Immer mehr Menschen versuchen die 8.000er-Gipfel zu erklimmen, immer mehr Menschen lassen am Berg ihr Leben. Auf seiner Tour 2025 muss sich Benedikt auch mit der mittlerweile enormen Vermüllung des Hochgebirges auseinandersetzen. 2012 nähern sich die Freunde wieder an und begeben sich ein weiteres Mal auf eine gemeinsame Expedition. Am Manaslu werden sie Zeugen einer großen Lawinenkatastrophe.
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15 Menschen können nach dem Lawinenunglück gerettet werden, Sebastian und Benedikt helfen sie aus den Schneemassen zu befreien. Direkt danach stellen sie sich die Frage: Wie weit können sie gehen, wenn der Tod so nah ist? In der Gegenwart muss Benedikt Böhm seine Expedition am Muztagh Ata abbrechen, weil die chinesischen Behörden den Zugang zum Berg sperren. Schritt für Schritt reflektiert er sein Leben als Bergsteiger, seine Seilpartnerschaft mit Sebastian Haag, die geprägt ist von Erfolgen, Grenzerfahrungen und tiefen Verlusten. Ihre letzte gemeinsame Expedition führt Benedikt und Sebastian im Jahr 2014 zum Shishapangma in Tibet. Dort verliert Benedikt seinen langjährigen Seilpartner und engen Freund bei einem Lawinenunglück. Mitglieder der damaligen Expedition erinnern sich an die Ereignisse und ordnen das Unglück aus ihrer Perspektive ein. Für Benedikt wird es die eigene Konfrontation mit der Vergangenheit, und er stellt sich den schmerzhaften Fragen nach Verantwortung und Risiko, nach den Entscheidungen, die im Grenzbereich zwischen Leben und Tod getroffen werden, und nach dem hohen Preis, den die Berge von jenen fordern, die sie herausfordern.