15:45
Schlesien hat eine bewegte deutsch-polnische Geschichte. Voller Traditionen, voller Schmerz und für manche Heimatvertriebene auch voller Wehmut. Aber es steht eben auch für ein modernes Polen in einem zusammenwachsenden Europa. Das deutsch-polnische Filmemacherteam Peter Moers und Edward Porembny erkundet das Schlesien von heute. Die Städte Breslau, Brieg, Oppeln und Kattowitz galten jahrhundertelang als Juwelen Europas. Der größte Teil Schlesiens liegt heute im Süden Polens. Dort verbindet die Oder nicht nur die Großstädte Wroclaw, Brzeg, Opole und Katowice, sondern auch Ober- und Niederschlesien. Das deutsch-polnische Filmemacherteam erkundet die Gegend rund um Opole, ursprüngliche Naturlandschaften und romantisch überwucherte Schlossparks voll königlicher Geschichte. Es begibt sich auch in die Kohlezechen im "Schwarzen Herz" Polens, die nach wie vor Tausende von Bergarbeiterfamilien ernähren. Am Fuße des St. Annabergs, einem malerisch gelegenen, erloschenen Vulkan, hat die junge Rangerin Elzbiéta seltene wilde Orchideen aufgespürt. Großes Aufsehen mit kunstvoll umgarnten Löchern will eine Gruppe junger Frauen im bergigen Süden Schlesiens erreichen. Ihr Ziel ist es, die traditionelle Häkelkunst der Dörfer des Beskiden-Gebirges nicht nur am Leben zu erhalten, sondern sich mit dem größten Häkelstück der Welt im "Guinnessbuch der Rekorde" zu verewigen. Bei Südwind bildet sich vor der Schneekoppe, dem höchsten Berg des Riesengebirges, eine stabile lange Aufwindwelle. Das Dorf ist Pilgerort für Segelflieger aus ganz Europa. Heutzutage werden in den Werkstätten des geliebten Flieger-Oldies "Grunau-Baby" hochmoderne Carbonflugzeuge gefertigt. Am Fuße der Sudeten in der Oderebene liegt Wroclaw (Breslau), damals wie heute eine wichtige Stadt. Wer durch die zauberhaft pittoreske Altstadt flaniert, der trifft immer wieder auf kleine Zwergenstatuen. Eine jüdische Schauspielerin engagiert sich in Wroclaw für den Aufbau der von den Nazis zerstörten Synagogen der Stadt.
16:30
Milane und Weihen sind heute vorwiegend auf Kulturland anzutreffen. Doch die Bewirtschaftung mit immer größeren Maschinen, heftiges Düngen und die mehrfache Mahd haben so manches Beutetier verdrängt. Eine wesentliche Beute, der Feldhamster, hat vielerorts keine Überlebenschance mehr. Ein Grund, warum der Bestand von Milanen und Weihen zurückging. Lange war nicht sicher, ob die Wiesenweihe in unserer Kulturlandschaft überleben wird, denn ihr ursprüngliches Siedlungsgebiet sind die feuchten Streuwiesen, Moore und Niederungen. Doch die wurden entwässert und mit Getreide bebaut. Kein Platz mehr für Bodenbrüter wie die Weihen. Doch sie sind anpassungsfähig wie keine anderen. Die Wiesenweihe hat die Wintergerste-Felder für sich entdeckt und sich perfekt mit dem Wachstum dieses Getreides synchronisiert. Als Musterbeispiel für artistisch-fliegerisches Können und Neubürger der Feldflur wird die Wiesenweihe zur zentralen Figur dieser Dokumentation. Dass sie in ihrem Winterquartier, dem Senegal, zu einem anderen Vogel wird, mit neuen Feinden und anderen Ernährungsgewohnheiten, macht ihre Geschichte zusätzlich spannend. Für die Kornweihe ist Deutschland nur das Winterquartier. Die Rohrweihe gehört jedoch zu den Verlierern. Durch die Entwässerung von Sumpfgebieten findet sie nahezu keinen Brutplatz mehr. Ebenso anpassungsfähig wie die Wiesenweihe ist der Rotmilan. Die weltweit größte Population lebt in Deutschland. Die Dokumentation zeigt in bestechenden Bildern, wie die Artisten im Wind leben, dass der Rotmilan ein Müllsammler ist, dass die Verwandtschaft der Wiesenweihen mit einer Wanze im Ei geklärt werden kann, und dass der Fuchs sich in Deutschland mit dem Schakal im Senegal auf seinen Raubzügen nach Weihen ablöst.
17:15
"Höfe in Bayern": Porträts der schönsten und ältesten Bauernhöfe Bayerns. Dabei geht es dieses Mal von Marquartstein in den Chiemgauer Alpen nach Riedenburg ins Altmühltal, dann nach Bayreuth und schließlich nach Unterfranken.
17:45
Echtes entdecken, genau hinschauen, sich Zeit nehmen - "Zwischen Spessart und Karwendel" gibt Einblicke in Geschichte und Gegenwart von Bayerns Regionen. Mit Porträts von Menschen, die etwas Besonderes tun und mit Themen, die von einem lebendigen und verantwortungsvollen Umgang mit Heimat erzählen. Moderatoren sind im Wechsel Florian Schrei und Florian Hartmann.
18:30
Nachrichten - Berichte - Wettervorhersage
18:45
Eckart von Hirschhausen macht den Selbstversuch und isst eine Woche lang deutlich mehr Zucker als empfohlen. Was dadurch in seinem Körper passiert, ist nicht nur für ihn, sondern selbst für die Ärzte überraschend. Stoffwechsel, Leber, Gehirn - überall hinterlässt der massive Zuckerkonsum seine Spuren. Aber: Der Körper kann sich auch wieder erholen und es gibt Wege zurück zu besseren Werten. In der Gesellschaft ist eine Debatte über strengere Zuckerkennzeichnung, Werbeverbote oder eine Zuckersteuer entbrannt. Forschende haben dazu klare Erkenntnisse. Doch wie viel könnten solche Maßnahmen tatsächlich bewirken? "Quarks" ordnet die Studienlage ein und zeigt, welche Maßnahmen den Zuckerkonsum messbar senken können, und wo ihre Grenzen liegen. Im Netz ist ständig von gefährlichen "Glukosespitzen" die Rede. Doch was genau passiert dabei im Körper? In "Quarks" wird erklärt, wie Blutzuckeranstieg und Insulin zusammenhängen, wann starke Schwankungen kritisch werden, und warum nicht jede Spitze automatisch krank macht. Und was ist mit Zuckerersatzstoffen? Sind sie nur eine andere Gefahr oder die Lösung des Problems?
19:30
Das Clavichord aus Familienbesitz ist eine Rarität und der hohe Wert des Instruments überrascht die Besitzer. Außerdem: eine Tischuhr mit Wecker, ein Landschaftsgemälde aus dem 19. Jahrhundert und eine Glasschale mit Windhund-Motiv.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Villa, Segelboot, guter Job, hübsche junge Freundin - der Gewürzhändler Bernhard Stolz führt ein Leben, über das er sich eigentlich nicht beklagen kann. Gerade kommt er von einer Geschäftsreise aus Übersee zurück, da reißt ihn ein Anruf aus der Selbstzufriedenheit: Seine Schwester Marlies, die er seit zwölf Jahren nicht gesehen hat, ist verstorben. Die Bestattung findet in der bayerischen Heimat statt. Bernhard macht sich sofort auf den Weg von Hamburg nach Süddeutschland. Unterwegs holt er seinen Bruder Hannes ab, der einst seinem Glauben folgte und nun als Mönch in einem Kloster lebt. Seit damals ist der Kontakt zwischen den beiden Männern abgebrochen. Doch schon bald werden Bernhard und Hannes gezwungen, sich zusammenzuraufen: Auf der Beerdigung lernen sie ihre Nichte Katharina kennen, die nun ohne Mutter, aber mit einem großen Bauernhof dasteht: Dem ländlichen Anwesen, auf dem auch ihre Onkel die Kindheit verbrachten. Bernhard legt Katharina nahe, das Gut zu verkaufen. Mit dem Geschäftsmann Alois Hirsegger, dessen Sohn Franz ein Auge auf Katharina geworfen hat, wäre bereits ein Interessent gefunden. Die trotzige 17-Jährige weiß selbst, dass sie mit der Hofarbeit und gleichzeitiger Vorbereitung auf das Abitur überfordert ist, will aber von einem Verkauf nichts wissen. Als die Zwangsversteigerung des überschuldeten Hofes droht, regt sich in Bernhard und Hannes doch das Verantwortungsgefühl und die heimgekehrten Brüder machen sich an Werk.
21:45
Als Hanna unverhofft die Hälfte des Bauernhofes ihrer Großmutter in Niederbayern erbt, wird das Leben der jungen Münchnerin vollkommen auf den Kopf gestellt. Denn die Testamentsbedingungen haben es in sich! Vier Wochen muss sie den Hof zusammen mit ihrem Cousin Max bewirtschaften und schlimmer noch: Jede Nacht dort verbringen - sonst geht alles an die Kirche. Ein denkbar schlechter Zeitpunkt, denn Hanna ist kurz davor, in Alex' Münchner Kaffeebar mit einzusteigen. Und zufällig ist Alex auch noch der Mann ihrer Träume. Hanna wirft sich ins Abenteuer und versucht, den Spagat zwischen Stadt und Land zu meistern. Doch je länger sie in ihrer alten Heimat ist, desto mehr erkennt sie ihre wahren Sehnsüchte. Sie kommt nicht nur einem Familiengeheimnis auf die Spur, sondern auch ihrem großen Liebesglück.
23:15
Die Kölner Pflegerin Laura lebt für ihren anspruchsvollen Beruf. Nach einem Jahr unter Dauerbelastung braucht sie eine Auszeit - und zwar sofort. Als ihre Chefin Doris den Urlaub streicht, lässt sich Laura trotzdem nicht aufhalten. Nach einer Autopanne, die eine mehrtägige Reparatur unausweichlich macht, strandet sie im Bergischen Land. Im idyllischen Blumberg lernt die Kölnerin nicht nur feierlaunige Landfrauen kennen, sondern auch den gut aussehenden Bauern Paul. Beim Dorffest kommt es spontan zum ersten Kuss. Pauls Vater, dessen Hof kaum über die Runden kommt, und seine seit jeher in ihn verliebte Jugendfreundin Katja sind wenig begeistert, dass die selbstbewusste Frischverliebte ihre Zukunftspläne durchkreuzt. Als Laura merkt, wie aus ihrer spontanen Auszeit ein ungeplanter Neustart wird, möchte auch sie die Reißleine ziehen. Während sich die Städterin auf den Absprung vorbereitet, ist ihre neue Freundin Johanna von den Landfrauen sicher, dass sie bald zurückkommt …