18:30
Nachrichten - Berichte - Wettervorhersage
18:45
Im 2. Teil der BR-Reportage "Wald Queens" spitzen sich die Herausforderungen für die drei Protagonistinnen weiter zu. Klimastress, Käferdruck, politische Debatten und die Jagd als Werkzeug der Waldpflege verdichten sich zu einem kraftvollen Blick auf das heutige Forsthandwerk - geprägt von Frauen, die Verantwortung übernehmen. Försterin Astrid entdeckt im eigenen Familienwald Käferbefall. Mit geübtem Blick erkennt sie das gefährliche Bohrmehl und weiß: Jetzt zählt jede Stunde. Zusammen mit Waldarbeitern und ihrem Mann Sebastian werden befallene Bäume markiert, gefällt und schnell aus dem Wald gebracht, um eine Massenvermehrung zu verhindern. Die Käferjagd bestimmt ihren Alltag - oft zwischen Kindergartenzeiten und Arbeitseinsätzen im Privatwald ihrer Kundinnen. Waldkönigin Patricia reist zum Jubiläum der Bayerischen Staatsforsten in den Landtag. Dort verfolgt sie eine Mission: Sie möchte "Jagdminister" Hubert Aiwanger zu einem Waldbegang einladen, um ihm zu zeigen, wie ein zukunftsfähiger Mischwald durch aktive Jagd entsteht. Wochen später führt sie ihn durch den Wald ihrer Familie. Aiwanger lobt die konsequente Pflege, die starke Durchforstung und die geringe Verbissbelastung - ein Moment, der Patricia Mut macht für den weiteren politischen Einsatz. Wald-Influencerin Beatrice erlebt schließlich den Höhepunkt ihres Jagdjahres: die Blattjagd. Ausgerüstet mit Lockruf und Handy für ihre Community hofft sie auf einen Rehbock - doch die Natur hat ihren eigenen Rhythmus. Gleichzeitig kontrolliert sie Naturverjüngungsflächen, dokumentiert den Zustand der Jungbäume und erklärt, warum Jagd und Waldentwicklung untrennbar miteinander verbunden sind. "Wald Queens - Einsatz fürs Holz": Zwischen Harvester, politischem Austausch und stillen Jagdmomenten zeigen die Wald Queens, wie anspruchsvoll, komplex und überraschend moderne Forstarbeit heute ist - und wie wichtig weibliche Perspektiven im Wald geworden sind.
19:30
Das Team von "Landgasthäuser" besucht die Steiermark, den "Garten Österreichs", in dessen mildem Klima Gemüse, Obst und Wein exzellent gedeihen. Das Filmteam ist quer durch die Region unterwegs und zeigt Feste, Prozessionen und Osterbräuche. Zum Beispiel den "Stubenberger Kirchgang", bei dem Jungen und Mädchen geweihtes Feuer in jedes Haus tragen. Es ist in Großsteinbach bei der Osterprozession und dem großen Osterfeuer dabei. In Pöllau zeigt eine Familie den alten Brauch des "Kornbetens". Im "Haus der Frauen", einem ehemaligen Augustiner-Kloster in St. Johann, lernen Frauen, wie man Ostereier wunderschön färbt und Weihdecken für den Osterkorb bestickt. In der Lichtenegg-Kapelle eines Weilers findet die "Fleischweihe" statt, der beliebteste kirchliche Osterbrauch der Steirer. In der Osterzeit gibt es in der Steiermark besondere kulinarische Schmankerl: In St. Johann werden Eier paniert und mit Brennnessel-Spinat und aufgeschlagenem Krenschaum angeboten. Am Stubenbergsee werden die Gäste mit Haxen vom Berglamm verwöhnt. In einem Hotel nahe der Riegersburg in der Oststeiermark stellt der Küchenchef ein Steak der außergewöhnlichen Art vor: Ein saftiges Lendensteak vom Almochsen wird mit feinen Kalbfleischstreifen gefüllt und auf "Kartoffelstroh" serviert. In Walkersdorf gibt es einen delikaten Oster-Guglhupf vom Ex-Chef-Koch eines Wiener Nobelhotels. Zwei "Osterhasenwerkstätten" werden besucht: In Weiz werden die Langohren aus Milch- oder Bitterschokolade hergestellt, in Pöllau aus Lebkuchen.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Im oberbayerischen Voralpenland, in Reichling südlich von Landsberg am Lech, erwecken Gisela Elfinger und ihr Mann Hans einen der letzten alten Höfe im Ort zu neuem Leben. Vor 19 Jahren kauften sie das Anwesen, renovierten es in Eigenleistung und bauten Schritt für Schritt einen vielseitigen Biohof auf. Herzstück ist die Zucht von Walliser Schwarznasenschafen - einer seltenen, ursprünglich aus dem Schweizer Wallis stammenden Rasse, die in Bayern nur wenige Betriebe halten. "Wir sind komplette Quereinsteiger. Ich bin gelernte Krankenschwester und mein Mann war bei der Kripo", sagt Gisela Elfinger. Heute steht der Hof auf mehreren Standbeinen: Neben 27 Schafen und deren Nachzucht leben hier auch Enten, Hühner und Bienen. Besonders wichtig ist der 50-Jährigen aber die Soziale Landwirtschaft. Regelmäßig besuchen Gruppen von Alzheimerpatienten den Biohof, zudem betreut das Ehepaar Pflegekinder und öffnet den Hof als Lebens- und Lernort. Bei den Tieren setzen Gisela und Hans auf eine möglichst vollständige Verwertung. Neben Fleisch und Fellen nutzen sie auch die Wolle: Gisela spinnt daraus eigene Produkte und verkauft sie im Hofladen. Auch in der Küche kommt nur auf den Teller, was vom eigenen Hof stammt. In ihrem Menü steht das Lamm im Mittelpunkt: Zum Gruß aus der Küche serviert sie Lammbratwürste mit Zwetschgen-Chutney und Schafskäsedip auf Dinkelbaguette. Es folgt ein Ragout aus Lammherzen mit Ofengemüse und Kartoffelpüree. Den süßen Abschluss bilden Palatschinken mit karamellisierten Äpfeln und Birnen-Mascarpone-Minzcreme.
21:00
Die mittelfränkische Gemeinde Uehlfeld im Herzen des Aischgrunds steht im Zentrum des Films: Über 250 Störche sind in diesem kleinen Ort im Sommer zu finden. Ein Filmteam begleitet den Meerrettichbauern und "Storchenvater" Gerhard Bärthlein bei der Aufzucht der Jungvögel bis zum Ausfliegen. Dank seines Engagements hat sich Uehlfeld zu einer der storchenreichsten Regionen in Deutschland entwickelt. Allein auf den Scheunen seines Bauernhofes mitten im Ort brüten fünf Storchenpaare. Gleich nebenan liegt die beeindruckende Teichlandschaft des Aischgrunds. Das riesige Feuchtgebiet in Mittelfranken bietet ideale Bedingungen und viel Futter für die Störche und zahlreiche andere Vogelarten. Im Mittelalter legten Mönche dort die vielen Weiher an. In der regenarmen Region dienten sie als Wasserspeicher und lieferten Karpfen als Fastenspeise. Hier wird auch Meerrettich angebaut, der auf den feuchten Böden gut wächst. Storchenvater Bärthlein ist einer der drei letzten Meerrettichbauern in Uehlfeld. Im Juni, wenn die Jungstörche ausfliegen, geht es rund in Uehlfeld. Denn Fliegen will gelernt sein und nicht jeder junge Storch schafft es gleich. Und manchmal fällt auch mal eine Schlange oder ein Fisch vom Himmel. Die Herausforderungen für manchen Hausbesitzer steigen. Dächer leiden unter der Last und dem Dreck durch die Horste. Und auch die bei den Vögeln so beliebte Uehlfelder Kirche hat schon Schaden genommen. Wie gehen die Menschen im Ort mit den vielen Tieren um? Und wie hilft die Gemeinde Uehlfeld mit, um das Zusammenleben zwischen Menschen und Vögel zu erleichtern?
21:45
Nachrichten - Berichte - Wettervorhersage
22:00
Ursula Erber stammt aus einer alten Münchner Künstlerfamilie. Sie studiert Schauspiel an der Otto Falckenberg-Schule und bekommt bald ein Engagement am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Dort heiratet sie und wird mit 22 Mutter, tritt aber weiterhin auf. Nach anfänglichen Erfolgen merkt sie, dass sie unter dem Intendanten Gustaf Gründgens künstlerisch nicht weiterkommt und beginnt eine Ochsentour durch kleinere Theater. Doch ihre Ehe scheitert, und als Tochter Ruth schulpflichtig wird, kann sich Ursula allein nicht ausreichend um sie kümmern. Sie gibt das Kind in die Obhut ihrer Mutter in München - eine Entscheidung, die sie bis heute bereut. Nach einer zweiten gescheiterten Ehe begibt sie sich auf eine lange Theater-Tournée durch Nord- und Südamerika. Politisiert durch ihre Erfahrungen dort, kehrt sie nach München zurück, engagiert sich in Bürgerinitiativen und kandidiert für den Gemeinderat in Gauting. Und sie heiratet zum dritten Mal: den Lateinlehrer ihrer Tochter. Eine Ehe, die über vierzig Jahre hält - bis zum Tod ihres Mannes 2017.
22:45
Nur wenige Kilometer nördlich der Donau liegt das prunkvolle Schloss Artstetten, das Kaiser Franz I. im Jahr 1823 in den Besitz der Habsburger brachte. Schließlich wurde Erzherzog Franz Ferdinand 1889 Besitzer des Schlosses. Heute wird das Schloss von seiner Urenkelin Alix de La Poëze d'Harambure-Fraye und ihrer Familie bewohnt. Ein imposantes Zeugnis mittelalterlicher Wehrbauten ist Burg Rappottenstein. Seit zwei Jahrzehnten führt der ehemalige Rappottensteiner Hauptschullehrer Alfred Hahn Besucher durch die riesige Festungsanlage. Heute betreibt hier das Rote Kreuz das Therapiezentrum Kinderburg, in dem Familien mit chronisch kranken Kindern oder nach Trauerfällen einziehen können. In einer Flussschleife des Kamps liegt das Stift Zwettl, das weltweit drittälteste Zisterzienserkloster. Im berühmten romanisch-gotischen Kreuzgang trifft das Filmteam auf Markus Feyertag, der allerlei Anekdoten über das Klosterleben zu erzählen hat. Ein weiteres Schlossjuwel im Waldviertel ist Schloss Greillenstein. Bis heute ist das Schloss im Besitz der Adelsfamilie Kuefstein. Seit 1960 ist es nicht mehr bewohnt, jedoch als Museum der Öffentlichkeit zugänglich. Darin befindet sich eine einzigartige Sammlung mittelalterlicher Gerichtsakten. Unweit der Grenze zu Tschechien, inmitten der Ortschaft Heidenreichstein, steht die gleichnamige Burg, die bis heute ihren Wehrcharakter beibehalten hat. Die Wasserburg ist nur über eine Zugbrücke erreichbar. Seit 1160 ist die Burg nie infolge einer kriegerischen Auseinandersetzung beschädigt worden, davon zeugt der gute Zustand des Gemäuers quer durch die Baugeschichte. Bemerkenswert ist, dass Burg Heidenreichstein heute ganzjährig bewohnt wird - von der Familie Kinsky, Nachfahren des böhmischen Adelsgeschlechts Kinsky von Wchinitz und Tettau. Schon als Kind hat hier Netty Kinsky gelebt, die mit der Burg zahlreiche persönliche Erinnerungen verbindet. Ihren Bruder Johannes Kinsky begleitet das Filmteam beim Füttern und Entnehmen von Karpfen - eine Waldviertler Spezialität, dessen Zucht ein wesentliches wirtschaftliches Standbein der Familie Kinsky ist.
23:30
Bei Alina und Pascal läuft auf der Baustelle vieles schief. Pascal überwindet sich und besteigt für Alina zum ersten Mal ein Pferd - doch Parkett und Wandfarbe sorgen für neue Frustration. Anna und Moritz wollten auf dem Land eine Familie gründen. Anna ist hochschwanger, das Haus eine Baustelle und ein Traditionsfest rückt näher. Die Sehnsucht nach der Geburt wächst - genauso wie der Druck. In Assmannshausen soll der 66. Geburtstag von Markus zu einer perfekten Einweihungsparty umfunktioniert werden. Doch die Zusammenarbeit zwischen Vater und Sohn ist schwierig - und die Renovierungskosten explodieren.