18:30
Nachrichten - Berichte - Wettervorhersage
19:00
Forciert durch den Klimawandel geraten Nationalparks in Europa unter Druck. Längere Trockenperioden, steigende Temperaturen und immer heftigere Waldbrände verschärfen einen grundlegenden Konflikt: Schützen Nationalparks die Natur - oder gefährden sie auch die Menschen, die in und mit ihr leben? Die Reportage führt in das deutsch-tschechische Grenzgebiet. Dort spitzt sich der Konflikt in den benachbarten Nationalparks Sächsische und Böhmische Schweiz zu. Im tschechischen Grenzort Mezná trifft ein Filmteam das Ehepaar Hrdlicka, dessen Haus 2022 durch einen großen Waldbrand zerstört wurde. Verlust, Angst und Wut prägen ihren Blick auf den Nationalpark. Für sie ist klar: Zu wenig Brandvorsorge und große Mengen abgestorbenen Holzes haben das Feuer begünstigt. Dem gegenüber steht der Auftrag der Nationalparks, die Natur weitgehend sich selbst zu überlassen - bei gleichzeitiger Verantwortung für die Sicherheit der Menschen. Die Waldbrandexperten der Nationalparks, Louis Georgi und Jaroslav Hocko, arbeiten grenzüberschreitend zusammen. Sie entwickeln Strategien zur Früherkennung und Bekämpfung von Bränden, koordinieren Einsatzwege und setzen zunehmend auf Drohnen. Zwischen diesen Positionen stehen Ranger wie Frank Strohbach, die Tiere und Pflanzen schützen, Besucher sensibilisieren und Brandrisiken minimieren. Kritiker wie der Kartograph Rolf Böhm fordern hingegen mehr Eingriffe. Doch wie belastbar sind diese Strategien? Als im Frühjahr 2026 erneut ein Brand im Nationalpark Böhmische Schweiz ausbricht, steht Brandschützer Jaroslav Hocko mit seinem Team vor der nächsten Bewährungsprobe.
19:30
Winkler will Mikes Goldgräber-Leidenschaft ausnutzen, um ihn dazu zu bringen, das Weihergrundstück zu kaufen. Kann Mike sich das leisten?
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Die langjährigen Freunde Sebastian Bezzel und Simon Schwarz, bekannt u. a. aus den "Eberhofer"-Krimis, begeben sich wieder auf Entdeckungstour. Im gemeinsamen Wohnmobil sind sie an den sechs längsten bayerischen Flüssen unterwegs - der Isar, dem Inn, der Donau, dem Main, dem Lech und der Altmühl. Entlang der Altmühl beginnen Simon Schwarz und Sebastian Bezzel ihre Reise im mittelfränkischen Ornbau. Zusammen mit Jana Ammon und Thomas Keller vom Wasserwirtschaftsamt Ansbach helfen sie bei der Renaturierung der Oberen Altmühl, bevor sie nach Pappenheim weiterreisen, wo sie mit Bettina und Bernd Hoyer und den "Eisbären" zum Baden in der kalten Altmühl verabredet sind. Schließlich führt die Grenzgänger ihre Reise zum Archäologen Karl Heinz Rieder, der ihnen im Römer und Bajuwaren Museum Burg Kipfenberg den mit seinen 1.500 Jahren wahrscheinlich ältesten Bayern vorstellt. Abschluss der Altmühl-Folge ist der Besuch im Fossiliensteinbruch Blumenberg in Eichstätt. Dort, wo eines der wertvollsten Fossile der Welt gefunden wurde, gehen Simon Schwarz und Sebastian Bezzel selbst auf Fossiliensuche - mit fundierter Unterstützung von Dr. Christina Ifrim, der Leiterin des Jura-Museums Eichstätt und Olivia Schönhofer, der Pächterin des Fossiliensteinbruchs.
21:00
Vom Hausberg, dem Bischling, reicht die Sicht an klaren Tagen vom Tennengebirge über Hochkönig, Dachstein und die markante Bischofsmütze bis hin zum Großglockner in Werfenweng. Bis heute ist die enge Verbindung zwischen Mensch und Natur spürbar. Die Kamera begleitet Menschen, die im Rhythmus der Berge leben und Tradition nicht als Folklore verstehen, sondern als gelebte Gegenwart. Bei Sonnenaufgang läuft Skibergläufer Jakob Hermann zu der von ihm betriebenen Hütte. Zur Sommersonnenwende leuchten seit Generationen die Sonnwendfeuer auf den Gipfeln und Bergrücken, ein archaisches Zeichen von Gemeinschaft und Verbundenheit mit der Landschaft. Familie Ganglberger vom Hansenbauerngut haben den Betrieb der Großeltern zu neuem Leben erweckt. Sie belgeiten ihre Angus-Rinder auf die Alm direkt unter dem Hochkönig. Mit Bergführerin Eva Schider führt der Weg auf die ehrenamtlich betriebene Elmaualm, die jede Woche von einem anderen Hüttenwirt bewirtschaftet wird - ein Gemeinschaftsprojekt, das der Bergsportclub Salzburg 1972 ins Leben gerufen hat. Im Herbst erobern die Brüder Stefan und Josef Rebernig mit ihren Paragleitern den Himmel über dem Bischling und zeigen Werfenweng aus der Perspektive der Vögel. Im Winter kehrt das Filmteam zu Jakob Hermann zurück: Gemeinsam mit seiner Hündin Lotte steigt er auf den Frommerkogel, hinein in eine stille, fast meditative Winterlandschaft. Was all diese Geschichten verbindet, ist eine gemeinsame Haltung: Die Menschen in Werfenweng sind stolz darauf, Entschleunigung zu leben und ihre Traditionen aktiv zu bewahren. Gleichzeitig begegnen sie den Veränderungen in der Natur mit wachem Realitätssinn und innovativen Ideen.
21:45
Nachrichten - Berichte - Wettervorhersage
22:00
Paul Breitners Erscheinung in den 70er-Jahren auf dem Platz ist legendär: hochgekrempelte Ärmel, runtergezogene Stutzen, wilder Blick und wippende Mähne. Er ist eine Fußballer-Persönlichkeit, ein außergewöhnlicher Stratege, der eindrucksvoll vorangeht. Den wohl größten Moment seiner Karriere erlebte er bereits mit 22 Jahren: Er verwandelte den Elfmeter im WM-Finale 1974, der den Weg ebnete zum deutschen Titel-Triumph. Sein Verhältnis zum FC Bayern München war stets zwiespältig: Einerseits Ikone, andererseits harter Kritiker. Und auch in den Jahrzehnten nach der aktiven Fußball-Karriere ist Paul Breitner in der Öffentlichkeit als spitzzüngiger Kolumnist und Analyst präsent geblieben. Hinter dem erfolgreichen Sportler und manchmal unbequemen Kritiker verbirgt sich eine vielschichtige Persönlichkeit. Das wird in der BR-Dokumentation von Thomas Klinger deutlich, der in "Einfach Paul" das widersprüchliche Bild von Paul Breitner nachzeichnet. Neben exklusiven Original-Tönen von Breitner selbst kommen auch ähnlich schillernde Weggefährten wie etwa Günter Netzer zu Wort. Von Mao zum Dandy, vom Madrider Edelkicker zur Münchner Tafel, vom ehrgeizigen zum erfüllten Leben: ein Film über Auszeiten, Einsichten, Laufeinheiten, Fußball, Freunde und den Friedensnobelpreis, ein Porträt über einen außergewöhnlichen Menschen und Fußballer.
22:45
Heute fast nicht mehr denkbar aber vor vielen Jahren bittere Realität für den FC Bayern: Statt voller Kassen hatte der Verein Schulden, Franz Beckenbauer war weg und Trophäen und Pokale schienen in weiter Ferne. Genau in dieser Saison 1978/79 schafften es die beiden Filmemacher Christian Weisenborn und Michael Wulfes, die damals noch aktiven Spieler Paul Breitner und Uli Hoeneß zu überzeugen, sich eine Saison lang von ihnen mit der Kamera begleiten zu lassen. Heraus kam ein unglaublich unterhaltsamer Film über den Fußball von damals, der so weit weg scheint von dem hochglanzpolierten Millionenbusiness, das heute die Liga dominiert. Damals war alles ein bisschen echter, die Trikots und Hosen enger und die Frisuren länger.