21:45
Die erfolgreiche Sportlerin Sandra Burgstaller wird auf ihrem Nachhauseweg, nur mit Dessous bekleidet, tot aufgefunden. Wie sich herausstellt, ist ihr Freund Peter Kolb PR-Manager einer Firma, für die sie Reklame machte. Er ist verheiratet. Die Hauptkommissare Ivo Batic und Franz Leitmayr erkunden akribisch die Umgebung des Tatorts und stoßen auf das "Table-Dance"-Lokal, das zwischen dem Fundort der Leiche und Sandras Wohnung liegt. Sehr schnell fällt den Kommissaren der schüchterne Norbert Heckel auf, der im "Table-Dance" häufig verkehrt. Tom Diwald, ein Möchtegern-Reporter aus der Promiszene, hört dort zufällig Teile des Ermittlungsgesprächs und macht fortan, zusammen mit dem skrupellosen Journalisten Carsten Geyer, den Kommissaren die Arbeit durch Indiskretionen zur Hölle. Norbert Heckel lebt allein und pflegt seinen leicht verwirrten Vater. Das Polizeinetz zieht sich immer enger um ihn zusammen, denn er wurde von einem Obdachlosen eindeutig identifiziert. Als Batic und Leitmayr Heckel im Verhör mit ihren Erkenntnissen konfrontieren, gesteht er Leitmayr die Tat. Doch dann passiert ein zweiter Frauenmord nach dem gleichen Muster. Norbert Heckel muss auf freien Fuß gesetzt werden, die Kommissare stehen wieder bei Null. Doch Norbert Heckel hat eine sonderbare Anhänglichkeit zu Leitmayr entwickelt und folgt beharrlich dessen Spuren.
23:15
Auf dem Stadlerhof am nördlichen Stadtrand von München ist Schlachttag. Die Türken feiern das alljährliche Opferfest Kurban Bayram und haben sich eingefunden, um Schafe auszusuchen. Jost Schulze, der Schäfermeister, unterstellt dem türkischen Gutsmechaniker Recep Ergin, heimlich zu schächten. Doch der Gutsbesitzer Karl Stadler will nichts davon wissen. Er vertraut seinen Leuten und hält nichts von solchen Anfeindungen. Am nächsten Morgen wird Jost Schulze im Wohnwagen des Schäfers auf der Panzerwiese erstochen aufgefunden. Zur frühen Morgenstunde müssen Ivo Batic und ein missgelaunter Franz Leitmayr auf der Münchner Panzerwiese nicht nur den Toten, sondern auch noch einen abgetrennten Schafskopf begutachten. Die Ermittlungen führen die Beamten zu dem großen, verfallenen Stadlerhof. Niemand will irgendwelche Auskünfte geben, freiwillig schon gar nicht. Die einzige sichere Erkenntnis ist die, dass kaum jemand am Hof Schulze mochte. Erst durch ihren Besuch bei Maximilian, dem Sohn von Karl Stadler, finden Batic und Leitmayr ein erstes mögliches Motiv: Recep Ergin hat einen Sohn, Arkan, der mit Schulze vor nicht allzu langer Zeit aneinandergeraten war. Und sie erfahren auch, dass der denkmalgeschützte Hof baufällig ist, und dass die Schafzucht nicht mehr allzu viel abwirft. Batic verhört Arkan Ergin, dessen Fingerabdrücke man am Tatort schließlich identifizieren konnte. Doch er weist den Tatverdacht von sich. Er habe mit dem Schafskopf dem verhassten Schulze nur einen "Schreck einjagen wollen". Ein seltsamer Fund in einem der Schuppen führt Leitmayr und Batic schließlich auf die richtige Spur.