22:00
Vieles deutet auf einen Raubmord hin, als die Polizei im Hafen von Split die Leiche von Ante Remic findet, der vermutlich mit den Ersparnissen seiner Frau zockte. Schon bald bekommen die Ermittlungen von Kommissarin Branka Maric jedoch eine neue Richtung. Denn bei einem Einbruch im Haus des Opfers werden Andenken aus dessen Zeit als Offizier im Kroatienkrieg gestohlen. Dann wird ein weiteres ehemaliges Mitglied seiner Kampftruppe ermordet. Jetzt ist von dieser nur noch der Unternehmer Jerko Novak übrig. Der bestärkt die naheliegende Vermutung, dass Kriegsverbrechen von damals etwas mit dem aktuellen Fall zu tun haben - schließlich sei Remic der "Teufel von Split" gewesen. Für Branka haben die Ermittlungen längst eine persönliche Dimension, denn auch ihr vermisster Bruder gehörte zu der Einheit von Remic. Unterdessen verfolgen ihre Kollegen Emil und Borko weiter die Raubmordfährte und erwischen einen drogenabhängigen Mann, der die Tat gesteht. Nun wird Branka klar, dass sie einem Ablenkungsmanöver aufgesessen ist, das jemand inszeniert hat, um weitere Morde begehen zu können.
23:30
Martin, der junge und idealistische Bürgermeister einer Provinzgemeinde in Tauberfranken vergibt auf Anregung der zuständigen Behörden und auf Rat seines engsten Vertrauten deren Grundwasserrechte an einen Großkonzern, der das Wasser in Flaschen abfüllen und weltweit verkaufen will. Als der Bauer, dessen gepachteter Grund für den neuen Brunnen genutzt werden soll, auf die Barrikaden geht, kommt es zum Aufruhr in der verschlafenen Gemeinde. Der Bürgermeister muss alle Hebel in Bewegung setzen, um den Stadtfrieden zu wahren, doch es entsteht eine Protestbewegung gegen die Wasser-Pläne der Stadtverwaltung, der sich auch die Tochter des Bürgermeisters anschließt. Als Martin erkennt, dass er hinters Licht geführt worden ist und seinen Fehler rückgängig machen will, muss er feststellen, dass er einen Prozess in Gang gesetzt hat, den er nicht mehr alleine aufhalten kann. Zusammen mit seiner Tochter und der lokalen Protestbewegung sieht er sich wirtschaftlichen und politischen Interessen auf höchster Ebene gegenüber, will den Kampf aber nicht aufgeben.