20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Das geniale Trio Schleudergang und die stimmgewaltige Barbara Preis bringen den Festsaal zum Kochen. Aus Österreich feiern das hochmusikalische Trio Tschejefem und das traditionelle Schleierfall Duo ihre Premiere im BR Fernsehen. Dazu gibt sich die charmante Schauspielerin Marion Schieder die Ehre und Bianca Bachmann interessante Einblicke in das Leben einer mondänen Spielerfrau. Der Franke Tobias Boeck rockt mit bekannten Operetten-Couplets die Bühne und präsentiert gemeinsam mit Alexander Schuhmann frechen Gstanzl-Gesang. Und mit Gassenhauern aus den 60er-Jahren begeistert fröhlich-fetzig das wunderbare Quartett Conny und die Sonntagsfahrer aus dem Gäuboden und dem Salzburger Land. Als Neuentdeckungen aus der Oberpfalz stehen das Duo Ohdraaht & Lumpad und auch der Kabarettist Wolfgang Kamm zum ersten Mal auf der Bühne im Hofbräuhaus. Natürlich ist die Couplet-AG wieder mit von der Partie - dieses Mal mit einer bissigen Interpretation von der "Liebe" zur Verwandtschaft. Und ebenfalls wieder begleiten die vier Vollblutmusiker der Brettl-Spitzen-Musi fulminant alle Solisten. Aus Niederbayern werden vier fesche Damen bei ihrem großen Fernsehauftritt aufspielen. Als Gruppe Auf d'Sait'n sind sie die Gewinnerinnen des Brettl-Spitzen-Gesangswettbewerbs "Jetzt sing i".
21:45
Ein Einbruch auf dem Zeislerhof, der Schmuck von Christine Zeisler wurde gestohlen. Für ihren Mann Ludwig steht fest, das können nur die Problemkinder vom benachbarten Boxerhof gewesen sein. Auf der Fahrt zum benachbarten Hof entdecken Hubert und Staller einen schlimmen Unfall: Einer der Sozialarbeiter hat bei einem Motorradunfall den Kopf verloren. Nun müssen Hubert und Staller Sozialarbeiter Norbert Dorfner nicht nur mit den Diebstahlsvorwürfen gegenüber seinen Schützlingen konfrontieren, sondern ihm auch die Nachricht vom tragischen Tod des Kollegen überbringen. Dorfner ist sichtlich geschockt. Der Tote hatte mit dem Boxsport den Jugendlichen wieder eine Perspektive geben wollen. Der gestohlene Schmuck lässt sich bei den Jugendlichen des Hofs nicht finden. Der genaue Unfallhergang gibt nicht nur Hubert und Staller, sondern auch Pathologin Anja Licht Rätsel auf, da nicht wirklich klar ist, wie der Tote den Kopf verloren haben könnte. Erschwerend kommt hinzu, dass der Motorradhelm nicht auffindbar ist. Polizeirat Girwidz beschäftigt indes ein ganz anderer Unfall, bei dem er sich selbst durch ein Telefonat mit dem Handy am Steuer mitschuldig gemacht hat - was das Unfallopfer schamlos ausgenutzt hat. Hubert und Staller finden raus, dass ein über die Straße gespannter Draht den Motorradunfall verursacht hat.
22:30
In Wolfratshausen finden Hubert und Staller in einem Auto die Leiche von Leon Weißenbacher. Offensichtlich war er ein Tattooliebhaber. Die letzte freie Stelle an seinem Körper ist mit einem großflächigen Pflaster abgeklebt, unter dem ein tätowierter Drache prangt. Für Dr. Anja Licht steht fest, dass der Tote an einer Überdosis Insulin gestorben sein muss. Da an Leon Weißenbachers Körper keine Einstichstellen zu finden sind, richtet sich die Aufmerksamkeit schnell auf sein frisch gestochenes Tattoo. Der Mörder muss ihm das Insulin mit der Farbe unter die Haut tätowiert haben. Weißenbacher war Stammgast im Tattoostudio "Art Session", das von Sarah und Georg Beyer geführt wird. Um herauszufinden, wer von den beiden die tödliche Dosis gespritzt hat, schleust sich Staller als interessierter Rocker im Tattooladen ein. Schnell stellt sich heraus, dass Sarah Beyer diejenige war, die Weißenbacher tätowiert hat. Doch Hubert und Staller stehen vor einem Rätsel: Sie können einfach kein Motiv finden. Zur gleichen Zeit macht sich Riedl daran, einen Autoeinbrecher in flagranti zu erwischen. Als der ihm tatsächlich in die Finger gerät, kann er jedoch fliehen und Riedl bleibt nichts weiter als ein winziger Hinweis, der in die völlig falsche Richtung führt.
23:15
Drei Comedians. Drei Behinderungen. Drei Challenges. Und eine Frage, die so frech ist, dass man erst mal schluckt: Wer ist am beschissensten dran? In "Ein Blinder, ein Lahmer, ein Tauber - Die behinderte Comedy-Challenge" treten Timur Turga, Tan Caglar und Okan Seese gegeneinander an. Timur ist fast blind, Tan sitzt im Rollstuhl, Okan ist taub. Gemeinsam wollen sie herausfinden, wer im Alltag die härtesten Barrieren überwinden muss - und wer am Ende die "beschissenste" Behinderung hat. Was nach einer völlig unmöglichen Idee klingt, wird zu einem außergewöhnlichen ARD-Format: Inklusion wird nicht erklärt, sondern erlebt. Direkt, komisch, unangepasst und ohne Mitleids-Bonus. Die drei Comedians werfen sich in Situationen, in denen andere oft begründen würden, warum etwas nicht geht. Sie probieren es einfach aus - mit Witz und einer großen Portion Selbstironie. Die Challenges führen Timur, Tan und Okan mitten hinein in Arbeitswelten, Alltagssituationen und öffentliche Räume, in denen Barrieren nicht abstrakt sind, sondern ganz konkret: zu eng, zu unübersichtlich, zu matschig, zu schnell. Kein Kommentar erklärt aus dem Off. Die drei erzählen selbst, was passiert, was nervt, was weh tut - und worüber man trotzdem lachen kann. Timur Turga tauscht seinen Blindenstock gegen den Hochdruckreiniger und arbeitet einen Tag lang in einer professionellen Autoreinigung. Zwischen Lack, Felgen, Luxuskarossen und der Angst vor dem Blechschaden stellt sich die Frage: Wie präzise kann man arbeiten, wenn man kaum etwas sieht - und wie viel Vertrauen braucht ein Job, der auf Augenschein und Perfektion ausgelegt ist? Tan Caglar landet auf einem Bauernhof, auf dem Barrierefreiheit schnell zur Theorie wird. Er muss Rinder versorgen, Schafe füttern und sich mit Bienen anlegen - während sein Rollstuhl auf dem Feld an Grenzen kommt. Mit Humor, Sturheit und echten Steherqualitäten im Sitzen kämpft er sich durch den Tag. Wie kann hier Teilhabe gelingen? Okan Seese übernimmt den Service in einem vollbesetzten kubanischen Restaurant. Salsa-Musik, Sonderwünsche, Hektik, volle Tische: Kommunikation steht unter maximalem Druck. Wie nimmt man Bestellungen auf, wenn man nichts hört? Und was passiert, wenn ein Team lernen muss, anders miteinander zu kommunizieren? "Ein Blinder, ein Lahmer, ein Tauber" ist Comedy-Reality mit Haltung und hoher Fallhöhe. Humor entsteht aus der Situation, nie auf Kosten der Behinderung. Genau darin liegt die Stärke des Formats: Es ist laut, schnell, respektlos gegenüber Vorurteilen - und zugleich erstaunlich warmherzig. Die Doku zeigt Barrieren, ohne Menschen zu Opfern zu machen. Sie erlaubt Lachen, ohne bloßzustellen. Und sie macht sichtbar, wie viel Mut, Improvisation und Selbstbehauptung in einem Alltag stecken, der für andere selbstverständlich wirkt. Ein starkes Format für die ARD Mediathek und im BR Fernsehen: unterhaltsam, relevant, nahbar und mit drei Protagonisten, die jede Szene tragen.