20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Ein Bergsteiger ist von der Watzmann-Südspitze im steilen Gelände abgestürzt: Verdacht auf Polytrauma! Jetzt zählt jede Minute für die Bergretter der Bergwacht Ramsau. An einem sonnigen Tag im Einsatzgebiet der Bergwacht Grainau warten gleich mehrere Patienten gleichzeitig auf Hilfe am Berg. Ein dramatischer Notruf erreicht die Bergwacht Ramsau: Bergsteiger abgestürzt, Verdacht auf Polytrauma. Sofort rücken die Bergretter aus und fliegen mit dem Rettungshubschrauber Richtung Unfallstelle. Kaum Informationen, keine Koordinaten, kein Internetempfang - nur die Handzeichen des Melders im unübersichtlichen Felsgelände weisen den Weg. Vor Ort: Ein blutender Patient im Geröll erfordert höchste Konzentration im Team. Ein sonniger Tag in Grainau - doch der Schein trügt. Die Notrufe überschlagen sich und die Koordination der Einsätze wird für den Einsatzleiter der Bergwacht Grainau zur Herausforderung: Die Unfallquote ist hoch, die Hubschrauber sind im Dauereinsatz und kaum verfügbar. Der erste Alarm führt zur Grießkarscharte: Ein Bergsteiger ist mehrere Meter abgestürzt, verletzt am Bein und kommt nicht mehr weiter. Gleichzeitig geht ein weiterer Notruf von der Alpspitze ein: Ein Mann wird am Gipfel immer wieder bewusstlos, höchste medizinische Priorität. Sofort wird die Med-Crew eingeflogen. Und auch im Höllental auf 2.700 Metern geht es direkt weiter: Eine Gruppe von sieben Personen hat sich am späten Nachmittag verstiegen. Die hohe Anzahl an Betroffenen stellt zu dieser Tageszeit eine besondere Herausforderung dar. Die Dokuserie begleitet die Bergwachten Grainau, Ramsau und Bad Reichenhall bei echten, teils gefährlichen Bergrettungen in den Bayerischen Alpen.
21:00
Seit Jahrhunderten ist der Mitterhof im oberpfälzischen Waldsassen im Besitz des ortsansässigen Klosters. Früher nutzten die Klosterschwestern die Landwirtschaft zur Eigenversorgung, doch über die Jahre wurde die Arbeit auf dem riesigen Vierseithof zu viel und die Gebäude blieben sich selbst überlassen. Langsam begann der Hof zu verfallen - bis Kerstin und Matthias Frank den geschichtsträchtigen Ort entdeckten und 2014 zunächst zur Pacht übernahmen. Neben der Schafhaltung züchten sie Strauße und bieten deren Fleisch und viele weitere Produkte im eigenen Hofladen an. Auch ein kleines Restaurant gehört zum Vierseithof, den das Paar nach und nach in mühevoller Eigenarbeit saniert. Die Franks haben viel vor mit dem historischen Anwesen und würden es deshalb gerne kaufen, doch immer wieder kommt es zu Verzögerungen. Das zehrt an den Nerven. 70 km weiter südwestlich haben sich Anne und Alex Leichtenstern einen ungewöhnlichen Traum erfüllt: "Little America" mitten in Oberfranken. Auf ihrer Ranch züchten die beiden Quereinsteiger Texas Longhorn Rinder und destillieren feinsten, fränkischen Whiskey und Gin. Die ersten ihrer imposanten Tiere, mit Hornlängen von bis zu 1,80 Meter, haben Anne und Alex 2011 aus Kanada einfliegen lassen. Seitdem haben sie eine Herde von mehr als 70 Tieren aufgebaut. Das Fleisch ihrer Longhorns landet sogar in der Sterne-Gastronomie. Und auch mit ihren Destillaten sind die beiden dabei, sich einen Namen zu machen. Ihr neuestes Projekt: ein Whiskey-Likör nach einem 400 Jahre alten Trapper-Rezept.
21:45
Nachrichten - Berichte - Wettervorhersage
22:00
Martin und Franz sind zwei von sechs Brüdern, die in Erding aufwachsen. Der Zusammenhalt der Familie ist groß, geprägt durch die tragische Querschnittslähmung der Mutter. Franz wird bereits mit 19 Jahren selbst Vater und ignoriert seine Diagnose "Nierenschaden". Nach der Trennung von seiner Frau bekommt er als alleinerziehender Vater viel Unterstützung von seiner Mutter. Martin träumt von einer Rockstar-Karriere und schafft trotz schlechter schulischer Leistungen sein Abitur. Er wird Tontechniker und schreibt erste Kabarettprogramme als Bewie Bauer. Doch der Erfolg bleibt zunächst aus. Als Franz dringend eine Nierentransplantation benötigt, steht er vor der größten Herausforderung: Wie frage ich meine Brüder? Bei den Voruntersuchungen stellt sich heraus, dass Martin der geeignetste Spender unter den Geschwistern ist. Und da er und seine Frau als einzige in der Großfamilie keine Kinder haben, erklärt er sich bereit.
22:45
Im Vinschgau ist für Johannes Trapp die Zeit der Obsternte angebrochen. Vom Frühjahr bis in den Herbst lebt er auf der Churburg über Schluderns, die seit über 500 Jahren im Besitz seiner Familie ist. Weiter östlich im Burggrafenamt rund um die Stadt Meran befindet sich Schloss Schenna. In dem um 1350 erbauten Baujuwel dreht sich alles um den Ahnherren der Grafen von Meran, den steirischen Prinzen Erzherzog Johann. Der heutige Schlossherr Franz Spiegelfeld begegnet dem Wirken seines Vorfahren und seinen Verdiensten mit dankbarer Demut. Von herausragender Bedeutung für das ganze Land ist Schloss Tirol. Die im 11. Jahrhundert errichtete Anlage in Dorf Tirol gilt als Wiege der Grafschaft Tirol. Heute beherbergt sie das Südtiroler Landesmuseum für Kultur- und Landesgeschichte. Am Fuße von Schloss Tirol ist die Brunnenburg ein weiterer architektonischer Blickfang. Die hochmittelalterliche Hangburg wurde um 1250 zur Absicherung des Weges zum Schloss der Tiroler Grafen erbaut. Heute lebt und wirkt der Kulturhistoriker und Schriftsteller Siegfried De Rachewiltz in den verwinkelten Gemäuern. Über dem Südwesten des Bozener Talkessels thront die Festungsanlage von Schloss Sigmundskron - auch Firmian genannt. Sie ist ein symbolischer Ort für die Südtiroler Zeitgeschichte. Mehr als 30.000 Südtiroler belagerten am 17. November 1957 Firmian, um für ihre Heimat eine weitreichende Autonomie zu fordern. Heute beherbergt Sigmundskron das Herzstück der Museenwelt von Reinhold Messner. Die Südtiroler Bergsteigerlegende hat sich hier einen Traum erfüllt und ein Museum erschaffen. Seit dem 13. Jahrhundert wacht Burg Taufers auf ihrem felsigen Thron über dem Eingang zum Ahrntal. Der Castellan Alexander Maier setzt bei seinen Führungen durch die einstmalige Dynastenburg der Herren von Taufers vor allem auf Humor.
23:30
Unser Verständnis von Gesundheit, Krankheit und Tod ist abhängig von kulturellen Faktoren, von Werten, von unserem sozialen Hintergrund. Daher ist es für medizinisches Personal wichtig, kulturelle Besonderheiten und Differenzen ihrer Patienten zu kennen. Gleichzeitig geht es darum, Patienten losgelöst von Klischees zu betrachten, denn in der Gesundheitsversorgung kann Schubladendenken zu fatalen Missverständnissen, Fehldiagnosen und damit zusammenhängenden Therapien führen. Wie genau sieht also kultursensible Medizin und Pflege aus, und wie kann man kranken Menschen in unserer Werte pluralen Gesellschaft gerecht werden? Antworten bei "puzzle": bei Verantwortlichen in einem Krankenhaus, in einem Pflegeheim und in einem Neuro-Psychiatrischen Zentrum.