20:15
Auf dem Mordopfer liegt sorgfältig drapiert eine tote Krähe - der Allgäuer Kriminalhauptkommissar Kluftinger ist fassungslos. Im Verlauf der Ermittlungen kommt Kluftinger einem Täter auf die Spur, der nach Allgäuer Sagenmotiven mordet. Das erste Mordopfer ist ein Kleinunternehmer von Kaffeefahrten, bei denen einfachen Leuten das Geld aus der Tasche gezogen wird. Der tote Gernot Sutter wird bei einem Gedenkstein der Burg Rappenscheuchen aufgefunden. Dort lebte im Mittelalter ein Raubritter, der laut einer Allgäuer Sage von Rabenvögeln angegriffen wurde und so zu Tode kam. Bald gibt es eine zweite Leiche: Eine Frauenärztin aus Memmingen wird mit einer auf der Stirn eingeritzten 11 tot an einem Fluss gefunden. Auch diesem Fall scheint eine Sage zugrunde zu liegen. Immer tiefer taucht Kluftinger bei seinen Ermittlungen in die mystische Welt des Allgäus ein.
21:45
Kommissar Peter Haller und seine Mitarbeiterin Birgit Sacher sind mit der Aufklärung eines Verbrechens befasst: Im Maintal, südlich von Würzburg, wurde die Leiche einer jungen Mexikanerin gefunden. Haller ist noch keine vierzig und gebürtiger Würzburger. Er hegt eine stille Liebe zu seiner Stadt, zu ihrer Übersichtlichkeit und Vertrautheit. Ganz wird er nie verstehen, wie Menschen in einer so schönen Umgebung zu Verbrechern werden können. Das ist der geheime Antrieb hinter seinen Ermittlungen, bei denen es ihm nicht nur um die Lösung des Falls, sondern um einen Blick in die Seele des Täters geht. Die in München ausgebildete, karrierebewusste Birgit Sacher muss erst lernen, mit dem ein wenig verschrobenen Kollegen umzugehen, vor allem mit seinem Arbeitstempo. Gemeinsam versucht das ungleiche Paar, das Geheimnis um den Mord an Angela Lopez zu lösen, die als Au-pair-Mädchen im Haushalt des in Würzburg hoch angesehenen Architekten Max Täschner und seiner Familie lebte.
23:15
Höchststrafe für Pfarrer Braun: Der waschechte Altbayer wird ausgerechnet nach Franken versetzt. An seiner neuen Wirkungsstätte erlebt der passionierte Hobbyermittler auch gleich eine faustdicke Überraschung: Ein wundersames Jesusbild an einer Felswand, das blutige Tränen weint, lockt Pilger, Gläubige und Esoteriker aus aller Welt in das verschlafene Örtchen Kursdorf. Braun will diesem Wunder auf den Grund gehen - und entdeckt dabei sogleich eine Leiche. Der ebenso bekannte wie ungeliebte Lokalreporter starb gewiss keines natürlichen Todes. Aber warum hat seine Leiche Stigmata an Händen und Füßen? Verdächtig sind der windige Devotionalienhändler Treulieb, der Jesu' Tränen in Fläschchen abfüllt, und der umtriebige Tourismusmanager Bernhardt "Bernie" Kammler, der das Wunder vermarkten will. Aber auch der allzu fromme Laienprediger Ruprecht Krahl ist Braun nicht ganz geheuer. Zu allem Überfluss erscheint Bischof Hemmelrath, ein Experte für übersinnliche Erscheinungen, der durch die offizielle Bestätigung des Wunders von Kursdorf endlich seine Berufung in den Vatikan erhofft. Doch die Chancen stehen schlecht. Mithilfe von Kommissar Geiger, der im Schlepptau seiner esoterischen Mutter angereist ist, entdeckt Braun bald eine höchst profane Ursache für das Wunder.
00:45
Als Oliver die attraktive Greta kennenlernt, kommen ihm erstmals Zweifel an seinem Job in der familieneigenen Bäckerei. Greta merkt zunächst nichts davon - sie hat mit eigenen Problemen zu kämpfen.
02:15
Erstmals seit hundert Jahren durchqueren wieder Großraubtiere die Dolomiten. Steinadler haben das Land der bleichen Berge, wie man die Dolomiten früher nannte, wieder unter sich aufgeteilt. In einzigartigen Flugaufnahmen verfolgt die Dokumentation ihre Paarung und beobachtet ihre bemerkenswerte Jagdtechnik. Aufgestiegen aus den Urmeeren sind die Dolomiten ein offenes Buch der Erdgeschichte. Fossile Felsküsten und Korallenriffen wurden durch Bewegungen der Erdkruste über Jahrmillionen verdichtet und von Wasser, Sonne und Eis zu Gebirgspersönlichkeiten geformt. Das legendäre rot gefärbte Alpenglühen der Gipfel begleitet durch den Jahreskreis einer von mystischen Stimmungen und Mythen geprägten Natur. Von Wasser und Eis zerfurchte Felsspitzen, leuchtende Zirben- und Lärchenwälder, markante Gebirgsstöcke erscheinen wie fossile Archipele einer versunkenen Zivilisation. Schneehase, Gams und Murmeltier haben gewitzte Ernährungsstrategien und faszinieren durch körperliche Höchstleistungen. Von ihrer Mutter verlassene Bärenkinder erobern die Passstraßen. Im September 2014 war in Cortina d'Ampezzo eine Bärenmutter zu Tode gekommen, als man versucht hatte sie einzufangen. Die Gemeinde hatte in der Folge ihre Jungen in ein geschütztes Gelände genommen; sie sollten in ihrem natürlichen Ambiente aufwachsen. Die Landesregierung hatte gefordert, dass die Verantwortung für diese Bären auf Nachbarregionen wie Südtirol, Venezien, Lombardei, Friaul, aber auch Österreich und die Schweiz aufgeteilt werde. Noch sind solche grenzüberschreitenden Projekte nicht ausgereift. Die Jungbären waren einige Monate alt, und es ist nicht sicher, ob sie es in freier Wildbahn alleine schaffen. Gleichzeitig gilt es sicherzustellen, dass die Anzahl der Bären in den Dolomiten nicht überproportional wächst.
03:00
Bayern ist lebendig und vielfältig. Die Sendung stellt wunderschöne Landschaften, spannende Naturphänomene und beeindruckende Persönlichkeiten des Freistaates in atemberaubenden Bildern vor.
03:45
Gerade im Winter mögen es die meisten von uns mollig warm. Das macht es dem Körper leichter, seine Kerntemperatur von 36,5 bis 37,5° C zu halten. Und nur mit dieser Kerntemperatur können alle Stoffwechselabläufe optimal funktionieren, kann der Körper reibungslos denken und agieren. Doch so sehr wir Wärme lieben, eigentlich ist unser Körper deutlich gesünder und leistungsfähiger, wenn er ständig wechselnden Temperaturen und vor allem Kältereizen ausgesetzt ist. In der aktuellen Forschung gibt es mittlerweile viele Erkenntnisse, aber auch noch offene Fragen, wie Kälte auf den menschlichen Körper wirkt und wie wir sie für unsere Gesundheit nutzen können. Die Dokumentation erzählt, wie wir alle - jenseits von Spitzensport und Extremerlebnissen - von Kälte profitieren und unseren Körper an niedrigere Temperaturen gewöhnen können. Die Autoren treffen u. a. die Lagerarbeiterin Katarzyna, die in einem Tiefkühllager bei minus 22° C in Acht-Stunden-Schichten der Kälte trotzen muss. Wie gelingt ihr das und welche Rolle spielt ihr individuelles Kälteempfinden dabei? Begleitet wird auch die Extremschwimmerin Deniz Kayadelen bei ihren Vorbereitungen für die Durchquerung des Ärmelkanals. Wie ist das zu schaffen: mehr als 33 Kilometer in nur 17° C kaltem Wasser? Was passiert in ihrem Körper? Der Kraftverlust der Muskulatur ist beträchtlich und geht schnell. Die Weiterleitung von Erregungsmustern gelingt immer schlechter. Das kann dazu führen, dass schon nach 15 Minuten in Wasser unter 15° C die gesamte Koordination der Schwimmbewegungen versagt und die Person ertrinkt. Aber Deniz Kayadelen versucht ihren Körper so zu trainieren, dass er seine Temperatur immer besser halten kann. Wie das gelingen kann, dazu forscht u. a. Dr. Erich Hohenauer von der University of Applied Sciences and Arts of Southern Switzerland. Besonders interessiert ihn auch die Frage, ob Kältereize tatsächlich das Immunsystem stärken. Dazu führt er Untersuchungen mit normalen, aber auch kälteerprobten Proband*innen durch. Einer davon ist der Biohacker Rolf Duda. Er wandert in Badehose durch Schneelandschaften und geht regelmäßig Eisbaden. Nach einem traumatischen Erlebnis änderte er sein Leben und erfuhr durch sein Kältetraining Heilung und mentale Stärkung. Seine Erfahrungen damit gibt er mittlerweile in Kursen an andere Menschen weiter. Aber wie gelingt die mentale Stärkung? Auch hier gibt es neue Forschungserkenntnisse aus der Psychologie. Im Spitzensport wird die Kältetherapie ebenfalls immer öfter eingesetzt. Der Diskuswerfer Christoph Harting, Olympia-Sieger von 2016, sitzt unter ärztlicher Leitung täglich in der Kältekammer bei minus 110° C. Damit soll seine Fähigkeit zur körperlichen Regeneration gesteigert werden und auch kleinere Verletzungen wie Muskelfaserrisse heilen schneller, weil Körper und Extremitäten besser durchblutet werden.
04:30
Was ist die Standuhr der Großmutter tatsächlich wert? Experten recherchieren Herkunft, Geschichte und Zeitwert von Gegenständen, die Zuschauer mitbringen. Meist sind dies Erbstücke oder Flohmarktfunde.