18:45
Die Brüder Wolfgang und Hermann Baak sind die letzten Kleinbauern im rumänischen Dorf Malmkrog, die ihr Land mit einfacher Technik und Pferden noch fast mittelalterlich bewirtschaften. Sie zeigen, wie seit der Besiedelung aus Wildnis Kulturland geschaffen wurde, und bis heute erhalten wird. Hier können auf nur zehn Quadratmetern Wiese 99 Pflanzenarten wachsen, ein Weltrekord der Artenvielfalt. Und das alles nur, weil die Bauern hier nicht düngen und einmal im Jahr mähen. Von der Pflanzenvielfalt profitieren Schmetterlinge, so können hier auf nur zwei Quadratkilometern unglaubliche 1.500 Schmetterlingsarten leben. Braunbären kommen aus dem Schutz des Waldes auf die Wiesen, um wie Kühe die Vielfalt der Kräuter abzuweiden. Rotfüchse füttern ihre Welpen mit den Wühlmäusen, die hier seit dem Mittelalter bevorzugt leben. Weil die Bauern Heu und Weideland für ihr Vieh brauchten, schufen sie mit den Heuwiesen unabsichtlich Siebenbürgens größten Naturschatz. Aber es geben immer mehr Kleinbauern auf, und die industrielle Landwirtschaft übernimmt. Heuwiesen werden zu Äckern umgepflügt, ihre Lebensgemeinschaft zerstört. Noch ist Siebenbürgens Natur mit ihrem Artenreichtum einzigartig in Europa. Aber wird sie in ihrer mittelalterlichen Fülle weiterbestehen?
19:30
Das Gemälde mit passenden Schmuckstücken ist ein seltenes Kunstwerk, das in Eichstätt gezeigt wird. Außerdem: die Skulptur zweier kämpfender Männer, der "Gürtelspanner", ein Eckstuhl im altdeutschen Stil und ein Gemälde, das von Lesser Ury stammen könnte.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Der Duft von Kuhfladen weht über dem abgelegenen, hoch verschuldeten Holznerhof, als Kommissar Kreuzeder den Tatort betritt: In der Scheune unter dem Mähdrescher liegt - in seine Einzelteile zerlegt - eine nicht zu identifizierende Leiche. Nur sehr widerwillig macht sich der einst beste Kommissar Niederbayerns an den Fall, denn inzwischen verbringt Kreuzeder seine Zeit statt am Schreibtisch lieber im Wirtshaus, wo er so ganz nebenbei das Herz der üppigen Kellnerin Gerda Bichler erobert. Eindruck macht der Kreuzeder auch auf die Polizeipsychologin Frau Dr. März, die ihn auf seine Berufstauglichkeit überprüfen soll. Zwei Leichen später überträgt Kreuzeders Vorgesetzter, Kriminaloberrat Becker, den Fall endgültig an den jungen Kollegen Klotz. Aber das lockt den schrägen Ermittler mit der unkonventionellen Berufsauffassung und reichlich Weißbier im Blut nun doch aus der Reserve. Und damit fängt der Spaß erst richtig an ...
21:50
1946, das kleine Dorf Boscaccio in der Po-Ebene Norditaliens: Hochwürden Don Camillo, der temperamentvolle Pfarrer des Ortes, und sein nicht weniger streitbarer Erzfeind Peppone, Bürgermeister und Kommunist, leben in trauter Zwietracht. Dabei verfolgen beide Männer stets dasselbe Ziel: das Dorf und seine Bewohner glücklich zu machen. Nur sind ihre Vorstellungen vom Glück leider grundverschieden. Entsprechend liegen sich Don Camillo und Peppone oft in den Haaren. Als Peppone und seine Genossen zum Beispiel nach ihrem Wahlsieg einen feierlichen Umzug veranstalten, eilt Don Camillo zum Glockenturm und übertönt mit Glockengeläut die Festansprache des Bürgermeisters. Der Kern seiner Rede dringt trotzdem durch: Peppone hat vor, ein prachtvolles "Haus des Volkes" zu errichten. Das passt Don Camillo gar nicht, denn der kämpft schon lange für einen Kindergarten, für dessen Bau ihm allerdings das nötige Kleingeld fehlt. Als Don Camillo herausbekommt, woher Peppones Geldsegen für das "Haus des Volkes" stammt, finden die beiden Männer zu einer Einigung. Aber natürlich lässt der nächste Streit nicht lange auf sich warten. BR Fernsehen zeigt an diesem Abend "Don Camillo und Peppone" in der alten deutschen Kinofassung. Diese Fassung basiert auf der französischen Schnittfassung und beinhaltet z. T. andere Szenen als die mittlerweile auf Blu-ray in Umlauf befindliche Fassung, die wiederum auf der italienischen Schnittfassung beruht.
23:30
Der aufbrausende Pfarrer Don Camillo ist von seinen Vorgesetzten strafversetzt worden. Als er in seine neue Gemeinde, ein abgelegenes Bergdorf, kommt, wird er nicht gerade feierlich empfangen. Auch seine neue Haushälterin ist nicht gerade das, was man einen freundlichen Menschen nennt, und als Don Camillo am Sonntag seinen ersten Gottesdienst hält, predigt er vor leeren Bänken. Kurzum: Enttäuschung auf der ganzen Linie. Aber in seinem Heimatdorf Boscaccio geht es seinem Widersacher Peppone auch nicht viel besser. Der rauflustige Bürgermeister vermisst seinen Lieblingsfeind, denn Don Camillos Nachfolger taugt bestenfalls als Witzfigur. Ein Mann wie Peppone aber braucht einen ebenbürtigen Gegner. Also setzt er sich dafür ein, dass Hochwürden Don Camillo wieder in sein Heimatdorf zurückkehren darf. Ein bisschen Eigennutz steckt allerdings hinter seiner Hilfsbereitschaft: Peppone möchte einen störrischen Großgrundbesitzer dazu überreden, für den geplanten Deichbau einen Teil seines Landes herzugeben - und da kann die Unterstützung eines kirchlichen Würdenträgers nicht schaden. Das BR Fernsehen zeigt "Don Camillos Rückkehr" in der alten deutschen Kinofassung. Diese Fassung basiert auf der französischen Schnittfassung und beinhaltet z. T. andere Szenen als die mittlerweile auf Blu-ray in Umlauf befindliche Fassung, die wiederum auf der italienischen Schnittfassung beruht.