18:00
18:30
Nachrichten - Berichte - Wettervorhersage
19:00
Der Berg aus Elektroschrott wächst in Deutschland und weltweit schneller im Vergleich zu wohl jeder anderen Form von Abfall. Der Grund: Immer mehr Elektrogeräte kommen auf den Markt, die oft nur eine kurze Lebensdauer haben. Dabei stecken in alten Handys, Bügeleisen und Mikrowellen viele wertvolle Rohstoffe. Ein Unternehmen in Goslar zählt zu den modernsten und größten Recyclinganlagen Europas für Elektroschrott. Bis zu 80.000 Tonnen davon werden hier im Jahr in Einzelteile zerlegt, zerkleinert und sortiert, teilweise per Hand.
19:30
Annalena macht sich Sorgen, dass die Fotos und Nachrichten auf Gregors Handy ihn in seiner Amnesie überfordern könnten. Wird sie recht behalten?
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Ein Hund ist in steilem Gelände abgerutscht und in Not geraten. Sein Herrchen alarmiert die Bergwacht, die - wenn Gefahr in Verzug ist - auch in solchen Fällen zur Tierrettung ausrückt. Das Bellen des gestressten Tieres ist deutlich zu hören, aber durch den Hall im Gebirge nur schwer zu orten. Ein eher außergewöhnlicher Notruf erreicht die Bergwacht Bad Reichenhall an diesem Freitag. Ein 36 Kilo schwerer Labrador ist mit seinem Herrchen zwischen Sonntagshorn und Aibleck wandern und stürzt dann plötzlich in die Tiefe. Weil die Einsatzstelle in der Grenzregion zwischen Bayern und Salzburg liegt, koordinieren die Reichenhaller die Hunderettung mit einem österreichischen Kollegen der Unkener Bergrettung. Die übermittelten Koordinaten sind ungenau, Orientierung gibt zunächst nur das Bellen des verängstigten Labradors. Niemand weiß, wie das Tier auf fremde Menschen reagieren wird. Für einen angehenden Hundeführer der Bergwacht Bad Reichenhall und seine Kollegen wird die Rettung zu einer nervenaufreibenden Herausforderung. Regen, Nebel und steigende Gewittergefahr lassen einen vermeintlichen Routineeinsatz am Watzmann für die Bergwacht Ramsau besonders anspruchsvoll werden. Ein blockierter Bergsteiger traut sich nach stundenlanger Tour den Abstieg nicht mehr zu. Nasse Felsen, rutschige Stahlseile und eingeschränkte Sicht erschweren jede Bewegung und erhöhen das Risiko abzustürzen. Parallel zeigt sich der Alltag in der Wache: Ehrenamt zwischen Einsatzbereitschaft und Familie. Die Dokuserie begleitet die Bergwachten Grainau, Ramsau und Bad Reichenhall bei echten, teils gefährlichen Bergrettungen in den Bayerischen Alpen.
21:00
Vorgestellt werden die Ideen, Ziele und Träume, aber auch Herausforderungen, die Bayerns Landwirte und Landwirtinnen meistern müssen, um ihre Betriebe erfolgreich in die Zukunft zu führen. Auf dem Funkenhof im Ostallgäu hat Junglandwirt Simon Stöckle neben Alpakas, Pferden und Schafen vor allem Milchkühe. Als jüngster von fünf Brüdern hat er den Familienbetrieb in sechster Generation übernommen und seitdem viele Ideen eingebracht. Mit modernster Technik will er die jahrhundertlange Tradition des Hofes fortsetzen: Roboter misten im Stall, übernehmen das Melken und übermitteln alle Daten in Echtzeit auf Simons Handy. Gemeinsam mit seiner Frau Pia ist es ihm ein Anliegen, mit Klischees über Landwirtschaft aufzuräumen, wofür Simon auch in seinen regelmäßigen Tiktok-Videos wirbt. Von Melkrobotern und Internetvideos ist man in Haidmühle weit entfernt. Im tiefsten Niederbayern, nahe der tschechischen Grenze, steht der Kranabith-Hof. Hier leben und arbeiten Hubert Müller und Jürg Sommer. Hubert ist im Nachbarhaus geboren und wollte eigentlich das Tal, in dem auch seine Verwandtschaft lebt, verlassen. Doch als der Kranabith-Hof zum Verkauf stand, entschloss sich der heute 61-Jährige, die Gelegenheit beim Schopfe zu packen. Seit nunmehr 30 Jahren erfüllen sich die beiden hier ihren Traum vom eigenen Biohof und einem gemeinsamen Leben auf dem Land. Die Erzeugnisse ihres Hofes verarbeiten sie überwiegend in ihrem eigenen bayrisch-arabischen Restaurant in Passau. Doch das Stall Ausmisten, die Rinder, Gänse und Hühner zu versorgen und in der Restaurantküche zu stehen, bringt sie Jahr für Jahr mehr an ihre Grenzen. Das Thema Hofnachfolge wird immer präsenter.
21:45
Nachrichten - Berichte - Wettervorhersage
22:00
Ludwig Hagn, genannt "Wiggerl", ist in dem Gastronomie-Betrieb seiner Eltern aufgewachsen. Drei Jahre nach der Übernahme des Schützenzelts auf dem Oktoberfest stirbt sein Vater Ludwig 1956 mit nur 48 Jahren. Seine Mutter Berta weiß um die Gefahr, als alleinstehende Witwe das Zelt zu verlieren. Deshalb bittet sie Sohn Ludwig - er ist das einzige Kind - an ihrer Seite als Festwirt einzusteigen. Da ist Wiggerl gerade mal 16 Jahre alt. Als jüngster Wiesn-Wirt zunächst von allen unterschätzt, schreibt er schließlich über 60 Jahre Oktoberfest-Geschichte - zuerst mit dem überschaubaren Schützenzelt, dann ab 1979 mit dem doppelt so großen Festzelt von Löwenbräu. Auch seine Tochter Stephanie wächst wie selbstverständlich in der Gastronomie und auf dem Oktoberfest auf. Schon früh weiß Wiggerl, dass er sie zu seiner Nachfolgerin machen möchte. Im Jahr 2018 muss der dienstälteste Wiesn-Wirt wegen Abrechnungsstreitigkeiten plötzlich unehrenhaft Abschied nehmen. Da er sich aber über 60 Jahre lang nichts hat zuschulden kommen lassen und seine Tochter längst als Nachfolgerin eingearbeitet ist, bekommt Stephanie Spendler 2019 von der Stadt München doch den Zuschlag als Festwirtin. Seit 2023 führt Stephanie das Festzelt gemeinsam mit ihrem Sohn Lukas. Das Löwenbräuzelt bleibt in der Familie.
22:45
Brigitte Hobmeier, die Darstellerin der Colina Kandl in der Event-Serie "Oktoberfest 1900", führt zurück ins Jahr 1900 in München. In eine Zeit, in der München als liberalste Stadt Deutschlands gilt, in der eine neue Frauenbewegung das Fenster in die Moderne aufstößt. Die Elektrifizierung der bayerischen Hauptstadt beschleunigt das Leben in einer nie da gewesenen Weise und die Öffnung der ersten Lichtspielhäuser ändert den Blick auf die Welt. Es ist aber auch die Stadt, in der die Brauereien die Wirtschaftslokomotiven sind, in der der Monarch das gesellschaftliche Leben bestimmt und die Menschen unter dem Föhn leiden. Es ist die Zeit des Prinzregenten Luitpold von Bayern (1886 - 1912), die in der Literatur als "die gute, alte Zeit" bezeichnet wird, die jedoch oft auch gnadenlos war. Das 19. Jahrhundert in München ist noch als düstere Zeit in lebhafter Erinnerung. Es gab Choleraepidemien mit Tausenden von Toten. Erst 1891 hält die Elektrizität Einzug im Alltag der Menschen und in den Literatencafés des Künstlerviertels Schwabing. Das jährliche Oktoberfest wird auch bereits von den modernen Glühbirnen beleuchtet. Einer, der die Lampen in die Fassungen schraubt, ist Albert Einstein - seinem Onkel gehört die Elektrotechnische Fabrik J. Einstein & Cie. Die Skandalgräfin Fanny zu Reventlow, der Schriftsteller Thomas Mann, der "Blaue Reiter"-Künstler Wassily Kandinsky, die Frauenrechtlerin Anita Augspurg oder der Anarchist Erich Mühsam, sie alle wollten die Welt neu erfinden. München ist eine boomende Kulturmetropole, die gleichzeitig eine globale Bierhauptstadt ist, mit dem höchsten bekannten Konsum des Getränks auf der Welt. Wie passten Bierpaläste und Bohème zusammen? Warum wurde München die "Stadt der Jugend" genannt? Und wovon träumten die Menschen in den Arbeitervierteln Giesing und Haidhausen? Die Dokumentation macht eine Bestandsaufnahme des Umbruchs und zeichnet nach, welche Spuren diese Zeit als Ouvertüre zum stürmischen 20. Jahrhundert hinterlassen hat.
23:30
Was ist eigentlich Natur? Was kommt uns in den Sinn, wenn wir an sie denken? "Natur ist ein Kampfbegriff", "ein Weg zum Verständnis des Universums", "die vom Kosmos geschaffene Möglichkeit, wirklich zu werden", "dass man zwischen Bergen und Bäumen laufen kann und nicht so viel Beton und Asphalt unter den Füßen hat", "Vielfalt, Schönheit und eine Herzensangelegenheit" - diese Antworten geben Menschen, die sich auf vielfältigste Weise mit der Natur auseinandergesetzt haben. Wir brauchen die Natur, wir prägen und gestalten sie. Gleichzeitig beuten wir sie aus und zerstören sie. Unsere Beziehung zur Natur verrät sehr viel über uns Menschen. Über Gerechtigkeit, Privilegien, unsere Sehnsucht, aber auch über Rassismus. Ein "puzzle"-Spaziergang durch die Natur mit der Autorin Ciani-Sophia Hoeder des Buches "Ökorassismus", dem Künstler Maximilian Prüfer, den beiden Naturschützern und Apfelsaft-Pressern der Mobilen Saftpresse Passau, Ateeq Muhammad (Jussuff) und Karl Haberzettl, dem Kurator Girisha Fernando des Augsburger Water & Sound Festival und dem Regisseur Julian Radlmaier des Films "Sehnsucht in Sangerhausen".