19:30
Sarah will ihre Gefühle für Philipp verdrängen, doch beim Vorsprechen wird sie sehr authentisch. Kann sie das noch kontrollieren?
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Die einen freuen sich über ihn, die anderen fürchten ihn. Den Fischotter. Vor gut 30 Jahren war er fast ausgerottet, in ganz Deutschland gab es nur noch eine Handvoll Tiere. Deshalb wurde er streng geschützt. Die Bestände haben sich seitdem deutlich erhöht, allein im Freistaat soll es wieder knapp 1.500 Fischotter geben. Eigentlich eine Erfolgsgeschichte. Aber in vielen Gegenden Bayerns sehen die Menschen das anders, so auch im Landkreis Tirschenreuth in der nördlichen Oberpfalz. Mehr als 4.000 Teiche gibt es in der Region, viele Familien züchten hier seit Generationen Fische. Doch jetzt sehen sie ihre Tradition bedroht - durch den Fischotter. Bis zu 500 Kilo frisst ein ausgewachsenes Tier pro Jahr und das hat Folgen: leere Netze, verletzte Fische, frustrierte Teichwirte. Die Staatsregierung wollte die Fischotterjagd erleichtern. Doch Deutsche Umwelthilfe und BUND Naturschutz haben erfolgreich dagegen geklagt, was den bayerischen Jagdminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) ärgert. Es sei völlig unverständlich, dass die Verbände "ideologisch verblendet mit ihren ständigen Klagen gegen die Fischotterverordnung die Teichwirte zur Aufgabe treiben." Der BUND Naturschutz sieht das anders und fordert mehr alternative Schutzmaßnahmen wie Zäune: "Statt sich auf den Sündenbock Fischotter zu versteifen, brauchen die Teichwirte praxisnahe Unterstützung." Soll der Otter bejagt werden dürfen? Welche praktikablen Alternativen zum Abschuss gibt es? Und was braucht es, damit die Teichwirtschaft in Bayern eine Zukunft hat? Darüber diskutieren Bürgerinnen und Bürger live in Tirschenreuth mit Bayerns Jagdminister Hubert Aiwanger und Martin Geilhufe, Landesvorsitzender des BUND Naturschutz.
21:15
Die Autoren, die zum Teil Auszeichnungen für ihre Beiträge erhielten, beleuchten aktuelle politische Themen und konzentrieren sich in der Rubrik "Die Story" auf ein bestimmtes Sujet.
21:45
Nachrichten - Berichte - Wettervorhersage
22:00
Der Abend des 22. Juli 2016: Ein 18-Jähriger betritt mit einer Waffe ein Fast-Food-Restaurant im Olympia-Einkaufszentrum in München und ermordet neun Jugendliche. Für Stunden befindet sich die ganze Stadt im Ausnahmezustand und in Angst. Es kursieren Meldungen über angeblich weitere Täter im Stadtgebiet, die sich später als falsch herausstellen. Nach mehr als zwei Stunden stellt die Polizei den Täter, einen 18-jährigen Deutsch-Iraner, der sich am Tatort das Leben nimmt. Die Ermittler gehen zunächst von einem Amoklauf aus. 2019 korrigiert das Landeskriminalamt Bayern diese Einschätzung, Innenminister Herrmann spricht von "rassistischen Beweggründen". Alle Getöteten hatten Migrationshintergrund oder gehörten der Minderheit der Sinti und Roma an, sieben der neun Todesopfer waren Muslime. In einer Gedenkfeier erinnert die Stadt zusammen mit der Opferinitiative an die Tat und die Folgen; Hauptredner ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Das BR-Fernsehen fasst in einer Sondersendung den Gedenkakt zusammen.
22:30
Die Zahl der Drohnen über Deutschland wächst rasant, und mit ihr die Verunsicherung vieler Menschen. Unbekannte Fluggeräte kreisen über Wohnhäusern, Flughäfen, Gefängnissen und militärischen Anlagen. Sie filmen in Badezimmerfenster, schmuggeln Drogen über Gefängnismauern oder sorgen für Chaos im Luftverkehr. Oft bleibt völlig unklar: Wer steuert diese Drohnen? Und was haben diese Leute vor? Die ARD-Dokumentation "Die Macht der Drohnen - Wer kontrolliert den Luftraum?" erzählt diese Entwicklung konsequent aus Sicht der Menschen. Der Film konzentriert sich auf die Auswirkungen mitten in unserer Gesellschaft: auf Angst, Verunsicherung und das Gefühl, selbst im eigenen Haus und Garten nicht mehr sicher zu sein. Im Zentrum des Films steht Hansjürgen Köhler aus dem Odenwald - Deutschlands wohl ungewöhnlichster Drohnen-Ermittler. Der frühere UFO-Forscher betreibt seit Jahrzehnten eine Hotline für rätselhafte Himmelsphänomene. Doch statt fliegender Untertassen melden Menschen inzwischen vor allem eines: unbekannte Drohnen. Mitten in der Nacht spricht Köhler mit Anrufern, fährt zu Sichtungsorten und versucht herauszufinden, was über unseren Köpfen kreist. Sind wir diesen kleinen Flugobjekten wirklich so wehrlos ausgeliefert? Wieland Schröder vom LKA Nordrhein-Westfalen ist Drohnenforensiker . In seinem Labor analysiert er abgestürzte oder beschlagnahmte Fluggeräte, rekonstruiert Flugrouten und jagt die digitalen Spuren der Piloten. Seine Ermittlungen zeigen: Kriminelle nutzen Drohnen längst gezielt für Straftaten, von Ausspähungen bis hin zu schweren Gewaltverbrechen.
23:15
Wagner ist mehr als Musik. Wagner ist ein gesellschaftliches Phänomen, eine Glaubensfrage und das Bayreuther Festspielhaus ist der Pilgerort. "Wagner, Bayreuth und der Rest der Welt" ist eine dokumentarische Reise durch die Welt der Wagnerianer: von Venedig über Lettland, Israel, Abu Dhabi und die USA bis nach Japan. Im Zentrum des Films steht das Festspielhaus in Bayreuth und die Arbeit hinter den Kulissen. Katharina Wagner, Urenkelin des Komponisten, Künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin der Festspiele, gibt exklusive Einblicke in ihre Probenarbeit, erzählt, wie es ist, Regie zu führen, und Dirigent Christian Thielemann nimmt das Filmteam mit in den mystischen Bayreuther Orchestergraben. Wagner-Experte Alex Ross und das fränkische Metzger-Ehepaar Rauch eröffnen vollkommen neue Perspektiven auf Wagners Welt, die Festspiele und den "Eröffnungs-Zirkus" mit Polit-Prominenz. "Wagner, Bayreuth und der Rest der Welt" ist ein neuer Blick hinter die Kulissen des weltweiten Wagner-Kults, des Festspielhauses und der Stadt Bayreuth - zwischen Leidenschaft und Musik, Politik, Kultur, Glamour, Probenarbeit und Bratwurst.