18:30
Nachrichten - Berichte - Wettervorhersage
19:00
Immer mehr Menschen in Deutschland verlieren das Vertrauen in die Demokratie. Viele haben das Gefühl: "Mich vertritt hier niemand mehr." Gleichzeitig gilt: Demokratie ist kein Selbstläufer. Sie fällt nicht vom Himmel - man muss sie lernen, leben und immer wieder neu aushandeln. In "STATIONEN" wird nachgefragt: Was braucht es für eine starke, widerstandsfähige Demokratie? Konkrete Beispiele werden vorgestellt: Grundschulkinder, die mit Musik spielerisch demokratische Grundlagen einüben; Menschen, die sich aus ihrem Glauben heraus aktiv für den Erhalt der Demokratie engagieren und Projekte, in denen Zivilcourage und eine faire Streitkultur im Alltag gelebt werden. Der Philosoph Julian Nida-Rümelin erklärt, was unsere Demokratie zukunftsfähig macht - und was jede und jeder von uns dazu beitragen kann.
19:30
Tina verdonnert Charly und Philipp zum Aufräumen, damit sie entscheiden können, wo was in der WG stehen soll. Ob das gutgeht?
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Aufschwung und Reformen - mit diesen Versprechen ist Kanzler Friedrich Merz angetreten. Doch die Realität nach etwas mehr als einem Jahr Schwarz-Rot sieht anders aus: Wirtschaftsforscher befürchten, dass Deutschland gerade erneut in eine Rezession rutscht. Die Dauerkrise zeigt sich auch am Arbeitsmarkt: Seit 2019 sind mehr als 340.000 Industriejobs verlorengegangen. Besonders hart trifft es die Automobilindustrie und deren Zulieferer. So will beispielsweise das Herzogenauracher Traditionsunternehmen Schaeffler bis nächstes Jahr in Deutschland rund 2.800 Arbeitsplätze abbauen. Die Krise betrifft nicht nur Großkonzerne, sondern auch bekannte Mittelständler: Ende des Monats schließt das Playmobil-Werk im mittelfränkischen Dietenhofen. Die Produktion wird ins günstigere Ausland verlagert, betroffen sind rund 350 Angestellte. Auch viele kleinere Unternehmen und Handwerksbetriebe klagen über zu teure Energie, zu hohe Abgaben und zu viel Bürokratie. Die Bundesregierung will gegensteuern. Schon bald sollen erste Reformideen präsentiert werden - und die könnten für viele schmerzhafte Einschnitte mit sich bringen: Müssen wir in Zukunft für Gesundheit und Pflege deutlich mehr bezahlen? Können Steuern gesenkt werden? Müssen wir alle länger arbeiten? Was braucht es, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln? Über diese und andere Fragen diskutieren bei "jetzt red i" Bürgerinnen und Bürger live in Herzogenaurach mit Ulrike Scharf (CSU), Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales und Holger Grießhammer, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion.
21:15
Eichenprozessionsspinner: Raupen breiten sich aus Sie bewegen sich in Scharen entlang des Stammes und der Äste: die Eichenprozessionsspinner. Ihre Haare erzeugen beim Menschen Reizungen von Haut, Augen und Atemwegen. Mit Absaugern und Flammgeräten versuchen Spezialfirmen gegen die Tiere vorzugehen. "Kontrovers" über einen teuren und teils aussichtslosen Kampf.
21:45
Nachrichten - Berichte - Wettervorhersage
22:00
Filmemacher Michael Höft und sein Team machen sich im kältesten Winter der Kriegsjahre auf den Weg nach Kyjiw. Der Himmel über der ukrainischen Hauptstadt wird fast jede Nacht vor allem von einer Waffe bedroht: der Drohne Geran-2. Diese Drohne wurde ursprünglich im Iran als Shahed-Drohne entwickelt und wird inzwischen in Russland selbst produziert. Immer wieder schlagen diese unbemannten Flugkörper in Wohnhäusern ein, Zivilisten sterben. Bei einem Termin beim ukrainischen Militärgeheimdienst erhält das ARD-Team Zugang zu den Überresten abgeschossener Drohnen. Auf Tischen liegen zerlegte Elektronikteile, Kabel und Chips. Experten zeigen den Journalisten Bauteile aus westlicher Produktion. Besonders häufig tauchen elektronische Komponenten deutscher Hersteller auf. Ohne diese Bauteile würden viele der Drohnen nicht fliegen, erklären die Spezialisten dem Team. Doch wie gelangen solche Komponenten trotz der Sanktionen nach Russland? Geleakte russische Zollpapiere zeigen detailliert, welche Firmen welche Waren nach Russland geliefert haben, und welchen Weg diese Güter genommen haben. Die Spur führt nach Zentralasien. Vor allem Kasachstan spielt eine Schlüsselrolle. Die ehemalige Sowjetrepublik hat eine Zollunion und ein Freihandelsabkommen mit Russland. Gleichzeitig können europäische Firmen ihre Produkte problemlos nach Kasachstan exportieren. Seit Beginn des Krieges sind die Handelszahlen explodiert. Mithilfe eines russischen Journalisten im Exil macht sich Michael Höft auf die Suche nach den Zwischenhändlern. In unauffälligen Lagerhallen in Almaty liegen Produkte "Made in Germany". Von hier aus werden sie weiterverteilt, oft Richtung Russland. Das ARD-Team verfolgt Lieferketten, spricht mit anonymen Händlern und konfrontiert deutsche Unternehmen mit ihren Recherchen. Dabei zeigt sich: Offiziell liefert niemand nach Russland. Doch über Umwege funktioniert der Handel weiterhin, präzise organisiert und äußerst lukrativ. "Die Russland-Route" folgt den Spuren deutscher Technologie von deutschen Industriegebieten über Zentralasien bis nach Russland. Der Film zeigt ein System aus Zwischenhändlern, Freihandelszonen und logistischen Schlupflöchern und stellt eine unbequeme Frage: "Wenn Sanktionen den Krieg stoppen sollen, warum funktionieren die Lieferketten trotzdem weiter?"
22:45
1992 bricht der Bosnienkrieg aus. Menschen werden von heute auf morgen zu Feinden, die bis dahin friedlich miteinander gelebt haben. Alisa, damals neun Jahre alt, lebt im bosnisch-muslimischen Srebrenica. Ihre Eltern - der Vater ist Bosnier, die Mutter Serbin - bringen sie in Sicherheit zu der serbischen Großmutter, kehren nach Srebrenica zurück, das von bosnisch-serbischen Truppen abgeriegelt wird. Bis Kriegsende von ihren Eltern durch eine unpassierbare Grenze getrennt, wird Alisas Vater Sejfo in dieser Zeit einen vierstündigen Film drehen, um ihr über den Kriegsalltag, die Ängste und Hoffnungen der Menschen dort zu erzählen. 1995 entstehen die letzten Aufnahmen dieser Liebesbotschaft an seine Tochter, kurz bevor über 8.000 muslimische Männer in wenigen Tagen von Mladics Truppen getötet werden. Sejfo ist einer von ihnen. Fast dreißig Jahre nach dem Genozid von Srebrenica kehrt Alisa zurück nach Bosnien: Sie macht Verwandte und Freunde ihres Vaters ausfindig, die auf dem Tape zu sehen sind und den Genozid überlebt haben. "Das Srebrenica Tape" ist die persönliche Spurensuche einer Frau, deren Leben durch dieses Verbrechen gegen die Menschlichkeit im modernen Europa nach dem Ende des Kalten Krieges für immer verändert wurde.