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Diese Woche in kinokino: "The Voice of Hind Rajab": großes Polit-Kino oder einseitige Propaganda? Eine tragische, wahre Geschichte: Gaza, Januar 2024. Nach dem Beschuss eines Autos - vermutlich durch das israelische Militär - hat einzig die 5-jährige Hind Rajab überlebt. In nervenaufreibenden drei Stunden halten die Frauen und Männer der Hilfsorganisation Roter Halbmond im Westjordanland telefonisch Kontakt zu ihr und versuchen verzweifelt, Hilfe zu organisieren und ihr in die militärische Sperrzone einen Rettungswagen zu schicken. Der Film nutzt Hinds originale Stimme, die Tonbandaufnahmen, aber ein Schauspiel-Ensemble als Rettungshelfer. Das Ergebnis ist ein hoch emotionales Doku-Drama, das beim Filmfestival von Venedig gefeiert wurde und den Großen Preis der Jury erhielt. Der Film polarisiert: Für die einen ist er beklemmendes Polit-Kino, für die anderen einseitige Propaganda. Was Regisseurin Kaouther Ben Hania auf die Vorwürfe reagiert, berichtet sie in "kinokino". "Hamnet": preisgekröntes Drama über den Schmerz der Familie Shakespeare Das kleine Dorf Stratford-upon-Avon in den 1580er Jahren: Der Latein-Lehrer William Shakespeare (Paul Mescal) heiratet die rätselhafte Agnes (Jessie Buckley). Es gehen Gerüchte herum, sie könne ein Hexe sein. Die beiden gründen eine Familie, aber für seinen Traum, ein berühmter Dramatiker zu werden, muss William oft ins ferne London. Als sein Sohn Hamnet im Alter von 11 Jahren stirbt, ist das zugleich eine familiäre Tragödie und auch Inspiration für "Hamlet", das größte aller Werke Shakespeares. Mit der Romanverfilmung "Hamnet" hat Oscar-Preisträgerin Chloé Zhao bereits viel Kritikerlob und Preise eingesammelt - darunter den Golden Globe als Bestes Drama. Im "kinokino"-Interview erzählen Chloé Zhao sowie Paul Mescal und Jessie Buckley von der nie endende Faszination für Shakespeare und der Frage, wie wir große Trauer in ewig gültige Kunst übertragen können. "Die progressiven Nostalgiker": Zeitreisekomödie mit Gesellschafts-Biss Per Stromschlag aus der Waschmaschine wird ein Ehepaar, das in den 1950ern konservativ nach traditionellem Rollenbild lebt, in die Heute-Zeit katapultiert. Und plötzlich sind beide mit den Errungenschaften und Haltungen des 21. Jahrhunderts konfrontiert: Mutter Hélène wird berufstätige Managerin während Ehemann Michel zuhause bleiben muss. Zwischen Saugroboter und Internet: Vor allem der alte Patriarch ist komplett überfordert und wünscht sich sehnlich zurück in sein altes Leben. Zeitreisegeschichten gab es schon zigfach im Film, und doch hat diese ihren Charme, weil zwei Welten frontal und leichtfüßig aufeinanderprallen. Das Geheimnis dieser humorvollen Mischung verraten Regisseurin Vinciane Millereau und Hauptdarsteller Didier Bourdon in "kinokino". Außerdem: Ein Ausblick auf die Verleihung des Bayerischen Filmpreises mit Vorab-Treffen des Ehrenpreisträgers Florian David Fitz und der Dokumentarfilm "Das fast normale Leben" über Mädchen in einer Wohngruppe für Kinder und Jugendliche, die getrennt von ihren Eltern um Anerkennung, Selbstbestimmung und Geborgenheit ringen.
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Im beschaulichen Lansing ist immer etwas los. Das Leben der Dorfbewohner ist oft nicht so harmonisch, wie es den Anschein macht. Auch im idyllischen Bayern stehen Streit und Zwist auf der Tagesordnung.
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In verschiedenen Rubriken wird das südlichste Bundesland Deutschlands porträtiert. Themen sind unter anderem Landschaft, interessante Persönlichkeiten, Kochrezepte und Mundart-Ausdrücke.
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Was hat Franken tagsüber so bewegt? Das Regionalmagazin gibt darüber in kurzweiligen Beiträgen Auskunft. Themen aus Politik, Kultur, Sport und Heimatkunde werden dabei behandelt.
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Das Wichtigste aus Südbayern
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Mit Tipps für die Gartenpraxis und die Gestaltung von Gärten, Terrassen und Balkonen. Einen Schwerpunkt bilden Berichte über Pflanzen und Filme über die schönsten Gärten der Welt.