19:30
Um Tina davon zu überzeugen, dass sie genug lernt und die Abschlussprüfung schaffen wird, lässt Maja sich auf eine Test-Prüfung ein. Wird sie bestehen?
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Maria Baier ist viel gereist, hat in Irland und Kolumbien gelebt, unterschiedliche Kulturen kennengelernt. Und dabei erfahren, dass überall auf der Welt Menschen von der Vielfalt, die auf kleinen Höfen erzeugt wird, gut leben können. Mit dieser Erkenntnis kam sie zurück in den nördlichen Frankenwald auf den kleinen Himmelreich-Hof ihrer Eltern und hat sich dort genau dies vorgenommen: Gemüse, Kräuter, Blumen und Kartoffeln anzubauen und die Früchte der Natur am Hof gemeinsam zu ernten, zu verarbeiten und zu genießen. 2022 hat die heute 32-jährige Maria den oberfränkischen Bio-Hof übernommen und bewirtschaftet ihn mit ihren Eltern und Ehemann Andre, der hauptberuflich Zimmerer ist. In zwei Gewächshäusern ziehen sie Salate, Tomaten und anderes Gemüse sowie Kräuter und Blumen. Eine Streuobstwiese, wilde Ecken und diverse Blumenbeete gehören dazu. Reich wird Maria mit dem Himmelreich-Hof vielleicht nicht werden, glücklich aber ist sie längst - weil sie ihre Leidenschaft leben kann. Auch Marco Mulzer verantwortet einen Familienbetrieb: Eine Fischzucht in der Oberpfalz, die schon seit vier Generationen von den Mulzers geführt wird. Weil sonst niemand wollte, hat der studierte Maschinenbau-Ingenieur 2017 das Teichgut bei Schwandorf direkt von den Großeltern übernommen. Seitdem produziert er in 20 Teichen heimische Süßwasserfische - hauptsächlich Karpfen, Forellen und Saibling. Kein leichtes und vor allem ein überwiegend saisonales Geschäft, doch Marco und seine Frau Christina haben viele Ideen entwickelt, wie der Betrieb ganzjährig funktionieren und die Familie gut ernähren kann: Ein Hofladen kam dazu, die Zucht von Freiland-Geflügel, die Belieferung von Gastronomie und als lukrativer Geschäftszweig die kreative Veredelung der eigenen Fische bis hin zu fertig vorbereiteten Gerichten. Auch wenn der Druck groß ist - bereut hat es Marco nie, dass er seine Festanstellung als Ingenieur für das Leben als Fischzüchter auf dem Land eingetauscht hat, denn auch er hat mit dieser Leidenschaft sein Glück gefunden.
21:00
Im alpinen Grenzland zu Slowenien gestalten die dort ansässigen Menschen eine Idylle, die mit viel Arbeit und bewusstem Verzicht verbunden ist. Die Tradition der Familie Janežic aus St. Jakob im Rosental/Šentjakob v Rožu lässt sich bis ins frühe 16. Jahrhundert zurückverfolgen, die Familie Certov aus Zell Pfarre/Sele-Fara lebt von und mit Schafen und Bienen, in Arnoldstein wird Kirchtag gefeiert, während am nahen Dreiländereck, wo Italien, Slowenien und Österreich aufeinandertreffen, Hüttenwirtin Marion Pucher das grenzgängerische Wandervolk empfängt.
21:45
Nachrichten - Berichte - Wettervorhersage
22:00
Michael wächst im Chiemgau auf. Weil die Eltern ihn oft allein lassen, beginnt er, sich im Dunklen zu fürchten und entwickelt starke Ängste. In der Schule ist Michael unkonzentriert und findet wenig Anschluss. Zuflucht findet er bei allem, was wächst und blüht, insbesondere bei seinen Kakteen. In der Pubertät fühlt er sich immer stärker als Außenseiter, gerade weil er merkt, dass ihn Männer anziehen - in Oberbayern in den späten 80ern ist "schwul" ein Schimpfwort. Michael ist zwiegespalten, denn auch er teilt die negativen Vorurteile der Gesellschaft gegenüber Schwulen. Erst als er beim Motorradfahren Helmut kennenlernt, beginnt er zu sich und seiner Homosexualität zu stehen. Mit Helmuts Unterstützung traut er sich auch endlich, den Traum einer Spezialgärtnerei für Kakteen in die Tat umzusetzen. Doch während er mit seiner Identität ins Reine kommt, sind die Ängste aus seiner Kindheit immer noch präsent und beginnen seine Beziehung mit Helmut zu belasten.
22:45
Es ist eine Zeit des Umbruchs. Die Verwaltung wächst. Alle Liegenschaften und Abgaben hält man in Akten fest, Schulden können nachgeprüft und eingetrieben werden. Die Zunahme des Schriftverkehrs hat einen Grund: Da Albrecht I. seit 1353 auch Herzog der Grafschaft Holland ist und überwiegend in Den Haag residiert, richtet er einen Kurierdienst zwischen Straubing und Den Haag ein. Das Straubinger Land am Fuße des Bayerischen Waldes ist äußerst fruchtbar, vor allem Korn ernährt das Land und wird als Exportgut die wichtigste Einnahmequelle des Landes. Öffentliche Ereignisse werden im Gasthaus diskutiert, dort werden Geschäfte abgeschlossen, man isst, trinkt oder spielt zusammen, Durchreisende können hier übernachten. "Das große Sterben", wie die Zeitgenossen die Seuchen und Epidemien des 14. Jahrhunderts unterschiedslos nennen, ändert das Lebensgefühl und das gesellschaftliche Leben von Grund auf. Die einen suchen ihr Heil in Beten, Fasten und Selbstkasteiung als Schutz vor dem Zorn Gottes, die anderen versuchen in exaltierter Lebensgier ihrer Angst vor dem Tod zu entkommen. Mit dem Ende der dunklen Zeit ändert sich auch die Mode: Die Stoffe werden edler, die Farben vielfältiger, die Accessoires ausgefallener. Ein optisches Zeichen für zurückgewonnene Lebensfreude und Ausdruck einer neuen Zeit. Nach dem Tod des letzten männlichen Straubinger Wittelsbachers Johann III. wird Bayern wieder einmal aufgeteilt. An der Bedeutung Straubings als Verwaltungs- und Handelszentrum im Nordosten des Herzogtums Baiern ändert das allerdings nichts.
23:30
Den Anfang macht ein filmischer Rückblick von Schriftsteller und BR-Autor Fritz Meingast von 1964 aus der Hallertau- oder wie die Einheimischen sagen "Holledau". Sein schwarzweißer Film zeigt eine Welt kurz vor dem großen Wandel. Auf vielen Höfen wird der Hopfen noch von Hand geerntet, "gebrockt" wie die Bauern sagen. Heerscharen von "Hopfazupfa", Erntehelferinnen und -helfer kommen im Spätsommer in die Holledau. Wenn ein Hof abgeerntet ist, gibt es ein gemeinsames "Hopfenmahl" - mal schlicht, mal üppig, je nach Hofgröße und Großzügigkeit des Bauern. Die Bilder erzählen vom Rhythmus eines Hopfenjahres, von den grünen Hopfenfeldern bis zu leeren Gerüsten nach der Ernte, von den ersten Maschinen, die die Handarbeit ablösen, über das Trocknen, Schwefeln und Pressen des Hopfens bis zur Sortierung nach Güteklassen und dem begehrten Hopfensiegel. Dazu kommen Szenen aus dem Frühjahr: Umpflügen, Düngen, Spritzen gegen Ungeziefer und, sogar Nistkästen für Stare an den Hopfenstangen. So entsteht das Porträt einer Landschaft, die vom Hopfen lebt - und sich unter dem Druck der Maschinisierung verändert. Ein weiterer Rückblick führt in das Jahr 1975 zur Bier-Qualitätsprüfung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) in Frankfurt. 238 Brauereien aus der Bundesrepublik und Westberlin stellen sich freiwillig dem Urteil der Prüfer, 470 Flaschen- und Dosenbiere werden getestet. Im Fokus stehen die Eigenschaften, die den Biergenuss ausmachen: Geschmack, Schaum und Klarheit. Und die Frage, wie lange diese Eigenschaften stabil bleiben. Schließlich geht es in die Biergärten Münchens Anfang der 70er-Jahre. 1973 sorgt eine Neuerung für hitzige Debatten: Plastikmaßkrüge. Läutet der Plastikkrug eine neue Generation des Biertrinkens ein oder ist er ein Affront gegen die Tradition. Gäste, Wirte und Tester nehmen die neuen Krüge kritisch unter die Lupe und vergleichen: Wie steht es um Haptik, Temperatur, Schaum und Geschmack und vor allem um das Gefühl, eine echte Maß in der Hand zu halten?