22:00
Über 150 Bücher für Kinder und Erwachsene hat er geschrieben, die in über 40 Sprachen übersetzt wurden: "Janosch" alias Horst Eckert. Mit dem Filmteam reist der Maler und Buchautor an wichtige Orte seines Lebens und erzählt umfassend und häufig augenzwinkernd seine Geschichte. Zunächst im heutigen polnischen Zabrze, wo er 1931 zur Welt kommt. Dort erlebt er eine schwierige Kindheit, in der er sich weder der Launen seiner Eltern noch der Schläge von katholischen Pfarrern erwehren kann. Erst nach dem Krieg beginnt in Norddeutschland für Janosch eine bessere Zeit. Nach der Schule versucht er Anfang der 50er-Jahre sein Glück in München. Er will an der Akademie Kunst studieren, doch fliegt er schon bald wegen "mangelnder Begabung" raus. Auch seine ersten schriftstellerischen Werke sind Misserfolge. Schließlich bringt sein Kinderbuch "Oh, wie schön ist Panama" den Durchbruch. 1978 hat er sein bisheriges Leben satt. Nach vielen Jahren voller Wein, Ausschweifungen und einer missglückten Operation verbrennt er alles, was er hat, in seinem Garten und verschwindet aus Deutschland. Auf Teneriffa findet er eine neue Heimat. Dort entdeckt er auch seine "Lebenskunst": "Ja ist gut, nein ist gut".
22:45
Am Beginn der Reise von der Wachau ins Mostviertel steht ein geistliches Zentrum: Stift Göttweig in Furth bei Krems, das auf eine fast tausendjährige Geschichte zurückblickt. Als Teil der "Kulturlandschaft Wachau" ist das Stift am Fuß des Dunkelsteinerwaldes UNESCO-Weltkulturerbe. In der Wachau unweit von Krems thront die Burgruine Dürnstein über der Donau. Weltberühmtheit erlangte Dürnstein, weil hier der englische König Richard Löwenherz auf der Rückreise vom Dritten Kreuzzug gefangen gehalten wurde. Rechtsanwalt Gottfried Thiery, der den steilen Burgweingarten am Fuße der Ruine betreibt und ein ehemaliges Kloster zu einem Beherbergungsbetrieb umgebaut hat, erklärt die Hintergründe der sagenumwobenen Gefangenschaft des einstigen Königs von England. Um die Burgruine Aggstein nur wenige Kilometer flussaufwärts ranken sich dunkle Sagen. Die Märchenerzählerin Dena Seidl führt durch die Burg und erklärt, inwiefern diese schaurigen Geschichten wahr oder erfunden sind. Die Geschichte der Schallaburg begann vor rund 1.000 Jahren, als sich Sieghard Graf von Schala eine Wohnburg mit Wehrcharakter errichten ließ. Heute ist das Schloss ein weit über die Grenzen des Landes hinaus bekanntes und bedeutendes Ausstellungszentrum. Der Geschäftsführer und Historiker Peter Fritz führt durch die historischen Gemäuer und in den einzigartigen Arkadenhof, den 1.600 majestätische Terrakotta-Figuren zieren. Weiter südlich im Mostviertel hat sich der Unternehmer Erich Podstatny einen Jugendtraum erfüllt. 2010 übernahm er die damals weitgehend verfallene Höhenburg Plankenstein und baute sie als klassische Ritterburg wieder auf. Die Burgkeramikerin Melanie hat schon weit mehr als tausend Keramikornamente an der Burg angebracht und der Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Tausende Besucherinnen und Besucher zieht das jährliche Mittelalterfest an. Weit beschaulicher geht es nur wenige Kilometer südlich in der Weißenburg im Pielachtal zu. Die Burg aus dem 13. Jahrhundert verfiel im 19. Jahrhundert fast zur Gänze. 1975 hat sie der damals 22-jährige Absolvent der Wirtschaftsmathematik Stefan Zapotocky gemeinsam mit seiner Schwester erworben. In jahrzehntelanger Arbeit hat die Familie die bis zu vier Meter tief verschüttete Burgruine freigelegt und in großen Teilen wiederaufgebaut. Heute dreht sich auf der Burg alles um Musik. Der ehemalige Leiter der Wiener Börse ist gelernter Organist und spielt auch hier auf einer Kleinorgel. Die zahlreichen Instrumente im Haus hat er zum Teil selbst gebaut.
23:30
Markus und sein Sohn Hannes tauchen im Keller in Erinnerungen ein. Alte Kleidung, alte Geschichten - und die schmerzhafte Erkenntnis, dass Markus als Vater früher nicht oft genug da war, wenn Hannes ihn gebraucht hätte. Dennis und Sabrina haben ihr eigenes Reich der Freiheit gefunden. Doch statt grenzenloser Autonomie bringt sie die Baustelle an ihre Grenzen. Der Traum vom kitschigen Kaminsims für Weihnachten scheint noch in weiter Ferne. Familie Gehrke hat Berlin hinter sich gelassen und in Brandenburg neu angefangen. Nähe zur Natur, Freiheit und neue Tiere - das alles finden sie auf dem Land. Doch die Kinder stehen auch vor Herausforderungen durch den Umzug. Aber ein besonderes Ereignis stellt alles in den Schatten: Lamas werden geliefert. Sie sollen der Familie neue Einkünfte bescheren.
00:45
Im beschaulichen Lansing ist immer etwas los. Das Leben der Dorfbewohner ist oft nicht so harmonisch, wie es den Anschein macht. Auch im idyllischen Bayern stehen Streit und Zwist auf der Tagesordnung.
01:15
In verschiedenen Rubriken wird das südlichste Bundesland Deutschlands porträtiert. Themen sind unter anderem Landschaft, interessante Persönlichkeiten, Kochrezepte und Mundart-Ausdrücke.
02:30
Was hat Franken tagsüber so bewegt? Das Regionalmagazin gibt darüber in kurzweiligen Beiträgen Auskunft. Themen aus Politik, Kultur, Sport und Heimatkunde werden dabei behandelt.
03:00
Das Wichtigste aus Südbayern
03:30
04:00
Mit manchen Menschen meint es das Leben besonders gut, andere werden von Schicksalsschlägen verfolgt. In beiden Fällen entstehen erzählenswerte Geschichten mit beeindruckenden Protagonisten.
04:45
Der Chemiker Stefan und die Ärztin Ulla beginnen mit zwei Kleinkindern in der Rhön ein neues Leben auf einem alten Hof als Bio-Landwirte. Doch der Bau des dringend benötigten Gewächshauses stockt. In drei Folgen begleitet "Raus aufs Land" die Familie bei dem Versuch, ihre Träume auf dem Land wahr werden zu lassen. Genauso wie ein Pärchen und einen jungen Mann, die alle genug haben von der Stadt. Ibo und Kate wollen von Wiesbaden in den Rheingau ziehen. Doch vom Stress rund um den Hausbau bekommt Ibo Bluthochdruck und Herzprobleme. Jan nimmt eine Auszeit von seinem zweiten Jura-Staatsexamen und flüchtet in den ruhigen Vogelsberg. Aber er könnte seine neue Bleibe bald wieder verlieren. Muss er zurück ins laute Frankfurt?