19:30
Mike kann nicht fassen, dass das Geld von Theresa reichen würde, um das Weihergrundstück zu kaufen. Kann er den Erben Joseph dafür gewinnen, ihm das Geld zu geben?
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Freitagabend, 20 Uhr. Ein Notruf vom Höllentalklettersteig der Zugspitze erreicht die Bergwacht Grainau: Fünf Kletterer blockiert, der Klettersteig meterhoch unter Schnee, Sturm zieht auf. Ein Kampf gegen die Zeit und den Kältetod beginnt. Es ist Mitte Mai. Im Tal scheint der Frühling angekommen, doch auf 2.900 Metern herrschen eisige Temperaturen. Am Berg ist jetzt noch tiefster Winter. Fünf blockierte Bergsteiger setzen einen Notruf ab. Sie kommen keinen Schritt mehr weiter, haben die Bedingungen am Höllentalklettersteig komplett falsch eingeschätzt. Der Steig liegt noch meterhoch unter Schnee, langsam bricht die Dunkelheit herein und die Temperaturen fallen rapide. Zwei Teams der Bergwacht Grainau werden mit dem Helikopter am Höllentalferner abgesetzt, um sich Richtung Klettersteig vorzuarbeiten. Das Wetter verschlechtert sich, starker Wind wirbelt den Schnee auf: Schneesturm. Als die Bergretter die Bergsteigern erreichen, beginnt für alle ein massiver Kraftakt unter Extrembedingungen. Die Dokuserie begleitet die Bergwachten Grainau, Ramsau und Bad Reichenhall bei echten, teils gefährlichen Bergrettungen in den Bayerischen Alpen.
21:00
Alexander Grünwald ist einer der letzten Stadtbauern Münchens, der seine 40 Hektar Grund im Stadtteil Allach bis heute landwirtschaftlich nutzt. Er sprüht nur so vor Ideen und liebt es, einfach Bauer zu sein. Seine rund 800 Hühner leben in einem mobilen Hühnerstall, die Eier seiner "Chickeria" verkauft er nicht an Supermärkte, sondern vermarktet sie direkt. Die Münchner schätzen seine Eierautomaten, die er in der ganzen Stadt aufgestellt hat und seine Kunden aus der Nachbarschaft lieben den Hofladen, der Tag und Nacht geöffnet ist. Ein Abenteuerland für Kinder inklusive pädagogisch begleiteter Feldarbeit, sowie ein Hanflabyrinth und Selbsterntefelder hat er auch noch angelegt. Ein Landwirt, der sich traut neue und auch unkonventionelle Wege zu gehen. Genau das hatten auch Lilly und Cori vor, als sie 2019 von mehrjährigen, ausgedehnten Reisen durch die ganze Welt heimkehrten in die 1.500-Seelen-Gemeinde Kleinsendelbach in Oberfranken. Der Hof von Lillys Eltern lag dort in einer Art Dornröschenschlaf und wartete darauf, wiederbelebt zu werden. Genau das richtige für die Sozial-Ökonomin und die Geographin, die hier ihre Vision umsetzten: Ein Gemeinschaftshof, der Begegnungsstätte, aber vor allem auch Forschungsbetrieb für eine nachhaltigere Produktion von gesunden Lebensmitteln sein soll. Heute stellen sie sich hier den Herausforderungen des Klimawandels und erproben ökologisch-innovative Anbaumethoden. Interessierte aus der ganzen Welt pilgern auf ihren Hof, um dort zu lernen, wie man Gemüse nach den Prinzipien der Permakultur züchtet, einen essbaren Waldgarten anlegt oder was es mit einem Milpa-Beet auf sich hat.
21:45
Nachrichten - Berichte - Wettervorhersage
22:00
Geboren wird Maria 1953 in München. Ihre Eltern hatten sich einen Sohn gewünscht. Die Enttäuschung bekommt Maria zu spüren und sie tut alles dafür, die Aufmerksamkeit und Liebe ihrer Eltern zu bekommen. Durch diese Erfahrung entwickelt sie einen starken Gerechtigkeitssinn und auch den Wunsch nach einer "besseren Welt" - Motive, die sich durch ihr Leben ziehen werden. Sie wird Lehrerin in Eichstätt, orientiert sich an alternativer Pädagogik, um auch benachteiligte Kinder zu fördern. Doch im Staatsdienst ist dafür in den 1970er-Jahren kein Platz. Sie kündigt und geht nach Berlin, wo sie in einem Alternativprojekt gefährdete Jugendliche unterrichtet. Als nach drei Jahren alles scheitert, kehrt sie zurück nach München. Sie will nicht mehr als Lehrerin arbeiten und studiert stattdessen Volkskunde, ein damals noch recht angestaubtes Fach. Auf einem Volksmusikforschungsseminar lernt sie Fridolin kennen. Die beiden verlieben sich und lassen sich in Landshut nieder. Nach verschiedenen beruflichen Stationen gründet Maria schließlich eine Künstleragentur mit Schwerpunkt Musik und Literatur aus Bayern. Anfang der 2010er-Jahre wollen Fridolin und sie eigentlich etwas kürzertreten. Doch es kommt anders: Auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum ringen sie gemeinsam mit Gleichgesinnten der Stadt kostengünstig ein Grundstück für ein genossenschaftliches Wohnprojekt ab. Nach vielen Diskussionen, Abstimmungen und einer komplizierten Bauphase ziehen sie 2017 mit 21 weiteren Parteien ein, eine Gemeinschaft aus Alt und Jung, in der Maria zur Ruhe kommen kann.
22:45
Vanessa ist glücklich verheiratet, Mutter zweier Kinder und berufstätig. Ein Gentest verändert ihr Leben schlagartig. Die 35-Jährige ist Trägerin des BRCA2-Gens. Damit beträgt ihr Risiko an Brustkrebs zu erkranken rund 70 Prozent. Auch die Wahrscheinlichkeit für Eierstockkrebs liegt bei ihr weit über dem Durchschnitt. Vanessa hatte es geahnt: Vor wenigen Monaten erst starb ihre Mutter an den Spätfolgen ihrer Brustkrebserkrankung. Doch erst kurz vor ihrem Tod hatte sie erfahren, dass sie Trägerin eines Risikogens war. Erkrankt war Vanessas Mutter vor über zehn Jahren, mit 49 Jahren. Plötzlich scheint für Vanessa alles bedroht: Wie soll sie mit dem Wissen um ihr erhöhtes Risiko leben? Hat sie die genetische Veranlagung an ihre Kinder vererbt? Wie verändert die Diagnose ihre Ehe, das Familienleben, die Zukunft? Und vor allem: Was soll sie nun tun? Die Doku von Sabine Pusch und Bernd Thomas begleitet Vanessa bei der Entscheidung, die ihr Leben massiv verändern wird: Soll sie sich vorsorglich ihre Brüste entfernen lassen, möglicherweise später auch die Eierstöcke? Das wäre ein massiver operativer Eingriff an jetzt noch gesundem Gewebe und für sie als Frau auch emotional schwierig. Die Alternative wären engmaschige Früherkennungsuntersuchungen, damit eine mögliche Erkrankung rechtzeitig entdeckt und behandelt werden kann. Also ein Leben zwischen Hoffen und Bangen, im Hinterkopf stets die Angst. Beide Wege haben weitreichende körperliche und seelische Folgen. Während ihr Mann sie unterstützt und ihr Halt gibt, beginnt für Vanessa die Zeit der Suche, geprägt von Ungewissheit, medizinischen Fakten und prägenden persönlichen Begegnungen. Eine wichtige Gesprächspartnerin wird die 37-jährige Michaela, die, wie Vanessa, BRCA2-Trägerin ist. Für Michaela ist der schlimmste Fall eingetreten: Ende 2025 entdeckten die Ärzte einen bösartigen Tumor. In Michaelas Familie ist erblicher Brustkrebs seit Generationen präsent, bereits ihre Urgroßmutter, Großmutter und Tante erkrankten daran. Vanessa lernt die ganze Familie kennen und bekommt so wichtige Einblicke, denn die Familienmitglieder gehen sehr unterschiedlich mit ihrem erhöhten Krebsrisiko um. Besonders beeindruckt Vanessa auch die Offenheit der Berliner Aktivistin Matea. Sie entschied sich bereits mit Anfang 20 für die vorsorgliche Entfernung ihrer Brüste und später auch ihrer Eierstöcke. Matea steht für eine Generation junger Frauen, die offensiv mit ihrer genetischen Veranlagung umgehen. Auf Social Media dokumentiert sie ihre Entscheidung zur radikalen Vorsorge. Gemeinsam mit ihrer Freundin Jana Pfeffer, die ebenfalls von der Genmutation BRCA1 betroffen ist, spricht Matea auch in einem Podcast über ihre Mastektomie, Komplikationen nach der OP, über ihr Verhältnis zu ihren neuen Brüsten oder das Thema Kinderwunsch, um anderen Frauen Mut machen. Vanessa trifft auch auf Anke, sie hat sich für die intensivierte Früherkennung entschieden. Damit senkt sie zwar nicht ihr Erkrankungsrisiko, doch durch die engmaschigen Vorsorgeuntersuchungen fühlt sich Anke sicher und lebt seit 20 Jahren gut damit. Mit jedem Gespräch und jedem Arzttermin wächst Vanessas Wissen. Gleichzeitig wird ihr bewusst, dass ihr niemand die Entscheidung abnehmen kann.
23:30
Den Anfang macht ein filmischer Rückblick von Schriftsteller und BR-Autor Fritz Meingast von 1964 aus der Hallertau- oder wie die Einheimischen sagen "Holledau". Sein schwarzweißer Film zeigt eine Welt kurz vor dem großen Wandel. Auf vielen Höfen wird der Hopfen noch von Hand geerntet, "gebrockt" wie die Bauern sagen. Heerscharen von "Hopfazupfa", Erntehelferinnen und -helfer kommen im Spätsommer in die Holledau. Wenn ein Hof abgeerntet ist, gibt es ein gemeinsames "Hopfenmahl" - mal schlicht, mal üppig, je nach Hofgröße und Großzügigkeit des Bauern. Die Bilder erzählen vom Rhythmus eines Hopfenjahres, von den grünen Hopfenfeldern bis zu leeren Gerüsten nach der Ernte, von den ersten Maschinen, die die Handarbeit ablösen, über das Trocknen, Schwefeln und Pressen des Hopfens bis zur Sortierung nach Güteklassen und dem begehrten Hopfensiegel. Dazu kommen Szenen aus dem Frühjahr: Umpflügen, Düngen, Spritzen gegen Ungeziefer und, sogar Nistkästen für Stare an den Hopfenstangen. So entsteht das Porträt einer Landschaft, die vom Hopfen lebt - und sich unter dem Druck der Maschinisierung verändert. Ein weiterer Rückblick führt in das Jahr 1975 zur Bier-Qualitätsprüfung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) in Frankfurt. 238 Brauereien aus der Bundesrepublik und Westberlin stellen sich freiwillig dem Urteil der Prüfer, 470 Flaschen- und Dosenbiere werden getestet. Im Fokus stehen die Eigenschaften, die den Biergenuss ausmachen: Geschmack, Schaum und Klarheit. Und die Frage, wie lange diese Eigenschaften stabil bleiben. Schließlich geht es in die Biergärten Münchens Anfang der 70er-Jahre. 1973 sorgt eine Neuerung für hitzige Debatten: Plastikmaßkrüge. Läutet der Plastikkrug eine neue Generation des Biertrinkens ein oder ist er ein Affront gegen die Tradition. Gäste, Wirte und Tester nehmen die neuen Krüge kritisch unter die Lupe und vergleichen: Wie steht es um Haptik, Temperatur, Schaum und Geschmack und vor allem um das Gefühl, eine echte Maß in der Hand zu halten?