22:00
Wolfi Fischer ist ein bayerisches Original. Und der Sohn der inzwischen verstorbenen Volksschauspielerin und Regisseurin Elfi Pertramer. Seine Kindheit und Jugend sind geprägt von der sehr exzentrischen und extrovertierten Mutter, die zwischen überbordender Liebe und großer Ignoranz gegenüber ihrem Sohn schwankt. Wolfi kommt in verschiedene Heime, sucht Rettung im Alkohol und lebt zeitweise als Obdachloser im Englischen Garten. Gleichzeitig hat er Erfolg als Schauspieler, unter anderem in Filmen von Michael Verhoeven. Er lernt Anne, eine US-Amerikanerin, kennen und die beiden ziehen in die Vereinigten Staaten. Von dort berichtet Wolfi dem BR-Publikum in seiner TV-Reihe "Ein Münchner in New York". Und es gelingt ihm, seine Alkoholsucht zu überwinden. Als seine geliebte Frau stirbt und Wolfi ein Haus in München erbt, zieht es ihn zurück nach Bayern. Gerade noch rechtzeitig, um sich mit seiner Mutter auszusöhnen.
22:45
Es war ein lange gehegter Traum des Filmemachers Florian Guthknecht, mit dem Fahrrad quer durch Rumänien zu reisen: Von Bukarest, dem "Paris des Ostens", über den rumänischen Donauradweg, geht es über die Klosterroute ans Schwarze Meer und ins Donaudelta. Es wurde eine Reise ins Abenteuer, durch ein Land voller Gegensätze. In der südlichen Walachei muss Florian Guthknecht in einsamen Höfen um Essen bitten, auf ungenauen Straßenkarten stundenlang seinen Weg suchen und Menschen um Rat fragen, die noch nie ihr Dorf verlassen haben. Doch ganz gleich, wie wenig die Menschen hier haben, dem Gast wird Brot gebacken, Unterschlupf gewährt, Obst und Wein geschenkt. In Mamaia, der Partyhochburg an der Schwarzmeerküste, zeigt Rumänien sein modernes Gesicht: Hier stehen gewaltige Hotelburgen, hier wird gefeiert bis zum Morgen. Die letzte Etappe führt Florian Guthknecht tief in das Donaudelta hinein mit seiner artenreichen Vogelwelt und mit Menschen, die seit Jahrhunderten nach ihrer Tradition leben. Der Filmautor lernt das Leben der Schilfbauern kennen und erfährt von den harten Bedingungen der ukrainischen Minderheit. Am Schwarzen Meer geht ein Traumpfad zu Ende, der durch ganz unterschiedliche Welten führt, der vielgesichtig die Facetten eines ganzen Landes widerspiegelt.
23:30
Im Jahr 2063 ist die Erde fast vollständig überflutet. Übrig geblieben sind zwei verfeindete Kontinente und eine vor sich hin rostende Plattform mitten im endlosen Ozean. Auf diesem letzten militärischen Außenposten - 3.000 Kilometer fernab der eigenen Heimat - halten drei Männer und eine Frau seit über zwei Jahren die Stellung. Ausgestattet mit einer Atombombe, wartet die Crew auf die längst überfällige Ablösung. Doch niemand kommt. Sind sie besiegt oder gar die letzten Überlebenden? Regisseur Tanel Toom lässt Hollywoodliebling Kate Bosworth, "Emily in Paris"-Star Lucien Laviscount, den nordirischen Allrounder Martin McCann und die deutsche Schauspielgröße Thomas Kretschmann in seiner packenden Dystopie an ihre physischen und psychischen Grenzen gehen. Der intelligente Endzeitthriller von erschütternd aktueller Brisanz überzeugt durch seine intensive klaustrophobische Atmosphäre und einen cleveren Twist.