22:45
"Queer im Kino - Wild. Romantisch. Frei" blickt - begleitend zur sommerlichen "QUEER"-Reihe im BR, rbb und der ARD Mediathek - auf spannende, filmische Trends jenseits der heteronormativen Erzählweise. Was treibt queere Filmschaffende 2026 um, welche Erzählhaltungen nehmen sie ein, welche Kämpfe fechten sie aus, um Respekt, Toleranz und Akzeptanz in der Gesellschaft zu erreichen? Dazu führt Autorin Antje Harries Interviews mit Regisseuren wie Fabian Stumm ("Sad Jokes"), Justina Jürgensen ("Mädchen in Uniform"), Filmverleihen wie Salzgeber, die sich dem queeren Kino verschreiben, oder dem Kurator Björn Koll, der an der Deutschen Kinemathek in Berlin die Ausstellung "Inventing Queer Cinema" konzipiert hat. Außerdem erinnert die 45-minütige Dokumentation an die "QUEER"-Reihe und ihre Bedeutung in der TV-Landschaft sowie an Giganten des queeren Films und der LGBTQ+-Bewegung wie Pedro Almodóvar oder den im Dezember 2025 verstorbenen Rosa von Praunheim, dessen letzter Film "Sex und Tod" posthum in der Fertigstellung ist.
23:30
Dmytro Dokunov (Dok), ukrainischer Künstler und Filmemacher, lebt in einer Öko-Kommune auf dem Land, als ihn die Einberufung zum Militär erreicht. Diese stellt ihn vor ein Dilemma: Der Armee beitreten - oder den Kriegsdienst verweigern? Obwohl eigentlich pazifistisch eingestellt, beschließt er, Verantwortung zu übernehmen und sein Heimatland zu verteidigen. Gleich nach seiner Ausbildung wird er Zugführer in einer der gefährlichsten Einheiten, der Fallschirmjäger-Aufklärungseinheit. In der ersten Schlacht schon stirbt Doks Kommandeur, der einzige Mann mit militärischer Erfahrung. Sein engster Kampfgefährte, ein Krishna-Anhänger, stirbt auch. Um bei Verstand zu bleiben, versenkt sich Dok in die Natur, meditiert, führt philosophische Gespräche - und filmt. Der Zuschauer bekommt intime Einblicke in das Miteinander der Kameraden, ebenso wie in die Liebesbeziehung zu seiner Verlobten Darja. Die Kamera ist mitten im Kampfgeschehen und dokumentiert entscheidende Schlachten, um im nächsten Moment die spektakuläre Schönheit der Natur zu feiern. Bis sich am Ende alles zuspitzt: Er wird verwundet, trifft - mittlerweile selbst Kommandeur - Fehlentscheidungen, Schuldgefühle quälen ihn. Es stellen sich ihm und dem Zuschauer existenzielle Fragen: Wie an der Front kämpfen und nicht abstumpfen? Wie seinen Sinn für Schönheit, seine Seele bewahren? Ein auch ästhetisch mutiger Antikriegsfilm.