04:20
Geschichtenerzählen und Astrophysik - das sind seine beiden großen Leidenschaften: Harald Lesch ist Professor für theoretische Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und unterrichtet Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie S.J. in München. Außerdem ist er Mitglied der Kommission "Astronomie in Unterricht und Lehramt". Seine Hauptforschungsgebiete sind kosmische Plasmaphysik, Schwarze Löcher und Neutronensterne. In der Sendereihe "alpha-Centauri" erklärt Professor Lesch die Grundzüge des Universums, untersucht ferne Galaxien und bringt uns unser Sonnensystem näher.
04:35
Unter dem Sendungstitel werden verschiedene Formate zusammengefasst, die sich mit der Erde und dem Weltall befassen. Die mit elektronischer Musik hinterlegten Aufnahmen erlangten bereits Kultstatus.
05:00
Die Welt von morgen
05:30
"Jeder Mensch ein Künstler!" Dies berühmt-berüchtigte Motto von Joseph Beuys könnte auch von Bob Ross (1942-1995) stammen. Allein, der amerikanische Fernsehmaler hat - anders als Beuys - keine großen sozialen und politischen Revolutionen im Sinn. Bob Ross will "nur" die einzelnen Menschen glücklicher machen, und das heißt, zu potenten Malern, die ihre eigene Welt erschaffen. Er will uns zeigen: Ein kleiner Künstler steckt in jedem von uns, wir müssen ihn nur herauslassen. Und das geschieht, indem wir lernen, das Malen zu lernen und das Lernen dabei nicht als Mittel zum Zweck, sondern als Selbstzweck begreifen - Spaß dran finden. Bob Ross wurde 1942 in Daytona Beach, Florida, als Sohn eines Zimmermanns geboren. Er studierte an verschiedenen amerikanischen Colleges Malerei und entdeckte schließlich seine spezifische Malweise: die Nass-auf-Nass-Methode. Nachdem er diese Technik gründlich ausgebaut und etliche Hilfsmittel und Tricks erprobt hat, fing er an, auch anderen beizubringen, wie man damit schöne Landschaftsbilder kreieren kann. Er reiste seit 1981 quer durch die Vereinigten Staaten, um diese Technik vorzustellen. Zwei Jahre später produzierte er die ersten Malkurse im Fernsehen: "The Joy of Painting" wurde zu einem Riesenerfolg. Mit freundlich säuselnder Stimme macht Bob Ross seinen Zuschauern Mut, ihre eigene Kreativität zu entdecken. Schritt für Schritt macht er vor, wie sie ihre Leinwand im Nu mit "heiteren kleinen Wölkchen" oder "fröhlichen kleinen Bergen" und Hütten bereichern und so ihre eigene Welt schaffen können. Das kommt an, seit 1983 reißen die Ross-Serien gar nicht mehr ab. Sein Fernseh-Malkurs ist ein gigantisches Unternehmen, das Millionen von Ross-Schülern mit dem nötigen Malwerkzeug, Anleitungsbüchern und Videos ausstattet. Bob Ross starb 1995 mit gerade einmal 52 Jahren in New Smyrna Beach, Florida, an Krebs. Seine Fernsehshow aber lebt weiter. Inspiriert von Ross hat eine Freundin von ihm, Annette Kowalski, selbst eine Methode entwickelt, wie man Blumen malt.
06:00
Mehrteiler über Land und Leute in Portugal mit kleinem Sprachkurs. Porträt des südeuropäischen Landes Portugal: Sehenswürdigkeiten, landschaftliche Impressionen, historische und kulturhistorische Anmerkungen. Porträt der portugiesischen Ferieninsel Madeira.
06:30
Der 39-teilige Französischkurs "Bon Courage" richtet sich an Anfänger oder dient zur Auffrischung von Sprachkenntnissen. Der Kurs bringt nicht nur die französische Sprache, sondern auch die Lebensart der Franzosen näher.
07:00
Mit dem Programm GRIPS vermittelt ARD-alpha eine umfassende Grundbildung und das Basiswissen für die Prüfung zum Hauptschulabschluss und zum Quali. Die Lektionen sind praxisorientiert und zeigen im Alltag, wie das Wissen angewendet wird. Vor Ort erklären junge Hauptschullehrer in einem Lerndialog mit Schülern die einzelnen Lernschritte. Das Programm deckt in der ersten Stufe in jeweils rund 40 Lektionen die Grundlagen in Mathematik, Deutsch und Englisch ab. Die Fernsehfilme werden im Internet (ARD-alpha.de/grips) zu einem neuartigen Lernprogramm erweitert, das die Stärken des Films mit interaktivem Lernen und Üben kombiniert. Die Kernzielgruppe sind Jugendliche und junge Erwachsene, die diese Abschlüsse nachholen wollen. Die zweite Zielgruppe sind Schüler, Lehrer und Eltern, die das Angebot als Unterrichtsbegleitung nutzen wollen. Das Angebot richtet sich zugleich an alle Bildungsinteressierten, die ihr Wissen auffrischen bzw. vertiefen wollen.
07:15
Mit dem Programm GRIPS vermittelt ARD-alpha eine umfassende Grundbildung und das Basiswissen für die Prüfung zum Hauptschulabschluss und zum Quali. Die Lektionen sind praxisorientiert und zeigen im Alltag, wie das Wissen angewendet wird. Vor Ort erklären junge Hauptschullehrer in einem Lerndialog mit Schülern die einzelnen Lernschritte. Das Programm deckt in der ersten Stufe in jeweils rund 40 Lektionen die Grundlagen in Mathematik, Deutsch und Englisch ab. Die Fernsehfilme werden im Internet (ARD-alpha.de/grips) zu einem neuartigen Lernprogramm erweitert, das die Stärken des Films mit interaktivem Lernen und Üben kombiniert. Die Kernzielgruppe sind Jugendliche und junge Erwachsene, die diese Abschlüsse nachholen wollen. Die zweite Zielgruppe sind Schüler, Lehrer und Eltern, die das Angebot als Unterrichtsbegleitung nutzen wollen. Das Angebot richtet sich zugleich an alle Bildungsinteressierten, die ihr Wissen auffrischen bzw. vertiefen wollen.
07:30
Pressetext Wie kommt das Geld in die Welt ? Wer Geld einzahlen oder abheben will, geht ganz einfach zur Bank. Aber was passiert dann mit dem Geld? Und wo kommt es eigentlich her? Willi heftet sich auf die Fährte eines 50-Euro-Scheins, den er in einer Bank in Pfaffenhofen/Ilm einzahlt. Los geht's am Schalter, und von dort aus wandert der Schein erst mal in den Tresor. Dort bleibt er aber nicht liegen, sondern wird von zwei Geldboten abgeholt, die ihn mit Willi im Schlepptau zur Landeszentralbank transportieren. Hier läuft das Geld aller bayerischen Banken zusammen, wird auf seine Echtheit geprüft und gesäubert, und über die Geldinstitute wieder in Umlauf gebracht. Sehr alte oder beschädigte Münzen und Scheine werden vernichtet und durch neue ersetzt. Wie die gemacht werden, erfährt Willi genauso wie die Tricks, mit deren Hilfe sich echtes Geld von Blüten unterscheiden lässt. Nur eine Frage ist noch offen: Warum heißt die Bank eigentlich Bank? Keiner weiß es, aber Willi findet auch das für uns heraus. "Willi wills wissen" ist eine Produktion der megaherz film und fernsehen im Auftrag des Bayerischen Rundfunks.
07:55
Shaun wundert sich: Warum reagieren die Schafe so merkwürdig, als er morgens aus der Scheune kommt? Timmy bricht sogar in Tränen aus. Ein Blick in Bitzers Spiegel bringt die Antwort: Shauns Fellhütchen fehlt. Keiner erkennt ihn! Shaun muss es schleunigst wiederhaben. Aber wo könnte es sein? Eine fieberhafte Suche beginnt.
08:00
Sogenannte "Stammtischparolen" kommen zwar auch am Stammtisch vor, aber nicht nur dort und vor allem nicht immer. Stammtischparolen sind meist vorurteilsbeladene, aggressiv vorgetragene Sprüche, auf die es oft sehr schwer fällt zu antworten oder überhaupt eine angemessene Reaktion zu finden. RESPEKT-Moderatorin Christina Wolf macht sich auf die Suche - nach der perfekten Reaktion, nach der richtigen Antwort auf Stammtischparolen und dumme Sprüche. Anders als die Bezeichnung "Stammtischparole" vermuten lässt, kommen solche Sprüche (meist) nicht am Stammtisch, sondern überall in unserem Alltag vor: Am Arbeitsplatz, in der Schule, im öffentlichen Nahverkehr, oder auch zu Hause beim Familienfest in großer Runde. In der Respekt-Reportage trifft Moderatorin Christina Wolf den Pädagogik-Experten Christian Boeser-Schnebel, der seit vielen Jahren unter anderem in der Erwachsenenbildung an der Uni Augsburg Trainings gegen Stammtischparolen durchführt. Solche Parolen "legen es darauf an, zu provozieren, zu eskalieren", sagt er. In der Reportage führt er mit der Moderatorin Christina Wolf mehrere Trainings durch und zeigt ihr so, wie sie auf so manche Parole in Zukunft gut reagieren kann. Humor kann eine Lösung sein, aber auch eine gezielte Nachfrage. Christina Wolf trifft auch die Antidiskriminierungs-Trainerin Melinda Tamas, die sich vor allem mit sexistischen Stammtischparolen auseinandersetzt und dazu ein Buch herausgegeben hat. "No more Bullshit" heißt das "Handbuch für die nächste Stammtischrunde". Melinda Tamas erklärt in RESPEKT, welcher Typ Mensch besonders gerne Stammtischparolen von sich gibt und wie deutlich und angemessen damit umgegangen werden kann - auch wenn der- oder diejenige aus dem engsten Familien- oder Freundeskreis stammt und man eigentlich ganz gut miteinander auskommt. © Bayerischer Rundfunk 2020 Mehr Informationen unter: www.br.de/respekt
08:30
08:45
10:00
Mit Tipps für die Gartenpraxis und die Gestaltung von Gärten, Terrassen und Balkonen. Einen Schwerpunkt bilden Berichte über Pflanzen und Filme über die schönsten Gärten der Welt.
10:30
11:00
11:45
Über 100.000 Menschen werden in Deutschland jedes Jahr zu Haftstrafen verurteilt. Dabei kostet eine inhaftierte Person die Gesellschaft im Schnitt über 100 Euro pro Tag. Außerdem sind Rückfallquoten nach Gefängnisaufenthalten viel höher als nach Geldstrafen. Ganz ohne Strafe würde unsere Gesellschaft kaum funktionieren - so weit sind sich die meisten Menschen in Deutschland einig. Aber wie Strafe aussehen soll, wann eine Strafe gerecht ist und welche Strafe im Einzelfall angemessen ist? Da gehen nicht nur die Laien- Meinungen weit auseinander. RESPEKT-Moderator Rainer Maria Jilg will herausfinden, ob er ein guter Richter wäre. Dazu besucht er Ingrid Kaps, Direktorin des Amtsgerichts Erding, die täglich aufs Neue über Gerechtigkeit entscheiden muss. Von ihr erfährt Rainer, dass im Strafrecht auch das Bauchgefühl eine Rolle spielt. Mit einem Ex-Graffitisprayer spricht der RESPEKT-Moderator darüber, wie schon eine drohende Strafe sein Leben verändert hat. Maximilian Pollux, ein ehemaliger Drogengangster, erzählt, wie aus zehn Jahren Knast seine neue Lebensperspektive als aufklärender Youtuber wurde. Und Rainer Maria Jilg trifft Florian Galli, Pollux' ehemaligen Gefängnisdirektor, der inzwischen zum Gefängniskritiker geworden ist. Galli hinterfragt, welche Strafformen was genau bewirken - bei Täter*innen, Opfern und Gesellschaft. © Bayerischer Rundfunk 2021 Mehr Informationen unter: www.br.de/respekt
12:05
Im Tagesgespräch können Zuschauer einem kompetenten Studiogast Fragen zu einem aktuellen Thema stellen und ihre Meinung äußern. Politik, Wirtschaft, Kultur, Religion und Sport - im Tagesgespräch debattieren wir über alle gesellschaftlich wichtigen Bereiche.
13:00
13:15
Happy Balance ist ein sanftes, funktionelles Ganzkörpertraining, das ganz besonders unsere Faszien anspricht. Die Faszien hüllen jeden Muskel, jede Muskelfaser, Knochen, Nerven, Venen und Organe ein und durchziehen unseren ganzen Körper. Sie bilden ein Netzwerk aus Bindegewebe, halten all diese Strukturen einzeln für sich fest und umhüllen und verbinden sie wie ein Ganzkörperanzug! Neue Erkenntnisse belegen die große Formbarkeit und Lebendigkeit dieses Bindegewebes. Um Verspannungen, Verklebungen sowie Verletzungen vorzubeugen und eine gute Figur zu erzielen, müssen sämtliche Strukturen gegeneinander beweglich und gleitfähig bleiben. Genau das kann trainiert werden, TELE-GYM-Profi Johanna Fellner hat die besten Übungen für Sie zusammengestellt. Dynamische Ganzkörperübungen verbessern das Zusammenspiel von Muskeln und Gehirn, das macht automatisch erfrischend wach und mental aktiv. Denn wenn viele unserer Muskelgruppen gleichzeitig angesteuert werden, ist die Konzentration gefragt! Außerdem fördern Sie mit Balance- und Rotationsübungen Ihre Koordination und das Gleichgewicht, dynamische Hoch-Tief-Bewegungen bringen Ihren Kreislauf in Schwung. In jeder der acht abgeschlossenen Übungseinheiten wird Ihr ganzer Körper mobilisiert, gestärkt und entspannt. Alle Trainingsblöcke lassen sich beliebig untereinander kombinieren und so Ihrem Zeit- und Energiebudget optimal anpassen. "Happy Balance" weckt Ihre Sinne, bringt Energie, formt Ihre Figur, ist gut für die Gelenke und den Rücken und tut einfach gut!
13:30
Die Welt von morgen
14:00
Mit Beginn der Pandemie 2020 startete der digitale Buchclub BookTok seine Erfolgsgeschichte. Ihn nutzen auch junge Frauen, die New-Adult-Bücher feiern. Der Stil ist leicht und unterhaltsam, die Geschichten romantisch und voller Erotik aus weiblicher Sicht. Aber nicht nur online kultivieren die Leserinnen den leidenschaftlichen Austausch über ihre Lieblingsbücher. Buchbloggerin Jess "miss.Nerdstagram" trifft ihre Follower auf Events wie dem Buchball auf Burg Namedy. Auch Autorin Kim Leopold aus Rheine ist oft unterwegs, um ihren Fans nahe zu sein. Sie ist "Own Voice" Autorin und bedient mit ihren Geschichten den Hunger nach authentischen Geschichten. Themen wie psychische Gesundheit, Body Positivity und ADHS liegen ihr am Herzen. Kim erwartet nervös den Launch ihres neuen Buches, das sie diesmal nicht selbst verlegt. Denn viele Verlage haben das Phänomen für sich entdeckt und eigene Unterverlage gegründet. Selbst in etablierten Häusern wie dem Aufbau Verlag in Berlin kümmert sich nun ein hochmotiviertes Lektorats-Team um dieses Genre. Rieke und Rieke leben in Jever ihren Traum: Mitten im Ort haben sie einen Laden rund um New Adult eröffnet. Auch dem umstrittenen Genre "Dark Romance" räumen die Buchhändlerinnen Platz ein. Doch beim Verkauf achten sie streng auf das Alter der Kundschaft. Für die beiden ist der Besuch der Frankfurter Buchmesse ein Höhepunkt im Jahr, genau wie für Jess und Kim. Hier allerdings spüren sie auch Gegenwind, denn die etablierten Kritiker fremdeln mit den bunten Büchern. Werden sie sich trotzdem behaupten?
14:45
15:15
16:00
Erstmalig dokumentiert in der Altsteinzeit begegnen uns auch heute noch Menschen, die etwas sammeln. Doch ab wann wird Kaufen zum Sammeln? Was jagen, was sammeln wir? Wer wird zum Jäger u. zum Sammler, und warum? In dieser dreiteiligen Serie kommen besonders interessante SammlerInnen zu Wort und verraten Persönliches über ihre Leidenschaft. Gemeinsam teilen sie eine große emotionale Verbindung zu ihren Schätzen. Wir lernen, wie man auch immaterielle Dinge sammeln kann, dass ein Prominenter inkognito auf die Jagd geht und wie eine Kollektion wegen ihres schlechten Geruchs abgebrochen wird. Bestaunt werden so die größte Barbie-Puppensammlung, einen Kunstsammler mit gutem Gespür für Werke neuer Künstler, Erotik-Magazine aus den 40er Jahren, beeindruckende Star Wars-Reliquien sowie auch gescheiterte Sammlungen. Wer hätte schon gedacht, dass Starkoch Johann Lafer eine Gemeinsamkeit mit Carrie aus "Sex & the City" hat? Mit Tim Mälzer, Götz Alsmann, Sneaker Queen Julia, Wigald Boning
16:30
Chris ist Feuer & Flamme für seinen Job: Denn er ist Feuerkünstler aus der Nähe von Leipzig. Gemeinsam mit seinem Freund René tritt er mit Feuershows auf Firmenfeiern, Weihnachtsmärkten, Hochzeiten, Sommerfesten und sogar in Freizeitparks auf. Eigentlich war die Feuerakrobatik für die beiden als Jugendliche nur ein Hobby - mittlerweile haben sie daraus ein richtiges Business entwickelt: Seit über zehn Jahren können René und Chris von ihrem Beruf leben. Für ihre Shows reisen sie sogar ins europäische Ausland. Vor der Show steckt eine Menge Arbeit: Über die Kommunikation mit dem Kunden, das Einstudieren von neuen Shows und Effekten bis hin zum Aufbau mit technischer Kontrolle der Musikanlage und der Abstimmung der Feuerwerfer. Lohnt sich das?
16:40
Im Herzen Südostasiens liegt die Tropeninsel Borneo. Sie ist mehr als doppelt so groß wie die Bundesrepublik und beherbergt die größte Artenvielfalt aller Inseln weltweit - von Flugechsen über Malaienbären bis zu Orang-Utans. Dank einer Vielzahl unterschiedlicher Lebensräume wie Korallenriffen, Urwäldern und Hochgebirge leben auf Borneo mehr als 60.000 Tier- und Pflanzenarten, von denen viele nur dort vorkommen. Borneos Küste ist von einem einzigartigen Lebensraum gesäumt: ein weitläufiger Überschwemmungswald, durchzogen von einem Netzwerk von Wasserläufen. In diesem wasserdurchtränkten Dschungel hat sich ein außergewöhnliches Geschöpf entwickelt: der Nasenaffe. Die Urwälder im Inselinneren sind Heimat der Flügelfruchtgewächse. Sie sind die größten Regenwaldbäume der Welt. Ein einziges Exemplar bietet Lebensraum für bis zu 1.000 Tier- und Pflanzenarten. Verglichen mit dem Nahrungsangebot in den Baumkronen ist der Boden des Regenwalds eher karg. Da es hier nur wenig Nahrung gibt, sind die Landsäugetiere auf Borneo deutlich kleiner als auf dem Festland. Das gilt auch für den außerordentlich seltenen Malaienbären. Mit knapp über einem Meter Länge ist er der kleinste Bär der Welt. Tief im Herzen Borneos, hoch über dem Regenwald, liegt ein weiterer wichtiger Lebensraum der Insel: das Hochgebirge. Um hier überleben zu können, haben sich einige Pflanzen zu Fleischfressern entwickelt. Die heftigen Niederschläge auf Borneo haben umfangreiche Höhlensysteme in den Boden der Insel gewaschen. Die Deer Cave ist so groß, dass ein Passagierflugzeug hindurchfliegen könnte. Hier leben Millionen von Fledermäusen, die ein ganzes Ökosystem im Gleichgewicht halten. Mehr als 10.000 Jahre lang war diese Artenvielfalt durch die isolierte Lage der Insel geschützt, doch der industrielle Holzeinschlag hat alles verändert. Wie lange können die hier heimischen Orang-Utans bei fortschreitender Zerstörung ihres Lebensraums noch überleben?
17:30
Herbstzeit ist Wein-Zeit - nirgends lässt sich diese Jahreszeit besser spüren als in den prächtigen Farben des Schilcherlandes im Südwesten der Steiermark. Für seine Dokumentation hat Filmautor Wolfgang Niedermair die Region mit der Kamera bereist und zeigt, was diese Jahreszeit für die bäuerliche Bevölkerung bedeutet. Im Weingut Klug in St. Stefan ob Stainz ist die Weinlese voll im Gang. Neben dem Weingarten gibt es hier auch eine Kastanienplantage. Angelika und Erich Wechtitsch, beide Bauern in Eibiswald, haben sich auf die Zucht von Schweinen, Weidegänsen und Schafen spezialisiert. Die Arbeit hört für die beiden Vollzeit-Landwirte nie auf, auch nicht in dieser vergleichsweise ruhigen Saison. Das Bauernmuseum Oberlateinberg ist ein Füllhorn an originellen Fundstücken: Josefine Krampl aus Eibiswald zeigt die erste Miele Waschmaschine - aus Holz - und Spezialschuhe für das Eisstockschießen.
18:15
Die älteste Bratwurstküche der Welt? Die befindet sich seit über 600 Jahren in Nürnberg: das Wirtshaus "Zum gulden Stern". Die jungen Gastronomen Sofia und Martin Hilleprandt führen hier das Lebenswerk ihres Vaters weiter. Mit viel Herz, Mut und Social Media-Power - samt über Buchenholz gegrillter Nürnberger Röstla. Uralte Tradition triff auf moderne, kreative Ideen. Genau wie im Nürnberger Handwerkerhof; man könnte meinen, eine historische Sehenswürdigkeit aus dem Mittelalter. Doch weit gefehlt, die Fachwerkhäuschen sind allesamt Kulissenbauten. Erst 1971 wurde das Quartier an der alten Stadtmauer gebaut. Eigentlich geplant als Kurzzeit-Location, das Viertel entwickelte sich aber schnell zu einer Touristenattraktion. Bis heute dürfen dort ausschließlich traditionelle Handwerksbetriebe arbeiten und verkaufen. Als längste Pächterin betreibt Sabine Beckert seit 43 Jahren eine Töpferei. In ihrer Schauwerkstatt zeigt sie, was sich alles aus Ton zaubern lässt. Aber auch bei den Beckerts steht die nächste Generation in den Startlöchern. Diese Mischung aus lebendiger Geschichte, ungewöhnlichen Lebenswegen und liebevoll gepflegtem Handwerk macht Lust, Nürnberg mit eigenen Augen, Ohren - und vor allem mit großem Appetit - zu entdecken.
18:45
Wespen finden die meisten von uns vor allem: unendlich nervig. Insbesondere, wenn sie uns mal wieder den Pflaumenkuchen streitig machen wollen. Doch damit werden wir ihnen nicht gerecht, findet der Biologe Michael Ohl vom Naturkundemuseum Berlin. Denn Wespen spielen für das Ökosystem eine ganz entscheidende Rolle. Sie bestäuben jede Menge Pflanzen - ja, auch Wespen tun das! Und wären sie nicht so erfolgreiche Jägerinnen, würden wir wahrscheinlich in Insekten versinken, vermutet er. Eigentlich müssten wir uns also beim Anblick jeder Wespe freuen - über all die Mücken, die uns dank ihr nicht gestochen haben. Die Verhaltensforscherin Seirian Sumner findet sogar: Wespen sind eines der spektakulärsten Tiere der Welt. Denn sie gehören zu den ersten sozialen Wesen auf dem Planeten - und bis heute wird beforscht, wie sie mit einem so geringen Gehirnvolumen derart ausgefeilte Sozialstrukturen managen. Das interessiert auch Alessandro Cini von der Universität Pisa. Er erkennt in den Wespen einen Schlüssel zur großen Frage der Evolution: Warum Lebewesen wie die Wespenarbeiterinnen auf ihre eigene Fortpflanzung verzichten, um die Kinder ihrer Königin großzuziehen - obwohl sich bei der Evolution doch alles um den Erhalt der eigenen Gene dreht.
19:15
"KlimaZeit" stellt spannende Zusammenhänge dar, erklärt Wetter- und Klimaphänomene und fragt kritisch nach. Das Magazin, das sich mit dem größten Problem der Menschheit beschäftigt. Klar, kompetent, konstruktiv. Was hat der Klimawandel jedem und jeder einzelnen zu tun? Was muss man über die wissenschaftlichen Hintergründe wissen sowie über die konkreten Folgen. Welche Lösungen gibt es?
19:30
Europa genießen - das ist hier die Devise. Gezeigt wird, was es alles zu entdecken gibt, wohin es sich zu reisen lohnt, welche interessanten Menschen und Trends unser Kontinent zu bieten hat.
19:55
Es ist offensichtlich: Wir brauchen mehr Mehrweg! Obwohl 2023 die Mehrwegpflicht für die Gastronomie eingeführt wurde, steigt die Menge an Einwegverpackungen weiter an. Dabei könnte eine einzelne Person ganze 13 Kilo Müll pro Jahr einsparen, wenn sie statt Wegwerf-Verpackungen auf Mehrwegbehälter umsteigen würde. Warum das im Alltag kaum gelingt und wie wir es besser machen können, weiß Eckart von Hirschhausen in "Wissen vor acht - Erde".
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Der Film ist eine visuell packende Eisenbahnreise durch die weite, schroffe und ursprüngliche Welt der Mongolei, in der die Zeit stehen geblieben scheint. Zusammen mit Menschen, deren Alltag, Traditionen und Sitten sich nur gering vom Leben ihrer Vorfahren unterscheidet, tauchen wir entlang der mongolischen Gleise in eine wildromantische Welt ein, deren Naturschönheiten jeden Reisenden nachhaltig beeindruckt. In den Sommermonaten hüllt die untergehende Sonne die mongolische Steppenlandschaft in ein safrangelbes Licht. Dies ist die schönste Reisezeit, um mit der Transmongolischen Eisenbahn quer durch das zentralasiatische Land zu reisen. In Darchan im Norden der Mongolei beginnt unsere Zugreise, denn hier wird die Geburtsstätte von Dschingis Khan vermutet. In den Bergen hören wir das rhythmische Trommeln von "Ulaatsch". Die mongolische Schamanin erklärt uns, wie sie mit uralten Ritualen eine Verbindung zu den Naturgeistern und zu ihren Ahnen schafft. Ab Ulaanbataar - der mongolischen Hauptstadt am Rande des Bogd-Khan-Uul-Nationalparks, in der knapp die Hälfte aller Mongolen lebt - treffen wir die Band JONON. Die jungen Musiker leben in einer Welt voller Gegensätze, hin- und hergerissen zwischen Traditionen und Moderne. Diese Ambivalenz spiegelt sich in ihrer Musik wieder, die höchstmelodisch eine Brücke zwischen ihrem musikalischen Erbe und der mongolischen Jugend baut. Von der mongolischen Hauptstadt geht es weiter mit der Transmongolischen Eisenbahn in Richtung Süden. Nach einer spannenden Zugfahrt zusammen mit dem mongolischen Kosmonauten Gürragtschaa Dschügderdemidiin und einem Besuch beim Koch im Zugrestaurant, halten wir in Choir, mitten in der Steppe. Dort begegnen wir Altangerel Schirtschin. "Wir stehen früh auf und sind den ganzen Tag draußen bis es dunkel wird. Wir hüten das Vieh und bringen es von hier nach da. Da wir ständig draußen sind, brauchen wir uns nicht zu fragen, wie spät es ist. Für uns gibt es den Morgen, den Mittag, den Nachmittag, und die Bewegung der Sonne." So beschreibt der Nomade, sein Leben in der mongolischen Weite. Er und seine Familie stehen für ein traditionelles Leben als Viehhirten, fest verwoben mit den Jahreszeiten, den Tieren und der Härte der Natur. Der nächste Halt ist Bahnhof Sainshand im östlichen Teil der Wüste Gobi. In der kargen und menschenleeren Weite meditiert der buddhistische Mönch Gantömör. Mehrmals im Monat reist er mit dem Nachtzug aus Ulaanbaatar, hierher in das buddhistische Kloster "Hamriin Hiid". Es ist eine Flucht aus der Enge der Stadt, so sagt der Buddhist. Denn erst hier, mit Blick auf den endlos scheinenden Horizont, wäre ihm bewusst geworden, was Freiheit, Glaube und die mongolische Identität miteinander verbinde.
21:00
Was wurde feierhungrigen Menschen in München zu Beginn der 1960er-Jahre alles geboten? Dieser Frage geht der Filmbeitrag von 1962 nach: "Auf geht's!" Man konnte z.B. in eine Bar gehen, dort tanzen und launige Chansons hören. Es gab noch keine "Beatschuppen" und selbstverständlich auch noch keine Discos. Manche gingen auch ins berühmte Theater am Platzl und sahen und hörten dort die Erni Singerl in einer Parodie auf Edith Piaf. Man konnte auch zur Schwabinger Gisela gehen oder in ein Jazzkonzert, geboten wurde viel. Und alles war, aus heutiger Sicht, sehr, sehr brav.
21:50
Der "Spiegel"-Autor und spätere Grimme-Preisträger Wilhelm Bittorf porträtiert in diesem Film aus dem Jahr 1966 in launiger Weise verschiedene Beatbands im süddeutschen Raum. Die Protagonisten erzählen dabei im Off selbst ihre Geschichte, teilweise sehr selbstironisch. Sie geben z.B. zu, dass sie teilweise nur aus Langeweile eine Beatband gegründet hätten und die Musik nie nach Noten spielen würden: sie kauften sich die Platten ihrer Lieblingsbands und spielten die Musik einfach nach. Und damit hatten sie dann unter Umständen nicht nur musikalischen Erfolg, denn eine junge Frau gibt im Film unumwunden zu: "Ja, das stimmt schon, wenn einer in einer Band spielt, dann ist er gleich etwas Besonderes und hat mehr Chancen bei den Mädchen." Bittorf lässt den Protagonisten sehr viel Raum, um sich und ihre Ansichten darstellen zu können. Auch die jungen Frauen im Umfeld der Bands kommen zu Wort: selbstbewusste Frauen, die keineswegs dem Klischee von Groupies entsprechen. Und da bei dieser Dokumentation niemand Geringerer als Willy Pankau an der Kamera stand, führte das alles auch zu tollen Aufnahmen: bei den Konzerten, draußen in der Natur oder z. B. auf der Befreiungshalle oberhalb der Stadt Kehlheim.
22:30
Ausschnitte aus einer Veranstaltung des SFB im Jahr 1968 mit den englischen Beat-Bands "Dave Dee, Dozy, Bicky, Mick and Tich" und "Eric Burdon and the Animals". Im Studio des SFB durfte getanzt werden. Damals war alles Beatmusik, für die Band "Dave Dee, Dozy, Bicky, Mick and Tich" stimmt das auch, aber für Eric Burdon und seine "Animals" schon nicht mehr so ganz, denn deren Musik ging schon eher in Richtung Bluesrock. Eric Burdon stand damals nicht ohne Grund am Beginn einer Weltkarriere.
22:55
Elfie Pertramer spielt in dieser Folge eine Zimmerwirtin, die einen jungen Mann als Zimmerherrn hat. Der wäre eigentlich ganz brav, aber seine Haare! Viel zu lang nach Meinung seiner Zimmerwirtin. Ihr Akt der Selbstjustiz hat jedoch ungeahnte Folgen. Die Beatles, die Beatmusik und die langen Haare waren damals ein riesengroßes öffentliches Thema. Elfie Pertramer hat das mit ihrem feinen Gespür für den Zeitgeist wunderbar aufgegriffen.
23:10
"Anhänger des Musikantenstadels würden vermutlich voll Verzweiflung den Freitod in ihren Maßkrügen suchen", schreibt seinerzeit die Süddeutsche Zeitung über Hundsbuam Miserablige. Die bayerische Band verbindet Volksmusik mit Rock und einer gehörigen Portion Selbstironie. 1996 steht sie in der Münchner Alabamahalle auf der Bühne. Jahrzehntelang lagerten die Mitschnitte von Kultsendungen wie "Alabama in Concert", "Schlachthof in Concert" oder "Nachtwerk in Concert" in den Archiven des Bayerischen Rundfunks - sie waren der Soundtrack einer ganzen Generation. "Back on Stage" hebt diese musikalischen Schätze und holt sie zurück ins Fernsehen.
23:55
Drei Volksmusiker und drei Jazzer gründen Anfang der 1980er Jahre die österreichische Band Broadlahn. Aus dieser ungewöhnlichen Besetzung entsteht ein ganz eigener Klang-Mix aus alpenländischer Volksmusik, Jazz und Ethnomusik. Broadlahn selbst nennt das "Bauernjazz" oder "alpine Ethnomusic". 1994 tritt die Band in der Münchner Alabamahalle auf. Jahrzehntelang lagerten die Mitschnitte von Kultsendungen wie "Alabama in Concert", "Schlachthof in Concert" oder "Nachtwerk in Concert" in den Archiven des Bayerischen Rundfunks - sie waren der Soundtrack einer ganzen Generation. "Back on Stage" hebt diese musikalischen Schätze und holt sie zurück ins Fernsehen.