04:00
Geschichtenerzählen und Astrophysik - das sind seine beiden großen Leidenschaften: Harald Lesch ist Professor für theoretische Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und unterrichtet Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie S.J. in München. Außerdem ist er Mitglied der Kommission "Astronomie in Unterricht und Lehramt". Seine Hauptforschungsgebiete sind kosmische Plasmaphysik, Schwarze Löcher und Neutronensterne. In der Sendereihe "alpha-Centauri" erklärt Professor Lesch die Grundzüge des Universums, untersucht ferne Galaxien und bringt uns unser Sonnensystem näher.
04:15
Unter dem Sendungstitel werden verschiedene Formate zusammengefasst, die sich mit der Erde und dem Weltall befassen. Die mit elektronischer Musik hinterlegten Aufnahmen erlangten bereits Kultstatus.
05:15
Geschichtenerzählen und Astrophysik - das sind seine beiden großen Leidenschaften: Harald Lesch ist Professor für theoretische Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und unterrichtet Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie S.J. in München. Außerdem ist er Mitglied der Kommission "Astronomie in Unterricht und Lehramt". Seine Hauptforschungsgebiete sind kosmische Plasmaphysik, Schwarze Löcher und Neutronensterne. In der Sendereihe "alpha-Centauri" erklärt Professor Lesch die Grundzüge des Universums, untersucht ferne Galaxien und bringt uns unser Sonnensystem näher.
05:30
"Jeder Mensch ein Künstler!" Dies berühmt-berüchtigte Motto von Joseph Beuys könnte auch von Bob Ross (1942-1995) stammen. Allein, der amerikanische Fernsehmaler hat - anders als Beuys - keine großen sozialen und politischen Revolutionen im Sinn. Bob Ross will "nur" die einzelnen Menschen glücklicher machen, und das heißt, zu potenten Malern, die ihre eigene Welt erschaffen. Er will uns zeigen: Ein kleiner Künstler steckt in jedem von uns, wir müssen ihn nur herauslassen. Und das geschieht, indem wir lernen, das Malen zu lernen und das Lernen dabei nicht als Mittel zum Zweck, sondern als Selbstzweck begreifen - Spaß dran finden. Bob Ross wurde 1942 in Daytona Beach, Florida, als Sohn eines Zimmermanns geboren. Er studierte an verschiedenen amerikanischen Colleges Malerei und entdeckte schließlich seine spezifische Malweise: die Nass-auf-Nass-Methode. Nachdem er diese Technik gründlich ausgebaut und etliche Hilfsmittel und Tricks erprobt hat, fing er an, auch anderen beizubringen, wie man damit schöne Landschaftsbilder kreieren kann. Er reiste seit 1981 quer durch die Vereinigten Staaten, um diese Technik vorzustellen. Zwei Jahre später produzierte er die ersten Malkurse im Fernsehen: "The Joy of Painting" wurde zu einem Riesenerfolg. Mit freundlich säuselnder Stimme macht Bob Ross seinen Zuschauern Mut, ihre eigene Kreativität zu entdecken. Schritt für Schritt macht er vor, wie sie ihre Leinwand im Nu mit "heiteren kleinen Wölkchen" oder "fröhlichen kleinen Bergen" und Hütten bereichern und so ihre eigene Welt schaffen können. Das kommt an, seit 1983 reißen die Ross-Serien gar nicht mehr ab. Sein Fernseh-Malkurs ist ein gigantisches Unternehmen, das Millionen von Ross-Schülern mit dem nötigen Malwerkzeug, Anleitungsbüchern und Videos ausstattet. Bob Ross starb 1995 mit gerade einmal 52 Jahren in New Smyrna Beach, Florida, an Krebs. Seine Fernsehshow aber lebt weiter. Inspiriert von Ross hat eine Freundin von ihm, Annette Kowalski, selbst eine Methode entwickelt, wie man Blumen malt.
06:00
Der 39-teilige Französischkurs "Bon Courage" richtet sich an Anfänger oder dient zur Auffrischung von Sprachkenntnissen. Der Kurs bringt nicht nur die französische Sprache, sondern auch die Lebensart der Franzosen näher.
06:30
Fachinformation zum Unterrichtsfach Chemie innerhalb des Telekollegs.
07:00
Shary und Ralph zeigen in jeder Folge neue und interessante Dinge aus dem Alltag und klären über Fragen aus den verschiedensten Bereichen auf.
07:25
Leonie (16) fühlt sich in der Schule oft ausgeschlossen. Halt findet sie in Musik, Konzerten und Online-Fan-Communitys, ihrem Safe Space. Dort lernt sie auch Anna (16) kennen, mit der sie mittlerweile seit über zwei Jahren eng befreundet ist - ohne sich je im echten Leben getroffen zu haben. Kurz vor dem Konzert ihrer Lieblingskünstlerin Magda begegnen sich Leonie und Anna zum ersten Mal im echten Leben. Wie wird sich dieser Moment anfühlen? Im Reportageformat "POV - Deine Geschichte zählt" begleitet Host Valentin Wilczek ihr erstes Treffen. Eine Geschichte über Nähe im Netz, Mut und die Frage, was echte Freundschaft heute bedeutet.
07:35
Was ist Gold wert? Um das herauszufinden, watet Willi mit dem Geologen Dr. Markus Schade durch die Grümpen in Thüringen, die als einer der goldreichsten Flüsse Deutschlands gilt. Das fließende Wasser lässt die Steine verwittern und löst so winzige Mengen Gold heraus. Diese minikleinen Metallflitter lagern sich im Flussbett ab. Und mit viel Geduld, der richtigen Ausrüstung und dem richtigen Blick kann man fündig werden. Hey, da glitzert doch was! Tatsächlich - ein winziges Goldstückchen! Da Gold sehr wertvoll ist, und man es nur unter großen Mühen findet, wirft man "gebrauchtes" Gold nicht einfach weg, sondern recycelt es. Dafür sorgt die Goldscheideanstalt Wieland in Pforzheim. Andreas arbeitet dort als Schmelzer an speziellen Öfen, die so heiß werden, dass sie Metalle schmelzen lassen. Willi darf helfen und wird dazu mit dicken Handschuhen, Schutzbrille und Wärmeschürze ausstaffiert. Und dann, nix wie ran an die Goldsuppe! Alte Ringe, Münzen und Ketten werden in einem Tiegel geschmolzen und zu einem Barren gegossen. Dieser Barren muss mehrere komplizierte chemische Verfahren durchlaufen. Am Schluss bleibt nur noch reines Feingold übrig. Die Goldschläger der Firma Noris in Schwabach walzen das Feingold zuerst zu einem ungefähr 300 Meter langen Band, das danach in kleine Quadrate geschnitten wird. Anschließend schlagen riesige Hämmer so lange auf die Goldquadrate ein, bis sie nur noch hauchdünn und federleicht sind. Mit diesen Goldpapierchen werden zum Beispiel Engelfiguren in Kirchen verziert. Und zum Schluss geht es um Gold und Geld. Willi hat eine Verabredung im Bayerischen Hauptmünzamt in München. Hier ist nicht alles Gold was glänzt; die Zeiten, als man noch mit Goldmünzen bezahlte, sind lange vorbei. Die normalen Euro-Münzen glänzen zwar goldfarben, sind aber aus anderen Metallen gefertigt. Aber Sigi ist gerade dabei, spezielle 100 € Münzen aus feinstem Gold zu prägen. Die runden Goldrohlinge werden unter einen mächtigen Stanzapparat gelegt. Zweimal fährt der mächtige Stempel herunter - fertig ist die Sammler-Münze!
08:00
Die griechischen Mythen, das sind Geschichten von Liebe, Mord und Eifersucht. Michael Köhlmeier schildert sie in dieser 80-teiligen Sendereihe so eindrucksvoll, dass plötzlich all die Götter, Halbgötter, Kentauren und Titanen von ihrem Olymp herunter- oder aus ihrer Unterwelt emporsteigen und zu Gestalten voller Leben, Gefühl und Seele werden. Der Autor erzählt von der kindischen Eifersucht Aphrodites, von der faszinierenden Verführungskunst des Zeus und von der leidvollen Unsterblichkeit des Prometheus. Michael Köhlmeier fesselt und fasziniert mit seiner Kunst, die Sagen in freier und ganz persönlicher Interpretation zu erzählen. Und er macht dies voller Lust, mit profunder Kenntnis und hinreißendem Witz. "Die Faszination", so Köhlmeier, "liegt in der Mischung aus Extremen, aus ungeheurer Heiterkeit und ungeheurer Brutalität, zwischen Tod und Sexualität. Es ist alles ganz hell angestrahlt von dieser südlichen Sonne, die Konturen sind sehr scharf. Und die Geschichten sind einfach großartig."
08:15
Die griechischen Mythen, das sind Geschichten von Liebe, Mord und Eifersucht. Michael Köhlmeier schildert sie in dieser 80-teiligen Sendereihe so eindrucksvoll, dass plötzlich all die Götter, Halbgötter, Kentauren und Titanen von ihrem Olymp herunter- oder aus ihrer Unterwelt emporsteigen und zu Gestalten voller Leben, Gefühl und Seele werden. Der Autor erzählt von der kindischen Eifersucht Aphrodites, von der faszinierenden Verführungskunst des Zeus und von der leidvollen Unsterblichkeit des Prometheus. Michael Köhlmeier fesselt und fasziniert mit seiner Kunst, die Sagen in freier und ganz persönlicher Interpretation zu erzählen. Und er macht dies voller Lust, mit profunder Kenntnis und hinreißendem Witz. "Die Faszination", so Köhlmeier, "liegt in der Mischung aus Extremen, aus ungeheurer Heiterkeit und ungeheurer Brutalität, zwischen Tod und Sexualität. Es ist alles ganz hell angestrahlt von dieser südlichen Sonne, die Konturen sind sehr scharf. Und die Geschichten sind einfach großartig."
08:30
Rückenschmerzen sind die Zivilisationskrankheit Nummer Eins. Die beste Therapie besteht in der aktiven Vorbeugung durch gezieltes Training! Um den Rücken komplett zu trainieren braucht der Übende allerdings von Zeit zu Zeit neue Herausforderungen. Johanna Fellner zeigt effektive Trainingseinheiten für einen starken und gesunden Rücken. Beugende, streckende und rotierende Bewegungen sowie statische Ganzkörperpositionen und Balanceübungen ergeben ein optimales Gesamtpaket. Der Zuschauer lernt die Positionen sicher auszuführen und die Atmung sinnvoll zu integrieren. Die gesamte Rumpfmuskulatur, insbesondere der Rücken, wird gekräftigt, stabilisiert und mobilisiert. Dadurch wird der Körper ideal auf die Anforderungen des Alltags vorbereitet und Rückenschmerzen bzw. Verletzungen vorgebeugt. Positiver Nebeneffekt: Es wird nicht nur die Wirbelsäule durch ein stabiles Muskelkorsett unterstützt, gleichzeitig wird der ganze Körper, insbesondere die Problemzonen Bauch, Hüfte und Gesäß geformt und gestrafft. Die Übungen sind für Anfänger in der Basisausführung und für Fortgeschrittene in komplexeren Varianten angeleitet. Dieses Programm ist für alle Alters- und Leistungsstufen geeignet. Rückenpatienten mit akuten Beschwerden sollten jedoch vor dem Mitmachen einen Facharzt konsultieren!
08:45
10:00
Mit Tipps für die Gartenpraxis und die Gestaltung von Gärten, Terrassen und Balkonen. Einen Schwerpunkt bilden Berichte über Pflanzen und Filme über die schönsten Gärten der Welt.
10:30
11:00
Der Hallstättersee bietet ein einzigartiges Naturerlebnis inmitten der beeindruckenden Kulisse des Salzkammerguts. In Bad Goisern versammeln sich Boots-Enthusiasten im Verein "Plättenfreunde", um die traditionellen Holzboote, genannt Plätten, zu bauen und zu restaurieren. Peter Elmer hat sich die Erhaltung dieses regionalen Kulturguts zur persönlichen Aufgabe gemacht. Oben auf den Bergen gehen die Wegewarte des Alpenvereins regelmäßig auf Inspektionen und überprüfen und reparieren die Beschilderungen und Markierungen. Am Hallstättersee ist das Weisenblasen mehr als Brauchtum, es ist spirituelle Klangkultur. Die Musiker spielen bei Festen, aber auch zum Tagesausklang für die Gäste am Ufer. Monika Moser aus Reindlmühl hat im Schneidern ihre große Leidenschaft gefunden. Hier möchte sie noch viele Jahre weiterarbeiten. R: Markus Fischer
11:45
Das Wasser des Bodensees hat heute Trinkwasserqualität. Für rund 6 Millionen Anwohner rund um den See ist dies von großer Bedeutung - denn der See ist das größte Trinkwasserreservoir der Region. Um diese Qualität zu erreichen, wurden seit Mitte des letzten Jahrhunderts große Anstrengungen unternommen. Die Sauberkeit kann aber auch zum Problem werden - wenn die Nährstoffe im Wasser fehlen.
12:05
Im Tagesgespräch können Zuschauer einem kompetenten Studiogast Fragen zu einem aktuellen Thema stellen und ihre Meinung äußern. Politik, Wirtschaft, Kultur, Religion und Sport - im Tagesgespräch debattieren wir über alle gesellschaftlich wichtigen Bereiche.
13:00
Werden Sie Teil unserer motivierten Turngruppe und starten sie mit Freude und Bewegung in die Woche. Sportwissenschaftlerin Heidi Sykora gibt mit einer selektiven Übungsauswahl einen Impuls in Richtung Gesundheit durch und mit Bewegung. Die Übungen werden genau erklärt, langsam und deutlich demonstriert, so dass sie auch zu Hause leicht und richtig durchgeführt werden können - und dies an den schönsten Plätzen Österreichs.
13:30
Er war der verwöhnte Spross eines reichen Tuchhändlers - und wurde zum Begründer eines Bettelordens: der heilige Franziskus. Die Reportage von Peter Beringer zeigt die Stätten dieser wundersamen Wandlung des Heiligen aus Assisi und begleitet Menschen, die heute aus der Spiritualität des heiligen Franz ihre Kraft schöpfen. Die Erfindung der Weihnachtskrippe, die Franziskus zugeschrieben wird, zeigt besonders deutlich, wie Franziskus mit einfachen Mitteln den Menschen die christliche Botschaft nahebringen wollte.
14:00
Das Mexico City Ballet (MXCB) ist eine zeitgenössische Ballettkompanie, die aus hochqualifizierten internationalen Tänzern besteht, die in Mexiko-Stadt leben. In dieser Galaaufführung, die im Teatro de la Ciudad in Mexiko-Stadt aufgezeichnet wurde, präsentiert MXCB "E pur, si muove" von Choreograf Jaime Camarena, gefolgt von "Prisma" von Choreografin Yazmín Barragán. Prisma, das für Soloklavier geschrieben wurde, wurde von Pianist José Víctor Gavilondo komponiert und wird live aufgeführt.
14:15
Neu auf ARTE: "42 - Die Antwort auf fast alles" ist die neue Wissensserie von ARTE, die durch große und kleine Fragen der Menschheit navigiert, originell, assoziativ, um die Ecke gedacht und getragen von einer prägnanten Stimme: Nora Tschirner macht sich Gedanken, sammelt Informationen, ordnet Material und gibt uns den Durchblick.
14:45
15:10
15:15
Was wäre Paris ohne seine berühmten Cafés? Wohl weniger berühmt. Und etliche berühmte Bücher wären vermutlich auch nie geschrieben worden. Nicht über diese Cafés sondern in diesen Cafés. Deswegen sind an manchen Tischen in bestimmten Cafés am Montparnasse auch die Messingschilder mit den Namen von berühmten Autoren angebracht: Das sind die Namen derer, die dort geschrieben und einen großen Teil ihres Lebens verbracht haben. Der Film von Hans Emmerling aus dem Jahr 1985 macht sich jedenfalls auf die Spur der berühmten Cafés am Montparnasse, die alle quasi nur einen Steinwurf voneinander entfernt liegen, d. h. es geht in die berühmten Cafés "Dôme", "La Rotonde", "Closerie des Lilas", "La Coupole", wobei die letzteren beiden schon in den 80er-Jahren weniger Café und eher Restaurants der mehr als gehobenen Preisklasse darstellten. Gespickt ist das Ganze mit historischen Fotos, Erinnerungen von Zeitgenossen, wie der Besitzer der Restaurants und mit Zitaten u.a. von Ernest Hemingway. Sie alle beschreiben das Lebensgefühl der schon damals nicht mehr existierenden sondern der damaligen Bohème. Aber auch eine noch existierende Maler-Akademie mit Tradition wird von Emmerling vorgestellt: "La Grande Chaumière". Denn in diesen Cafés verkehrten vom Ende des 19. Jahrhunderts und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht nur Schriftsteller wie Ernest Hemingway sondern vor allem auch Maler und Bildhauer wie z. B. Amedeo Modigliani, der 1906 nach Paris gekommen war, und viele, viele andere. Und natürlich zeigt Emmerling auch ausführlich, wofür Paris noch steht: exquisites Essen, speisen auf höchstem Niveau, denn auch das gab es eben inzwischen in einigen dieser Cafés am Montparnasse - bezahlbar allerdings nur für die Haute Volee von Paris. Aber auch der Film von Hans Emmerling endet mit ein wenig Wehmut, denn der Montparnasse veränderte sich bereits massiv in der Zeit, in der er seinen Film drehte: Er wurde saniert und nicht nur die alten Ateliers von Paul Gauguin und Max Ernst wurden abgerissen.
16:00
"Den Schenkeln eines Engels soll dieser Fluss entsprungen sein, sagt der Volksmund, die Seine. Ruhig und glitzernd fließt sie unter den Brücken von Paris, umfasst mit ihren mächtigen erdfahlen Armen das Herz der Stadt, die Insel: die Île de la Cité, die Wiege von Paris." So beginnt dieser Film und nach nicht einmal einer Minute ist sie zu sehen, die berühmte Kathedrale Notre Dame, dieses mächtige gotische Bauwerk. "Weit aufragend blicken die steinernen Türme der Kathedrale zum anderen Ende der Insel, wo die weltliche Macht seit mehr als zwei Jahrtausenden ihren Sitz hat." Denn an der Stelle des heute dort befindlichen Justizpalastes regierten erst die römischen Statthalter, später die Könige Frankreichs. Es geht also in diesem Dokumentarbericht von Evelyn Schels aus dem Jahr 1988 um die Geschichte der Stadt Paris von Anfang an. Nachvollzogen werden die verschiedenen Phasen von den Anfängen auf der Île de la Cité in der Römerzeit über die Niederlassungen von Bischöfen und Königen bis zur Keimzelle moderner Stadtentwicklung. Es geht u.a. um die Bedeutung der zahlreichen, ehemals außerhalb der Stadtgrenzen liegenden Klöster, die Ansiedlung der Universität und um Paris als Residenzstadt. Die Sorbonne, also die Universität von Paris, ist im Mittelalter als Kollegium für mittellose Studenten gegründet worden, die dann aus dem gesamten Abendland nach Paris strömten, um dort zu studieren. Die dortigen Doctores schlossen sich nach einiger Zeit zu einer Universität zusammen, die vom Bischof von Paris unabhängig und doch vom Papst anerkannt war. Das Quartier Latin war und ist das Studentenviertel von Paris, obwohl die Universität auch 1988 bereits dezentral organisiert war und sich über die gesamte Stadt erstreckte. Auch 1988 konnte man im Quartier Latin in einer der berühmtesten Buchhandlungen der Welt einkaufen, nämlich bei "Shakespeare and Company" in der Rue de la Bûcherie, in der z. B. Henry Miller Stammkunde gewesen ist. Die berühmte gläserne Pyramide jedoch, die François Mitterrand vor dem Louvre errichten ließ, befand während der Drehzeit dieses Films noch im Bau. Nicht mehr im Bau sondern bereits damals schon längst abgerissen waren die berühmten Markthallen von Paris, denen einige Bewohner von Paris wohl bis heute nachtrauern. Im Bild zu sehen sind daher nur mehr Fotos von ihnen. Zu sehen ist jedoch, wie schon erwähnt, die Kathedrale Notre Dame in all ihrer Pracht.
16:45
12.00 Uhr mittags, das Team um Filmemacher Dieter Ertel steht auf dem Bezirksmarkt in der Rue Mouffetard im fünften Arrondissement in Paris. Der Markt neigt sich für heute zu Ende. Mit Schwung und Elan und dem lauten Ausrufen der Blumen- und Gemüseverkäuferinnen, die noch ein letztes Geschäft machen wollen. Kameramann Hartmut Missbach gelingen wunderschöne Großaufnahmen von Passanten, von Gesichtern, von einem Clochard mit Gitarre, der mindestens eine Saite fehlt. Um halb eins nachmittags ist alles vorbei, das Filmteam wechselt auf den Platz vor den berühmten Markthallen von Paris neben der Kirche Saint Eustache. Dort fängt pünktlich um halb fünf Uhr der Blumenmarkt an: ein Markt für die Einzelhändler, weniger für die Endverbraucher. Ertel sagt: "Blumen aus Holland in Kartons geschichtet. Die Nelke als Industrieprodukt." Aber das alles ist nur eine beschauliche Ouvertüre, denn der Markt in Hallen, dieser berühmte Markt für Obst und Gemüse beginnt erst um Mitternacht. Um kurz vor 23.00 Uhr kommt auf dem Bahnhof Paris-Bercy der erste Güterzug mit Obst und Gemüse aus Südfrankreich an. Rasch wird in extra dafür vorhandene Lastwagen umgeladen, die die Ware dann zu den Hallen bringen. Aber nicht nur mit der Eisenbahn wird der "Bauch von Paris" gefüllt, Hunderte von Lastwagen kommen aus ganz Frankreich, aus Belgien, aus Italien usw. an und liefern Ware. Im Lauf einer Nacht branden auf diese Weise bis zu 2000 voll beladene LKWs an den Hallen an, Verkehrschaos gibt es jede Nacht. Aber das ist quasi normal. Auf diese Weise wurden damals innerhalb einer Nacht 5500 Tonnen Obst umgesetzt. Aber das Ganze war natürlich schon damals ein Anachronismus, wenngleich einer mit großem Reiz. Um zwei Uhr nachts kommt die Kundschaft und Lokale rund um die Markthallen füllen sich. "Eine amerikanische Reisegesellschaft ist eingefallen. Sie kommt aus der Oper und lässt sich als Betthupferl die Hallen servieren. Dazu gibt es Champagner und Pariser Atmosphäre zu Touristenpreisen", kommentiert Dieter Ertel. Um fünf Uhr morgens, es dämmert bereits, haben die Großhändler eingekauft und verkauft. Viertel vor sechs Uhr betreten die eigentlichen Stars der Hallen die Bühne, ein neues Schauspiel beginnt: der Fleischmarkt mit den Lastträgern als Hauptdarstellern. Sie können ganze Ochsen auf die Schulter nehmen. Die Prüfung, um als so ein Lastträger angeheuert zu werden, besteht darin, eine Last von vier Zentnern auf den Schultern 50 Meter weit tragen zu können. Heutige Hygienespezialisten sollten bei diesen 1000 Tonnen Fleisch, die da allmorgendlich umgesetzt werden, besser nicht so genau hinschauen. Das Problem der mangelnden Hygiene war allerdings auch damals schon bekannt: Der Fleischmarkt sollte der erste sein, der in neue Gebäude am Stadtrand umzieht. Nach dem Besuch des Weinmarkts von Paris an ganz anderer Stelle, an dem in guten Zeiten 160000 Flaschen Wein den Besitzer wechseln, kehrt das Filmteam um kurz vor sieben Uhr morgens wieder zurück zum Platz vor der Kirche Saint Eustache. Nun kommen die Endverbraucher, die Pariser Bürgerinnen und Bürger auf den Markt, um einzukaufen: Paris s'éveille, Paris erwacht. Dem Film ist an dieser Stelle aber nicht das berühmte Chanson von Jacques Dutronc unterlegt sondern "Petite Fleur" von Sidney Bechet. Und wenn auch das vorbei ist, kommen die Straßenkehr-Lastwagen und machen alles wieder sauber. Bis zur nächsten großen Schlacht. Und das Team kehrt wieder zurück zum kleinen und beschaulichen Bezirksmarkt in der Rue Mouffetard, wo am späten Vormittag die Geschäfte noch voll in Gang sind.
17:15
17:30
Bayern ist lebendig und vielfältig. Die Sendung stellt wunderschöne Landschaften, spannende Naturphänomene und beeindruckende Persönlichkeiten des Freistaates in atemberaubenden Bildern vor.
18:15
Das Kulturmagazin im BR Fernsehen
18:45
Ungewöhnliche, sinnvolle, innovative und kreative Erfindungen kommen ans Tageslicht. Welche Köpfe und Geschichten stecken hinter den genialen Einfällen?
19:10
Man muss nicht, aber man sollte und könnte und will es vielleicht wissen: warum Antonio Giacomo Stradivari den Ahornbaum so sehr liebte. Oder dass der Hopfen eine zweihäusige Pflanze ist. Oder dass der Fliegenwagwurz zur Familie der Orchideen gehört ... das alles und noch viel mehr enthüllt die 52-teilige Serie "Vom Ahorn bis zur Zwiebel - Pflanzen in unserer Umgebung". Sie lehrt Pflanzen nach ihrer Wuchsform zu unterscheiden oder die charakteristischen Merkmale. z.B. eines Laubbaumes, zu erfassen. Sie informiert über Heilkraft, Nutzwert oder Herkunft der einzelnen Pflanzen und wird so zu einem 52-teiligen "Pflanzen-Bilderbuch" in 5-Minuten-Kapiteln, mit wunderschönen Naturaufnahmen, aufwändigen 3D-Animationen und raffinierten Zeitraffereffekten.
19:15
Daniel ist zurück! Vor über drei Jahren hat er sich gegen eine Therapie entschieden und ist stattdessen mit dem Rad um die halbe Welt gefahren. Jetzt ist er wieder da und wir sprechen mit ihm über seine absoluten Tiefphasen nach seiner Radreise - inklusive wiederkehrenden Depressionen und sozialen Ängsten. Wie geht man damit um, wenn die dunklen Phasen zurückkommen und kleine Aufgaben plötzlich riesig erscheinen? Diese Folge ist der erste Teil unserer Reihe rund um Depressionen. Wir wollen uns anschauen, wie man mit dieser Erkrankung lebt und ob man sie ein für alle Mal überwinden kann. Daniel erzählt von seiner schweren Zeit, seiner Teilnahme bei The Race und wie er versucht, in Finnland und durch Meditation neue Kraft zu finden.
19:30
Das Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Traumhafte Landschaften und spektakuläre Zeugnisse großer Kulturgeschichte, laut "National Geographic" zählt Apulien im "Stiefel" Italiens zu den schönsten Regionen der Welt. Der südlichste Zipfel des Landes zwischen der Adria und dem Ionischen Meer verströmt eine Mischung aus Ursprünglichkeit, Kultur und Lebensart. Bis heute sind die Menschen mit der Tradition ihres Landes tief verwurzelt. Apulien ist zu einer Sehnsuchtsregion geworden. Ganz dicht an der Grenze zu Apulien liegt Matera. Die Altstadt mit ihren Höhlen gehört zum UNESCO-Welterbe. In einer der Höhlen betreibt Chefkoch Carlo Pozzuoli ein Restaurant. Er ist der Mann für typische Spezialitäten seiner Heimatstadt und muss ein offizielles Gericht kochen, das Matera als Europäische Kulturhauptstadt 2019 repräsentiert. Im Valle d`Itria lebt Angelo Pentassuglia. Der 34-Jährige ist Trullaro in der fünften Generation. Er ist einer der wenigen Fachmänner, die noch die speziellen Dächer eines Trullos, die typischen Rundhäuser in der Region, fertigen können. Rund 1.000 dieser Zipfelmützenhäuser stehen in Alberobello. Die von der UNESCO geschützten Trulli ähneln riesigen Termitenhügeln. Die Bauform stammt höchstwahrscheinlich aus Syrien. In Grottaglie wird seit dem 16. Jahrhundert Keramik hergestellt. Hier entstehen Pumos: getöpferte Knospen, die Glück bringen sollen, so der verbreitete Glaube in Apulien. Seit drei Generationen ist Familie Fasano im Keramikgeschäft tätig. Enza Fasano ist Meisterin der Pumos. Jeder ist natürlich handgefertigt und ein Unikat. Apulien ist voll von jahrhundertealten Traditionen. In Putignano zum Beispiel wird seit 1394 Karneval gefeiert. Er startet schon am 26. Dezember eines jeden Jahres und ist der am längsten dauernde in Italien. Deni Bianco ist Pappmaschee-Meister und hat schon Bühnenbilder für den Papst und für den 60. Geburtstag der Sängerin Madonna entworfen. Aber sein Herz gehört den Karnevalswagen. Monatelang bastelt er daran, um beim großen Wettbewerb einen Platz auf dem Siegertreppchen zu ergattern. Ganz im Süden, auf der Halbinsel Salento, lebt Stella Temperanza. Sie ist das "Sternchen am Himmel" des Pizzica-Tanzes. Der Tanz soll seinen Ursprung in der Mythologie haben, verbunden mit Dionysos, dem Gott des Weines und der Ekstase. Außerdem habe er eine therapeutische Wirkung, so glaubte man hier. Wurde jemand bei der Feldarbeit von einer Tarantel gestochen, so sollte er tanzen, bis das Gift aus seinem Körper verschwunden wäre. Stella Temperanza will heutzutage aber einfach nur das Publikum begeistern.
21:00
Es gibt Hoffnung für die letzten Berggorillas der Erde! Ende 2018 ging eine großartige Nachricht um die Welt: Die Zahl dieser Menschenaffen ist auf mehr als 1.000 gestiegen! Nach der jüngsten Zählung der freilebenden Primaten werden aktuell 1.063 vermeldet! Doch in der seltenen Erfolgsstory den Schutz bedrohter Tierarten betreffend zeigen sich auch Schattenseiten. Was passiert, wenn die Population wächst, ihr Habitat aber nicht? Die letzten Berggorillas der Erde leben in nur zwei sehr kleinen Schutzgebieten im östlichen Afrika: zum einen an den Hängen der Virunga-Vulkane zwischen Ruanda, Uganda und der Demokratischen Republik Kongo, zum anderen im Bwindi-Wald in Uganda. Zwei kleine, grüne Inseln - umgeben von Gebieten, die eine der höchsten Bevölkerungsdichten Afrikas aufweisen. Abwandern können die Tiere nicht. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und dem Dian Fossey Gorilla Fund haben festgestellt, dass die Gorillagruppen heute deutlich häufiger aufeinandertreffen als früher. Diese Begegnungen enden oft in aggressiven, teils auch tödlichen Kämpfen. Jüngste Analysen von Kotproben sowie Langzeitbeobachtungen bestätigten, dass das Stressniveau der Tiere deutlich ansteigt. Wo liegen die Grenzen beim Artenschutz, und wie reagieren die Experten auf die neuen Herausforderungen? Die Dokumentation zeigt in beeindruckenden Bildern das Leben der letzten freilebenden Berggorillas der Welt und präsentiert die provozierenden Erkenntnisse der erfolgreichen Schutzbemühungen. Am Ende steht die Frage nach der Zukunft des Zusammenlebens von Mensch und Tier.
21:45
Der Mensch macht Jagd auf Affenbabys. Kleine Schimpansen und Orang-Utans sind beliebt, Prominente und Influencer posieren mit ihnen auf Instagram. Und auch die Zoos weltweit sind hungrig und brauchen immer neuen Nachschub. Doch woher kommen die Tiere? Reporter Michel Abdollahi macht sich auf die Suche nach weltweiten Netzwerken des kriminellen Affenhandels. Im kongolesischen Regenwald sucht er die letzten Bonobos und erhält am Rande eines Marktes ein illegales Angebot. Händler wollen ihm ein Jungtier verkaufen. Solche Geschäfte sind hier schon fast alltäglich. Auch in Thailand wird Michel Abdollahi Zeuge eines illegalen Tierraubes. In einem Zoo, der auf dem Dach eines Kaufhauses untergebracht ist, entdeckt er einen streng geschützten Bonobo. Es ist eine kleine Sensation. Sogar die berühmte britische Primatenforscherin Jane Goodall, die sich für den Schutz und Erhalt von Affen einsetzt, reist an und zeigt sich erschüttert. Bonobos sind vom Aussterben bedroht. "Es bricht mir das Herz, diese unschuldigen Affen in Käfigen zu sehen. Sie haben nichts verbrochen", sagt Goodall. Warum ist dies alles möglich? Das internationale Vertragswerk CITES soll bedrohte Tierarten schützen. Doch das Abkommen ist offenbar vielfach wirkungslos. Das zeigt sich auch im Fall des geklauten Bonobos. Trotz der Meldung an die CITES-Leitung lebt das Tier weiterhin in Gefangenschaft. Er ist eines von Tausenden Opfern des illegalen Handels mit der nächsten verwandten Art des Menschen in der Natur.
22:15
"Klimazeit" bietet wöchentlich Hintergrundberichte, ordnet mit Expert*innen neueste Ergebnisse der Klimaforschung ein, erklärt in aufwändigen Grafikanimationen alles Wissenswerte rund ums Klima, hinterfragt Entscheidungen der Politik und zeigt konstruktive Beispiele, was Konsument*innen, Unternehmen und Kommunen für die Rettung des Klimas tun können.
22:30
23:00
In der Sendung informieren Wissenschaftler, auch für Fachunkundige verständlich, über ihre Forschungen - und das innerhalb von wenigen Minuten und ohne zusätzliche Hilfsmittel. So wird auf unterhaltsame Weise Wissen vermittelt.
23:30
DW's The Day provides viewers with the background and analysis they need to understand the top stories of the last 24 hours. Join our Chief News Anchor Brent Goff as he puts the day's events into context and discusses them with experts and correspondents in the field.