22:15
Digitale Technologien sind allgegenwärtig. Sie haben den Alltag verändert und die Kommunikation deutlich verbessert. Besonders Apps auf dem Smartphone tragen zur "digitalen Barrierefreiheit" der Gebärdensprachnutzer bei. Doch wie weit ist die Technologie schon? Sehen statt Hören hat nachgefragt... Für den richtigen Weg schnell einen Blick aufs Navi werfen. Eine WhatsApp tippen, wenn man sich verspätet. Und online für das Referat recherchieren. Ein Tag ohne Smartphone, Tablet und Co ist für die allermeisten heute unvorstellbar. Doch wie war das früher? Balthasar und sein Freund Danny machen ein Experiment - und sind einen Tag lang offline. Für beide zunächst unvorstellbar und ein großes Experiment. Doch am Ende des Tages können Balthasar und Danny ein positives Fazit ziehen: Ohne Smartphone geht man mit offeneren Augen durch die Welt, man ist näher an seinen Mitmenschen, kommunikativer, spontaner und intensiver. Und für jedes Problem gibt es auch eine alternative Lösung. Dennoch steht für beide fest: Bequemer und unkomplizierter ist es aber schon mit dem Smartphone.
22:45
Hörgeschädigte Kinder von hörenden Eltern werden überwiegend mit CI und Hörgeräten versorgt - denn sie sollen in Lautsprache kommunizieren. Doch funktioniert das? "Die Forschung zeigt: Im Vergleich zu hörenden Kindern bleibt für 30 bis 50 Prozent der Kinder, die mit CI oder Hörgeräten versorgt sind, das Risiko bestehen, dass sie in ihrem Lautspracherwerb verzögert sind oder dass sie Lautsprachstörungen haben", weiß Prof. Claudia Becker von der Berliner Humboldt-Universität. Zudem wurde bei ihnen die Gebärdensprache nicht selten vernachlässigt. Wenn das mit der Sprache jedoch nicht klappt, hat das ebenfalls negative Folgen für andere Entwicklungsbereiche: Ein verzögerter Spracherwerb kann auch zu Verzögerungen im kognitiven sowie im sozial-emotionalen Bereich führen. Doch was tun? Schließlich sollen alle Kinder, egal ob taub, schwerhörig oder hörend, die bestmögliche Förderung erhalten. Der Lösungsansatz: eine zweisprachige, also bilinguale-bimodale Erziehung in Deutsch und Deutscher Gebärdensprache. Neue Förderkonzepte und Modellprojekte mit umfangreichen Unterrichtsmaterialien werden bereits in drei verschiedenen Projekten unter Federführung der Humboldt-Universität an mehrere Schulen, in der Frühförderung und in Familien getestet. Die besondere Herausforderung dabei ist die Vielfalt der Kinder: Sie bringen unterschiedliche Gebärdensprachen und Lautsprachen mit - von DGS bis zur arabischen Gebärdensprache und den unterschiedlichsten Lautsprachen, je nach Elternhaus. Deshalb müssen die Unterrichtsmaterialien mehrsprachig sein - mehrere Gebärdensprachen und mehrere Lautsprachen.
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Ein expressionistisches Stummfilm-Märchen in Gebärdensprache: Die gehörlose Alice befreit die Welt vom bösen Zauberer, der Gehörlose zu hörenden Mutanten macht.
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Aus einem einvernehmlichen Flirt backstage nach einem Konzert wird für Tabea ein Albtraum: Ein Bandmitglied wird im Laufe des Abends übergriffig und ignoriert sogar ihr "Nein". Fast ein Jahr nach dem Tag, der ihr Leben verändert hat, kehrt Tabea zurück an den Ort des Geschehens und spricht mit Lisa-Sophie über die psychischen aber auch die körperlichen Folgen sexualisierter Gewalt. Wie findet man nach einem traumatischen Erlebnis den Weg zurück ins Leben und lernt, dem eigenen Körper wieder zu vertrauen? Die psychologische Psychotherapeutin Dr. Eva Herzog von der LMU München erklärt zudem die automatischen Schutzreaktionen des Körpers wie Erstarren ("Freezing") und wie Heilung gelingen kann.
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