16:00
Neu auf ARTE: "42 - Die Antwort auf fast alles" ist die neue Wissensserie von ARTE, die durch große und kleine Fragen der Menschheit navigiert, originell, assoziativ, um die Ecke gedacht und getragen von einer prägnanten Stimme: Nora Tschirner macht sich Gedanken, sammelt Informationen, ordnet Material und gibt uns den Durchblick.
16:30
Jan (33) ist Einsatzleiter bei der Berufsfeuerwehr in Neumünster: Als Feuerwehrmann im gehobenen Dienst koordiniert er dort die Einsätze und trägt für sie die Verantwortung. Außerdem kann es passieren, dass auch Jan mit seinem Löschzug ausrücken muss: Das ist bei größeren Einsätzen wie Verkehrsunfällen oder Wohnungsbränden der Fall. Ist Jan gerade mal nicht im Einsatz, führt er Mitarbeitergespräche, kümmert sich um die Verteilung des Personals auf Rettungswagen und Feuerwehrfahrzeugen (und nicht zu vergessen: auch um die Einsatz-Teddybären). Weil er für das Qualitätsmanagement der Leitstelle verantwortlich ist, wertet er regelmäßig die Notrufe aus - um zu wissen, ob seine Kollegen richtig reagiert haben und um sie weiter zu coachen. Viermal im Monat hat Jan Alarmdienst, also 24 Stunden lang Schicht - bei so einem Alarmdienst konnten wir ihn begleiten und durften darum auch mit auf der Rettungswache übernachten.
16:45
17:30
Das Kloster Lorsch zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern Europas. Seit 1991 ist es UNESCO-Weltkulturerbe, das erste in Hessen. Bis zu 350.000 Menschen besuchen dieses Zentrum von Bildung, Kunst und Macht im frühen Mittelalter jedes Jahr. Die berühmte Torhalle ist eines der besterhaltenen Bauwerke aus karolingischer Zeit: "Sie gilt als architektonisches Meisterwerk und einzigartiges Zeugnis frühmittelalterlicher Baukunst", so Historiker Dr. Hermann Schefers. Er leitet die Welterbestätte und wohnt auf dem Gelände. Zusammen mit seinem Team macht er die Welterbestätte erlebbar. Im Schaugarten hinter der Zehntscheune, den die Kräutergarten AG ehrenamtlich pflegt, finden Besucher Heilkräuter, die im Lorscher Arzneibuch vorkommen. Es ist das älteste Medizinbuch des abendländischen Mittelalters und mittlerweile auch Weltdokumentenerbe. Zu den bedeutendsten Schriften des Klosters zählt das Lorscher Evangeliar. Das Original ist mit Goldtinte geschrieben und in Elfenbein eingefasst. Selbst das Faksimile hütet Museumspädagogin Patricia Scheuermann wie einen Schatz im Tresor. Um mehr über das Leben damals herauszufinden, untersucht Anthropologin Silke Strohmenger Menschenknochen, die bei Ausgrabungen auf dem Klosterhügel gefunden wurden. Ein Mönchsschädel blieb so gut erhalten, dass Wissenschaftler sein Gesicht rekonstruieren konnten. Das Leben außerhalb der Klostermauern erforscht Claus Kropp. Der Archäologe leitet das Freilichtlabor Lauresham ganz in der Nähe von Kloster Lorsch. Wer wissen möchte, wie die Menschen vor 1200 ihre Lebensmittel und Kleidung hergestellt haben, kann hier die Zeitreise starten.
18:15
Fragen rund um die Gesundheit wird auf den Grund gegangen, und von den Moderatoren anschaulich aufbereitet. Dabei geht es unter anderem um Heilmittel, Ernährung und Kosmetikprodukte.
18:45
Angesichts steigender Fallzahlen in allen deutschsprachigen Ländern sind innovative Strategien gefragt. Sie sollen sowohl die Selbstbestimmung der durch Demenz Beeinträchtigten schützen als auch Pflegepersonal und Angehörigen Hilfestellung und Entlastung bieten. Die Dokumentation stellt alternative Projekte vor, in denen das gelingen könnte: eine Demenz-WG in Potsdam, die durch einen gemeinnützigen Verein finanziert wird, eine Initiative in Österreich, die Angehörige ausbildet und durch Tagespflege entlastet, und ein Haus in der Nähe von Zürich, das von ganzheitlichen Ansätzen in der Pflege geprägt ist. Allen gemein ist: Es reicht nicht, nur die Grundbedürfnisse der Betroffenen zu stillen. Vielmehr werden sie in diesen Einrichtungen in alle Tätigkeiten vom Einkaufen über das Kochen und Putzen im Rahmen ihrer jeweiligen Möglichkeiten eingebunden, um ihr Selbstwertgefühl und damit ihre Selbstständigkeit zu fördern und zu erhalten. Dazu dienen auch sportliche Aktivitäten, Gesprächskreise und gemeinsame Ausflüge.
19:30
Das Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Der kalifornische Highway 1 gewährt auf fast 1.000 Kilometern einen traumhaften Blick auf den Pazifik. Tamina Kallert fährt die kurvenreiche Strecke von Nord nach Süd - vorbei an zerklüfteten Klippen und Buchten mit türkisfarbenem Wasser, blitzsaubere Städtchen und Luxus-Domizilen. Am Strand von Santa Cruz steigt sie aufs Surfbrett und in Moss Landing fährt sie zum Whale-Watching. In Big Sur besucht sie den Nationalpark, in dem es keinen Handy-Empfang gibt, und in Salinas geht sie ins Geburtshaus von John Steinbeck, der sich mit seinem Buch "Straße der Ölsardinen" einen Platz in der Weltliteratur erobert hat. Neben Natur und Kultur findet Tamina Kallert entlang der legendären Küstenstraße auch Skurriles: die "Bubblegum-Alley" in San Luis Obispo oder Knoblauch-Eis und Zirkus-Bäume in Gilroy. Und immer wieder trifft sie Menschen, die den Wahlspruch der Amerikaner täglich leben: "Don't give up".
21:00
Grüner Wasserstoff soll alles richten: Die Industrie decarbonisieren und den Klimawandel eindämmen. Lena Ganschow besucht Offshore-Windparks, ein Stahlwerk und Forschungsprojekte zu grünem Wasserstoff. Wie kann eine grüne Wasserstoffwirtschaft gelingen? In den nächsten 20 Jahren muss es uns gelingen, unseren Ausstoß an Treibhausen drastisch zu verringern: um über 90 Prozent. Wir müssen die Weichen stellen - aber das geht nur, wenn wir konsequent auf Wasserstoff setzen. Wird er durch grünen Strom aus Wasser gewonnen, ist er CO2 neutral und kann als Energieträger und als Rohstoff dienen. Niemand will den Anschluss verpassen: es gibt inzwischen zahlreiche Projekte und Forschungsvorhaben zu grünem Wasserstoff. Und alle, von Energieversorgern bis zu energieintensiven Unternehmen, verkünden, dass sie auf grünen Wasserstoff umstellen wollen. Nur: es passiert nicht genug und nicht schnell genug. Was hemmt den Aufbau der Wasserstoffwirtschaft? Wird mehr staatliche Förderung benötigt, fehlt es an Subventionen? Und wo sollen die riesigen Mengen grüner Wasserstoff für eine Wasserstoffwirtschaft herkommen? Presenterin Lena Ganschow macht sich auf eine Spurensuche durch Deutschland. Sie besucht Offshore-Windparks vor Helgoland, ein Stahlwerk, das künftig grünen Wasserstoff einsetzen will und den Hamburger Hafen, der als Umschlagsplatz für Wasserstofflieferungen aus dem Ausland dienen soll. Denn wir werden Wasserstoff aus dem Ausland beziehen müssen. Ein Vorbild könnte Schottland sein. Hier ist man bereits ein gutes Stück weiter und baut Windkraftanlagen und Elektrolyseure entlang der Küste auf. In fünf bis zehn Jahren werden wir grünen Wasserstoff aus Schottland importieren können. Wie der Wasserstoff bei uns transportiert und gespeichert wird, erfährt Lena in Berlin: Leitungsnetze müssen deutschlandweit ausgebaut und Gasspeicher für Wasserstoff umgerüstet werden. Wer braucht den Wasserstoff dann am dringendsten? Bleibt für die Heizung des Einzelverbrauchers in absehbarer Zeit etwas übrig? Professor Volker Quaschning forscht zu erneuerbaren Energien und Klimaschutz an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin und ordnet ein, wie die Wasserstoffwirtschaft sich entwickeln wird.
21:45
Der steigende CO2-Anteil in der Atmosphäre trägt maßgeblich zum Klimawandel bei. Die Energiewende soll helfen, Energie effizienter zu nutzen und umweltfreundlicher zu erzeugen. Die Rahmenbedingungen dafür werden von politischen Akteuren bestimmt, die sich gegenseitig ideologisches Handeln vorwerfen. Eva Lell spricht mit Harald Lesch darüber, ob die politischen Entscheider auf die richtigen Leute hören und über das nötige Grundwissen in naturwissenschaftlichen Fragen verfügen. Der Wissenschaftler appelliert eindringlich an politisch Verantwortliche, auf die Erkenntnisse der Forschenden zu hören und auch danach zu handeln: "Die Natur ist kein Parteimitglied. Da zählen Messungen, nicht Meinungen", betont er. "In die Einzelheiten, zum Beispiel eines Heizungsgesetzes, sollte niemand reinsprechen, der keine Ahnung davon hat." Das solle man den Fachleuten überlassen. Lesch fordert einen radikalen Kurswechsel hin zu einem effizienten Umgang mit Energie. Er erklärt, wie jede und jeder Einzelne über Bürgerbeteiligungen und Energiegenossenschaften auch finanziell von der Energiewende profitieren kann. Verantwortliche in Politik und Wirtschaft sollten sich über alle Parteigrenzen hinweg für das Gelingen der Energiewende einsetzen.
22:15
Es war ein Meilenstein in der Kernfusionsforschung: Ende 2022 lieferte erstmals eine Fusionsreaktion mehr Energie, als ihr zuvor zugeführt worden war. Ein Erfolg, auf den die Fusionsforschung rund 70 Jahren hingearbeitet hatte. Nun ist der Wettbewerb um einen Fusionsreaktor neu entfacht. Weltweit sind Forschungs- und Entwicklungsteams im Rennen: Sie setzen auf unterschiedliche technologische Ansätze, planen und bauen erste Maschinen und Anlagen, müssen technische Probleme bewältigen und Rückschläge verkraften. Können sie ihr Ziel erreichen: Kraftwerke, die aus Kernfusion große Mengen Strom erzeugen? Und welche Rolle kann Strom aus Kernfusion künftig in unseren Energiesystemen spielen? Hoffnung macht das erfolgreiche Experiment an der US-amerikanischen Laseranlage National Ignition Facility (NIF). Dessen 192 Laserstrahlen konnten eine winzige Brennstoffkapsel so stark verdichten, dass die Fusionsreaktion zündete und mehr Energie freisetzte, als zuvor in sie hineingesteckt worden war. Bisher galt die Magnetfusion und insbesondere der Tokamak als der vielversprechendste Ansatz auf dem Weg zu einem Fusionsreaktor: große Magnetspulen, die viele Millionen Grad heißes Plasma einschließen, in dem die Isotope des Brennstoffs fusionieren sollen. In Südfrankreich wird der größte dieser Tokamak-Magnetkäfige gebaut, der Versuchsreaktor ITER. Doch ITER kämpft mit technischen Problemen, die den Bau verzögern. Fortschritte in Rechenleistung und Magnettechnologie verbessern die Chancen für einen alternativen Ansatz in der Magnetfusion: den Stellarator. Im Gegensatz zum Tokamak sind die Spulen des Stellarators so perfekt geformt, dass ihr Magnetfeld das Fusionsplasma über lange Zeiträume stabil einschließen kann. Drei Konzepte - ein Versprechen: aus einem Gramm der Wasserstoff-Isotope Deuterium und Tritium so viel Energie zu gewinnen, wie aus elf Tonnen Kohle. Dauerhaft verfügbar. Ohne CO2-Ausstoß. Ohne hochradioaktive Abfälle. Der Wettlauf um die Energie der Zukunft erreicht eine neue Qualität und hat noch einige Herausforderungen zu bieten.
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DW's The Day provides viewers with the background and analysis they need to understand the top stories of the last 24 hours. Join our Chief News Anchor Brent Goff as he puts the day's events into context and discusses them with experts and correspondents in the field.