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Gut acht Jahrzehnte nach dem Holocaust gibt es immer weniger Zeitzeug*innen. Aber wie kann die Erinnerung an die Shoah überleben? Welche Rolle spielen Social Media-Plattformen wie TikTok? Sprechen wir in Zukunft mit virtuellen Zeitzeugen? Gidon Lev ist Holocaust-Überlebender. Lange konnte er nicht über seine Kindheit im Ghetto Theresienstadt sprechen. Heute kämpft er gegen das Vergessen. Mit seiner Lebensgefährtin Julie Grey dreht er Videos für TikTok, in denen er von seiner Vergangenheit erzählt, aber auch fröhlich tanzt, denn Gidon ist ein hoffnungsvoller Optimist. Jüdische Institutionen und Gedenkstätten in Deutschland haben sich mit TikTok Germany zusammengetan, um junge Zielgruppen zu erreichen. In Workshops werden Creator geschult. Eine von ihnen ist Marie Zachger. Die Studentin dreht Kurzvideos über das KZ Neuengamme und die tragischen Geschichten dahinter. Auf junge Menschen, die die Erinnerung weitertragen, setzt auch das Mémorial de la Shoah in Paris. Noch kann die Auschwitz-Überlebende Esther Sénot Schülern selbst ihre Geschichte erzählen. In Zukunft werden das Erinnerungs-Botschafter übernehmen. In Potsdam-Babelsberg wird daran gearbeitet, dass es auch in Zukunft noch Zeitzeugen geben wird: virtuelle! Die Firma Volucap filmt Holocaust-Überlebende mit Rundum-Kameras und erstellt dreidimensionale Avatare von ihnen. Die 94-jährige Ruth Winkelmann ist eine von ihnen. In Frankfurt können Schulklassen virtuelle Zeitzeugen sogar interaktiv befragen. Welche Chancen und Risiken bieten digitale Erinnerung und Künstliche Intelligenz? "Twist" spricht darüber mit Deborah Schnabel von der Bildungsstätte Anne Frank. Sind damit auch Desinformation und Geschichtsverzerrung Tür und Tor geöffnet?
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Die Erinnerungskultur steht vor Herausforderungen: Das Wissen über die Verbrechen des Nationalsozialismus nimmt ab. Ein Teil der Deutschen fordert sogar, einen Schlussstrich unter die Geschichte zu ziehen. Gleichzeitig steht die Demokratie weltweit unter Druck. STATIONEN beschäftigt sich diesmal mit dem heutigen Gedenken an die Opfer der NS-Verbrechen. Wie muss sich die Erinnerungsarbeit verändern? Aber auch: Warum ist es wichtig, die Erinnerung wach zu halten? Denn, so hatte es der damalige Bundespräsident Roman Herzog formuliert, als er vor 30 Jahren den Tag für die Opfer des Nationalsozialismus eingeführt hat: Es gehe darum, "aus der Erinnerung immer wieder lebendige Zukunft werden zu lassen".
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DW's The Day provides viewers with the background and analysis they need to understand the top stories of the last 24 hours. Join our Chief News Anchor Brent Goff as he puts the day's events into context and discusses them with experts and correspondents in the field.