20:15
Der Canal du Midi, der "Kanal des Südens", ist der Klassiker für den Hausboot-Urlaub in Frankreich. Vor über 300 Jahren gebaut, verbindet er Toulouse mit dem Mittelmeer, streift unterwegs mittelalterliche Orte wie Carcassonne, führt mitten durch die Weinanbaugebiete des Minervois und des Corbière und durch charmante Städte wie Capestang und Colombiers. Tamina Kallert und ihre Freundin Franziska mieten sich ein Hausboot und genießen diese beschauliche Art zu reisen: das langsame Dahingleiten, die wunderbaren Landschaften und die Begegnungen mit liebenswerten Menschen. Beim Abendessen an Deck lauschen sie dem Zirpen der Grillen, die frischen Croissants zum Frühstück holen sie mit dem Fahrrad im nächsten Ort. Zum Abenteuer werden die vielen Schleusen, schmalen Brückenpassagen und düsteren Tunnel. Der König aller Kanäle Der Kanal du Midi ist eine der ältesten Wasserstraßen Europas: 1666 begonnen und in nur 14 Jahren Bauzeit realisiert - ein Meisterwerk der Technik mit 328 Schleusen, Brücken und Tunneln. Einst wichtig für den Weintransport, ist er heute Frankreichs beliebtester Kanal für den Hausbooturlaub. 1996 wurde er zum UNSECO Weltkulturerbe erklärt. Für ihr schwimmendes Zuhause auf Zeit brauchen Tamina Kallert und ihre Freundin keinen Bootsführerschein, eine kurze Einweisung und gutes Kartenmaterial muss reichen. Frankreich wie im Bilderbuch Die schönsten Orte auf der Strecke erkunden Tamina Kallert und ihre Reisebegleiterin mit ihren Klapprädern oder zu Fuß. In Carcassonne treffen sie dabei auf Einheimische, die ihrem Ort trotz Touristenansturm die Treue halten; in Minerve, einem der schönsten Dörfer Frankreichs, stoßen sie auf die Spuren der Katharer; auf der Strecke nach Homps lernen sie einen Schleusenwärter kennen, der zum Künstler wurde. Und im malerischen Le Somail überrascht sie ein Antiquariat von unglaublichen Ausmaßen. Und am Ende: La mer… Kurz hinter Béziers mündet der Canal du Midi in den Etang de Thau. Hier riecht man schon das Mittelmeer. Sicher angekommen im kleinen Hafen von Marseillan, besuchen die beiden Hausboot-Kapitäninnen noch eine Austernzucht und probieren eine frisch geöffnete Auster, bevor sie am Strand von Marseillan Anlauf nehmen - und ins Mittelmeer rennen.
21:00
1904 hatte Elizabeth Magie Phillips eine Idee, die die Welt veränderte: Ihr Spiel "The Landlord's Game". Es war nicht nur Unterhaltung, sondern auch ein Statement gegen die soziale Ungleichheit ihrer Zeit. Doch Elizabeth Phillips wurde ihrer Anerkennung beraubt: Charles Darrow und die Parker Brothers machten aus ihrer Idee "Monopoly" und einen weltweiten Verkaufsschlager. Während Darrow gefeiert und reich wurde, blieb sie im Schatten. Ihre visionären Ziele und ihr unermüdlicher Kampf für Gerechtigkeit blieben unbeachtet. Die Dokumentation enthüllt die Geschichte hinter einem der bekanntesten Brettspiele der Welt. Die Dokumentation zeigt Magies Phillips Kampfgeist und ihre Leidenschaft, die Welt durch ihr Spiel gerechter zu machen - und wie ihre Idee schließlich in den Händen eines anderen zu Ruhm gelangte. Ein bewegender Film über die vergessene Erfinderin von Monopoly und darüber, wie gestohlener Ruhm den Lauf der Geschichte beeinflussen kann.
21:40
Die Benachteiligung von Frauen hat eine lange Tradition und ist auch in unserer modernen Gesellschaft längst nicht überwunden. Wie die Frauenbewegung entstand, was heute ihre wichtigsten Forderungen sind und warum Gleichberechtigung nicht nur Frauen Vorteile bringt, darüber spricht Özlem Sarikaya mit ihren Gästen. Die Berliner Historikerin und Autorin Binaca Walther ist fasziniert von "vergessenen" Frauenbiografien und historischen Quellen der Frauenbewegung. Mit dem Wissen über die Vergangenheit zieht sie ihre Schlüsse für Gegenwart und Zukunft. Anke Buettner leitet die Monacensia, das Literaturarchiv der Stadt München. Mit dem Projekt FemaleHeritage schließt sie Lücken im literarischen Gedächtnis und lässt ein vielschichtigeres Bild von Geschichte entstehen. Frauen werden damit als handelnde, gestaltende Personen sichtbar.
22:15
Die Entdeckung gilt unter Wissenschaftlern als ebenso bedeutend wie Galileis Beobachtungen der Jupitermonde oder Einsteins Relativitätstheorie: Die Beschreibung der DNA-Struktur als zwei ineinander verschlungene Molekülspiralen, als Doppelhelix, durch James Watson und Francis Crick im Jahr 1953. Die beiden Forscher aus Cambridge hatten nichts weniger als das Geheimnis des Lebens entschlüsselt. Aber hatten sie das wirklich? Viele ihrer Erkenntnisse basierten auf Forschungsergebnissen von Rosalind Franklin, die zur gleichen Zeit und nur eine Zugstunde entfernt in London ebenfalls die Struktur der DNA erforschte. Wie gelangten ihre Unterlagen in die Hände der Cambridge-Forscher? Und warum erhielten die beiden den Nobelpreis und nicht Rosalind Franklin? Wurde ihr der verdiente Ruhm einfach gestohlen? Die Dokumentation taucht ein in die damalige Welt der Forschung ein und zeichnet das Porträt einer außergewöhnlichen Frau, der die Wissenschaft viel zu verdanken hat - bis hin zu Grundlagen, die noch während der Corona-Pandemie unzählige Leben retteten.
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DW's The Day provides viewers with the background and analysis they need to understand the top stories of the last 24 hours. Join our Chief News Anchor Brent Goff as he puts the day's events into context and discusses them with experts and correspondents in the field.