15:15
Sie gelten als Erbgut schädigend und als krebserregend. Die Rede ist von PFAs, sogenannten "Ewigkeitschemikalien", die in der Natur nicht abgebaut werden können. Egal ob Bratpfanne, Kaffeebecher, Solarpanel, Computerchip oder Regenkleidung - kaum ein Produkt unseres Alltags enthält keine Ewigkeitschemikalien. Sie verringern die Adhesion von Stoffen, befördern also das leichte Abgleiten von Schmutz, Fett etc. Demnächst könnte eine EU-Verordnung den Einsatz dieser Stoffe zwar restriktiver regeln. Doch längst sind die Chemikalien auch im Trinkwasser und in der Luft nachweisbar. Und sie werden in Zusammenhang mit schweren Krebserkrankungen gebracht
15:55
Diese Gesprächsrunde widmet sich ausschließlich wissenschaftlichen Themen. Zu Wort kommen österreichische Wissenschaftler, die ihre neusten Projekte und Forschungsergebnisse vorstellen.
16:30
Die Affäre um den CDU-Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor sorgte im Juni 2020 für Schlagzeilen. Wieder einmal stand der Verdacht im Raum, dass Unternehmen, Wirtschaftsverbände und andere Interessengruppen von der Öffentlichkeit unbemerkt und ohne Kontrolle Politiker*innen in ihrem Sinn manipulieren und beeinflussen. Die RESPEKT-Reportage fragt nach, wie groß eigentlich der Einfluss von Lobbyist*innen auf die Politik ist und ob die Art und Weise, wie Lobbying betrieben wird, mit unserer Demokratie vereinbar ist. Moderatorin Sabine Pusch spricht mit Timo Lange von der Nichtregierungsorganisation LobbyControl, der seit 10 Jahren den Politikbetrieb beobachtet. Lobbying, sagt er, spielt eine enorme Rolle. Lobbyist*innen beraten nicht nur Politiker*innen, sie schreiben mitunter auch Gesetzesvorlagen für die Landtage und den Bundestag. In RESPEKT erklärt Timo Lange, wie Lobbying in Berlin funktioniert und was geändert werden müsste, damit Auswüchse bei der Beeinflussung von Politiker*innen vermieden werden. RESPEKT-Moderatorin Sabine Pusch trifft außerdem zwei Interessengruppen, die oft gegensätzliche Interessen vertreten, aber trotzdem auch manchmal gemeinsame Sache machen: Der Bayerische Bauernverband und der BUND Naturschutz kämpften viele Jahre lang bei einem der weltgrößten Freihandelsabkommen für ihre jeweiligen Interessen - und scheiterten. Ihre Wünsche wurden von der EU-Kommission im geplanten Mercosur-Abkommen nicht berücksichtigt. Andere Lobbygruppen scheinen mächtiger gewesen zu sein und haben die EU-Politiker*innen in ihrem Sinne beeinflusst. Dass Lobbyismus auch anders geht und tatsächlich einer der ganz wichtigen Kommunikationskanäle in einer Demokratie sein kann, zeigt das Beispiel Friday for Future. Sabine Pusch trifft Umweltaktivist*innen der Bewegung, die es schaffte, innerhalb nur eines Jahres "Klimaschutz" weltweit zum Thema zu machen. Lobbyismus von unten, könnte man das nennen - der jedoch viel Zeit und Kraft kostet.
16:45
Ein Filmteam ist in Indonesiens wildem Osten unterwegs. Nur mit einem leichten Helm auf dem Kopf und einer Peitsche in der Hand steigen die Kinderjockeys von Sumbawa auf die Pferde. Barfuß und ohne Sattel reiten sie um die Wette. Die Zwillinge Sharul und Sharil reisen seit dem vierten Lebensjahr mit ihrem Vater durch Indonesiens Inselwelten. Mit den Pferderennen bestreiten sie den Lebensunterhalt der Familie. Der Filmautor Philipp Abresch begleitet die beiden Jungen in ihrem Alltag als Pferdejockeys, aber auch nach Hause zu ihren besten Freunden und in die Schule. Dabei erlebt man, wie sich die Zwillinge auf ihr nächstes großes Rennen auf der Nachbarinsel Sumba vorbereiten. Ein Besuch im Komodo Nationalpark, ein UNESCO-Weltnaturerbe, ein kleiner Archipel vor der Küste der Insel Flores. Hier, entlang des Pazifischen Feuerrings, ragen vulkanische Felsen hunderte Meter steil in die Höhe. Nach einem magischen Sonnenaufgang auf Pulau Padar geht im ersten Morgenlicht die Suche nach den wohl eigentümlichsten Bewohnern der Inselgruppe los: dem legendären Komodo-Drachen. Inmitten der Inselwelten Indonesiens haben eigentümliche und faszinierende Traditionen überdauert. Auf Sumba preschen beim Pasola, dem jährlichen Erntefestival, festlich geschmückte Reiter auf ihren Pferden mit hölzernen Speeren aufeinander los. In Lamalera leben die letzten traditionellen Walfänger der Welt. Mit selbst gebauten Harpunen aus Bambus jagen die Männer Tiere von fast biblischer Größe: Pottwale. Seit mehr als 500 Jahren werden in Lamalera Wale gefangen. Nicht viel hat sich seitdem verändert. Auch das lange Warten bei Wind und Wetter gehörte immer schon dazu.
17:30
Ab in den Süden! Dabei geht es steil bergauf für Friso Richter und Lukas Lowack. Denn mit dem Oldtimer-Wohnmobil "Pamela" wollen die beiden zuerst zum Naturcampingplatz Isarhorn, der von beeindruckenden Alpengipfeln umgeben ist. Der Platz wird von der Isar umflossen und ist wunderschön in Oberbayern gelegen. Danach fahren die drei entlang der Grenze zu Österreich nach Garmisch-Partenkirchen. Hier am höchsten Berg Deutschlands liegt das Camping Resort Zugspitze. Der Luxusplatz bietet einen überwältigenden Ausblick, den man auch von einem Miet-Baumhaus genießen kann. In dieser neuen Folge will Friso herausfinden, warum Bayern so perfekt für einen Campingurlaub ist.
18:15
Fragen rund um die Gesundheit wird auf den Grund gegangen, und von den Moderatoren anschaulich aufbereitet. Dabei geht es unter anderem um Heilmittel, Ernährung und Kosmetikprodukte.
18:45
Angesichts steigender Fallzahlen in allen deutschsprachigen Ländern sind innovative Strategien gefragt. Sie sollen sowohl die Selbstbestimmung der durch Demenz Beeinträchtigten schützen als auch Pflegepersonal und Angehörigen Hilfestellung und Entlastung bieten. Die Dokumentation stellt alternative Projekte vor, in denen das gelingen könnte: eine Demenz-WG in Potsdam, die durch einen gemeinnützigen Verein finanziert wird, eine Initiative in Österreich, die Angehörige ausbildet und durch Tagespflege entlastet, und ein Haus in der Nähe von Zürich, das von ganzheitlichen Ansätzen in der Pflege geprägt ist. Allen gemein ist: Es reicht nicht, nur die Grundbedürfnisse der Betroffenen zu stillen. Vielmehr werden sie in diesen Einrichtungen in alle Tätigkeiten vom Einkaufen über das Kochen und Putzen im Rahmen ihrer jeweiligen Möglichkeiten eingebunden, um ihr Selbstwertgefühl und damit ihre Selbstständigkeit zu fördern und zu erhalten. Dazu dienen auch sportliche Aktivitäten, Gesprächskreise und gemeinsame Ausflüge.
19:30
Malaria, Gelbfieber, Dengue, Chagas und die Schlafkrankheit gehören zu den Infektionskrankheiten, die durch Insekten übertragen werden. Sie sind heute hauptsächlich ein Problem in Entwicklungsländern. Das war allerdings nicht immer so. Die Malaria verfolgt den Menschen vermutlich schon seit Beginn seiner Geschichte. Sie ist im Mittelmeerraum von der Antike bis Mitte des 20. Jahrhunderts weit verbreitet. Selbst in Südengland, den Niederlanden oder in Mitteldeutschland kommt die Malaria zu manchen Zeiten vor. Erst 1880 gelingt dem französischen Militärarzt Alphonse Laveran ein Durchbruch bei der Erforschung der Malaria. Er findet unter dem Mikroskop den Erreger der Malaria, den tierischen Einzeller Plasmodium. Dieser gelangt beim Stich der Anopheles-Mücke ins Blut und dringt in die Roten Blutkörperchen ein. Dort vermehrt er sich stark, die Zellen platzen, weitere werden infiziert. Der Erkrankte bekommt Fieber, das oft in Schüben auftritt. In Europa war die Anopheles-Mücke früher auch heimisch und mit ihr die Malaria. Doch wurde sie hier ausgerottet, in früherer Zeit durch Trockenlegen von Sümpfen, in denen die Mücke ihre Eier ablegt, in neuerer Zeit mit Insektengiften wie DDT. Diese Gifte wie auch die Medikamente gegen die Malaria verlieren zunehmend ihre Wirkung. Heute arbeitet man in der Malariatherapie meist mit Kombinationen mehrerer Medikamente, da die Erreger immer öfter resistent sind. Malaria und die anderen von Insekten übertragenen Krankheiten Chagas, Schlafkrankheit, Dengue und Gelbfieber sind in tropischen und subtropischen Ländern noch immer ein sich weiter verschärfendes Problem. Allein an Malaria leiden über 280 Millionen Menschen, ein bis zwei Millionen sterben jedes Jahr daran. Aber auf die Entwicklung von wirksamen Impfstoffen werden die Menschen wohl noch Jahre warten müssen.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Drei Wasserstraßen, zwei Reisende, ein Hausboot: Stefan Pinnow und seine Kapitänin Christine Drühl schippern zunächst auf der Havel von Berlin über Werder nach Brandenburg. Weiter geht es nach Rathenow und durch den Naturpark Westhavelland. Bei Havelberg mündet der Fluss in die Elbe. Nach einem Zwischenstopp in Wittenberge biegt das Boot bei Dömitz - hier lockt die größte Binnendüne Europas - in die Müritz-Elde-Wasserstraße ein. Nächster Halt: die Schaum-kuss-Manufaktur in Grabow. Dann nähert sich die Reise langsam ihrem angepeilten Ziel: Waren an der Müritz. Sieben Tage gleiten Stefan Pinnow und Christine Drühl gemächlich dahin. Sie durchqueren Seen, passieren Schleusen und genießen die morgendliche Ruhe an Bord. Am Flussufer entdecken sie Fischreiher und Seeadler, und immer wieder treffen sie Menschen mit spannenden Geschichten. Hinter den Grenzen von Berlin fließt die Havel durch eine wasser- und seenreiche Kulturlandschaft, die 1990 zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Beim Stopp in Werder bummelt Stefan Pinnow über die Altstadtinsel mit der denkmalgeschützten Friedenseiche. Kurz vor Brandenburg wimmelt es am Flussufer von Fischreihern, die in den Baumwipfeln ihre Nester haben, und hoch am Himmel kreisen Seeadler. Hier, in Loriots Heimatstadt, begegnen sie dessen Mops-Skulpturen und plaudern mit den Laubenpiepern in ihren Schrebergärten direkt am Wasser. Angekommen in Rathenow, radeln Stefan Pinnow und Christine Drühl zum Hohennauener See. Hier machen sie sich auf der Suche nach Bibern - und erfahren Kurioses über die Heilwirkung von Biberkot. Sie fahren durch den Naturpark Westhavelland bis Havelberg, umrunden die Altstadtinsel mit dem Dom und erreichen bald die Elbe. In Wittenberge wird es abenteuerlich: Hochseilklettern zwischen alten Industriegemäuern steht auf dem Programm. Kurz vor der Einfahrt in die Müritz-Elde-Wasserstraße bei Dömitz erklimmen Stefan Pinnow und Christine Drühl die Schmölener Düne, mit 38 Metern die größte Binnenwanderdüne Europas. Und in Grabow, wo die Schokoküsse erfunden wurden, kreieren sie unter fachkundiger Anleitung in der Schau(m)manufaktur ihre eigene Leckerei.
21:00
Pures Camping und Abenteuer soll es auf Deutschlands wohl ältestem und größtem Treffen für Outdoor-Fans und Weltreisende geben. Klar, dass die Camping-Checker Friso Richter und Lukas Lowack mit Oldtimer-Wohnmobil "Pamela" deshalb zu "Willys Fernreisemobiltreffen" nach Enkirch an die Mosel fahren. Hier treffen sie auf über 600 Expeditionsmobile, Busse, Vans und Geländewagen mit Dachzelten - alle gebaut, um die Welt mit dem Camper zu entdecken. Doch wer sind die Menschen, die damit reisen und welche Abenteuer haben sie dabei schon erlebt? Das alles wollen Friso und Lukas bei diesem legendären Event auf dem Wohnmobilstellplatz direkt an der Mosel herausfinden
21:45
Urlaub am Meer, das ist für viele Menschen die schönste Zeit des Jahres. Aber auch teuer! Camping stand lange für naturnahe und vor allem günstige Ferienreisen. Doch heutzutage dominieren riesige Wohnmobile und das sogenannte Glamping die Plätze. Luxus und Campen: passt das überhaupt zusammen? Und was bedeutet Luxus überhaupt? Pastorin Ina Jäckel sucht Antworten auf dem Campingplatz von Kühlungsborn, direkt am Mecklenburger Ostseestrand. Der bietet 700 Stellplätze auf zwölf Hektar, Restaurants sowie Wellnessangebote und wurde aufgrund von Gästebewertungen sogar zum "beliebtesten Campingplatz Europas" gewählt. Viele Camper empfinden es als puren Luxus, einfach Zeit zu zweit zu verbringen. Und das mitten in der Hochsaison, unter mehr als 2100 Menschen. Wie passt das zusammen? Wer campt, reduziert sich aufs Nötigste. Einerseits. Auf der anderen Seite stehen beeindruckende Wohnpaläste auf Rädern, die ab 300.000 Euro aufwärts kosten. Ina Jäckel geht diesen Widersprüchen nach, schaut bei Ehepaaren und Familien in einfache Zelte und Hightech-Wohnmobile, trifft Animateure und Reinigungskräfte, die ihren Beruf mit Leidenschaft ausüben. Und sie stellt fest: Luxus hat für alle weit weniger mit Geld als mit der Freiheit zu tun, sein Leben selbst zu gestalten, auch und gerade auf dem Campingplatz.
22:15
Chillen und grillen im Grünen - genau das wollen die Camping-Checker Friso Richter und Lukas Lowack im Naturpark Habichtswald. Hier in Nordhessen haben sich Regina und Dieter den Traum vom eigenen Waldcampingplatz an der alten Weißenthalsmühle erfüllt. Ein perfekter Ort, um endlich wieder auszuspannen - in einer Salzgrotte zum Beispiel. Nach einer Nacht unter Bäumen fahren Friso und Lukas mit Oldtimer-Wohnmobil "Pamela" nach Wald-Michelbach im südhessischen Odenwald. Katy und Michael haben dort ein neues Tiny-House-Hotel mitten im Wald eröffnet. Im "TinyPark Tromm" gibt es sogar ein Häuschen mit eigener Dachterrasse zum Entspannen. Eine Filmreise für alle, die Natur lieben und einfach einmal eine Auszeit brauchen.
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DW's The Day provides viewers with the background and analysis they need to understand the top stories of the last 24 hours. Join our Chief News Anchor Brent Goff as he puts the day's events into context and discusses them with experts and correspondents in the field.