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TV Programm für ARD-alpha am 03.05.2026

Jetzt

Zell im Zillertal 14:45

Zell im Zillertal

Land und Leute

Zell am Ziller - im Herzen des Zillertals gelegen - ist ein Ort, in dem sich das Leben zwischen Tradition und Gegenwart bewegt. Oben am Enzianhof, auf 1.270 Metern Seehöhe, leben und arbeiten Vater und Sohn Josef Kerschdorfer - beide Fleischhauer in vierter Generation. Die Tiere werden am Hof gehalten, das Fleisch im Felsenkeller und in der Selche verarbeitet - mit Respekt und viel handwerklichem Können. Am Fichtensee sorgt Bademeister Martin Huber dafür, dass der See stets seine Wasserqualität hält - mit einem außergewöhnlichen Blick auf das Zillertal. Rupert Binder, Wirt der Gerlosstein-Hütte, nutzt die ruhigeren Tage mit seiner Enkeltochter Annalena für Ausflüge in die Wälder. Beim Schwammerlsuchen will er ihr nicht nur den richtigen Blick für Steinpilze beibringen - sondern auch seine Liebe zum Leben am Berg. Wenn das Gauder Fest - Österreichs größtes Frühlings- und Trachtenfest - die Marktgemeinde in ein Farbenmeer verwandelt, sind alle im Einsatz: Franz Huber, der Hanser-Bauer, bereitet seine Pferde für den festlichen Umzug vor. Die Imkerin Martina Kohlhuber und ihr Vater Helmut stehen am traditionellen Handwerksmarkt mit ihrem Honig - mitten im Festtrubel. Die Jungtrachtler ziehen vom Bahnhof durchs Ortszentrum - schon am Bahnsteig proben, lachen und tanzen sie ausgelassen. Es wird musiziert bis spät in die Nacht, als gäb's kein Morgen. Und nebenan findet die große Braunvieh-Auktion statt. Hier zeigt sich, wie lebendig das Brauchtum in Zell am Ziller geblieben ist. Mit großer Nähe zu den Menschen erzählt dieser Film von einem Ort, der sich seine Eigenart bewahrt hat - und davon, wie viel Zukunft in guter Tradition steckt.

Danach

Bob Ross - The Joy of Painting 15:30

Bob Ross - The Joy of Painting: Hazy Day

Malerei

"Jeder Mensch ein Künstler!" Dies berühmt-berüchtigte Motto von Joseph Beuys könnte auch von Bob Ross (1942-1995) stammen. Allein, der amerikanische Fernsehmaler hat - anders als Beuys - keine großen sozialen und politischen Revolutionen im Sinn. Bob Ross will "nur" die einzelnen Menschen glücklicher machen, und das heißt, zu potenten Malern, die ihre eigene Welt erschaffen. Er will uns zeigen: Ein kleiner Künstler steckt in jedem von uns, wir müssen ihn nur herauslassen. Und das geschieht, indem wir lernen, das Malen zu lernen und das Lernen dabei nicht als Mittel zum Zweck, sondern als Selbstzweck begreifen - Spaß dran finden. Bob Ross wurde 1942 in Daytona Beach, Florida, als Sohn eines Zimmermanns geboren. Er studierte an verschiedenen amerikanischen Colleges Malerei und entdeckte schließlich seine spezifische Malweise: die Nass-auf-Nass-Methode. Nachdem er diese Technik gründlich ausgebaut und etliche Hilfsmittel und Tricks erprobt hat, fing er an, auch anderen beizubringen, wie man damit schöne Landschaftsbilder kreieren kann. Er reiste seit 1981 quer durch die Vereinigten Staaten, um diese Technik vorzustellen. Zwei Jahre später produzierte er die ersten Malkurse im Fernsehen: "The Joy of Painting" wurde zu einem Riesenerfolg. Mit freundlich säuselnder Stimme macht Bob Ross seinen Zuschauern Mut, ihre eigene Kreativität zu entdecken. Schritt für Schritt macht er vor, wie sie ihre Leinwand im Nu mit "heiteren kleinen Wölkchen" oder "fröhlichen kleinen Bergen" und Hütten bereichern und so ihre eigene Welt schaffen können. Das kommt an, seit 1983 reißen die Ross-Serien gar nicht mehr ab. Sein Fernseh-Malkurs ist ein gigantisches Unternehmen, das Millionen von Ross-Schülern mit dem nötigen Malwerkzeug, Anleitungsbüchern und Videos ausstattet. Bob Ross starb 1995 mit gerade einmal 52 Jahren in New Smyrna Beach, Florida, an Krebs. Seine Fernsehshow aber lebt weiter. Inspiriert von Ross hat eine Freundin von ihm, Annette Kowalski, selbst eine Methode entwickelt, wie man Blumen malt.

Kunst und Krempel 16:00

Kunst und Krempel

Kunst und Kultur

Was ist die Standuhr der Großmutter tatsächlich wert? Experten recherchieren Herkunft, Geschichte und Zeitwert von Gegenständen, die Zuschauer mitbringen. Meist sind dies Erbstücke oder Flohmarktfunde.

Quarks 16:30

Quarks: Wunderwerk Hände - Warum sie sogar schlau machen

Infomagazin

In dieser Sendung geht es um Schmerzen, die einen im Alltag plagen. Wenn der Kopf drückt oder es im Rücken zieht - was hilft dann, die Schmerzen zu lindern? Quarks fasst die neusten Wege zusammen, die die Forschung dafür aufzeigt.

Mayrs Magazin - Wissen für alle 17:15

Mayrs Magazin - Wissen für alle

Infomagazin

Kopfsache Helmpflicht - Ab 1. Mai müssen Jugendliche in Österreich bei Fahrten mit E-Bikes oder E-Scootern Schutzhelme tragen. Bei E-Bikes ist die Altersgrenze 14, bei E-Scootern bei 16. Wer älter ist, muss keinen Helm tragen. Der Großteil der schweren Unfälle passiert aber mit deutlich älteren Personen. Ärzte fordern eine generelle Helmpflicht. Radioaktive Wölfe ohne Krebs - Im verstrahlten Gebiet rund um das havarierte Kernkraftwerk Tschernobyl leben Wölfe. Die Tiere sind radioaktiv belastet, entwickeln aber keinen Krebs. Ihre Laborwerte gleichen denen von Menschen, die eine Strahlentherapie hinter sich haben. Wissenschafter untersuchen, ob die robusten Tiere ein Ansatz für Krebstherapien in sich tragen könnten. Alte Meister auf Schiene - Der Bau des Semmering-Basistunnels in Österreichs soll in einigen Jahren die alte Bahnstrecke über den Semmering ersetzen. Die historischen Bauwerke, darunter 14 Tunnel, 16 Viadukte und 100 Brücke, wurden 1854 fertiggestellt. Jetzt wird die alte Strecke aufwändig saniert, um die Bahn für Touristen weiter betreiben zu können. Techniker staunen über die ausgefeilten Bautechniken der Ingenieure von damals. Aktuell, anschaulich, lehrreich - das ORF-Wissenschaftsmagazin von und mit Günther Mayr. Jede Woche zeigt es in informativen Beiträgen die neuesten Erkenntnisse der Forschung, die uns allen etwas bringen. Mythen, Gerüchte und Fake-News werden wissenschaftlich überprüft und nachvollziehbar entlarvt. Dazu gibt es spannende Reportagen von den interessantesten Forschungsschauplätzen in Österreich und weltweit. Regelmäßig werden erfolgreiche Wissenschafter/innen, ihre persönlichen Zugänge und ihre herausfordernde Arbeit porträtiert. Ein Blick ins Archiv soll anschaulich machen, wie schnell sich Forschung und Erkenntnisse im Lauf der Geschichte verändern. Was war Utopie, was ist bis heute erfolgreich? Die Welt der Forschung - von ihren Anfängen bis zum Blick in die Zukunft.

Einfach genial 17:35

Einfach genial

Infomagazin

Ein Exoskelett für Querschnittgelähmte Laufen, Tanzen, Skifahren: Für Menschen mit Querschnittlähmung oft ein Ding der Unmöglichkeit. Das möchte der Erfinder und Ingenieur Tristan Vouga ändern - mit einem Exoskelett der Superklasse. Rund 140.000 Menschen leben in Deutschland mit einer Querschnittlähmung. Jährlich kommen etwa 2.400 hinzu. Exoskelette ermöglichen es querschnittgelähmten Menschen, aufrecht zu stehen und zu laufen, indem sie einen Teil des Körpers umschließen und die Bewegung des Gehens nachahmen. Schon mit 15 Jahren hat Tristan davon geträumt, Exoskelette zu bauen. Heute gibt der Schweizer mit seinem Exoskelett Menschen nicht nur die Fähigkeit zu gehen zurück. Sie sollen Treppensteigen, Skifahren und sogar zurück auf die Bühne. Eine der Testpersonen ist Zirkusartistin Silke. Seit einem Sturz vom Trapez ist sie querschnittgelähmt. Täglich werden in Deutschland etwa 130 Erfindungen patentiert. Darunter sind viele Ideen, die im Haushalt helfen und der Gesundheit dienen sollen. Doch wie werden die Ideen berühmt, die das Licht der Öffentlichkeit wirklich nicht scheuen müssen? Die Antwort bietet das TV-Magazin "Einfach genial", das jede Woche pfiffige Ideen ins Rampenlicht stellt. Seit 1996 hat das "Einfach genial"-Team über 3.000 Erfindungen vorgestellt. Darunter Neues für den Bau des Eigenheimes, Geniales rund um das Fahrrad oder Ideen für ein Leben ohne Chemie. Präsentiert werden auch Ideen für das Auto, den Garten und das Kinderzimmer. Und immer wieder Erfindungen, die helfen, Heiz- oder Stromkosten zu sparen.

Quarks 18:00

Quarks: Vom Korn zur Kruste: Wie gut ist unser täglich Brot?

Infomagazin

Es ist knusprig, duftet nach Kindheit und zu Hause: Brot gehört für viele selbstverständlich zum Alltag. Gleichzeitig stehen Back-Erzeugnisse in der Kritik: Sie sollen dick machen, Kohlenhydrate gelten als ungesund, und Weizen kommt für manche überhaupt nicht in Frage. Was stimmt wirklich? Und wie gehen diejenigen damit um, die nach dem Brotessen über Beschwerden klagen? Quarks zeigt, was wirklich in unserem wichtigsten Grundnahrungsmittel steckt und worauf es bei der Auswahl ankommt. Außerdem: welche Nähstoffe in Weizen, Roggen, Dinkel oder Hafer stecken, warum Vollkorn für unsere Gesundheit eine ganz besondere Rolle spielt und was im Körper passiert, wenn wir Brot essen. Quarks räumt mit Mythen rund um Kohlenhydrate auf und gibt Orientierung: Für wen ist welches Brot besonders sinnvoll. Und woran erkennt man eigentlich gute Qualität im Supermarkt oder in der Bäckerei? Dabei werfen wir auch einen Blick auf das Korn und den heutigen Getreideanbau: Welche Rolle spielen Klima, Böden und Anbaumethoden? Ein besonderes Highlight: Schritt für Schritt zeigt die Sendung, wie man zu Hause gutes, aromatisches Brot selbst backt - von der Wahl des richtigen Mehls über die Teigführung bis hin zur perfekten Kruste. Warum Geduld beim Teig entscheidend ist, was Sauerteig so bekömmlich macht und wie auch Backneulinge ein überzeugendes Ergebnis erzielen können. Eine Sendung über Genuss, Gesundheit und Verantwortung - und über ein Lebensmittel, das weit mehr ist als nur ein Sattmacher.

Prisma 18:45

Prisma

Kopftuchverbot, Sterbehilfe, religiöse Symbole im Wahlkampf: Religion und Ethik spielen in der öffentlichen Diskussion immer wieder eine zentrale Rolle. "Prisma", das neue ORF-TV-Format informiert über aktuelle Geschehnisse im Zusammenhang von Gesellschaft und Wissenschaft. Die Sendung liefert Zusammenhänge, diskutiert verschiedene Standpunkte und analysiert religionspolitische und ethische Entwicklungen im In- und Ausland. Durch die Sendung führen Judith Fürst, Konstantin Obermayr und Sandra Szabo.

7 Fragen Zukunft 19:00

7 Fragen Zukunft: Longevity vs Krebs: Wie leben wir gesund und länger?

Gespräch

Wie wird Krebs in Zukunft behandelt? Welche Rolle spielt das Immunsystem bei der Entstehung von Krebs? Und was kann jeder für die eigene Gesundheit tun, auch ohne teure Longevity-Trends? Kurz: Wie verlängere ich mein Leben? Hanna Heikenwälder, Molekularbiologin und Autorin, gibt Antworten im Interview mit BR-Chefredakteur Christian Nitsche bei "7 Fragen Zukunft"

Europamagazin 19:30

Europamagazin

Europa

Langweilige Eurokraten, staubtrockene Dossiers, nichts als ältere Herren in dunklen Anzügen? Europa ist ganz anders, auch wenn es sich nicht auf den ersten Blick erschließt. Wer bin ich, und wenn ja wie viele, dieser Berliner Sponti-Spruch beschreibt exakt die Herausforderung und die Möglichkeiten eines geeinten Europa. Diesen Prozess begleiten, fremde Mentalitäten und Perspektiven zeigen, will das Europamagazin der ARD. Mit Reportagen, Hintergrundberichten, aktuellen Beiträgen und auch Glossen werden die Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten spürbar.

Tagesschau 20:00

Tagesschau

Nachrichten

Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.

Geheimnisvolle Orte: Breslau 20:15

Geheimnisvolle Orte: Breslau: Preußens Provinz, Hitlers Festung und die Metropole Wroclaw

Dokumentation

Es gibt wohl kaum einen Ort, der mehr über das Verhältnis zwischen Polen und Deutschen erzählt als Wroclaw an der Oder und die bewegte Geschichte dieser Stadt. Fünf Flüsse und unzählige Kanäle sind die stummen Zeugen eines tiefgreifenden Wandels: als Hauptstadt der preußischen Provinz Schlesiens ist Breslau lange eines der wichtigsten kulturellen Zentren des Deutschen Reiches. Hier entsteht eine der größten jüdischen Gemeinden - prägend für die Stadt. Doch mit dem Nationalsozialismus endet die Geschichte des deutschen jüdischen Lebens in Breslau. Aleksander Gleichgewicht und seine Frau Bente Kahan setzen sich seit den 1990er-Jahren dafür ein, die Geschichte jüdischen Lebens in Wroclaw zu bewahren. Dabei entdecken sie immer wieder Verborgenes. Auch Alan Weiss ist auf der Suche: Der promovierte Literaturwissenschaftler geht auf den unzähligen verwahrlosten deutschen Friedhöfen den Geschichten derer nach, die hier begraben wurden. Mit seiner Initiative "Breslau von unten" legt er nicht nur die alten Grabsteine frei und restauriert sie, sondern erkundet die Lebenswege der ehemaligen deutschen Bewohner. In ihren Schicksalen entdeckt er Alltägliches, Tragisches und immer etwas Geheimnisvolles. Als Sigrid Schulze 1935 in Breslau geboren wird, sind die Nationalsozialisten bereits an der Macht. Mit zwölf Jahren muss Sigrid zusammen mit ihrer Mutter, wie alle Deutschen, Breslau verlassen. Potsdam wird ihre Heimat, hier geht Sigrid Schulze später zur Schule. Was ihnen und den anderen Vertriebenen in Schlesien widerfahren ist, gehört nicht zum kollektiven Erinnern in der DDR, sondern bleibt lange ein Tabu. Alan Weiss begibt sich anhand von Fotos und Unterlagen, die Sigrid Schulze bewahren konnte, auf Spurensuche in Wroclaw. Als aus Breslau 1945 Wroclaw wird, sollen hier vor allem Polen leben. Auch sie mussten ihre Heimat verlassen und stehen vor einer Trümmerwüste, in der sie heimisch werden sollen. Karolina Kuszyk, polnische Autorin und Übersetzerin, entdeckt die Geschichten dieser zwangsumgesiedelten Polen und ihren Umgang mit dem verborgenen Erbe der Deutschen. Lange Zeit sitzen die polnischen Bewohner quasi auf gepackten Koffern, denn die Angst unter ihnen ist groß, ob und wie lange dieser Ort polnisch bleiben würde. Heute präsentiert sich die ehemalige Hauptstadt Schlesiens und viertgrößte Stadt Polens stolz und geschichtsbewusst. Der Film sucht nach Spuren der jüdischen, polnischen, deutschen und schlesischen Geschichte Breslaus und erkundet alte und neue Geheimnisse in Wroclaw, der Stadt an der Oder.

Geheimnisvolle Orte: Willkür hinter Gittern 21:00

Geheimnisvolle Orte: Willkür hinter Gittern: Potsdams Gefängnis in der Lindenstraße

Dokumentation

Mitten in der Potsdamer Altstadt, hinter der prächtigen Fassade eines barocken Palais, liegt ein Ort, der wie kaum ein anderer für Gewalt und politische Verfolgung steht: Das Gefängnis in der Lindenstraße. NS-Justiz, sowjetischer Geheimdienst und die Stasi herrschten hier im Verborgenen. Entstanden nach dem Plänen preußischer Regierungen diente das Gebäude über 170 Jahre lang als Gerichts- und Gefängniskomplex. Im 20. Jahrhundert wurde es als Untersuchungsgefängnis genutzt: so wurde hier 1934 das Potsdamer NS-Erbgesundheitsgericht untergebrach und 3300 Zwangssterilisationen wurden hier verfügt. In den letzten Kriegsjahren diente das Gefängnis als Haftort für Angeklagte des Volksgerichtshofs, der in mindestens 55 Fällen zum Tode verurteilte. Nach 1945 übernahm die Rote Armee den Komplex. Standen zunächst die Verantwortlichen für die deutschen Kriegsverbrechen im Fokus der Verfolgung, waren es ab 1947 vor allem Gegner der neuen sowjetischen Nachkriegsordnung. Als 19-jähriger kommt Jochen Stern hier unter katastrophalen Bedingungen in Untersuchungshaft - der Vorwurf: Spionage. Er wird zu 25 Jahren Strafarbeitslager ohne Rechtsbeistand verurteilt. 1952 ging die Haftanstalt in die Hände der DDR-Staatssicherheit über. Unter dem Namen "Lindenhotel" bekannt, verbüßten hier fast 7000 Menschen ihre Untersuchungshaft. Viele aufgrund des Versuchs, die DDR zu verlassen: Wie Marita Rösler, die mit ihrem einjährigen Sohn ihrem Mann in den Westen folgen wollte. Sie wird bei einem Fluchtversuch gefasst und sieht ihr Kind erst nach mehr als zwei Jahren wieder. Bis heute belastet diese Zeit die Beziehung zu ihrem Sohn. 1989, nach der friedlichen Revolution, wird die Haftanstalt von einem "Haus des Terrors" zu einem "Haus der Demokratie". Hier wird über die politische Wende diskutiert und die erste freie Volkskammerwahl organisiert. Heute steht die "Gedenkstätte Lindenstraße" als Symbol für die Geschichte der politischen Verfolgung und Gewalt, aber auch für den Sieg der Demokratie.

Händel - "An Occasional Oratorio" 21:45

Händel - "An Occasional Oratorio": Sieg über die Gegner und Dank an Gott

Konzert

Es ist beim Chor des Bayerischen Rundfunks zur Tradition geworden, regelmäßig wichtige Werke Georg Friedrich Händels in der eigenen Konzertreihe in Kooperation mit Originalklang-Ensembles zu präsentieren. Nach Werken wie Belshazzar, Alexanders Feast, dem Utrechter Te Deum oder Messiah stand in diesem Konzert mit dem "Occasional Oratorio" ein großes abendfüllendes Werk auf dem Programm. Howard Arman ist ein ausgewiesener Händel-Experte. Er wurde unter anderem mit dem Händel-Preis der Stadt Halle für seine Verdienste um Händels Werk geehrt. Mit Julia Doyle, Ben Johnson und Peter Harvey steht dem Chor des BR ein exzellentes englisches Solistenensemble zur Seite. Die Akademie für Alte Musik Berlin zählt zu den international herausragenden Spezial-Ensembles für historische Aufführungspraxis. Händels sogenanntes "Gelegenheitsoratorium" entstand 1746 in unruhigen Zeiten. Wie schon Jahre zuvor als Opernimpresario, war Händel nun auch als Oratorienveranstalter nahezu pleite. Gleichzeitig geriet König George II., der ihm eine großzügige Pension gewährt hatte, politisch und militärisch durch die Jakobiten unter Druck. Händel ergriff die "Gelegenheit", dem Regenten und der ängstlichen Bevölkerung Londons musikalischen Beistand zu leisten. Dabei bediente er sich großzügig bei eigenen Werken und stellte so etwas wie ein "Best-Of" zusammen. Das Occasional Oratorio biete großartige spätbarocke Klangentfaltung, virtuose und farbenreiche Musik.

Zu Besuch im Neuen Museum Berlin 22:30

Zu Besuch im Neuen Museum Berlin

Dokumentation

Das Neue Museum in Berlin vereint gleich zwei Museen unter einem Dach: Das Museum für Vor- und Frühgeschichte und das Ägyptische Museum. Direktor Matthias Wemhoff bringt uns die Geheimnisse eines goldenen Zauberhuts aus der Bronzezeit näher und er zeigt uns Fundstücke aus Troja, die der große Archäologe Heinrich Schliemann vor 150 Jahren dem Museum übergab. In der ägyptischen Sammlung treffen wir Frederike Seyfried. Die Direktorin erklärt uns unter anderem, wie Hieroglyphen gelesen werden.

Pop Secret Stories 23:00

Pop Secret Stories: Die Xatar-Story - Wie sich Rapper Xatar mit einem Meme unsterblich gemacht hat

Magazin

Aus dem Knast in den Mainstream und damit zum Multimillionen-Business! Alles beginnt mit einem Interview, das Rapper Xatar aus dem Gefängnis gibt. Wenn er rauskommt, will er ""erstmal Köftespieß"". Das wird aber nicht über Nacht zum Meme, sondern erst, als Angela Merkel 2020 ans Mikro tritt... Wir zeigen, wie Xatar den Hype um das Meme für sich und seine Musik genutzt hat - und sich mit einem einzigen Meme unsterblich gemacht hat.

Druckfrisch 23:15

Druckfrisch: Neue Bücher mit Denis Scheck

Literatur

Allein in Deutschland erscheinen jedes Jahr 90.000 neue Bücher. Ganz schön schwer, hier den Überblick zu behalten. "Druckfrisch", das Büchermagazin der ARD, hilft bei der Orientierung im Bücherdschungel. Moderator Denis Scheck besucht Schriftsteller und stellt Neuerscheinungen vor. Er lobt und lästert über die aktuellen Bestseller, spricht Empfehlungen aus, sagt aber auch, welche Bücher reine Zeitverschwendung sind. Belletristik, Krimis, Sachbücher, Biographien oder Kochbücher - nichts ist vor ihm sicher.

Geheimnisvolle Orte: Breslau 23:45

Geheimnisvolle Orte: Breslau: Preußens Provinz, Hitlers Festung und die Metropole Wroclaw

Dokumentation

Das heutige Braunkohlekraftwerk auf dem Industriegelände von Schwarze Pumpe ist eine Kathedrale der Stromerzeugung. Und doch ist es eher klein im Vergleich zu dem Energiezentrum, das hier ab 1955 aus dem Boden gestampft wurde. Es versorgte fast die gesamte DDR mit Stadtgas und das halbe Land mit Strom. 20.000 junge Leute zogen in die damals fast menschenleere Lausitz. Es war der Wilde Westen des Ostens, Aufbruch und neue Heimat.