19:00
1000 Euro wären doch schön. Jeden Monat, einfach so. Ohne Gegenleistung, ohne Nachweise. Ein bedingungsloses Grundeinkommen für jeden Bürger. Das ist der Weg in eine freiere, menschenwürdigere Gesellschaft und die einzige Rettung, wenn bald Roboter die meisten Jobs übernehmen - sagen Befürworter. Gegner argumentieren, dass es jede Arbeitsmoral zerstört, zutiefst ungerecht ist und letztlich nur ein perfider Trick neoliberaler Kapitalisten, um sich das verhasste Sozialsystem vom Hals zu schaffen. Verändert es wirklich alles, wenn jeder Bundesbürger ab Geburt ein garantiertes Grundeinkommen hat? Warum sollten die Menschen dann noch arbeiten gehen? Mildert oder verstärkt das die soziale Spaltung? Was wird aus Jobs, die keiner haben will? In der RESPEKT-Reportage macht sich Rainer Maria Jilg auf die Suche nach den Auswirkungen eines bedingungsloses Grundeinkommen - für die Gesellschaft und für jeden Einzelnen von uns. Er trifft Michael Bohmeyer, der 2014 den Verein "Mein Grundeinkommen" gegründet hat. Durch Spenden von über 100.000 Menschen hat er mittlerweile schon fast 300 Losgewinnern für ein Jahr ein bedingungsloses Grundeinkommen ermöglicht. Einen davon besuchen Bohmeyer und Jilg. Was verändert sich in einem Leben, wenn plötzlich monatlich 1000 Euro mehr auf dem Konto sind. Macht das faul oder motiviert es, sich zu verwirklichen, anderen zu helfen - und macht die Gesellschaft so menschlicher? Keineswegs, widerspricht der Armutsforscher Christoph Butterwegge. Er findet ein Grundeinkommen als Alternative zu Hartz IV, Arbeitslosen- oder Kindergeld unsozial: Reiche brauchen das Geld nicht und für Bedürftige wäre es zu wenig. Auch die Gewerkschaften sind Gegner des bedingungslosen Grundeinkommens. Berechtigte Sorge vor Sozialabbau oder die Angst überflüssig zu werden in einer Gesellschaft, deren Mitglieder nicht mehr durch zu geringe Löhne ausgenützt werden. RESPEKT zeigt, wie das bedingungslose Grundeinkommen möglicherweise finanziert werden könnte und welche Veränderungen in einer Gesellschaft dadurch vielleicht möglich wären.
19:30
Langweilige Eurokraten, staubtrockene Dossiers, nichts als ältere Herren in dunklen Anzügen? Europa ist ganz anders, auch wenn es sich nicht auf den ersten Blick erschließt. Wer bin ich, und wenn ja wie viele, dieser Berliner Sponti-Spruch beschreibt exakt die Herausforderung und die Möglichkeiten eines geeinten Europa. Diesen Prozess begleiten, fremde Mentalitäten und Perspektiven zeigen, will das Europamagazin der ARD. Mit Reportagen, Hintergrundberichten, aktuellen Beiträgen und auch Glossen werden die Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten spürbar.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:20
Beziehungen waren alles für Geschäftsleute in der Monarchie. Das wusste auch Philipp Schey, ein Seidenhändler aus der westungarischen Kleinstadt Köszeg. Dass einer seiner Hauptkunden, Erzherzog Albrecht, dann Generalinspekteur der k.u.k.-Truppen werden sollte, wusste er damals noch nicht, ebenso wenig, dass ihn Großaufträge für das Militär und seine Loyalität zu den Habsburgern in der Revolution von 1848 zum hoch angesehenen Freiherrn und zum Besitzer eines der prominentesten Wiener Ringstraßenpalais machen sollte. Ähnlich die Geschichte des Garnproduzenten Hermann Todesco, dessen Wiener Salon letztlich erst Johann Strauß zum Walzerkönig werden ließ. Zwei jüdisch-ungarische Familiengeschichten, erzählt von Friedrich von Thun in Folge 3 dieser faszinierenden Doku-Serie.
21:05
Die Ringstraße war der Platz der Neureichen - alter Adel und altes Geld drehten sich meistens weg von dieser grellen Kulisse. Und doch gab es sie, die gesetzten Aristokraten, die sich hier niederließen: vom Habsburger Erzherzog Ludwig Viktor über die Württembergs bis zu den Coburgs, letztere kamen freilich noch, als die Stadtmauer stand. Und es war die Stunde der heimischen Geschäftsleute: Heinrich Drasche belieferte die Ringstraße exklusiv mit Ziegeln und wurde der Ziegelbaron dieser Ära. Im Verein mit ihm wurde der Architekt Theophil Hansen groß und schrieb sich mit seinen Bauten am Ring in die Ewigkeit ein. In der vierten und letzten Folge dieser spannenden Doku-Serie taucht Friedrich von Thun in dieses Milieu ein.
21:50
Im neuen Edutainment-Format "Sounds of Babylon - Musik der goldenen 20er" geht BR Klassik auf eine internationale Zeitreise und zeigt Experimentierfreude und Musik im Aufbruch. Die junge Dirigentin Erina Yashima präsentiert als Host gemeinsam mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks Schlüsselwerke der Epoche. Unterhaltsam und anschaulich setzt sie sich mit der Machart der Werke auseinander und entdeckt ungeahnte Verknüpfungen mit Themen unserer heutigen Zeit, wie etwa mit kultureller Aneignung oder strukturellem Rassismus. Wie durchkreuzte Béla Bartók mit seiner scheinbar unpolitischen "Tanzsuite" die ultranationalen Absichten seiner Auftraggeber in Budapest und schuf so unbemerkt ein Plädoyer für die "Verbrüderung der Völker"? Warum wurde Strawinsky in Paris mit seinem "Oktett für Blasinstrumente" zum Vorreiter des Neoklassizismus? Und weshalb wurde Gershwins "Rhapsody in Blue" zum Symbol für amerikanische Kultur? Exil, Kur und Heimweh. In dieser Folge aus der Reihe "Sounds of Babylon" reist Dirigentin Erina Yashima nach Clarens in der Schweiz. Durch den Ersten Weltkrieg ins Exil gezwungen, kurierte Igor Strawinsky hier sein Heimweh. In seiner Musik ließ er stellvertretend russische Bräuche, Volkslieder und Mythen aufleben. In den 20er Jahren warf der Komponist dieses Erfolgsrezept über Bord und erfand sich neu: Mit dem Neoklassizismus wurde die Musik des 18. Jahrhunderts seine neue Inspirationsquelle. Eine Kehrtwende, die nicht alle Kritiker:innen positiv aufnahmen. Dirigentin Erina Yashima zeigt, wie Strawinsky in seiner Komposition einem Chamäleon gleich durch die Musikgeschichte streifte, sich vor Mozart verbeugte und doch mit seiner eigenen Handschrift erkennbar blieb. Im Anschluss an die gelungene musikalische Zeitreise in die Vergangenheit, erwartet den Zuschauer ein außergewöhnlicher Konzertmitschnitt des "Oktett für Blasinstrumente" von Igor Strawinsky, gespielt von Solist:Innen des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks.
22:25
Das Kulturmagazin im BR Fernsehen
22:55
Timothée Chalamet möchte "one of the greats" werden - ein Schauspieler, der Kinos füllt, nur weil er mit dabei ist. Chalamet scheint auch wirklich auf einem guten Weg zu sein - er ist bereits zum dritten Mal für einen Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert, dabei ist er gerade einmal dreißig Jahre alt. Aber kann man planen, eine Legende zu werden? Und wieso gibt ihm ausgerechnet der "ewig Nominierte" Leonardo DiCaprio dafür den entscheidenden Ratschlag? Pop Secret Stories hat sich die fragliche Begegnung im Jahr 2015 genauer angeschaut.
23:10
Maximilian I., der visionäre Selbstdarsteller, der "letzte Ritter", der Jäger und Soldatenkaiser: Zum 500. Todestag des legendären Habsburger-Herrschers führt diese Dokumentation von ORFIII in Zusammenarbeit mit dem Landesstudio Tirol an die schönsten Plätze von "Maximilians Tirol". Maximilians Residenzstadt Innsbruck mit dem Goldenen Dachl und den berühmten "Schwarzen Mandern", seine Jagdsitze und Jagdschlösser, die spektakuläre Martinswand mit der "Maximiliangrotte", das Fürstenhaus am Achensee, Schloss Tratzberg oder die Festung Kufstein: Kaiser Maximilian hat Tirol geliebt, oft besucht und mit manchem Waffengang auch belastet. R: Georg Laich.
23:55
Maximilian I., der visionäre Selbstdarsteller, der "letzte Ritter", der Jäger und Soldatenkaiser: Zum 500. Todestag des legendären Habsburger-Herrschers führt diese Dokumentation von ORFIII in Zusammenarbeit mit dem Landesstudio Tirol an die schönsten Plätze von "Maximilians Tirol". Maximilians Residenzstadt Innsbruck mit dem Goldenen Dachl und den berühmten "Schwarzen Mandern", seine Jagdsitze und Jagdschlösser, die spektakuläre Martinswand mit der "Maximiliangrotte", das Fürstenhaus am Achensee, Schloss Tratzberg oder die Festung Kufstein: Kaiser Maximilian hat Tirol geliebt, oft besucht und mit manchem Waffengang auch belastet. R: Georg Laich.