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"Hier wohnte" - so beginnen die meisten Stolpersteine. Es folgen ein Name und die Eckdaten eines Lebens. Der Künstler Gunter Demnig, Schöpfer des Projekts, verlegte den ersten Stolperstein 1992 in Deutschland, um an die Deportation und Ermordung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus zu erinnern. Es gibt über 100.000 "Stolpersteine" in mehr als 30 Ländern Europas - kleine Messingtafeln, die auf Gehwegen vor Häusern im Boden verlegt werden. Sie erinnern an Menschen, deren Leben durch den Nationalsozialismus zerstört wurde. Sie sind das größte dezentrale Mahnmal der Welt. Der Film erzählt die Geschichten hinter einzelnen Steinen und die Geschichte des Projektes selbst - wie die Steine über Jahre zu einem europäischen Erinnerungsnetzwerk gewachsen sind. Mehr als 100.000 Stolpersteine gibt es, in mehr als dreißig europäischen Ländern - kleine Messingtafeln, die vor Häusern in den Gehweg eingelassen wurden. Sie sollen an Menschen erinnern, deren Leben durch den Nationalsozialismus zerstört wurde. Es ist das größte zentrale Mahnmal der Welt. "Hier wohnte" - so beginnen die meisten Stolpersteine. Es folgen ein Name und die Eckdaten eines Lebens. Der Künstler Gunter Demnig, der das Projekt ins Leben gerufen hat, verlegte in den 1990er Jahren die ersten Stolpersteine in Deutschland, um an die Deportation und Ermordung der Sinti und Roma zu erinnern. So ist ein Mahnmal für alle Opfergruppen des Nationalsozialismus entstanden - getragen vom Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Sie recherchieren die Geschichte der ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohner ihrer Nachbarschaft. Inzwischen kommen viele Anfragen aus der ganzen Welt. Der Film verwebt die Geschichten hinter einzelnen Steinen mit der Geschichte des Projekts selbst - wie die Steine über die Jahre zu einem europäischen Netzwerk der Erinnerung gewachsen sind und wie sie Angehörigen, Freiwilligen und Passanten helfen, eine emotionale Verbindung zu den Opfern herzustellen und aufrechtzuerhalten. In Interviews und emotionalen Erzählungen werden die Bedeutung des Projekts für die jüngere Generation und die Herausforderungen der Erinnerung an den Holocaust und die nationalsozialistischen Verbrechen sichtbar. Das Projekt stößt aber auch auf Widerstände: In München, Paris und anderen Städten wehren sich Anwohner und Verwaltungen gegen die Verlegung der Stolpersteinen. Der Film sensibilisiert für Fragen der Erinnerungskultur und fordert eine intensivere Auseinandersetzung mit unserer Vergangenheit und den Opfern, deren Schicksale durch die Stolpersteine lebendig bleiben.
21:45
22:15
Gut acht Jahrzehnte nach dem Holocaust gibt es immer weniger Zeitzeug*innen. Aber wie kann die Erinnerung an die Shoah überleben? Welche Rolle spielen Social Media-Plattformen wie TikTok? Sprechen wir in Zukunft mit virtuellen Zeitzeugen? Gidon Lev ist Holocaust-Überlebender. Lange konnte er nicht über seine Kindheit im Ghetto Theresienstadt sprechen. Heute kämpft er gegen das Vergessen. Mit seiner Lebensgefährtin Julie Grey dreht er Videos für TikTok, in denen er von seiner Vergangenheit erzählt, aber auch fröhlich tanzt, denn Gidon ist ein hoffnungsvoller Optimist. Jüdische Institutionen und Gedenkstätten in Deutschland haben sich mit TikTok Germany zusammengetan, um junge Zielgruppen zu erreichen. In Workshops werden Creator geschult. Eine von ihnen ist Marie Zachger. Die Studentin dreht Kurzvideos über das KZ Neuengamme und die tragischen Geschichten dahinter. Auf junge Menschen, die die Erinnerung weitertragen, setzt auch das Mémorial de la Shoah in Paris. Noch kann die Auschwitz-Überlebende Esther Sénot Schülern selbst ihre Geschichte erzählen. In Zukunft werden das Erinnerungs-Botschafter übernehmen. In Potsdam-Babelsberg wird daran gearbeitet, dass es auch in Zukunft noch Zeitzeugen geben wird: virtuelle! Die Firma Volucap filmt Holocaust-Überlebende mit Rundum-Kameras und erstellt dreidimensionale Avatare von ihnen. Die 94-jährige Ruth Winkelmann ist eine von ihnen. In Frankfurt können Schulklassen virtuelle Zeitzeugen sogar interaktiv befragen. Welche Chancen und Risiken bieten digitale Erinnerung und Künstliche Intelligenz? "Twist" spricht darüber mit Deborah Schnabel von der Bildungsstätte Anne Frank. Sind damit auch Desinformation und Geschichtsverzerrung Tür und Tor geöffnet?
22:45
Die Erinnerungskultur steht vor Herausforderungen: Das Wissen über die Verbrechen des Nationalsozialismus nimmt ab. Ein Teil der Deutschen fordert sogar, einen Schlussstrich unter die Geschichte zu ziehen. Gleichzeitig steht die Demokratie weltweit unter Druck. STATIONEN beschäftigt sich diesmal mit dem heutigen Gedenken an die Opfer der NS-Verbrechen. Wie muss sich die Erinnerungsarbeit verändern? Aber auch: Warum ist es wichtig, die Erinnerung wach zu halten? Denn, so hatte es der damalige Bundespräsident Roman Herzog formuliert, als er vor 30 Jahren den Tag für die Opfer des Nationalsozialismus eingeführt hat: Es gehe darum, "aus der Erinnerung immer wieder lebendige Zukunft werden zu lassen".
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DW's The Day provides viewers with the background and analysis they need to understand the top stories of the last 24 hours. Join our Chief News Anchor Brent Goff as he puts the day's events into context and discusses them with experts and correspondents in the field.