Jetzt 20:15 22:30
Zeit auswählen
Datum auswählen
Mo Di Mi Do Fr Sa So 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25

TV Programm für ARD-alpha am 12.10.2026

Jetzt

Estlands wilde Wälder 21:00

Estlands wilde Wälder

Natur und Umwelt

Wenn Triin Asi im Alutaguse Nationalpark einen Braunbären sieht, dann ist ihr Tag perfekt. Die kräftigen Tiere sollen es in ihrem Waldstück einfach gut haben. Sie und ihr Mann Bert setzen ihr Wissen seit 15 Jahren für den Schutz ihrer estnischen Heimat ein. Und so kauften sie im Nordosten 100 Hektar Wald, ein Refugium im Nationalpark. Triin möchte, dass die Besucher ihres Waldes verstehen, warum der Schutz der Braunbären wichtig ist und naturbelassene Wälder für Bären und andere Wildtiere unverzichtbar sind. Estland ist ein waldreiches Land. 50 Prozent der Gesamtfläche ist von Wäldern bedeckt. Der Wald nimmt im Leben der Esten einen großen Stellenwert ein. Viele besitzen irgendwo im Land ein Stück Wald und sind oft in der Natur unterwegs. Auch die Arbeit mit Holz ist tief in der Geschichte und Kultur der Esten verankert. Bäume gelten vielen sogar als heilig. Estland ist eines der innovativsten Länder im Baltikum, auch in der Holzindustrie. Im weltweiten Vergleich rangieren die großen Firmen auf den vorderen Plätzen. Holzhäuser, Möbel und seit der Energiekrise vor allem Holzpellets, die Esten sind im Geschäft, estnische Qualität ist in Europa gefragt. Viele Firmen wollen fossile Brennstoffe ersetzen und arbeiten daran, mit neuen Technologien auf der Basis von Holz Biomaterialien zu gewinnen. Dafür braucht man viel Holz. Deshalb erforschen Experten aus Industrie und Fortwirtschaft, wie Estlands Waldgebiete möglichst schnell wachsen und nachhaltig bewirtschaftet werden können. Leider ist das Gegenteil der Fall: Estlands Wälder schrumpfen im Rekordtempo. Jedes Jahr gibt die staatliche Forstverwaltung Millionen Kubikmeter Holz zur Rodung frei. Der deutsche Biologe Steffen Noe lebt seit mehr als 15 Jahren in Tartu. Er forscht zum Thema Wasser im Wald. Mitten im geschützten Waldgebiet hat er seine Messstation eingerichtet. Hier werden seit 1912 Bäume gezüchtet, deren Wachstum studiert, Moore trockengelegt und aufgeforstet. Noe und sein Team erforschen die Bildung von Wolken und Regen, um den perfekten Weg für eine gelungene Waldbewirtschaftung zu finden. Auch die Energiekrise ist seit Beginn des Russlandkrieges für Estland ein riesiger Wirtschaftsfaktor. Importe aus Russland sind gestoppt und so sichern auch Ölschiefervorkommen im Nordosten des Landes eine neue Chance auf dem Energiemarkt. Ölschiefer ist ein geschichtetes Sedimentgestein, das durch Erhitzen in rohölähnliche Substanzen und Gas umgewandelt werden kann.

Danach

Die Rettung der Wälder - Wie schützen wir sie vor kommenden Dürren? 21:45

Die Rettung der Wälder - Wie schützen wir sie vor kommenden Dürren?

Magazin

"Wir müssen jetzt den Wald für die kommenden Generationen pflanzen". Ludwig Pertl hat eine Mission. Der ehemalige Revierförster im oberbayerischen Kaufering will die Wälder der umliegenden Gemeinden widerstandsfähig gegen den Klimawandel machen. Sein Plan: Statt der Fichte Laubbäume zu pflanzen. Seine Favoriten sind Ahorn, Wildapfel und Hainbuche. Keine Rotbuche, denn auch die hält er für ein Auslaufmodell. So ein Wald liefert zwar weniger Holz für die Wirtschaft. "Aber immer noch mehr als ein sterbender Fichtenwald", sagt Pertl. Die Mindereinnahmen der Waldbesitzer sollen die umliegenden Gemeinden und Unternehmen bezahlen. Denn schließlich profitieren sie von einem intakten Wald. Schon jetzt zahlen manche in einen Fonds ein, den Pertl gegründet hat und der Waldbauern, die seinem Konzept folgen, 400 Euro pro Hektar und Jahr zahlt. Nicht für das Holz, sondern für die Kühlleistungen des Waldes, für die Speicherung des Regenwassers, das Filtern und Reinigen der Luft. Für Pertl stehen künftig diese Ökosystemleistungen im Vordergrund und nicht der Bedarf der Holzwirtschaft. Kann das funktionieren? Ist das die Rettung der vom Klimawandel, von Trockenheit und Schädlingen bedrohten Wälder? Forstwissenschaftler und -wissenschaftlerinnen sind sich da nicht einig. Manche lehnen den aktiven Umbau ab, wollen den Wald mehr sich selbst überlassen. Andere denken nicht, dass der Umbau mit heimischen Bäumen ausreicht, sondern, dass auch südländische Arten nötig sein werden, um künftige Dürren zu überstehen. Wiederum andere halten die bisherigen Erkenntnisse der Forstwissenschaft für überholt. Die vielen, aufeinanderfolgenden Dürren der letzten Jahre seien bislang einzigartig. Und sie werden wieder kommen. Und den Wald und die Forstwirtschaft vor ganz neue Herausforderungen stellen.

Klimazeit 22:15

Klimazeit

Infomagazin

Sind E-Autos klimaschädlich? Wir gehen den hartnäckigen Fakenews über Elektromobilität nach. E-mobilität boomt, zeigt unter anderem die Mobilität-Studie des TÜV-Verbands. Wieviel Ladesäulen dürfen's denn sein in Deutschland, wie viele werden es? Und: stehen auch die richtigen Säulen an der richtigen Stelle? Wir sprechen mit Kaja Imhof von der Stabsstelle Nachhaltige Urbane Mobilität in Wiesbaden über städtische E-mobilitäts-Planung konkret.

alpha Uni 22:30

alpha Uni: Studium: Sportmanagement, Ergotherapie

Erwachsenenbildung

Campus Talks 23:00

Campus Talks: Wie mechanische Kräfte unser Gehirn falten

Wissenschaft

Aktuelle Wissenschaft unterhaltsam präsentiert: Diesmal verrät uns die Ingenieurin Silvia Budday von der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, welche Bedeutung die Furchen in unserem Gehirn haben. Und der Theologe Arne Manzeschke von der Evangelischen Hochschule Nürnberg fragt: Herr oder Knecht? Über unseren zukünftigen Umgang mit der künstlichen Intelligenz.

The Day - News in Review 23:30

The Day - News in Review

Nachrichten

DW's The Day provides viewers with the background and analysis they need to understand the top stories of the last 24 hours. Join our Chief News Anchor Brent Goff as he puts the day's events into context and discusses them with experts and correspondents in the field.