20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Waldbaden liegt im Trend, entspannt und macht Spaß. Auf seinen Wanderungen vom Halterner Silbersee durch die Hohe Mark bis an den Rhein bei Rees legt Marco Schreyl immer wieder Pausen ein - und erlebt den Wald mit allen Sinnen. Begleitet wird er von der Freizeit-Pädagogin und Waldbade-Expertin Petra Hölters. Eindrucksvoll ist der Dämmerwald bei Schermbeck, wo alles wachsen darf, wie es will, und das "Arboretum Grenzenlust" mit seltenen Gehölzen aus dem 18. Jahrhundert. Neben viel Natur entdeckt Marco Schreyl interessante Bauwerke, pittoreske Ortschaften, Kultur, Handwerk und Kunst. Gastfreundschaft wird groß geschrieben im "Pankok Museum Haus Esselt" bei Hünxe; und an der alten Windmühle im Freilichtmuseum Reken gibt es frisch gebackenes Brot. Nur für Schwindelfreie ist der Besuch im Kletterpark bei Borken und der Aufstieg auf den 32 Meter hohen Aussichtsturm im Naturschutzgebiet Haard. Schafe als Landschaftsgärtner und freilebende Wölfe Vielfältig sind die tierischen Begegnungen: In der Westruper Heide rund um Haltern "arbeiten" Schafe als Landschaftspfleger. Im Wald am Niederrhein wurden Wölfe gesichtet. Wolfsberaterin Anja Baum hat die scheuen Tiere zwar noch nicht entdeckt, zeigt Marco Schreyl aber, wie ihre Spuren aussehen. Entspannung bietet eine Wanderung mit gar nicht störrischen Eseln durch den Wald bei Hünxe - und das Forellen-Fischen nahe Schermbeck. Wandern auf dem Wasser - mit Kanu und Elektrofloß Auerochsen und Tarpane gibt es keine mehr in der Auenlandschaft der Stever. Inzwischen sorgen Pferde, Rinder und Esel dafür, dass die Flussufer nicht zuwachsen. Das lässt sich gut bei einer gemütlichen Fahrt mit einem Elektrofloß beobachten. Krudenburg bei Wesel war früher ein wichtiger Hafenort für die Schifffahrt auf der Lippe. Heute ist das hübsche Dörfchen ein Treffpunkt für Radfahrer, Wanderer, Kanufahrer und Oldtimerfans. Handwerker in Schloss Raesfeld und Künstler in Schloss Ringenberg Ein Wasserschloss aus dem 17. Jahrhundert, in dem die Späne fliegen? Auf Schloss Raesfeld ist dies Alltag: Nach dem Zweiten Weltkrieg hat die NRW-Handwerkskammern hier eine Weiterbildungsakademie eingerichtet. Knapp 800 Jahre alt ist die Wasserburg Ringenberg bei Hamminkeln. Heute leben und arbeiten hier Musiker, Maler und Schriftsteller. Im Garten des Landcafés neben dem Schloss wird Marco Schreyl von einer Herde Alpakas begrüßt.
21:00
Die Messergewalt unter Jugendlichen nimmt in mehreren Ländern Europas zu. Während die Politik in Deutschland das vergleichsweise neue Phänomen vor allem mit Messerverbotszonen eindämmen will, kämpfen Politik und Zivilgesellschaft in Großbritannien bereits seit vielen Jahren auf verschiedenen Ebenen gegen die eskalierende Gewalt mit Messern. Denn die Zahlen sind noch erschreckender als hierzulande: Während in Deutschland zuletzt jährlich knapp 14.000 Fälle von Messerkriminalität registriert wurden, gab es in England und Wales mehr als 50.000 Messerattacken. Allein die britische Hauptstadt London verzeichnet mehr Messergewalttaten als ganz Deutschland. In den sozialen Medien kursieren unzählige Videos, die verstörende Schlachten zwischen rivalisierenden Gangs und einzelnen Jugendlichen zeigen - ausgetragen mit Macheten, Schwertern, Küchenmessern. Der einfache Zugang und die hohe Verbreitung der Messer führen zu einem fatalen Teufelskreis der Bewaffnung. Das Problem ist in Großbritannien seit langem erkannt und die Politik reagiert mit hohen Strafen, Verboten und Polizeieinsätzen. Zudem erfahren auch Präventionsprogramme immer breitere Unterstützung. Denn Experten, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sind sich einig: Es braucht mehr als nur verschärfte Gesetze. Notwendig seien nachhaltige und langfristige Programme, Investitionen in sogenannte Problemviertel und eine enge Einbindung der Jugendlichen in die Gesellschaft. Nur so ließen sich glaubhaft Alternativen zu Gewalt und Kriminalität vermitteln. Diese BR Story geht den Ursachen der zunehmenden Messerkriminalität nach - und der Frage, was Deutschland von Großbritannien im Umgang mit diesem Problem lernen kann.
21:45
Gewalt gegen Frauen beginnt nicht erst bei körperlicher Gewalt, sie hat viele Gesichter und kann fast überall auftreten. Im Internet, in der Arbeit und erschreckend häufig im privaten Umfeld und im eigenen Zuhause. Özlem Sarikaya spricht mit ihren Gästen über die aktuelle Situation und wie sich betroffene Frauen Hilfe und Unterstützung holen können. Ingrid Brodnig ist Buchautorin, Journalistin und Social-Media-Expertin. Sie befasst sich seit vielen Jahren mit dem Thema und liefert eine klare Analyse der aktuellen Entwicklung. Patrizia Melzer von der Beratungsstelle der Frauen*hilfe München befasst sich insbesondere mit partnerschaftlicher Gewalt, benennt die unterschiedlichen Erscheinungsformen und gibt Tipps, an wen sich betroffene Frauen wenden können.
22:15
Gewalt zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der Menschheit. Blicken wir heute zurück in die Antike oder das Mittelalter, so erscheinen uns diese Epochen als grausam. Zur Schau gestellte physische Gewalt wie das öffentliche Abschlachten von Kriegsgefangenen in der Arena oder die Folter und Hinrichtung von Straftätern auf dem Marktplatz sind längst aus unserem Leben verschwunden. Deshalb empfinden wir solche Gewalt als barbarisch. Unser Blick hat sich verändert. Weil wir in einer Gesellschaft leben, in der wir nicht jeden Tag Angst haben müssen, ausgeraubt und ermordet zu werden. Das gilt zumindest für die westeuropäischen Länder. Dort haben wir dem Staat das Gewaltmonopol übertragen. Nur er darf legitim Gewalt ausüben - um uns zu schützen und um diejenigen zu bestrafen, die sich nicht an die Gesetze halten. Zudem haben Bildung und Wohlstand dazu beigetragen, Gewalt zu ächten. Trotzdem verschwindet sie nicht. Weil wir nicht anders können? Ist es unser Schicksal, dass wir aggressiv sind, im Affekt zuschlagen oder Gewalt geplant einsetzen, um uns einen Vorteil zu verschaffen? Die Forschung sagt: Nein. Neben der Biologie haben auch das soziale Umfeld oder persönliche Erfahrungen einen großen Einfluss auf unsere Gewaltbereitschaft. Angenommen, alle Menschen in einer Gesellschaft würden unter den besten Bedingungen aufwachsen: Gäbe es dann keine Gewalt mehr?
22:45
23:05
23:25
DW's The Day provides viewers with the background and analysis they need to understand the top stories of the last 24 hours. Join our Chief News Anchor Brent Goff as he puts the day's events into context and discusses them with experts and correspondents in the field.
23:55
Mit der Tagesschau vor 20 Jahren hat ARD-alpha eine "Daily", die in Fan-Kreisen längst Kultstatus besitzt. Täglich kann man 20 Jahre zurückblicken und die jüngste Zeitgeschichte noch einmal hautnah nachempfinden. Durch den Vergleich mit der aktuellen Tagesschau begibt sich der Zuseher gleichsam auf eine Zeitreise. Dies gilt einerseits für die behandelte Materie, andererseits aber auch für die mediale Aufbereitung des Nachrichten-Genres selbst. Besondere Ereignisse, die von Nachrichtensprecher-Legenden wie Karl-Heinz Köpcke oder Dagmar Berghoff präsentiert wurden, waren unter anderem das dramatische Terrorjahr 1977, die Wahlen von Papst Johannes Paul II. und US-Präsident Ronald Reagan oder die "Bonner Wende", die Ablösung der Bundesregierung von Kanzler Schmidt durch den späteren "Kanzler der Einheit" Helmut Kohl.