16:45
12.00 Uhr mittags, das Team um Filmemacher Dieter Ertel steht auf dem Bezirksmarkt in der Rue Mouffetard im fünften Arrondissement in Paris. Der Markt neigt sich für heute zu Ende. Mit Schwung und Elan und dem lauten Ausrufen der Blumen- und Gemüseverkäuferinnen, die noch ein letztes Geschäft machen wollen. Kameramann Hartmut Missbach gelingen wunderschöne Großaufnahmen von Passanten, von Gesichtern, von einem Clochard mit Gitarre, der mindestens eine Saite fehlt. Um halb eins nachmittags ist alles vorbei, das Filmteam wechselt auf den Platz vor den berühmten Markthallen von Paris neben der Kirche Saint Eustache. Dort fängt pünktlich um halb fünf Uhr der Blumenmarkt an: ein Markt für die Einzelhändler, weniger für die Endverbraucher. Ertel sagt: "Blumen aus Holland in Kartons geschichtet. Die Nelke als Industrieprodukt." Aber das alles ist nur eine beschauliche Ouvertüre, denn der Markt in Hallen, dieser berühmte Markt für Obst und Gemüse beginnt erst um Mitternacht. Um kurz vor 23.00 Uhr kommt auf dem Bahnhof Paris-Bercy der erste Güterzug mit Obst und Gemüse aus Südfrankreich an. Rasch wird in extra dafür vorhandene Lastwagen umgeladen, die die Ware dann zu den Hallen bringen. Aber nicht nur mit der Eisenbahn wird der "Bauch von Paris" gefüllt, Hunderte von Lastwagen kommen aus ganz Frankreich, aus Belgien, aus Italien usw. an und liefern Ware. Im Lauf einer Nacht branden auf diese Weise bis zu 2000 voll beladene LKWs an den Hallen an, Verkehrschaos gibt es jede Nacht. Aber das ist quasi normal. Auf diese Weise wurden damals innerhalb einer Nacht 5500 Tonnen Obst umgesetzt. Aber das Ganze war natürlich schon damals ein Anachronismus, wenngleich einer mit großem Reiz. Um zwei Uhr nachts kommt die Kundschaft und Lokale rund um die Markthallen füllen sich. "Eine amerikanische Reisegesellschaft ist eingefallen. Sie kommt aus der Oper und lässt sich als Betthupferl die Hallen servieren. Dazu gibt es Champagner und Pariser Atmosphäre zu Touristenpreisen", kommentiert Dieter Ertel. Um fünf Uhr morgens, es dämmert bereits, haben die Großhändler eingekauft und verkauft. Viertel vor sechs Uhr betreten die eigentlichen Stars der Hallen die Bühne, ein neues Schauspiel beginnt: der Fleischmarkt mit den Lastträgern als Hauptdarstellern. Sie können ganze Ochsen auf die Schulter nehmen. Die Prüfung, um als so ein Lastträger angeheuert zu werden, besteht darin, eine Last von vier Zentnern auf den Schultern 50 Meter weit tragen zu können. Heutige Hygienespezialisten sollten bei diesen 1000 Tonnen Fleisch, die da allmorgendlich umgesetzt werden, besser nicht so genau hinschauen. Das Problem der mangelnden Hygiene war allerdings auch damals schon bekannt: Der Fleischmarkt sollte der erste sein, der in neue Gebäude am Stadtrand umzieht. Nach dem Besuch des Weinmarkts von Paris an ganz anderer Stelle, an dem in guten Zeiten 160000 Flaschen Wein den Besitzer wechseln, kehrt das Filmteam um kurz vor sieben Uhr morgens wieder zurück zum Platz vor der Kirche Saint Eustache. Nun kommen die Endverbraucher, die Pariser Bürgerinnen und Bürger auf den Markt, um einzukaufen: Paris s'éveille, Paris erwacht. Dem Film ist an dieser Stelle aber nicht das berühmte Chanson von Jacques Dutronc unterlegt sondern "Petite Fleur" von Sidney Bechet. Und wenn auch das vorbei ist, kommen die Straßenkehr-Lastwagen und machen alles wieder sauber. Bis zur nächsten großen Schlacht. Und das Team kehrt wieder zurück zum kleinen und beschaulichen Bezirksmarkt in der Rue Mouffetard, wo am späten Vormittag die Geschäfte noch voll in Gang sind.
17:15
17:30
Bayern ist lebendig und vielfältig. Die Sendung stellt wunderschöne Landschaften, spannende Naturphänomene und beeindruckende Persönlichkeiten des Freistaates in atemberaubenden Bildern vor.
18:15
Das Kulturmagazin im BR Fernsehen
18:45
Ungewöhnliche, sinnvolle, innovative und kreative Erfindungen kommen ans Tageslicht. Welche Köpfe und Geschichten stecken hinter den genialen Einfällen?
19:10
Man muss nicht, aber man sollte und könnte und will es vielleicht wissen: warum Antonio Giacomo Stradivari den Ahornbaum so sehr liebte. Oder dass der Hopfen eine zweihäusige Pflanze ist. Oder dass der Fliegenwagwurz zur Familie der Orchideen gehört ... das alles und noch viel mehr enthüllt die 52-teilige Serie "Vom Ahorn bis zur Zwiebel - Pflanzen in unserer Umgebung". Sie lehrt Pflanzen nach ihrer Wuchsform zu unterscheiden oder die charakteristischen Merkmale. z.B. eines Laubbaumes, zu erfassen. Sie informiert über Heilkraft, Nutzwert oder Herkunft der einzelnen Pflanzen und wird so zu einem 52-teiligen "Pflanzen-Bilderbuch" in 5-Minuten-Kapiteln, mit wunderschönen Naturaufnahmen, aufwändigen 3D-Animationen und raffinierten Zeitraffereffekten.
19:15
Daniel ist zurück! Vor über drei Jahren hat er sich gegen eine Therapie entschieden und ist stattdessen mit dem Rad um die halbe Welt gefahren. Jetzt ist er wieder da und wir sprechen mit ihm über seine absoluten Tiefphasen nach seiner Radreise - inklusive wiederkehrenden Depressionen und sozialen Ängsten. Wie geht man damit um, wenn die dunklen Phasen zurückkommen und kleine Aufgaben plötzlich riesig erscheinen? Diese Folge ist der erste Teil unserer Reihe rund um Depressionen. Wir wollen uns anschauen, wie man mit dieser Erkrankung lebt und ob man sie ein für alle Mal überwinden kann. Daniel erzählt von seiner schweren Zeit, seiner Teilnahme bei The Race und wie er versucht, in Finnland und durch Meditation neue Kraft zu finden.
19:30
Das Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Traumhafte Landschaften und spektakuläre Zeugnisse großer Kulturgeschichte, laut "National Geographic" zählt Apulien im "Stiefel" Italiens zu den schönsten Regionen der Welt. Der südlichste Zipfel des Landes zwischen der Adria und dem Ionischen Meer verströmt eine Mischung aus Ursprünglichkeit, Kultur und Lebensart. Bis heute sind die Menschen mit der Tradition ihres Landes tief verwurzelt. Apulien ist zu einer Sehnsuchtsregion geworden. Ganz dicht an der Grenze zu Apulien liegt Matera. Die Altstadt mit ihren Höhlen gehört zum UNESCO-Welterbe. In einer der Höhlen betreibt Chefkoch Carlo Pozzuoli ein Restaurant. Er ist der Mann für typische Spezialitäten seiner Heimatstadt und muss ein offizielles Gericht kochen, das Matera als Europäische Kulturhauptstadt 2019 repräsentiert. Im Valle d`Itria lebt Angelo Pentassuglia. Der 34-Jährige ist Trullaro in der fünften Generation. Er ist einer der wenigen Fachmänner, die noch die speziellen Dächer eines Trullos, die typischen Rundhäuser in der Region, fertigen können. Rund 1.000 dieser Zipfelmützenhäuser stehen in Alberobello. Die von der UNESCO geschützten Trulli ähneln riesigen Termitenhügeln. Die Bauform stammt höchstwahrscheinlich aus Syrien. In Grottaglie wird seit dem 16. Jahrhundert Keramik hergestellt. Hier entstehen Pumos: getöpferte Knospen, die Glück bringen sollen, so der verbreitete Glaube in Apulien. Seit drei Generationen ist Familie Fasano im Keramikgeschäft tätig. Enza Fasano ist Meisterin der Pumos. Jeder ist natürlich handgefertigt und ein Unikat. Apulien ist voll von jahrhundertealten Traditionen. In Putignano zum Beispiel wird seit 1394 Karneval gefeiert. Er startet schon am 26. Dezember eines jeden Jahres und ist der am längsten dauernde in Italien. Deni Bianco ist Pappmaschee-Meister und hat schon Bühnenbilder für den Papst und für den 60. Geburtstag der Sängerin Madonna entworfen. Aber sein Herz gehört den Karnevalswagen. Monatelang bastelt er daran, um beim großen Wettbewerb einen Platz auf dem Siegertreppchen zu ergattern. Ganz im Süden, auf der Halbinsel Salento, lebt Stella Temperanza. Sie ist das "Sternchen am Himmel" des Pizzica-Tanzes. Der Tanz soll seinen Ursprung in der Mythologie haben, verbunden mit Dionysos, dem Gott des Weines und der Ekstase. Außerdem habe er eine therapeutische Wirkung, so glaubte man hier. Wurde jemand bei der Feldarbeit von einer Tarantel gestochen, so sollte er tanzen, bis das Gift aus seinem Körper verschwunden wäre. Stella Temperanza will heutzutage aber einfach nur das Publikum begeistern.
21:00
Es gibt Hoffnung für die letzten Berggorillas der Erde! Ende 2018 ging eine großartige Nachricht um die Welt: Die Zahl dieser Menschenaffen ist auf mehr als 1.000 gestiegen! Nach der jüngsten Zählung der freilebenden Primaten werden aktuell 1.063 vermeldet! Doch in der seltenen Erfolgsstory den Schutz bedrohter Tierarten betreffend zeigen sich auch Schattenseiten. Was passiert, wenn die Population wächst, ihr Habitat aber nicht? Die letzten Berggorillas der Erde leben in nur zwei sehr kleinen Schutzgebieten im östlichen Afrika: zum einen an den Hängen der Virunga-Vulkane zwischen Ruanda, Uganda und der Demokratischen Republik Kongo, zum anderen im Bwindi-Wald in Uganda. Zwei kleine, grüne Inseln - umgeben von Gebieten, die eine der höchsten Bevölkerungsdichten Afrikas aufweisen. Abwandern können die Tiere nicht. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und dem Dian Fossey Gorilla Fund haben festgestellt, dass die Gorillagruppen heute deutlich häufiger aufeinandertreffen als früher. Diese Begegnungen enden oft in aggressiven, teils auch tödlichen Kämpfen. Jüngste Analysen von Kotproben sowie Langzeitbeobachtungen bestätigten, dass das Stressniveau der Tiere deutlich ansteigt. Wo liegen die Grenzen beim Artenschutz, und wie reagieren die Experten auf die neuen Herausforderungen? Die Dokumentation zeigt in beeindruckenden Bildern das Leben der letzten freilebenden Berggorillas der Welt und präsentiert die provozierenden Erkenntnisse der erfolgreichen Schutzbemühungen. Am Ende steht die Frage nach der Zukunft des Zusammenlebens von Mensch und Tier.
21:45
Der Mensch macht Jagd auf Affenbabys. Kleine Schimpansen und Orang-Utans sind beliebt, Prominente und Influencer posieren mit ihnen auf Instagram. Und auch die Zoos weltweit sind hungrig und brauchen immer neuen Nachschub. Doch woher kommen die Tiere? Reporter Michel Abdollahi macht sich auf die Suche nach weltweiten Netzwerken des kriminellen Affenhandels. Im kongolesischen Regenwald sucht er die letzten Bonobos und erhält am Rande eines Marktes ein illegales Angebot. Händler wollen ihm ein Jungtier verkaufen. Solche Geschäfte sind hier schon fast alltäglich. Auch in Thailand wird Michel Abdollahi Zeuge eines illegalen Tierraubes. In einem Zoo, der auf dem Dach eines Kaufhauses untergebracht ist, entdeckt er einen streng geschützten Bonobo. Es ist eine kleine Sensation. Sogar die berühmte britische Primatenforscherin Jane Goodall, die sich für den Schutz und Erhalt von Affen einsetzt, reist an und zeigt sich erschüttert. Bonobos sind vom Aussterben bedroht. "Es bricht mir das Herz, diese unschuldigen Affen in Käfigen zu sehen. Sie haben nichts verbrochen", sagt Goodall. Warum ist dies alles möglich? Das internationale Vertragswerk CITES soll bedrohte Tierarten schützen. Doch das Abkommen ist offenbar vielfach wirkungslos. Das zeigt sich auch im Fall des geklauten Bonobos. Trotz der Meldung an die CITES-Leitung lebt das Tier weiterhin in Gefangenschaft. Er ist eines von Tausenden Opfern des illegalen Handels mit der nächsten verwandten Art des Menschen in der Natur.
22:15
"Klimazeit" bietet wöchentlich Hintergrundberichte, ordnet mit Expert*innen neueste Ergebnisse der Klimaforschung ein, erklärt in aufwändigen Grafikanimationen alles Wissenswerte rund ums Klima, hinterfragt Entscheidungen der Politik und zeigt konstruktive Beispiele, was Konsument*innen, Unternehmen und Kommunen für die Rettung des Klimas tun können.
22:30
23:00
In der Sendung informieren Wissenschaftler, auch für Fachunkundige verständlich, über ihre Forschungen - und das innerhalb von wenigen Minuten und ohne zusätzliche Hilfsmittel. So wird auf unterhaltsame Weise Wissen vermittelt.
23:30
DW's The Day provides viewers with the background and analysis they need to understand the top stories of the last 24 hours. Join our Chief News Anchor Brent Goff as he puts the day's events into context and discusses them with experts and correspondents in the field.