20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Neanderthaler oder Dinosaurier, Skifahren oder Surfen, Rokokoschloss oder Raketenstation: Wer Urlaub rund um Düsseldorf macht, hat die Qual der Wahl. Tamina Kallert stellt Ausflugsziele vor, die maximal eine Stunde vom Hafen der Landeshauptstadt entfernt liegen. Sie startet im Rechtsrheinischen mit einer Tretbootfahrt auf dem Unterbacher See. Im Bergischen entdeckt sie das grüne Angerbachtal mit seinen Mühlen und der Textilfabrik Cromford und probiert nahe des Neanderthal Museums ein Steinzeitmenü. Im Zeittunnel in Wülfrath wird 400 Mio. Jahre Erdgeschichte mit allen Sinnen erlebbar - Gebrüll von Raubsauriern inklusive. Auch links des Rheins geht Tamina Kallert auf Zeitreisen: ins Mittelalter nach Zons, ins 18. Jahrhundert auf dem Tuppenhof bei Kaarst und auf die Raketenstation Hombroich, auf der die NATO bis zum Ende des Kalten Kriegs Raketen-Sprengköpfe lagerte. Kaiserswerth mit historischer Altstadt und Kaiserpfalz ist der älteste Stadtteil von Düsseldorf und ein beliebtes Naherholungsziel.
21:00
Wer in Deutschland ins Pflegeheim kommt, muss um die 3.000 Euro aus eigener Tasche zahlen, mehr als doppelt so viel wie noch vor zehn Jahren. Warum ist Pflege so teuer und warum stehen so viele Heime trotzdem vor großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten? In der Seniorenresidenz Hatten in der Nähe von Oldenburg in Niedersachsen zeigen sich die Konstruktionsfehler des deutschen Pflegesystems. Während Pflegeheimplätze gefragt sind (und in Zukunft immer gefragter werden), stehen hier 26 Pflegezimmer leer. Es gibt zu wenig Fachkräfte, um einen weiteren Stock zu eröffnen. Weil das aber enorme Umsatzeinbußen bedeutet, steht dieses Heim wie so viele kurz vor dem Konkurs, trotz des hohen Bedarfs. Und die Pflegebedürftigen? Sind plötzlich "arm wie eine Kirchenmaus". So sieht sich Brigitte, die hier seit einem Jahr zu Hause ist. Das Ersparte? Bis auf einen Schonbetrag aufgebraucht, das Sozialamt muss einspringen. "Sie fühlen sich wie Bürgergeldempfänger, auch wenn das nicht stimmt", sagt Heimleiter Stefan. Viele aus Stefans Heim haben 45 Jahre in Vollzeit gearbeitet und sind jetzt im Alter auf Sozialhilfe angewiesen. Für den Heimleiter auch deshalb ein Problem, weil die Antragsstellung oft mühsam ist und das Geld erst mit Verzögerung fließt. Die Filmautoren Lars Kaufmann und Phillipp Eggers porträtieren einfühlsam, welche Auswirkungen die Probleme der Pflegeversicherung auf die Betroffenen haben. Auf Heimbewohner und Pflegekräfte und auf die, die ein Pflegeheim wirtschaftlich führen müssen. Steigende Preise für Instandhaltung und Lebensmittel, aber vor allem die gestiegenen Lohnkosten führen zu immer höheren Kosten, die wegen der leeren Kassen der Pflegeversicherung auf die Bewohnerinnen und Bewohner umgelegt werden müssen. Gleichzeitig fehlen in fast allen Heimen Pflegekräfte, sodass viele Zimmer nicht belegt werden können. Ein Blick nach Dänemark zeigt, dass es anders geht: in dem skandinavischen Land wird die Pflege vor allem über Steuereinnahmen finanziert. Der Eigenanteil, den Pflegebedürftige zahlen müssen, ist viel geringer. Fast 30 Jahre nach Einführung der Pflegeversicherung setzt sich auch in Deutschland die Erkenntnis durch, dass das System der Teilkaskoversicherung Pflege aufgrund des demografischen Wandels nicht mehr zukunftsfest ist. Während Expertinnen und Experten in einer Arbeitsgruppe Antworten auf die drängenden Probleme suchen, hoffen die Bewohner und Pflegekräfte in Hatten, dass ihr Heim überleben wird und dass gute Pflege - unabhängig von der Höhe der Rente - bezahlbar bleibt.
21:45
Viele Menschen fragen pflegende Angehörige, wie es der gepflegten Person geht. Selten erkundigen sie sich, wie die pflegende Person selbst mit der Situation zurechtkommt und ob sie Hilfe oder Unterstützung braucht. Özlem Sarikaya spricht mit ihren Gästen darüber, welche emotionalen, gesundheitlichen und finanziellen Folgen die Pflege in der Familie hat. Ein Schwerpunkt der Sendung ist die bislang wenig beachtete Gruppe der pflegenden Kinder und Jugendlichen. Petra Schmieder-Runschke, Vorstand des Stiftungsprojekts "Young Carer Coach", schätzt, dass in Deutschland über eine halbe Million Kinder und Jugendliche regelmäßig Pflege- und Sorgeaufgaben übernehmen und dass die Dunkelziffer noch höher liegt. Young Carers übernehmen nicht nur körperbezogene Pflege, sondern organisieren Medikamente, unterstützen im Haushalt, strukturieren den Alltag und kümmern sich oft zusätzlich um jüngere Geschwister. Viele von ihnen sehen sich selbst nicht als pflegende Angehörige. Die Initiative "Young Carer Coach" sensibilisiert das Umfeld dieser Kinder und jungen Erwachsenen, damit diese oft übersehene Gruppe mehr Sichtbarkeit und Verständnis erhält. Die Journalistin, Pflegeexpertin und Buchautorin Martina Rosenberg spricht über die große Gruppe erwachsener pflegender Angehöriger, vor allem über Frauen. Sie bezieht sich auf eine Studie von pflege.de, für die 1.000 pflegende Angehörige befragt wurden; 77 Prozent davon waren Frauen, mehr als die Hälfte fühlte sich stark belastet und häufig krank. In Deutschland pflegen offiziell 7,1 Millionen Menschen Angehörige; rund drei Millionen von ihnen sind berufstätig und müssen Pflege und Erwerbsarbeit vereinbaren. Das Gespräch zeigt, wie wichtig frühzeitige Information, Beratung und Entlastung sind und wie stark pflegende Angehörige auf ein unterstützendes Umfeld angewiesen sind.
22:15
Was bedeutet die Krankenhausreform für die medizinische Versorgung in Deutschland? Die Dokumentation beleuchtet die Auswirkungen der Krankenhausreform auf Patient:innen, Ärzt:innen und Kliniken. Drohen Versorgungslücken? Deutschland hat eines der teuersten Gesundheitssysteme Europas. Es war das Ziel des ehemaligen Bundesgesundheitsministers Karl Lauterbach (SPD), die Behandlungsqualität zu verbessern und das System der Fallpauschalen zu reformieren. Doch die Stimmen von Kritiker:innen, die mitten im Reformprozess Nachbesserungen fordern, werden lauter. Denn während städtische Standorte profitieren könnten, drohen in ländlichen Regionen Versorgungslücken. Das Klinikum Mittelmosel in Zell ist bereits verloren - endgültig geschlossen. Zu unrentabel war der Betrieb. Welche Auswirkungen hat die Schließung für die medizinische Versorgung in der Region? In der SWR Doku kommen Expert:innen und Betroffene zu Wort.
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DW's The Day provides viewers with the background and analysis they need to understand the top stories of the last 24 hours. Join our Chief News Anchor Brent Goff as he puts the day's events into context and discusses them with experts and correspondents in the field.