19:30
Recycling - europaweit! Die neue Verpackungsverordnung der EU gilt seit Mitte August, doch erst ab 2030 wird es richtig ernst: Dann muss jede neue Verpackung recyclingfähig sein. Die Verordnung sieht vor, dass Verpackungen aus Materialien bestehen müssen, die sich für den Recyclingprozess eignen. Doch wie lässt sich das in der Praxis umsetzen und was kann eine solche Verordnung wirklich bringen? NANO hat Antworten. Weltraumschrott-Forschung: Die Jagd auf verglühende Satelliten Stuttgarter Forscher gehen auf die Jagd nach verglühenden Satelliten. Bei einer ESA-Mission beobachten sie den kontrollierten Wiedereintritt ausgedienter Satelliten in die Erdatmosphäre - aus einem speziell ausgerüsteten Flugzeug über dem Südpazifik. Mit 28 Kameras wollen sie untersuchen, welche Materialien in welcher Höhe verglühen, ob Trümmer die Erde erreichen und welche Auswirkungen die Rückstände auf die Atmosphäre haben. Hintergrund ist die wachsende Zahl von Satelliten und damit auch von Wiedereintritten in den kommenden Jahren. So klappt der Baubooster! 16.000 Brücken in Deutschland sind marode, der Sanierungsstau ist riesig. Die Schiene kann als Verkehrsträger kaum einspringen, denn auch das Bahn-Netz ist überlastet, die Infrastruktur auch hier marode. Wir zeigen Projekte, die als Blaupause dienen können für eine Baubooster in Deutschland. Roboter-WM China Bei den World Humanoid Robot Games in Peking treten mehr als 2.000 Roboter aus 16 Ländern in 51 Disziplinen gegeneinander an. Die technischen Fortschritte sind enorm: Während viele Maschinen noch im vergangenen Jahr an der Startlinie zusammenbrachen, laufen die Roboter in Sachen Geschwindigkeit heute den Menschen davon. Beim Sprint über 100 Meter stellte ein Roboter mit 9,39 Sekunden einen neuen Weltrekord auf. Auch über 400 Meter war ein Roboter mit 43,03 Sekunden schneller als jeder Mensch. Das Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Nordamerikas Westküste, der nördlichste Teil. Der Yukon beginnt in den Bergen im kanadischen British Columbia. Noch einmal viereinhalb Stunden Flugzeit nördlich von Vancouver. Er fließt durch Kanadas Nordwesten und durch Alaska in einem großen Bogen zum Beringmeer, über 3000 Kilometer. Im Winter friert dieser riesige Fluss komplett zu. Dann ist er ein legendärer Highway aus Eis - durch die unberührte Natur des nördlichen Nordamerika. Sein Hinterland von immenser Größe, seine Zuflüsse berühmt-berüchtigt, wie der Klondike River, seine Tierwelt faszinierend: vereiste Grizzlies, riesige Rentierherden, massive Elche, wendige Lachse und scheue Luchse. An seinen Ufern einige wenige kleinere Städte, abgelegene Siedlungen, die nur über den Fluss erreicht werden können und Menschen, die dem harten Leben am Yukon trotzen. Temperaturen bis minus 50 Grad sind im Winter keine Seltenheit. "Flussgiganten - Der Yukon", erzählt von Rocko Schamoni, zeigt die Welt der harten Kerle am eisigen Fluss, seien sie Mensch oder Tier und fasziniert mit grandiosen Bildern.
21:00
Mit acht Armen, neun Hirnen und manchmal zehn Meter Spannweite sind Pazifische Riesenkraken die größten Oktopusse der Welt. Florian Graner zeigt das geheimnisvolle Leben dieser Verwandten von Schnecken und Muscheln. Dabei baut er ein enges Verhältnis mit den wildlebenden Tintenfischen auf. Parallel dazu verfolgt er die Entwicklung des jungen Weibchens in einem Aquarium. Ellie löst dort zunehmend komplexere Aufgaben. Riesenkraken sind bizarre Wesen mit rasantem Lebenslauf: Innerhalb von nur vier Jahren werden sie bis zu zehn Meter groß; die "Aliens" haben Köpfchen, sind neugierig und suchen den Kontakt mit anderen Spezies. Bei Tauchabenteuern in den Fjorden im Nordosten der USA baut er ein enges Verhältnis mit den wildlebenden, eigentlich sehr scheuen Tintenfischen auf. Dabei gelingen ihm eindrucksvolle Szenen von einem Rendezvous unter Riesenkraken und von der aufopfernden Brutpflege eines Oktopusweibchens vor Seattle: Monatelang bewacht und umsorgt die werdende Mutter ihr Gelege aus Zehntausenden von Eiern, bis die Jungen schlüpfen - und sie erschöpft stirbt. Parallel dazu verfolgt Florian Graner die Entwicklung des jungen Riesenkraken Eleonora im Aquarium von Port Townsend: Ellie löst dort zunehmend komplexere Aufgaben, vor die sie gestellt wird. Die Wandlungsfähigkeit ihres Körpers, die schnelle Auffassungsgabe und die Zugewandtheit des Tintenfisches beeindrucken Florian. Ellie geht regelmäßig auf Kuschelkurs mit ihm. Nach einem Jahr bringt Florian den mächtig gewachsenen Tintenfisch in seinen angestammten Lebensraum zurück - voller Respekt für eine andersartige Intelligenz, einen völlig unterschiedlichen Entwurf der Natur. Denn Riesenkraken sind bizarre Wesen mit rasantem Lebenslauf: Innerhalb von nur vier Jahren werden sie bis zu zehn Meter groß; die "Aliens" haben Köpfchen, sind neugierig und suchen den Kontakt mit anderen Spezies.
21:45
Sabine Schwarten ist eine der letzten hauptberuflichen Binnenfischerinnen und Binnenfischer Schleswig-Holsteins und die einzige Frau in diesem Job. Ihre Familie und Vorfahren haben seit 900 Jahren von der Binnenfischerei gelebt. Ihr Vater, 89 Jahre, half ihr bis vor drei Jahren noch beim Fischen. Jetzt schmeißt sie den Laden allein. Doch leben kann sie von der Fischerei nur noch mit Ach und Krach. Ein Großteil der Süßwasserfische in den Läden hierzulande kommt inzwischen aus dem Ausland und der Aquakultur und nicht mehr aus den Seen. Ob Kormorane, verbaute Flüsse oder Nährstofffluten, die Schwierigkeiten der Binnenfischer sind vielfältig und seit Langem bekannt. Immer mehr Binnenfischer geben auf, weil der Verdienst nicht mehr stimmt. Doch Sabine Schwarten hat immer gehofft, die Tradition ihrer Familie weitertragen zu können. Kinder hat sie nicht, auch keinen Ehemann. Ihre Ausbildung schloss sie als Jahrgangsbeste ab, ging dafür extra nach Bayern, weil es hierzulande schon keine Ausbildungsplätze mehr gab. Sabine Schwarten betreibt noch die traditionelle Zugnetzfischerei. Zwei Boote braucht sie für ihre Arbeit, befahren werden sie mit vier Leuten. Doch Angestellte kann sie sich nicht leisten. Also helfen seit vielen Jahren Freiwillige und inzwischen auch ihr Cousin. Den Großteil ihres Geldes verdient Sabine Schwarten mit dem Besatz von Angelteichen und der Lieferung von Futterfischen. Der Speisefischverkauf läuft eher nebenher. Seit Aale selten geworden sind, fehlt der Haupterwerb, den ihr Vater noch hatte. Süßwasserfische werden immer seltener nachgefragt. In diesem Jahr hat sie auch einen Auftrag vom Land: Der Stendorfer See ist in einem schlechten ökologischen Zustand und entspricht nicht der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Nun soll er untersucht werden. Seit 30 Jahren wurde er nicht befischt. Die Fischerin soll helfen. Der Film begleitet den Arbeitsalltag der Fischerin, zeigt, wie sie versucht, den Fangerfolg in ihrem See zu verbessern. Sabine Schwarten liebt ihren Beruf und kämpft dafür, dass die Seen auch in Zukunft Fischerfamilien ernähren können und die Tradition der Binnenfischerei nicht vergessen wird. Eine Tradition, die eine ungewisse Zukunft hat.
22:15
Hitze, Dürre, Feuer - und wo bleibt der Klimaschutz? Der extrem heiße Sommer 2026 bricht alle Rekorde, doch adäquate Reaktionen für mehr Klimaschutz bleiben aus. Über diesen scheinbaren Widerspruch zeigen wir einen Beitrag und sprechen danach mit der Psychologin Lea Dohm. Die sommerliche Hitze macht auch den Tieren in Haus und Hof zu schaffen - besonders Milchkühe mögen es cool. Über 25 Grad haben sie ein zunehmendes Problem und die Bauern mit ihnen. Was tun also? Den Beitrag vertiefen wir mit einem Gespräch mit Dr. Franziska Koch vom Forschungsinstitut für Nutztierbiologie. Die schweren Brände im belgisch-deutschen Hochmoor Hohes Venn haben gezeigt, wie empfindlich besonders trocken gelegte und -gefallene Moore auf den Klimawandel reagieren. Da sind in moorreichen Regionen Fachleute gefragt - wie Moormanagerin Inga Ahlborn aus Borken.
22:30
23:00
In der Sendung informieren Wissenschaftler, auch für Fachunkundige verständlich, über ihre Forschungen - und das innerhalb von wenigen Minuten und ohne zusätzliche Hilfsmittel. So wird auf unterhaltsame Weise Wissen vermittelt.
23:30
DW's The Day provides viewers with the background and analysis they need to understand the top stories of the last 24 hours. Join our Chief News Anchor Brent Goff as he puts the day's events into context and discusses them with experts and correspondents in the field.