17:15
Wilde Wut - Wildtiere, die in Städten heimisch geworden sind, verhalten sich mutiger und aggressiver als ihre Artgenossen in freier Wildbahn. Französische Forscher haben tausende Studien ausgewertet und verglichen. Fuchs, Dachs und Co. verteidigen ihre Stadtreviere vehement und unerschrocken. "Streichelforschung" - Manchmal braucht es keine Worte, damit einen das Gegenüber versteht. Eine kurze Berührung kann nicht nur trösten und Nähe schaffen - sondern sogar im Körper messbare Reaktionen auslösen. An der Universität Innsbruck erforscht ein Team mit Paaren im Labor, 3D-Kameras und einer künstlichen Roboterhand, wie sich Streicheleinheiten auf den Organismus auswirken. Rendezvous mit dem All - Die französische ESA-Astronautin Sophie Adenot berichtet live aus der internationalen Raumstation ISS über ihren "All-Tag". Aktuell, anschaulich, lehrreich - das ORF-Wissenschaftsmagazin von und mit Günther Mayr. Jede Woche zeigt es in informativen Beiträgen die neuesten Erkenntnisse der Forschung, die uns allen etwas bringen. Mythen, Gerüchte und Fake-News werden wissenschaftlich überprüft und nachvollziehbar entlarvt. Dazu gibt es spannende Reportagen von den interessantesten Forschungsschauplätzen in Österreich und weltweit. Regelmäßig werden erfolgreiche Wissenschafter/innen, ihre persönlichen Zugänge und ihre herausfordernde Arbeit porträtiert. Ein Blick ins Archiv soll anschaulich machen, wie schnell sich Forschung und Erkenntnisse im Lauf der Geschichte verändern. Was war Utopie, was ist bis heute erfolgreich? Die Welt der Forschung - von ihren Anfängen bis zum Blick in die Zukunft.
17:35
Akku fürs Eigenheim: Solarstrom speichern mit Wasserstoff Enno Wagner aus Mainz ist Professor für Mechatronik und hat in seiner Garage einen preiswerten Stromspeicher fürs Eigenheim entwickelt. Der kann überschüssigen Strom aus der PV-Anlage langfristig speichern. Das macht er mit Wasserstoff und einem Druck-Elektrolyseur. Mit dem Sonnenstrom stellt er Wasserstoff her und speichert ihn komprimiert in Stahlbehältern. Bei Bedarf kann der Wasserstoff entnommen werden und mit der Apparatur wieder verstromt werden. Ennos Druck-Elektrolyseur ist nach seiner Auskunft deutlich kostengünstiger und leistungsfähiger als bisherige. Bislang gibt es lediglich einen funktionierenden Prototyp in Ennos Garage. Den checkt Wissenschaftsjournalist und Youtuber Norio. Täglich werden in Deutschland etwa 130 Erfindungen patentiert. Darunter sind viele Ideen, die im Haushalt helfen und der Gesundheit dienen sollen. Doch wie werden die Ideen berühmt, die das Licht der Öffentlichkeit wirklich nicht scheuen müssen? Die Antwort bietet das TV-Magazin "Einfach genial", das jede Woche pfiffige Ideen ins Rampenlicht stellt. Seit 1996 hat das "Einfach genial"-Team über 3.000 Erfindungen vorgestellt. Darunter Neues für den Bau des Eigenheimes, Geniales rund um das Fahrrad oder Ideen für ein Leben ohne Chemie. Präsentiert werden auch Ideen für das Auto, den Garten und das Kinderzimmer. Und immer wieder Erfindungen, die helfen, Heiz- oder Stromkosten zu sparen.
18:00
Erdbeeren gehören zum Sommer wie Grillen, Garten und Schwimmbadpommes. Viele erinnern sich noch an diesen intensiven Duft und Geschmack aus der Kindheit. Doch warum schmecken Erdbeeren heute oft nach nichts und sind manchmal fest wie Gurken? Unsere Lieblingsfrucht muss sich neuen Herausforderungen stellen: lange Transportwege überstehen, im Supermarkt perfekt aussehen und am besten fast das ganze Jahr verfügbar sein. Der Preis: oft weniger Aroma. Denn ausgerechnet die Gene, die für den typischen Erdbeerduft sorgen, vererben sich nur schwer weiter. Kann die Erdbeere wieder so schmecken wie früher und gleichzeitig robust, nachhaltig und bezahlbar sein? Genau daran arbeiten Forschende und Züchter in Deutschland: an der neuen "Super-Erdbeere". Dabei schauen sie auf alte Sorten wie Mieze Schindler, die zwar empfindlich sind, aber voller Geschmack. Gleichzeitig verändert sich der Anbau radikal: Statt klassischer Felder prägen immer häufiger Folientunnel die Landschaft. Verlieren wir damit ein Stück Sommergefühl? Und was ist eigentlich besser: Freiland oder Tunnel? Quarks begleitet die Suche nach der Erdbeere der Zukunft und zeigt, wie Wissenschaft daran arbeitet, dass die Erdbeere von morgen endlich wieder so schmeckt wie früher.
18:45
Kopftuchverbot, Sterbehilfe, religiöse Symbole im Wahlkampf: Religion und Ethik spielen in der öffentlichen Diskussion immer wieder eine zentrale Rolle. "Prisma", das neue ORF-TV-Format informiert über aktuelle Geschehnisse im Zusammenhang von Gesellschaft und Wissenschaft. Die Sendung liefert Zusammenhänge, diskutiert verschiedene Standpunkte und analysiert religionspolitische und ethische Entwicklungen im In- und Ausland. Durch die Sendung führen Judith Fürst, Konstantin Obermayr und Sandra Szabo.
19:00
Die oft unverfänglich gemeinte Frage "Wo kommst du her?" wird meist Menschen gestellt, von denen etwa wegen ihres Aussehens, ihres Namens, oder wegen eines möglichen Dialekts angenommen wird, dass sie, "fremd" seien. Problematisch ist die Frage nach der Herkunft, da sie den Gefragten meist deshalb gestellt wird, weil diese vermeintlich "anders" seien. Die Frage "Wo kommst du her?" trifft damit indirekt eine Aussage, "du gehörst nicht hierher bzw. dazu". Eine Aussage, die großen Einfluss auf das Selbstbild der Gefragten haben kann. Respekt-Moderatorin Christina Wolf trifft die Nürnbergerin Lena. Ihre leiblichen Eltern kommen aus Eritrea und den USA. Sie selbst wurde nach der Geburt zur Adoption freigegeben und wuchs bei einer deutschen, weißen Familie auf. Aufgrund ihrer Hautfarbe kennt die waschechte Fränkin Lena die Frage "Wo kommst du her?" nur zu gut. Und sie ist nicht nur genervt von der Frage, sie tut weh. Schließlich zeigen die Fragenden Lena damit, dass sie nicht wirklich hierher gehört. Dass sich diese Zweifel an der Zugehörigkeit tief in die eigene Identität eingraben können, weiß auch Cara. Kurz nach der Wiedervereinigung in Thüringen geboren und aufgewachsen, erfuhr sie erst während ihres Studiums im westdeutschen Hildesheim, dass sie "Ostdeutsche" sei. Bisher spielte ihre Herkunft keine Rolle. Erst im "Westen" wurde ihr durch die immer wieder gestellte Frage nach der Herkunft und der erstaunten Feststellung, dass sie - die geborene Thüringerin - ja gar kein Sächsisch spreche, deutlich gemacht, dass sie anders sei. Das "Ostdeutsche" wurde zum Teil ihrer Identität. Ebenso ergeht es Erkan, den Moderatorin Christina Wolf in München trifft. Seine Eltern kamen in den 1970er Jahren aus der Türkei nach Deutschland. Weil sie beide arbeiteten, wuchs Erkan unter Woche bei einer Leih-Oma im oberbayerischen Reichertshausen auf - mit Schweinebraten, bayerischer Tracht und bayerischen Traditionen. Als die Eltern weniger arbeiten mussten, konnten sie Erkan endlich zu sich nehmen. Er lernte Türkisch und erweiterte seine Identität um das, was ihm seine Eltern nahe brachten. Wird er gefragt "wo kommst du her?", antwortet er auf Bayerisch oder auf Türkisch - je nach Stimmungslage. Er nimmt die Frage nicht böse, wünscht sich aber, dass die (vermeintliche) Herkunft endlich keine Rolle mehr spielt. © Bayerischer Rundfunk 2021 Mehr Informationen unter: www.br.de/respekt
19:30
Langweilige Eurokraten, staubtrockene Dossiers, nichts als ältere Herren in dunklen Anzügen? Europa ist ganz anders, auch wenn es sich nicht auf den ersten Blick erschließt. Wer bin ich, und wenn ja wie viele, dieser Berliner Sponti-Spruch beschreibt exakt die Herausforderung und die Möglichkeiten eines geeinten Europa. Diesen Prozess begleiten, fremde Mentalitäten und Perspektiven zeigen, will das Europamagazin der ARD. Mit Reportagen, Hintergrundberichten, aktuellen Beiträgen und auch Glossen werden die Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten spürbar.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
2004 - das Jahr, in dem Schlangestehen in Mode kommt: Das Museum of Modern Art kommt mit zweihundert Meisterwerken an die Spree und bricht Besucherrekorde. Initiator Peter Raue berichtet davon, wie die unbezahlbaren Kunstwerke aus New York nach Berlin gebracht werden. Heinz Buschkowsky, Bezirksbürgermeister von Neukölln, stößt eine Debatte über Parallelgesellschaften unter Zuwanderern an und die Schauspielerin Constanze Behrends erzählt, wie sie mit der Theater-Sitcom "Gutes Wedding, schlechtes Wedding" die Multi-Kulti-Idylle auf die Schippe nimmt und damit beim Publikum unglaubliche Erfolge feiert. Am 2. Weihnachtsfeiertag erschüttert die Tsunami-Katastrophe in Südostasien die Welt, mehr als 200.000 Menschen kommen in der gewaltigen Flutwelle ums Leben. Die Berlinerin Anke George, damals im Urlaub in Thailand, verliert an diesem 26. Dezember ihren Ehemann. Im Interview spricht sie über die furchtbaren Geschehnisse. Die Reihe "Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt" zeigt den doppelten Blick auf West- und Ost-Berlin von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart, 1945 bis 2020, in einer bislang nie dagewesenen Größenordnung: Eine Berlin-Chronik der Superlative über 64 Folgen, 5760 Minuten. Die fünfte Staffel über die 2000er Jahre zeigt eine Stadt im rasanten Wandel. Aufbruch ins Ungewisse: Quo vadis, Berlin? Als deutsche Hauptstadt ist Berlin auch Bühne der Weltpolitik - und wird weltweiter Mythos, nicht nur in Sachen Nachtleben. Die D-Mark geht, der Euro kommt, doch die Finanzlage der Stadt bleibt katastrophal. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit fasst das Berliner Lebensgefühl der Dekade in einen griffigen Slogan: "Arm, aber sexy". Doch die Arbeitslosigkeit steigt auf Rekordhöhen - nirgends in Deutschland ist der Anteil an Hartz-IV-Empfängern höher. Die 2000er sind Jahre der allgemeinen Verunsicherung: Die Terroranschläge vom 11.September erschüttern auch die Berliner, die Stadt streitet über "Parallelgesellschaften" und beklagt einen "Ehrenmord". Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 erlebt Berlin sein "Sommermärchen" - Beginn eines Aufschwungs, der bis heute anhält. Die Touristenzahlen steigen, aber auch die Mieten: Berlin ist Boomtown und Betongold. Und im neuen Jahrtausend mehr denn je: Weltstadt und Kiez, gelebte Wiedervereinigung - Schauplatz kleiner und großer Geschichten in einer sich globalisierenden Welt.
21:45
Der fränkische Schlagzeuger, der zum Weltstar wurde, hat in der Stadt an der Salzach einige seiner ersten großen Konzerte gespielt. Zum ersten Mal stand Wolfgang Haffner vor genau 40 Jahren in Burghausen auf der Bühne. Kurz vorher engagierte Pianist Joe Haider den jungen Drummer und ging mit ihm auf Tournee. Das Joe Haider Trio begleitete den Starsaxophonisten James Mood und Wolfgang Haffner trommelte da schon mit Hingabe. 20 Jahre war Haffner da alt. 2026 mit 60 war es wohl sein 17., vielleicht das 18. Gastspiel bei dem altehrwürdigen Jazzfestival im Osten Oberbayerns. Wolfgang Haffner gehört in Burghausen quasi zum Inventar, aber trotzdem fiebern seine Fans seinen Auftritten immer entgegen. 2026 brachte er ein besonderes Programm in die Wackerhalle mit illustren Gästen und seinem Stammtrio als Keimzelle. Keyboarder Simon Oslender und Bassist Thomas Stieger sind Haffners musikalische Familie. Mit ihnen tourt er seit einigen Jahren durch die Welt. Die drei sind perfekt eingespielt und verstehen sich blind. Posaunenlegende Nils Landgren, Jazzsängerin Viktoria Tolstoi, Balkandisco-DJ Shantel und der Saxophon-Risingstar Jakob Manz waren die Gäste bei Wolfgang Haffners All Star Celebration. Ein Burghausen-Stammgast in Feierlaune, den man nicht verpassen sollte!
22:50
Das Kulturmagazin im BR Fernsehen
23:20
In dieser Folge von Pop Secret Stories erzählen wir die Geschichte der Band "Geese" - und die Frage, ob man im Internet heute noch organisch berühmt werden kann. Ausgelöst durch einen viel diskutierten Wired-Artikel rekonstruieren wir, wie rund um die Indie-Band "Geese" ein Hype entstand, der sich als cleveres Marketing und eine perfekt inszenierte Illusion entpuppt hat. Angeblich künstlich erzeugte Kommentare, Meme-Seiten, Insider-Witze und virale Clips, gesteuert durch die Firma "Chaotic Good Projects" machten Geese plötzlich zu einer der meistdiskutierten neuen Bands im Netz. Doch wo endet modernes Musikmarketing - und wo beginnt Manipulation? Warum setzen Labels und Kreativagenturen heute immer stärker auf Strategien, die aussehen sollen wie Zufall, Community oder echter Underground-Hype? Ist das am Ende einfach die logische Konsequenz einer Musikwelt, in der Aufmerksamkeit zur wichtigsten Währung geworden ist? Und wie echt sind unsere Social Media Feeds wirklich noch?"
23:35