21:00
Unsere Hände sind wahre Multifunktionswerkzeuge. Kein anderes Körperteil ist so beweglich, sensibel und gleichzeitig so belastbar. Aktuelle Studien zeigen, dass die Verbindung zwischen Hand und Gehirn entscheidend für unsere kognitive Gesundheit ist. Jede Berührung, jedes Anfassen erzeugt ein Feuerwerk im Gehirn. Feinmotorische Übungen und gezieltes Handtraining können helfen, neurodegenerativen Erkrankungen vorzubeugen oder sie abzumildern. Wie genau funktioniert das? Die Dokumentation begleitet Emma Bernhard bei den Westdeutschen Meisterschaften im Lead-Klettern. Die 22-jährige hessische Meisterin gehört zu den Top-Sportkletterinnen Deutschlands in den Disziplinen Lead-Klettern und Bouldern. Beim Klettern zählt jeder Hand-Griff. Doch was nach reiner Muskelarbeit aussieht, ist in Wahrheit ein komplexer Denkprozess. Das erfährt Emma, als sie die Sportpsychologin Dr. Lisa Musculus in der Sporthochschule Köln besucht, die ihr Kraft- und Planungspotenzial untersucht. Kletter-Profis erkennen schneller, was wichtig ist - zum Beispiel welche Griffe sie brauchen oder welche Route sie nehmen müssen - eine Kompetenz, die ihnen auch in anderen Lebensbereichen enorm hilft. Vor drei Jahren erlitt die 29-jährige Katharina Borck einen Schlaganfall und kämpft sich seitdem mit nur einer funktionsfähigen Hand zurück in ein eigenständiges Leben. An der Uniklinik Frankfurt könnte ihr eine neuartige Therapie helfen. Mit einem Neurostimulationsverfahren, das den motorischen Kortex gezielt ansprechen und stärken soll, versucht das Team um den Neurologen und Neurowissenschaftler Prof. Christian Grefkes-Hermann, die Bewegungsfähigkeit von Katharinas rechter Hand zu verbessern. Wird die Therapie gelingen? Die Hände von Uhrmachermeister Robert Hoffmann sind sein wichtigstes Werkzeug. Sie sind durch seine tägliche Arbeit feinmotorisch besonders geschult, ruhig und präzise. Sie können Bewegungen millimetergenau ausführen und spüren kleinste Unterschiede in Materialien oder Mechanik. In der Uhrenmanufaktur, in der Robert arbeitet, möchte der Entwicklungspsychologe Prof. Sebastian Suggate von der Universität Regensburg herausfinden, was in den Köpfen der Menschen passiert, die jeden Tag mit feinster Motorik arbeiten, und er startet eine Studie: Bringt eine hochentwickelte Feinmotorik Vorteile in bestimmten Bereichen der Intelligenz? Die Doku zeigt und erzählt, warum es so wichtig ist, dass wir unsere Hände ein Leben lang schulen. Wir sollten unsere Hände trainieren, um im Kopf möglichst fit zu bleiben.
21:45
Der Urmensch Homo erectus hat beispielsweise vor knapp zwei Millionen Jahren in Afrika den Faustkeil erfunden. Experimente zeigen: Bei der Herstellung eines solchen Steinwerkzeugs werden dieselben Hirnregionen aktiv wie bei einem Musiker, wenn er Beethoven am Klavier spielt. Hätte der Homo erectus also ein berühmter Pianist werden können, wenn er in unserer Zeit aufgewachsen wäre? Der Paläoneurobiologe Emiliano Bruner weiß, dass die Gehirne dieser Steinzeitmenschen im Durchschnitt kleiner waren als unsere, auch wenn es Ausreißer nach oben gab. Dennoch waren ihre Fähigkeiten wahrscheinlich noch nicht mit denen des modernen Menschen, dem Homo sapiens, vergleichbar. Die Neandertaler hatten immerhin ähnlich große Gehirne wie wir. Letztlich kommt es auch darauf an, wofür wir unsere Hirnmasse einsetzen. Dank Abdrücken, die Gehirne an der Innenseite von Schädeln hinterlassen haben, wissen wir heute, dass bei uns als Homo sapiens andere Hirnregionen stärker ausgeprägt sind als bei Neandertalern. Sind es diese Unterschiede in der Gehirnstruktur, die uns dabei helfen, die Herausforderungen unserer sozial und technologisch komplexen Gesellschaft zu meistern? "Wenn wir über Menschen sprechen, die vor 50.000 oder sogar 100.000 Jahren gelebt haben, denke ich, dass sie nicht schlecht abschneiden würden", ist der Paläoanthropologe Jean-Jacques Hublin überzeugt.
22:15
In dieser Sendung geht es um Schmerzen, die einen im Alltag plagen. Wenn der Kopf drückt oder es im Rücken zieht - was hilft dann, die Schmerzen zu lindern? Quarks fasst die neusten Wege zusammen, die die Forschung dafür aufzeigt.
23:00
Schüler Moritz soll in seiner Challenge Hund Pinar behandeln. Erst im Wartezimmer aufrufen, dann Pinar wiegen und schließlich auch noch die Temperatur messen. Und spätestens da wird's knifflig. Zeigt Moritz genug Feingefühl, um Pinar anständig zu behandeln? Beruf: Tiermedizinische/r Fachangestellte/r Ausbildungsart: Duale Ausbildung Ausbildungsdauer: ?3 Jahre Lernorte: Ausbildungsbetrieb und Berufsschule Medizinische Fachangestellte unterstützen den Tierarzt und übernehmen eigene medizinische Aufgaben bei der Behandlung von Tieren. Wichtige Skills: Empathie - nicht nur mit dem Tier, sondern auch mit den BesitzerInnen, die man während der Behandlung über die nächsten Schritte informieren sollte, kräftig tragen können - der Job ist Körperarbeit und medizinisches Wissen, das während der Ausbildung vermittelt wird. In jeder Folge von JobChallenge wagt sich eine Schülerin oder ein Schüler in einen Ausbildungsberuf und muss eine typische Aufgabe erfüllen - ohne vorher zu wissen, ob es ums Brezelbacken geht oder eine U-Bahn-Reparatur. Der Azubi des Betriebs gibt Tipps per Funkgerät und der Endboss aka Ausbildungsleiter bewertet, ob die Challenge bestanden ist. Außerdem gibt´s in jeder Folge alles Wichtige rund um den Ausbildungsberuf - zum Beispiel was man verdient oder welche Skills man haben sollte.
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DW's The Day provides viewers with the background and analysis they need to understand the top stories of the last 24 hours. Join our Chief News Anchor Brent Goff as he puts the day's events into context and discusses them with experts and correspondents in the field.