19:30
Langweilige Eurokraten, staubtrockene Dossiers, nichts als ältere Herren in dunklen Anzügen? Europa ist ganz anders, auch wenn es sich nicht auf den ersten Blick erschließt. Wer bin ich, und wenn ja wie viele, dieser Berliner Sponti-Spruch beschreibt exakt die Herausforderung und die Möglichkeiten eines geeinten Europa. Diesen Prozess begleiten, fremde Mentalitäten und Perspektiven zeigen, will das Europamagazin der ARD. Mit Reportagen, Hintergrundberichten, aktuellen Beiträgen und auch Glossen werden die Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten spürbar.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
2004 - das Jahr, in dem Schlangestehen in Mode kommt: Das Museum of Modern Art kommt mit zweihundert Meisterwerken an die Spree und bricht Besucherrekorde. Initiator Peter Raue berichtet davon, wie die unbezahlbaren Kunstwerke aus New York nach Berlin gebracht werden. Heinz Buschkowsky, Bezirksbürgermeister von Neukölln, stößt eine Debatte über Parallelgesellschaften unter Zuwanderern an und die Schauspielerin Constanze Behrends erzählt, wie sie mit der Theater-Sitcom "Gutes Wedding, schlechtes Wedding" die Multi-Kulti-Idylle auf die Schippe nimmt und damit beim Publikum unglaubliche Erfolge feiert. Am 2. Weihnachtsfeiertag erschüttert die Tsunami-Katastrophe in Südostasien die Welt, mehr als 200.000 Menschen kommen in der gewaltigen Flutwelle ums Leben. Die Berlinerin Anke George, damals im Urlaub in Thailand, verliert an diesem 26. Dezember ihren Ehemann. Im Interview spricht sie über die furchtbaren Geschehnisse. Die Reihe "Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt" zeigt den doppelten Blick auf West- und Ost-Berlin von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart, 1945 bis 2020, in einer bislang nie dagewesenen Größenordnung: Eine Berlin-Chronik der Superlative über 64 Folgen, 5760 Minuten. Die fünfte Staffel über die 2000er Jahre zeigt eine Stadt im rasanten Wandel. Aufbruch ins Ungewisse: Quo vadis, Berlin? Als deutsche Hauptstadt ist Berlin auch Bühne der Weltpolitik - und wird weltweiter Mythos, nicht nur in Sachen Nachtleben. Die D-Mark geht, der Euro kommt, doch die Finanzlage der Stadt bleibt katastrophal. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit fasst das Berliner Lebensgefühl der Dekade in einen griffigen Slogan: "Arm, aber sexy". Doch die Arbeitslosigkeit steigt auf Rekordhöhen - nirgends in Deutschland ist der Anteil an Hartz-IV-Empfängern höher. Die 2000er sind Jahre der allgemeinen Verunsicherung: Die Terroranschläge vom 11.September erschüttern auch die Berliner, die Stadt streitet über "Parallelgesellschaften" und beklagt einen "Ehrenmord". Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 erlebt Berlin sein "Sommermärchen" - Beginn eines Aufschwungs, der bis heute anhält. Die Touristenzahlen steigen, aber auch die Mieten: Berlin ist Boomtown und Betongold. Und im neuen Jahrtausend mehr denn je: Weltstadt und Kiez, gelebte Wiedervereinigung - Schauplatz kleiner und großer Geschichten in einer sich globalisierenden Welt.
21:45
Der fränkische Schlagzeuger, der zum Weltstar wurde, hat in der Stadt an der Salzach einige seiner ersten großen Konzerte gespielt. Zum ersten Mal stand Wolfgang Haffner vor genau 40 Jahren in Burghausen auf der Bühne. Kurz vorher engagierte Pianist Joe Haider den jungen Drummer und ging mit ihm auf Tournee. Das Joe Haider Trio begleitete den Starsaxophonisten James Mood und Wolfgang Haffner trommelte da schon mit Hingabe. 20 Jahre war Haffner da alt. 2026 mit 60 war es wohl sein 17., vielleicht das 18. Gastspiel bei dem altehrwürdigen Jazzfestival im Osten Oberbayerns. Wolfgang Haffner gehört in Burghausen quasi zum Inventar, aber trotzdem fiebern seine Fans seinen Auftritten immer entgegen. 2026 brachte er ein besonderes Programm in die Wackerhalle mit illustren Gästen und seinem Stammtrio als Keimzelle. Keyboarder Simon Oslender und Bassist Thomas Stieger sind Haffners musikalische Familie. Mit ihnen tourt er seit einigen Jahren durch die Welt. Die drei sind perfekt eingespielt und verstehen sich blind. Posaunenlegende Nils Landgren, Jazzsängerin Viktoria Tolstoi, Balkandisco-DJ Shantel und der Saxophon-Risingstar Jakob Manz waren die Gäste bei Wolfgang Haffners All Star Celebration. Ein Burghausen-Stammgast in Feierlaune, den man nicht verpassen sollte!
22:50
Das Kulturmagazin im BR Fernsehen
23:20
In dieser Folge von Pop Secret Stories erzählen wir die Geschichte der Band "Geese" - und die Frage, ob man im Internet heute noch organisch berühmt werden kann. Ausgelöst durch einen viel diskutierten Wired-Artikel rekonstruieren wir, wie rund um die Indie-Band "Geese" ein Hype entstand, der sich als cleveres Marketing und eine perfekt inszenierte Illusion entpuppt hat. Angeblich künstlich erzeugte Kommentare, Meme-Seiten, Insider-Witze und virale Clips, gesteuert durch die Firma "Chaotic Good Projects" machten Geese plötzlich zu einer der meistdiskutierten neuen Bands im Netz. Doch wo endet modernes Musikmarketing - und wo beginnt Manipulation? Warum setzen Labels und Kreativagenturen heute immer stärker auf Strategien, die aussehen sollen wie Zufall, Community oder echter Underground-Hype? Ist das am Ende einfach die logische Konsequenz einer Musikwelt, in der Aufmerksamkeit zur wichtigsten Währung geworden ist? Und wie echt sind unsere Social Media Feeds wirklich noch?"
23:35