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TV Programm für ARD-alpha am 08.08.2026

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Mit dem Zug rund um Taiwan 22:00

Mit dem Zug rund um Taiwan

Landschaftsbild

Immer wieder beherrscht Taiwan die Schlagzeilen wegen einer drohenden Invasion durch die Volksrepublik China. Fernab ab der Weltpolitik bereisen wir Ilha Formosa, die schöne Insel - wie Taiwan einst genannt wurde, mit dem Zug und erleben die atemberaubende Landschaft und Natur der Insel im Westpazifik. Das taiwanesische Streckennetz ist wie ein Kreis um die Insel gelegt und lädt daher besonders zu einer Entdeckungsreise mit dem Zug ein. Unsere Rundreise beginnt in Taiwans quirliger Inselhauptstadt Taipeh. Unterwegs machen wir Halt in Houtong, einem Dorf, das für seine Katzen berühmt ist. Auf der Pingxi-Linie fährt der Zug in gemächlichem Tempo weiter vorbei an Bächen und Wasserfällen nach Shifen. Sobald der Zug die Gleise passiert hat, lassen junge Liebespaare Himmelslaternen aufsteigen, auf denen sie Kinderwünsche niedergeschrieben haben. Weiter geht es an der Ostküste Richtung Hualien.

Danach

Die Konjunktur-Geschädigten (1966) 22:45

Die Konjunktur-Geschädigten (1966): Beobachtungen unter deutschen Kurgästen

Reportage

Mitte der Sechzigerjahre ging in Deutschland bereits jede zehnte Arbeitnehmerin bzw. jeder zehnte Arbeitnehmer einmal im Jahr auf Kur. Das Wirtschaftswunder forderte seinen Tribut. Neue Kurorte wuchsen wie Pilze aus dem Boden, alte verträumte Kurstädte erlebten auf einmal einen Massenandrang - ein neuer riesengroßer Geschäftszweig war im Entstehen. Wo früher von Dutzenden Kurgästen die Rede war, spricht man nun von Tausenden, das Kurwesen in Deutschland hatte Aufwind. Roman Brodmann nannte seine leicht ironischen Beobachtungen unter deutschen Kurgästen im Jahr 1966 "Die Konjunkturgeschädigten". Der Wohlstandsspeck ist nun unübersehbar und lästig und keinesfalls mehr ein Zeichen von: "Mir geht es gut!" Man wollte, man musste etwas unternehmen, um fit und konkurrenzfähig zu bleiben. Deswegen kann Roman Brodmann auch so schöne Beobachtungen machen wie diese: "Selbst im acht Grad kalten Wasser der Nordsee frönen noch tief im November Gesundheitswillige einer Leidenschaft, die neben der Romantik wohnt, dem Heroismus." Und in der Klinik von Professor Beckmann, dem Sohn des berühmten Malers, wird ebenfalls der Körper gestählt. Wie? Die Kurgäste behandeln sich gegenseitig mit der Wurzelbürste! Längst vergangene Zeiten. Am Ende fragt sich Roman Brodmann, ob nicht doch meistens die Falschen zur Kur geschickt werden und diejenigen, die sie am nötigsten hätten, nicht berücksichtigt werden.

Schrothen in Oberstaufen (1995) 23:30

Schrothen in Oberstaufen (1995): Reportage aus einem bayerischen Kurort

Reportage

Die Filmemacherinnen Sabine Oehmichen-Lang und Hanne Kaisik-Aumüller zeigen in Ihrem Film aus dem Jahr 1995 schonungslos auf, wie zumindest in Oberstaufen die Solidargemeinschaft der Krankenkassen-Beitragszahler geschröpft wird durch gewiefte Abzocker im Gesundheits- bzw. Kurbadsystem. Wobei man aber fairerweise sagen muss, dass auch etliche der Kurgäste in Oberstaufen diese Art von "Kur" aus der eigenen Tasche bezahlen. Am Morgen wird noch etwas für die Gesundheit getan - sofern man/frau nach dem anstrengenden Nachtleben rechtzeitig aus den Federn kommt. Aber spätestens nach dem kargen Schroth-Kur-Mittagessen trennt sich die Spreu vom Weizen. Der eine Teil der Kurgäste bleibt brav, geht wandern und lauscht anschließend dem Kurorchester. Der andere, der größere Teil begibt sich bereits nachmittags in den "Ponyhof", einen klassischen Amüsierbetrieb für Gäste mittleren Alters. Von Stund an bis weit in die Nacht hinein wird dort und in weiteren Etablissements gezecht, getanzt und geflirtet, was die nicht mehr ganz jungen Knochen hergeben.