15:15
Die 1949 gegründete Volksrepublik China hat seit damals viele Veränderungen durchgemacht. Eine Sache hat sich jedoch nicht verändert: Es gibt nur eine Partei, die Kommunistische Partei, und diese herrscht unumschränkt. Diese Partei zieht bis heute sofort die Zügel an, wenn ihr Führungs- und Alleinvertretungsanspruch in Zweifel gezogen wird. In unseren Tagen ist China eine wirtschaftliche Weltmacht, aber noch zu Beginn der Siebzigerjahre konnte man sich dies kaum vorstellen. Gerd Ruge, der große und berühmte Auslandskorrespondent der ARD, war 1972 zum ersten Mal in China gewesen. Als er 1987 seine große Dokumentation "China - Markt statt Mao" drehte, war er erstaunt über den immensen wirtschaftlichen Fortschritt, der sich in diesen 15 Jahren ereignet hatte: In der Neunmillionenstadt Peking gab es nämlich bereits 10 000 Privatautos! Er sah China insgesamt auf einem guten Weg, wenngleich er feststellte: "Nicht Politisierung sondern der Rückzug ins kleine Glück des Privatlebens ist der neue Trend!"
16:05
1989 änderte sich der Kurs der Kommunistischen Partei Chinas. Aufgeschreckt durch den beginnenden Zerfall der kommunistischen Parteien in der Sowjetunion und den anderen Staaten des Ostblocks erklärte Regierungschef Deng Xiaoping Millionen von Bürgerinnen und Bürger zu Staatsfeinden. Denn sie hatten es gewagt, an Demonstrationen für mehr persönliche Freiheit teilzunehmen. Gegen diese "Feinde des Staates" durften auf Weisung von Deng auch Panzer eingesetzt werden, wie die grausam-gewalttätige Niederschlagung der Massendemonstration am Tian'anmen-Platz im Juni 1989 nachdrücklich belegte. Jürgen Bertram zeigte in seiner Dokumentation für den NDR vom September 1989, wie es zu diesen Massendemonstrationen gekommen war. Und dass sich die in dem vorangegangenen Film von Gerd Ruge zwei Jahre zuvor geäußerten Hoffnungen nicht erfüllt hatten.
16:45
Lutz Mahlerwein berichtet in seiner Auslandsreportage aus dem Jahr 1995 von Arbeitern, die glücklich darüber sind, in der Fahrradfabrik arbeiten zu dürfen. Die Bauarbeiter hingegen, die als Wanderarbeiter in der Großstadt Shenzhen leben, fühlen sich nicht wohl. Ein Unternehmer wiederum erklärt: "Wir können mit der Entwicklung der Marktwirtschaft in China zufrieden sein... wir hoffen, daß China so schnell wie möglich ein Rechtsstaat wird." Das alte Hafenstädtchen Shenzhen mit 30.000 Einwohnern wurde in den 1980er-Jahren eine Drei-Millionen-Metropole und ist heute die reichste Stadt Chinas. Mahlerwein zeigte 1996 den Wirtschaftsaufschwung im Süden Chinas und den beginnenden Wohlstand für die dort lebenden Menschen. Aber Millionen von Wanderarbeitern aus dem Norden und aus Zentralchina waren damals auf Arbeitssuche in Südchina. Denn es gab ein immer stärker wachsendes wirtschaftliches und soziales Gefälle in China. Insgesamt gab es in China eine zunehmende Armut im Norden und eine steigende Kriminalitätsrate. Bereits in diesen Jahren sah Mahlerwein in China die Umweltzerstörungen durch das rigorose Vorantreiben der Wirtschaft und durch auswuchernde Industrieansiedlungen.
17:30
Bayern ist lebendig und vielfältig. Die Sendung stellt wunderschöne Landschaften, spannende Naturphänomene und beeindruckende Persönlichkeiten des Freistaates in atemberaubenden Bildern vor.
18:15
Im Karlsruher Zoo ist er ein Star. Mika, der kleine Eisbär. Ein Jahr alt, setzt er schon Zeichen für den Artenschutz: Als limitierte Klein-Skulptur in Ton, geformt von der Bildhauerin Irmela Maier. Überlebensgroß gibt es ihn auch, als Urs. Trocken und gebrannt wird er als Tonskulptur im Karlsruher Zoo aufgestellt. In bester Gesellschaft von Panda, Elefant, Flusspferd, Pinguin und Giraffe. Dieser Film erzählt von Urs und Irmela, vom Karlsruher Zoo und dessen einzigartigem Kunst- und Artenschutzprojekt.
18:45
Ungewöhnliche, sinnvolle, innovative und kreative Erfindungen kommen ans Tageslicht. Welche Köpfe und Geschichten stecken hinter den genialen Einfällen?
19:10
Drogenkonsumräume: Ihr Sinn wird immer wieder groß diskutiert, aber was passiert hinter den Türen wirklich? Oleg will im Drogenkonsumraum in Köln herausfinden, ob hier Suchtkranken geholfen wird oder ob das Vorurteil stimmt, dass sie noch mehr Konsumierende anlocken. Dafür begleitet er einen Tag lang Krankenschwester Bianca Büttner. Ihre Aufgabe: Menschen dabei beaufsichtigen, wie sie illegale Substanzen wie Heroin, Crack oder Kokain konsumieren. Die Konsumierenden erzählen Oleg von ihrem Weg in die Suchterkrankung, warum sie so dankbar sind, dass es den Drogenkonsumraum gibt und vor was er sie bewahrt. Prof. Heino Stöver ordnet außerdem ein, was die Forschungserkenntnisse zu den Befürchtungen von mehr Drogenkonsum und Kriminalität in der Nähe von Drogenkonsumräumen sagen. Warum für Oleg dieser Einblick besonders ist und er persönlich große Sorge vor Drogenkonsum hat, seht ihr in der vorerst letzten Folge unserer Reihe "Wie kriegen wir Sucht in den Griff?".
19:30
Das Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Südkorea ist ein faszinierendes Land zwischen Tradition und Moderne, voller Schönheit und Naturwunder. Es liegt auf der asiatischen Halbinsel zwischen Japan und China. Beide Nachbarländer haben die Kultur Südkoreas mitgeprägt, aber es hat seine kulturelle Eigenständigkeit nie verloren. Jung, modern und selbstbewusst präsentiert sich die boomende Hauptstadt Seoul, offen für moderne Trends, nahezu rastlos auf dem digitalen Weg in die Zukunft. Weiter im Süden und Südwesten findet man an den Küsten Regionen, in denen die Menschen sehr traditionell leben und sich genauso Gedanken über die Zukunft machen. Der Erhalt der Natur spielt für sie eine herausragende Rolle. Auch deshalb gibt es in diesem Land 22 Nationalparks. Bedrohte Arten wie der Ibis oder die Kragenbären konnten wieder angesiedelt werden. Der Regierung sind Nachhaltigkeit und Ressourcenpflege äußerst wichtig. Besucher können in wunderschönen Bergpanoramen und unglaublichen Lichtstimmungen der Natur regelrecht versinken.
21:00
Jahrzehntelang träumten Umweltschützer in Südamerika von einem zusammenhängenden System von Nationalparks durch eine der letzten großen Wildnisse der Erde: von den gemäßigten Regenwäldern Patagoniens bis zur windumtosten Südspitze des Kontinents bei Feuerland und Kap Hoorn.Wie dieser Traum Wirklichkeit wurde und nun mit Leben gefüllt wird, erzählt die Dokumentation in einem beeindruckenden Roadtrip vom Pumalín-Nationalpark bei Puerto Montt bis zum Nationalpark Bernardo O'Higgins. Die Landschaften verändern sich vom saftigen Grün der subtropischen Regenwälder zum eisigen Blau der Bergseen, Fjorde und Gletscher im Süden. Zu verdanken ist die Erfolgsgeschichte des gewaltigen, 2.400 Kilometer langen Nationalparksystems dem US-amerikanischen Milliardärsehepaar Doug und Kris Tompkins. Mit einem Bekleidungsimperium reich geworden, verliebten sie sich vor mehr als 20 Jahren in die atemberaubende Landschaft Patagoniens. Diese entlegene Wildnis zu bewahren, wurde zu ihrer Lebensaufgabe. Über eine Million Hektar Land kauften sie, um die Natur darauf zu schützen. Anfangs war das in Chile sehr umstritten - die Tompkins wurden vielerorts als unerwünschte Eindringlinge angesehen. Spätestens aber als sie das Land - wie versprochen - an den chilenischen Staat übergaben, setzte ein Umdenken ein. Heute beschützen ehemalige Pumajäger in den Nationalparks die Tiere im Rahmen großangelegter Monitoringprogramme. Alteingesessene Bauernfamilien betreiben Öko-Farmen. Kleine Holzboote starten in Tortel, einem geheimnisvollen Stelzendorf am Rand des Nationalparks Bernardo O'Higgins zu Expeditionen zum Jorge-Montt-Gletscher, dem am schnellsten schrumpfenden Gletscher Patagoniens.
21:45
Die Nationalparks sind voll von Besucherinnen und Besuchern. Schon vor Corona bestand das Problem, das sich aufgrund von Digitalisierung und Pandemie deutlich verstärkt hat. Die Rangerinnen und Ranger können nicht mehr das tun, wozu sie ausgebildet wurden: die Natur zu schützen und Besucherinnen und Besucher aufzuklären. Stattdessen müssen sie quasi rund um die Uhr die Nationalparks vor dem Massenansturm der Touristen schützen und Deeskalation betreiben. Doch nicht nur die gestiegene Anzahl an Touristen und moderne Tracking-Wander- und -Fahrrad-Apps, die Menschen querfeldein durch die Naturparks lenken, bringen Stress und neue Herausforderungen mit sich, auch die Klientel hat sich verändert, der Ton ist rauer geworden: Aggressivität und Unwissenheit machen es den Parkangestellten immer schwerer, den Leuten die Regeln für die Naturschutzgebiete nahezubringen. Manche von ihnen sprechen vom "Ballermann"-Tourismus, wenn Parkgäste sich in den geschützten Kernzonen der Dünen niederlassen zum Wildcamping, Picknick oder Saufen, wenn Windeln und anderer Abfall im Wald liegen gelassen werden, die Menschen sich querfeldein abseits der Wege bewegen, Hunde nicht angeleint, auf den Kreidefelsen herumgeturnt oder Selfies für Instagram an der Abbruchkante gemacht werden. Der Film zeigt den Alltag von vier Rangerinnen und Rangern im Nationalpark Jasmund und im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft und ihren täglichen Kampf gegen den Ansturm der Menschenmassen und deren Fehlverhalten.
22:15
"Klimazeit" bietet wöchentlich Hintergrundberichte, ordnet mit Expert*innen neueste Ergebnisse der Klimaforschung ein, erklärt in aufwändigen Grafikanimationen alles Wissenswerte rund ums Klima, hinterfragt Entscheidungen der Politik und zeigt konstruktive Beispiele, was Konsument*innen, Unternehmen und Kommunen für die Rettung des Klimas tun können.
22:30
23:00
In der Sendung informieren Wissenschaftler, auch für Fachunkundige verständlich, über ihre Forschungen - und das innerhalb von wenigen Minuten und ohne zusätzliche Hilfsmittel. So wird auf unterhaltsame Weise Wissen vermittelt.
23:30
DW's The Day provides viewers with the background and analysis they need to understand the top stories of the last 24 hours. Join our Chief News Anchor Brent Goff as he puts the day's events into context and discusses them with experts and correspondents in the field.