16:00
4 Wochen lang feiern Fans aus aller Welt gemeinsam mit den Berliner:innen auf den Fanmeilen vor dem Brandenburger Tor, vorm Reichstag und überall in der Stadt. Doch wer sorgt dafür, dass die rund 2,5 Millionen Gäste sich sicher in der Stadt bewegen können? Wer steuert die Publikums-Massen? Wer kümmert sich um reibungslose Abläufe rund um die Fanmeilen und das Olympiastadion? Der rbb begleitet diese "stillen Heldinnen und Helden". Freiwillige wie beispielsweise Tony Haack aus Hellersdorf. Als sogenannter Lead-Volunteer hat er ein Team von bis zu 8 Helfenden hinter sich. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass es auf der Fanmeile ausgelassen und fröhlich bleibt. Oder die Posaunistin Shoshana Finke. Mit dem Brass Berlin Festival erfüllt sich für die 12jährige ein Traum. Mit fast 200 anderen Musizierenden nimmt sie vor dem Berliner Olympiastadion an allen Zugangswegen gleichzeitig die Fans in Empfang. Das Ziel: Harmonie. Die Fans sollen gar nicht erst an Krawall denken, sondern einfach gute Laune haben. Auch Sanitäter Martin Granitzer ist im EM Einsatz. Der Ehrenamtliche hat die Fans im Blick und den Funk der Rettungsstelle auf dem Ohr. Wenn irgendjemand Hilfe braucht, ist Granitzer zur Stelle. Außerdem begleiten wir eine Einsatzhundertschaft der Bundespolizei. Sie sichern zusammen mit ausländischen Polizeikräften die Berlin-Spiele ab, von der Ankunft der Fans am Hauptbahnhof bis zu deren Rückreise in engen, überfüllten S-Bahnen.
16:30
16:45
17:30
Hoch über Grünau im Almtal erhebt sich der Kasberg mit seinen knapp 1.750 Metern Höhe und bietet ein einzigartiges Panorama auf die imposantesten Gipfel des Toten Gebirges und das umliegende Salzkammergut. Jeden Sommer treibt Bauer Armin Buchegger sein Vieh hier herauf auf die Almen des Kasbergs. Unten im Tal watet Johann Sieberer gemeinsam mit Freunden durch die seichten Gewässer der Alm, einem Seitenarm der Traun. Das kristallklare Wasser des Flusses ist ein Paradies für Fliegenfischer. Die selbstgebastelten Köder von Johann bringen den erhofften Erfolg. Den herrlichen Sommertag lässt die Gruppe an den Ufern der Alm mit ihren Musikinstrumenten ausklingen. Bei Fritz Wolf ist der Name Programm. Der Jäger schaut gemeinsam mit seinem Sohn in den Wald um den Wildbestand im Revier zu beobachten und am Almsee in Grünau kommen vier Mitglieder des Musikvereins Grünau am sogenannten Echoplatzerl zusammen um den gegenüberliegenden Felswänden den Widerhall ihrer Melodien zu entlocken.
18:15
Das "Ländermagazin" berichtet jede Woche aus einem anderen deutschen Bundesland. Von kulturellen bis hin zu kuriosen Ereignissen.
18:45
Für die alten Ägypter war Gold das "Fleisch der Götter", mit dem nur Pharaonen und Priester ihren guten himmlischen Draht unterstreichen durften: Das Edelmetall schien den Glanz der Sterne einzufangen und verkörperte auch deshalb Ideen der Ewigkeit. Mit diesen Assoziationen hat unsere besondere kulturelle Beziehung zu Gold begonnen. Menschen haben über Jahrtausende gelernt, Gold wertvoll und besonders zu finden. Eine große Rolle dabei spielt natürlich, dass alles bislang geförderte Gold der Welt nur drei olympische Schwimmbäder füllen würde. Aber hinter dem besonderen Status von Gold steckt noch mehr als seine Seltenheit. Warum uns sein Anblick buchstäblich beglückt, das erklärt der Wahrnehmungspsychologe Roland Fleming mit Reaktionen unseres Gehirns auf den besonderen Glanz und die Farbe des Metalls. Und wie letztere entstehen - dafür muss die Astrophysikerin Anna Frebel Einsteins Relativitätstheorie bemühen. Die auf diese Weise erklärbaren Besonderheiten des Gold-Atoms beeinflussen auch seine Materialeigenschaften, die es unseren Vorfahren leicht machten, Kultgegenstände daraus herzustellen. Und irgendwann auch: Geld. Die ersten Gold-Münzen markierten den Beginn des Kapitalismus, sagt Arnaud Manas, Historiker von der Französischen Nationalbank. Die Suche nach der speziellen Wirkung von Gold wird zum Streifzug durch die Geschichte, durch die Mechanismen unseres Gehirns, die Welt der Atomphysik - und führt letztlich hinaus ins All …
19:15
"KlimaZeit" stellt spannende Zusammenhänge dar, erklärt Wetter- und Klimaphänomene und fragt kritisch nach. Das Magazin, das sich mit dem größten Problem der Menschheit beschäftigt. Klar, kompetent, konstruktiv. Was hat der Klimawandel jedem und jeder einzelnen zu tun? Was muss man über die wissenschaftlichen Hintergründe wissen sowie über die konkreten Folgen. Welche Lösungen gibt es?
19:30
Europa genießen - das ist hier die Devise. Gezeigt wird, was es alles zu entdecken gibt, wohin es sich zu reisen lohnt, welche interessanten Menschen und Trends unser Kontinent zu bieten hat.
19:55
Deutschland ist nur für weniger als zwei Prozent der weltweiten CO2-Emissionen zuständig. Warum sollten wir trotzdem mit gutem Beispiel vorangehen? Nun, die Zahl trügt: Deutschland ist in Wirklichkeit einer der großen CO2-Verursacher. Warum das so ist, zeigt Eckart von Hirschhausen in "Wissen vor acht - Erde".?
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Hanami - die Zeit der Kirschblüte ist für Japaner die wohl schönste Zeit im Jahr. Entlang der Westküste Japans gibt es rund um die Großstädte Kanazawa und Toyama Strecken und Bahnhöfe, die von Kirschbäumen gesäumt sind. Kanazwa ist eine der wenigen Städte Japans mit einer erhaltenen Altstadt. Dort besuchen wir eine Geisha und stellen den Kenruko-Park vor, einen der berühmtesten in Japan. Die Noto Railway führt uns nach Nanao mit seinem spektakulären Straßenfest. Zwölf Meter hohe Festwagen werden von Hunderten Menschen durch die Gassen gezogen. Von Toyama aus erkunden wir die Strecke entlang der Toyama Bay. Die Bucht ist über 1.000 Meter tief und die Heimat eines Leuchttintenfisches - er leuchtet grell blau und ist eine Delikatesse. In den 3.000 Meter hohen Bergen liegt zwischen Nationalparks das Weltkulturerbedorf Gokayama. Die Dokumentation zeigt die Kontraste zwischen Metropolen und Land, zwischen Tradition und Moderne.
21:00
Der Film beginnt mit schönen Aufnahmen aus dem Jahr 1957 vom Kreisligaspiel Tschirn gegen Hirschfeld im Fränkischen - mit flotter Musik und durchhängenden Torlatten! Aber das ist nur der Beginn, Richard Dill beobachtete eine ganze Woche lang diesen Verein bzw. dessen Mitglieder und aktive Spieler. Sie feiern, sie trinken, sie spielen Karten und sie trainieren. Der Schuster nagelt noch per Hand die Stollen in die Kickstiefel und die gegnerischen Spieler aus dem Nachbardorf werden zum Derby am Sonntag mit dem Traktor angekarrt: auf dem Anhänger sitzend und bereits siegesgewiss singend. Das ist alles herrlich zeittypisch auf Film gebannt und wäre ganz normal. Aber es gibt in diesem Film noch etwas, das ihn weit über einen normalen Dokumentarfilm zum Thema "Fußball auf dem Dorf" hinaushebt. Ein Teil der Spieler arbeitet nämlich in einem Schieferbruch hinter dem nächstgelegenen Hügel. An sich nichts Ungewöhnliches in dieser Gegend Deutschlands läge dieser Schieferbruch nicht in Lehesten im Thüringer Wald und damit in der DDR. Die DDR hatte damals einen Facharbeitermangel und importierte daher Fachkräfte für die Arbeit im Schieferbruch aus der BRD und bezahlte sie auch in Westmark. Die Kamera durfte den Spielern im Bus nur bis zur Grenze folgen, dann mussten die Filmleute aussteigen und konnten den Bus nur mehr per Teleobjektiv einfangen. Dieses Phänomen war einmalig und dauerte bis zum Bau der Mauer im Jahr 1961. Einige der Westarbeiter wurden damals sogar für "vorbildliche Produktionsleistungen" als "Aktivisten des Fünfjahrplans" ausgezeichnet!
21:40
Berlin-Kreuzberg 1975: Kreuzberg hat 150000 Einwohner und es gibt acht Fußballvereine mit 118 Fußballmannschaften. Einer dieser Vereine ist der BBC Südost aus Kreuzberg. Der "Stadionsprecher" bei diesem Verein ist ein Mann, der aus dem Fenster des zweiten Stocks eines Hauses neben dem Platz die Ansagen und Mannschaftsaufstellungen per Megaphon verbreitet. Der Fußballplatz liegt nämlich nicht irgendwo im Grünen, sondern befindet sich mitten im so genannten Wrangelkiez, einer sehr, sehr dicht besiedelten Gegend in Berlin. Diesen Verein und diesen Fußballplatz gibt es heute nicht mehr, d. h. dieser Film dokumentiert auch ein längst untergegangenes Geschehen an der Wrangelstraße. Interessant aus heutiger Zeit ist vor allem auch: Gab es damals wirklich noch keine türkischen Mitbürger in Kreuzberg, spielte keiner von denen Fußball? In diesem Film kommen sie jedenfalls noch nicht vor. Allerdings ging es auch schon damals, also Mitte der Siebzigerjahre ums Geld: Vorgestellt wird z.B. ein Spieler, der vom Spielbetrieb ausgeschlossen wurde, weil er, wie er sagt, "lediglich so viel wie die anderen" kassieren wollte. Ansonsten zeigt dieser Dokumentation eine reine Männerwelt. Sie ist laut und machistisch. Der Begleittext damals zu diesem Film lautete: "Der Film beschreibt das Vereinsleben eines kleinen Berliner Fußballvereins, des BBC Südost aus Kreuzberg. Er schildert das Milieu, die Stammkneipe, die Familien und Fans der Fußballspieler und die Schwierigkeiten, die sich für den Verein und seinen Vorstand aus Zuschauerschwund und finanziellen Forderungen einiger Spieler ergeben." Konkret geht es in der Hauptsache um Kutte Butry, den Mittelstürmer, den Goalgetter - und um seine Abwanderungsgelüste. Und daneben werden noch jede Menge Männer-Fußballlieder aus alten Zeiten gesungen: nicht aus Zeiten, in denen das Wünschen noch geholfen hat, aber immerhin aus Zeiten, in denen zumindest die Männer meinten, ihr - vermeintlich - männliches Verhalten würde den Frauen imponieren. Insgesamt daher ein hoch aussagekräftiges Zeitdokument.
22:25
Oskar Klose blickte 1968 zurück auf fünf Jahre Fußballbundesliga und deren Entwicklung. In diesen fünf Jahren waren die bayerischen Vereine extrem erfolgreich gewesen. Der TSV 1860 München, der 1. FC Nürnberg und der FC Bayern sind in diesen fünf Jahren Deutscher Meister, Vizemeister, Pokalsieger und Europapokalsieger geworden. Es gibt u.a. ein Interview mit Wilhelm Neudecker, dem damaligen Präsidenten des FC Bayern, der darüber klagt, dass die Erfolge des FC Bayern den Verein sehr viel Geld an Prämien für die Spieler gekostet hätten - fast schon zu viel. Für die anderen Vereine ist der FC Bayern "eine Bereicherung" in der Bundesliga. Wer an modischen Accessoires interessiert ist, achte z. B. auf die Brille von Willi O. Hoffmann, dem damaligen Schatzmeister des FC Bayern (später genannt "Champagner-Willi"), der ebenfalls interviewt wird.
22:40
Der Jugendfußball im Ruhrpott zu Beginn der Sechzigerjahre. Von Bundesliga und Fußballmillionären ist noch längst keine Rede, dennoch ist das Fußballspielen unter den männlichen Jugendlichen auch dort die Sportart Nummer eins. Aber wie und wo wird da gespielt? Meist auf Trümmergrundstücken. Aber auch im Verein. Der Film zeigt die Möglichkeiten auf, die das Trainieren und Spielen im Verein für Jugendliche bietet. Aber auch die Schwierigkeiten und Probleme, die es dabei gibt, werden erwähnt.
23:10
Mitte der 1990er-Jahre feiert die Band Cultured Pearls mit Hits wie "Tic?Toc" und "Sugar?Sugar?Honey" große Erfolge. Hinter dem poppigen Soulsound stecken die Musiker B.?La und Tex?Super und natürlich mit ihrer klaren, starken Stimme Sängerin Astrid North. 1997 tritt Cultured Pearls im Münchner Schlachthof auf, mit dabei ihr zweites Album "Space Age Honeymoon". Ein stimmungsvolles Konzert, das zeigt, wie vielseitig deutscher Pop sein kann. Jahrzehntelang lagerten die Mitschnitte von Kultsendungen wie "Alabama in Concert", "Schlachthof in Concert" oder "Nachtwerk in Concert" in den Archiven des Bayerischen Rundfunks - sie waren der Soundtrack einer ganzen Generation. "Back on Stage" hebt diese musikalischen Schätze und holt sie zurück ins Fernsehen.