21:00
Peter Meimeth und Siegfried Baumann drehten diese Schwarzweiß-Reportage über das Phänomen "Fertighaus" in den USA im Jahr 1967. Die Sendung wurde seinerzeit mit den folgenden Worten angesagt: "Von der Bretterhütte zur Luxusvilla" - so könnte man mit einem Satz die Entwicklung der letzten hundert Jahre auf dem amerikanischen Wohnungsmarkt zusammenfassen. Amerikanische Eigenheime erscheinen uns oft als Luxusvillen, sie sind es meist nicht für die fünfundsechzig Prozent der US-Familien, die heute schon ein Haus besitzen. Hinter dem Traumbegriff "Home, sweet home" - Heim, süßes Heim - verbirgt sich eine Konsumware, die man kauft oder verkauft wie ein Auto oder einen Kühlschrank. Der Unterschied liegt nur im Preis. Scheiden wir spezifisch Amerikanisches aus, so können wir von den Baumethoden der Neuen Welt einiges lernen; vielleicht aber auch das Negative eines durch Werbung angestachelten Dranges nach dem "Home, sweet home", dem Eigenheim vermeiden. Beim Fertighausbau in den USA in den Sechzigerjahren war massive Ziegelbauweise jedoch nicht angesagt, . Immerhin mussten diese Häuser - nachdem sie gebaut wurden! - erst noch an den Ort ihrer Bestimmung gebracht werden. Gezeigt wird in dem Film aber auch, mit welch ausgeklügelten Marketingmethoden bereits damals gearbeitet wurde und wie am Reißbrett ganze Siedlungen entstanden, schön geometrisch angeordnet und mit Häusern, die alle mehr oder weniger gleich aussahen. Mit strengen Wintern musste und muss man in Florida nicht rechnen, die Hurrikanes der letzten Jahre jedoch haben viele dieser Häuser einfach weggeweht.
21:45
In der Dokumentation von 1978 geht es um Problematiken rund Mietwohnungen sowie Eigentumswohnungen und -häusern. In den Siebzigerjahren stieg der Eigenheimbau in der Bundesrepublik stark an, bedingt durch Verschlechterung der Wohnbedingungen in den Mietshäusern, zu hohe Mieten, Lärm und Abgase, Kinderfeindlichkeit etc. Die Folgen waren: höhere finanzielle Belastung, weite Anfahrtswege, schlechtere Versorgungen usw. Vorgestellt werden im Film Mieter und Eigenheimbesitzern, die vorher in Mietswohnungen gewohnt haben.
22:30
In dem Film aus dem Jahr 1987 erzählen die Bewohner eines alten Hauses in der Senftlstraße 9 im Münchner Stadtteil Au aus ihrem Leben, das sie von Jugend an dort verbracht haben.
23:15
"I'm not Joe Cocker, I'm not Sting […] I just sound like me" beschreibt Roger Chapman seinen Gesang selbst. Mit seiner rauen, rauchigen Stimme voller Vibrato ist der britische Sänger über Jahrzehnte erfolgreich, erst in Bands wie Family und Streetwalkers, später als Solo-Künstler. 1996 tritt er im Alabama in München auf und beweist, dass auch nach über zwei Dutzend Alben und unzähligen Hits noch nichts von seiner Rhythm-and-Blues-Energie verloren gegangen ist. Jahrzehntelang lagerten die Mitschnitte von Kultsendungen wie "Alabama in Concert", "Schlachthof in Concert" oder "Nachtwerk in Concert" in den Archiven des Bayerischen Rundfunks - sie waren der Soundtrack einer ganzen Generation. "Back on Stage" hebt diese musikalischen Schätze und holt sie zurück ins Fernsehen.