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TV Programm für ARD-alpha am 21.06.2026

Jetzt

Prisma 18:45

Prisma

Kopftuchverbot, Sterbehilfe, religiöse Symbole im Wahlkampf: Religion und Ethik spielen in der öffentlichen Diskussion immer wieder eine zentrale Rolle. "Prisma", das neue ORF-TV-Format informiert über aktuelle Geschehnisse im Zusammenhang von Gesellschaft und Wissenschaft. Die Sendung liefert Zusammenhänge, diskutiert verschiedene Standpunkte und analysiert religionspolitische und ethische Entwicklungen im In- und Ausland. Durch die Sendung führen Judith Fürst, Konstantin Obermayr und Sandra Szabo.

Danach

RESPEKT - Demokratische Grundwerte für alle! 19:00

RESPEKT - Demokratische Grundwerte für alle!: Zivilcourage - hat jeder das Zeug dazu?

Reportage

Die Gesellschaft braucht Zivilcourage. Als Bereitschaft, sich für das richtige einzusetzen, bürgerliche Werte wie Gerechtigkeit und Menschenwürde zu verteidigen - auch mit dem Risiko, sich selbst zu schaden. Politikforschern gilt sie als einer der wichtigsten Faktoren, um Demokratie lebendig zu halten. Im Alltag braucht es Zivilcourage, um Menschen vor Bedrohung und Gewalt zu schützen und ihnen gegen Stärkere zu ihrem Recht zu verhelfen. Ohne Zivilcourage sind die Regeln des Zusammenlebens bedroht. Wer wegschaut, gibt dem Rechtsbruch Raum - am Ende gewinnt, wer sich möglichst rücksichtslos über andere hinwegsetzt. Ist Zivilcourage selten? Und warum? Woher nehmen manche den Mut, der vielen anderen fehlt? Wie halten sie durch, wenn sie angefeindet und isoliert werden? Gibt es Wege, Zivilcourage zu zeigen und sich zu gleichzeitig schützen. Und: Kann das jede*r lernen? Moderator Ramo Ali probiert es selbst aus - bei einem Kurs für Zivilcourage der Münchner Polizei. Er lernt Samuel Lirenzo kennen, der sich als Einzelner mit einer Gruppe anlegte, als die rechtsradikale Parolen brüllte. Er trifft Jan Robert von Renesse, der für den Rentenanspruch von KZ-Häftlingen kämpfte, obwohl im das große persönliche Repressalien einbrachte. Und Anna Halmburger. Sie forscht über Zivilcourage. Dabei geht sie den Fragen nach, welche Menschen eher Zivilcourage zeigen als andere und wie wichtig Zivilcourage für die Demokratie ist. Denn wer schweigt statt zu widersprechen, wo demokratische Grundwerte angegriffen werden, der akzeptiert und stärkt, was er für falsch und undemokratisch hält.

Europamagazin 19:30

Europamagazin

Europa

Langweilige Eurokraten, staubtrockene Dossiers, nichts als ältere Herren in dunklen Anzügen? Europa ist ganz anders, auch wenn es sich nicht auf den ersten Blick erschließt. Wer bin ich, und wenn ja wie viele, dieser Berliner Sponti-Spruch beschreibt exakt die Herausforderung und die Möglichkeiten eines geeinten Europa. Diesen Prozess begleiten, fremde Mentalitäten und Perspektiven zeigen, will das Europamagazin der ARD. Mit Reportagen, Hintergrundberichten, aktuellen Beiträgen und auch Glossen werden die Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten spürbar.

Tagesschau 20:00

Tagesschau

Nachrichten

Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.

Portrait von Ingeborg - Ähnlichkeiten mit Ingeborg Bachmann 20:15

Portrait von Ingeborg - Ähnlichkeiten mit Ingeborg Bachmann

Dokumentation

Ingeborg Bachmann fürchtete sich vor Herrn Moll. Die Figur aus ihrer Erzählung "Das dreißigste Jahr" steht für alle Bescheidwisser, für alle, die sich vermeintlich in der Welt auskennen, die immer wissen "wie der Hase läuft", die andere Menschen einordnen und ihnen ein Etikett umhängen. Die Erzählung aus dem Jahre 1961 war nicht die erste, in der Ingeborg Bachmann das Unrecht thematisierte, das wir denjenigen antun, die wir vorschnell zu kennen glauben. Damals wusste Ingeborg Bachmann noch nicht, wie sehr sie selbst einmal in den Widerstreit von Stilisierungen, Idealisierungen, Gerüchten, Urteilen und Vorurteilen geraten würde: Sie war für Marcel Reich-Ranicki die "vielleicht bedeutendste deutschsprachige Lyrikerin unseres Jahrhunderts", aber er nannte sie auch eine "gefallene Lyrikerin", als sie es wagte, seinen Vorstellungen nicht zu entsprechen und Prosa zu schreiben. Manche meinten, sie habe Hilflosigkeit bewusst eingesetzt, um männliche Beschützerinstinkte zu wecken. Anderen gilt sie als "Ikone des Feminismus" , wieder anderen als heulende Sirene der absoluten Liebe. Eine, die mit bedeutenden Schriftstellern, Paul Celan und Max Frisch, zusammen war, aber in der Liebe dennoch gescheitert ist. Schließlich, ihres nie vollständig aufgeklärten Todes wegen, blieb noch der "Mythos Bachmann". Heinrich Böll sagte in seinem Nachruf über sie, man habe die Dichterin selbst "zur Literatur gemacht". Die Zeit ist weitergegangen, vieles verstehen wir heute anders. Viel Neues über Ingeborg Bachmann ist bekannt geworden, etwa ihre Korrespondenz mit Paul Celan und Hans-Werner Henze, zahlreiche Funde, sowie verschiedene Biographien und wissenschaftliche Arbeiten. Es ist Zeit, sich erneut mit der Schriftstellerin befassen und zu fragen, wie wir heute auf Ingeborg Bachmann schauen, ob wir sie inzwischen deutlicher sehen können. Wie nah sie uns ist. Ohne ihr gleich wieder ein Etikett überstülpen zu wollen. Der Film zeichnet die wechselvolle und von vielen Fehlurteilen und männlichen Ressentiments geprägte Rezeptionsgeschichte nach. Freunde und Weggefährten erzählen von Begegnungen mit einer Frau, die eine vielsprachige, europäische Intellektuelle war, dabei mitunter schüchtern und verletzlich, die Sonne und Wasserski fahren liebte, die aber, wie die Bachmann Biografin Andrea Stoll erläutert, kompromisslos liebte und lebte und die den Preis für diese sehr freie und schwierige Existenz mit einer Alkohol- und Medikamentensucht bezahlte. Erstmals äußert sich auch der Bruder Heinz Bachmann vor der Kamera zu seiner Schwester, führt durch das Haus ihrer Kindheit in Klagenfurt, wo sich noch heute Ingeborg Bachmanns Habe aus ihrer Wohnung in Rom befindet und erstmals spricht er auch öffentlich über den tragischen Unfalltod seiner Schwester. An den drei wichtigen Lebensstationen Klagenfurt, Wien und Rom unternimmt der Film den Versuch, Ingeborg Bachmann nahezukommen, befragt Menschen, Orte und ihr Werk nach der Frau, die immer bereit war, auf das Verleugnete, Kranke, Gewalttätige in unserer Existenz hinzuweisen und versucht zu verstehen, warum das Schreiben für sie Berufung und unverzichtbarer Lebensinhalt war. Und warum es uns gerade heute etwas angeht. Ihre Auseinandersetzung mit der " Krankheit unserer Zeit" bleibt aktuell, ihr Anspruch an Sprache, Kunst, uns alle, ist radikal und experimentiert mit nichts weniger als dem Paradox und der Utopie.

Italo Svevo - Geheimes Schreiben in Triest 21:00

Italo Svevo - Geheimes Schreiben in Triest

Literatur

Italo Svevo heißt eigentlich Ettore Schmitz und wurde 1861 in Triest geboren. Zu Lebzeiten wurde er als Schriftsteller sowohl von literarischen Kreisen als auch der Öffentlichkeit fast übersehen. Erst mit seinem dritten Roman "La Coscienza di Zeno" (deutsch: "Zenos Gewissen") gelang Svevo der Durchbruch: Der 1923 veröffentlichte Roman zeichnet das Porträt eines neurotischen Lügners und unzuverlässigen Erzählers, in psychoanalytischer Behandlung, und spiegelt auch Svevos eigene Umwelt wider. Die ungewöhnliche Modernität des Werkes faszinierte seinen Freund James Joyce, der ihm daraufhin die Türen zum literarischen Paris der 1920er Jahre öffnete. Psychoanalyse und die Banalität des Alltags, kombiniert mit dem erzählerischen Stilmittel des Bewusstseinsstroms - dafür waren viele Leser zu Svevos Lebzeiten noch nicht bereit. Heute jedoch hat er längst seinen Platz in der Weltliteratur neben James Joyce, Franz Kafka und Marcel Proust eingenommen; in seinen Werken nahm der italienische Autor Svevo viele literarische Entwicklungen bereits vorweg. Die Dokumentation zeichnet das Bild einer komplexen Autorenpersönlichkeit und das seiner Figuren, eingebettet in das Flair von Svevos faszinierender Geburtsstadt Triest.

Paul Lamb & The King Snakes 21:50

Paul Lamb & The King Snakes: 55. Int. Jazzwoche Burghausen 2026

Jazz

Kein Burghauser Bluesnachmittag ohne Mundharmonika: 2026 war ein echter Virtuose dieses Hosentaschen-Instruments in der Wackerhalle zu erleben: Paul Lamb! Der englische Musiker, 1955 im hohen Norden Englands, in Blyth, geboren, blickt auf eine mehr als fünf Jahrzehnte währende Karriere zurück. Aber nicht nur in der Bluesszene hat er seine Spuren hinterlassen, auch im Rockbereich war und ist Paul Lamb ein gefragter Spielpartner. Er arbeitete mit Rockgroßen wie Mark Knopfler oder der Band "The Who". Mit seinem Ensemble "Paul Lamb & The King Snakes" begeisterte er in Burghausen die Fans mit erdigem Blues. Natürlich standen dabei seine herausragenden Fähigkeiten an der Mundharmonika im Fokus, aber auch Ryan Lamb, Pauls Sohn, durfte als Lead-Gitarrist glänzen und wurde entsprechend gefeiert. "Paul Lamb & The King Snakes" in der Wackerhalle in Burghausen - ein bluesiges Highlight der Jazzwoche 2026.

Capriccio 22:35

Capriccio

Magazin

Das Kulturmagazin im BR Fernsehen

Pop Secret Stories 23:05

Pop Secret Stories: Bad Bunny - Wie er zur Ikone wurde

Magazin

Bad Bunny ist einer der größten Popstars der Welt - und weit mehr als das. Pop Secret Stories erzählt von dem entscheidenden Moment seiner Karriere: Als in Puerto Rico die größten Proteste der Landesgeschichte ausbrechen, befindet sich der Musiker gerade auf gefeierter Europatour. Er muss sich entscheiden: weiter Konzerte spielen oder nach Hause fliegen, um die Demos zu unterstützen? Seine Entscheidung wird ihn weit über die Musik hinaus zur Symbolfigur Puerto Ricos machen. Immer wieder positioniert er sich gegen politische Ungerechtigkeit und koloniale Strukturen. Bad Bunny - globale Ikone lateinamerikanischer Selbstbehauptung.

Portrait von Ingeborg - Ähnlichkeiten mit Ingeborg Bachmann 23:20

Portrait von Ingeborg - Ähnlichkeiten mit Ingeborg Bachmann

Dokumentation

Ingeborg Bachmann fürchtete sich vor Herrn Moll. Die Figur aus ihrer Erzählung "Das dreißigste Jahr" steht für alle Bescheidwisser, für alle, die sich vermeintlich in der Welt auskennen, die immer wissen "wie der Hase läuft", die andere Menschen einordnen und ihnen ein Etikett umhängen. Die Erzählung aus dem Jahre 1961 war nicht die erste, in der Ingeborg Bachmann das Unrecht thematisierte, das wir denjenigen antun, die wir vorschnell zu kennen glauben. Damals wusste Ingeborg Bachmann noch nicht, wie sehr sie selbst einmal in den Widerstreit von Stilisierungen, Idealisierungen, Gerüchten, Urteilen und Vorurteilen geraten würde: Sie war für Marcel Reich-Ranicki die "vielleicht bedeutendste deutschsprachige Lyrikerin unseres Jahrhunderts", aber er nannte sie auch eine "gefallene Lyrikerin", als sie es wagte, seinen Vorstellungen nicht zu entsprechen und Prosa zu schreiben. Manche meinten, sie habe Hilflosigkeit bewusst eingesetzt, um männliche Beschützerinstinkte zu wecken. Anderen gilt sie als "Ikone des Feminismus" , wieder anderen als heulende Sirene der absoluten Liebe. Eine, die mit bedeutenden Schriftstellern, Paul Celan und Max Frisch, zusammen war, aber in der Liebe dennoch gescheitert ist. Schließlich, ihres nie vollständig aufgeklärten Todes wegen, blieb noch der "Mythos Bachmann". Heinrich Böll sagte in seinem Nachruf über sie, man habe die Dichterin selbst "zur Literatur gemacht". Die Zeit ist weitergegangen, vieles verstehen wir heute anders. Viel Neues über Ingeborg Bachmann ist bekannt geworden, etwa ihre Korrespondenz mit Paul Celan und Hans-Werner Henze, zahlreiche Funde, sowie verschiedene Biographien und wissenschaftliche Arbeiten. Es ist Zeit, sich erneut mit der Schriftstellerin befassen und zu fragen, wie wir heute auf Ingeborg Bachmann schauen, ob wir sie inzwischen deutlicher sehen können. Wie nah sie uns ist. Ohne ihr gleich wieder ein Etikett überstülpen zu wollen. Der Film zeichnet die wechselvolle und von vielen Fehlurteilen und männlichen Ressentiments geprägte Rezeptionsgeschichte nach. Freunde und Weggefährten erzählen von Begegnungen mit einer Frau, die eine vielsprachige, europäische Intellektuelle war, dabei mitunter schüchtern und verletzlich, die Sonne und Wasserski fahren liebte, die aber, wie die Bachmann Biografin Andrea Stoll erläutert, kompromisslos liebte und lebte und die den Preis für diese sehr freie und schwierige Existenz mit einer Alkohol- und Medikamentensucht bezahlte. Erstmals äußert sich auch der Bruder Heinz Bachmann vor der Kamera zu seiner Schwester, führt durch das Haus ihrer Kindheit in Klagenfurt, wo sich noch heute Ingeborg Bachmanns Habe aus ihrer Wohnung in Rom befindet und erstmals spricht er auch öffentlich über den tragischen Unfalltod seiner Schwester. An den drei wichtigen Lebensstationen Klagenfurt, Wien und Rom unternimmt der Film den Versuch, Ingeborg Bachmann nahezukommen, befragt Menschen, Orte und ihr Werk nach der Frau, die immer bereit war, auf das Verleugnete, Kranke, Gewalttätige in unserer Existenz hinzuweisen und versucht zu verstehen, warum das Schreiben für sie Berufung und unverzichtbarer Lebensinhalt war. Und warum es uns gerade heute etwas angeht. Ihre Auseinandersetzung mit der " Krankheit unserer Zeit" bleibt aktuell, ihr Anspruch an Sprache, Kunst, uns alle, ist radikal und experimentiert mit nichts weniger als dem Paradox und der Utopie.