14:45
In starken Bildern und spannenden Geschichten berichtet "Euromaxx" über Europa: Architektur und Abenteuer, Kunst, Kultur und Kulinarik, Länder und Lifestyle, Mode und Musik, Promis und Passionen. Diese Vielfalt präsentiert das TV-Magazin einmal wöchentlich : 26 Minuten mit interessanten Reportagen, Berichten und Porträts. Denn "Euromaxx" entdeckt überall in Europa ungewöhnliche Themen und überrascht die Zuschauer immer wieder mit starken Geschichten. "Euromaxx" ist Fernsehen für Genießer! Mit "Euromaxx" produziert die DW als erster Fernsehsender überhaupt ein vollwertiges Fernsehmagazin, das über Lebensart und Kultur in Europa berichtet. Damit präsentiert das deutsche Auslandsfernsehen den Zuschauern in aller Welt das moderne Deutschland als Teil des sich vereinenden Europas und unterstreicht einmal mehr seine Mittlerfunktion im internationalen Dialog.
15:10
15:15
Gerade im Winter mögen es die meisten von uns mollig warm. Das macht es dem Körper leichter, seine Kerntemperatur von 36,5 bis 37,5° C zu halten. Und nur mit dieser Kerntemperatur können alle Stoffwechselabläufe optimal funktionieren, kann der Körper reibungslos denken und agieren. Doch so sehr wir Wärme lieben, eigentlich ist unser Körper deutlich gesünder und leistungsfähiger, wenn er ständig wechselnden Temperaturen und vor allem Kältereizen ausgesetzt ist. In der aktuellen Forschung gibt es mittlerweile viele Erkenntnisse, aber auch noch offene Fragen, wie Kälte auf den menschlichen Körper wirkt und wie wir sie für unsere Gesundheit nutzen können. Die Dokumentation erzählt, wie wir alle - jenseits von Spitzensport und Extremerlebnissen - von Kälte profitieren und unseren Körper an niedrigere Temperaturen gewöhnen können. Die Autoren treffen u. a. die Lagerarbeiterin Katarzyna, die in einem Tiefkühllager bei minus 22° C in Acht-Stunden-Schichten der Kälte trotzen muss. Wie gelingt ihr das und welche Rolle spielt ihr individuelles Kälteempfinden dabei? Begleitet wird auch die Extremschwimmerin Deniz Kayadelen bei ihren Vorbereitungen für die Durchquerung des Ärmelkanals. Wie ist das zu schaffen: mehr als 33 Kilometer in nur 17° C kaltem Wasser? Was passiert in ihrem Körper? Der Kraftverlust der Muskulatur ist beträchtlich und geht schnell. Die Weiterleitung von Erregungsmustern gelingt immer schlechter. Das kann dazu führen, dass schon nach 15 Minuten in Wasser unter 15° C die gesamte Koordination der Schwimmbewegungen versagt und die Person ertrinkt. Aber Deniz Kayadelen versucht ihren Körper so zu trainieren, dass er seine Temperatur immer besser halten kann. Wie das gelingen kann, dazu forscht u. a. Dr. Erich Hohenauer von der University of Applied Sciences and Arts of Southern Switzerland. Besonders interessiert ihn auch die Frage, ob Kältereize tatsächlich das Immunsystem stärken. Dazu führt er Untersuchungen mit normalen, aber auch kälteerprobten Proband*innen durch. Einer davon ist der Biohacker Rolf Duda. Er wandert in Badehose durch Schneelandschaften und geht regelmäßig Eisbaden. Nach einem traumatischen Erlebnis änderte er sein Leben und erfuhr durch sein Kältetraining Heilung und mentale Stärkung. Seine Erfahrungen damit gibt er mittlerweile in Kursen an andere Menschen weiter. Aber wie gelingt die mentale Stärkung? Auch hier gibt es neue Forschungserkenntnisse aus der Psychologie. Im Spitzensport wird die Kältetherapie ebenfalls immer öfter eingesetzt. Der Diskuswerfer Christoph Harting, Olympia-Sieger von 2016, sitzt unter ärztlicher Leitung täglich in der Kältekammer bei minus 110° C. Damit soll seine Fähigkeit zur körperlichen Regeneration gesteigert werden und auch kleinere Verletzungen wie Muskelfaserrisse heilen schneller, weil Körper und Extremitäten besser durchblutet werden.
16:00
Wann immer es etwas Interessantes aus dem Norden der Republik zu berichten gibt, sind die Reporter der Sendung vor Ort. Sie stellen das jeweilige Thema umfassend vor und lassen Betroffene zu Wort kommen.
16:30
Die Affäre um den CDU-Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor sorgte im Juni 2020 für Schlagzeilen. Wieder einmal stand der Verdacht im Raum, dass Unternehmen, Wirtschaftsverbände und andere Interessengruppen von der Öffentlichkeit unbemerkt und ohne Kontrolle Politiker*innen in ihrem Sinn manipulieren und beeinflussen. Die RESPEKT-Reportage fragt nach, wie groß eigentlich der Einfluss von Lobbyist*innen auf die Politik ist und ob die Art und Weise, wie Lobbying betrieben wird, mit unserer Demokratie vereinbar ist. Moderatorin Sabine Pusch spricht mit Timo Lange von der Nichtregierungsorganisation LobbyControl, der seit 10 Jahren den Politikbetrieb beobachtet. Lobbying, sagt er, spielt eine enorme Rolle. Lobbyist*innen beraten nicht nur Politiker*innen, sie schreiben mitunter auch Gesetzesvorlagen für die Landtage und den Bundestag. In RESPEKT erklärt Timo Lange, wie Lobbying in Berlin funktioniert und was geändert werden müsste, damit Auswüchse bei der Beeinflussung von Politiker*innen vermieden werden. RESPEKT-Moderatorin Sabine Pusch trifft außerdem zwei Interessengruppen, die oft gegensätzliche Interessen vertreten, aber trotzdem auch manchmal gemeinsame Sache machen: Der Bayerische Bauernverband und der BUND Naturschutz kämpften viele Jahre lang bei einem der weltgrößten Freihandelsabkommen für ihre jeweiligen Interessen - und scheiterten. Ihre Wünsche wurden von der EU-Kommission im geplanten Mercosur-Abkommen nicht berücksichtigt. Andere Lobbygruppen scheinen mächtiger gewesen zu sein und haben die EU-Politiker*innen in ihrem Sinne beeinflusst. Dass Lobbyismus auch anders geht und tatsächlich einer der ganz wichtigen Kommunikationskanäle in einer Demokratie sein kann, zeigt das Beispiel Friday for Future. Sabine Pusch trifft Umweltaktivist*innen der Bewegung, die es schaffte, innerhalb nur eines Jahres "Klimaschutz" weltweit zum Thema zu machen. Lobbyismus von unten, könnte man das nennen - der jedoch viel Zeit und Kraft kostet.
16:45
Berühmt ist Madagaskar für seine Lemuren, die possierlichen Halbaffen. Und für seine Vanille. Die SAVA-Region im Nordosten ist das weltweite Zentrum für den Anbau der sogenannten Königin der Gewürze. "Ich bin stolz, weil wir wertvolle Produkte für die ganze Welt produzieren", sagt Marie Rasoandalana. Vanille, Kaffee, dazu Rohstoffvorkommen, die in der Erde stecken - arm ist Madagaskar eigentlich nicht. Tatsächlich aber fehlt es den Menschen im Land an vielem. Politische Krisen lähmen die Wirtschaft und den Fortschritt. Korruption und Misswirtschaft führten dazu, dass die Hälfte der Menschen in Armut lebt. Im Süden gibt es immer wieder Hungersnöte, die soziale Schieflage ist gewaltig. In Andasibe, einer Kleinstadt im Zentralmassiv, sitzt Madame Lanto in ihrem Büro im Bahnhof und verkauft Fahrscheine. Die "Dia Tsara"-Linie von Moramanga an die Ostküste ist eine Lebensader für die Menschen. Die malerische Strecke entlang des Flusses Vohitra verbindet Dörfer, die mit dem Auto nicht zu erreichen sind. "Während der Pandemie, als kein Zug fuhr, sind wir zu Fuß gegangen", sagt Razafindramanitra aus dem Dorf Fanasana. "60 Kilometer hin und 60 Kilometer wieder zurück." Die Dokumentation von Maik Gizinski ist ein Streifzug durch das raue Madagaskar - die Heimat faszinierender Tiere und wunderbarer Menschen, die voller Zuversicht für eine gute Zukunft kämpfen.
17:30
Als erste deutsche Kulturlandschaft ist das Obere Mittelrheintal seit Juni 2002 UNSESCO Welterbe. Bingen und Rüdesheim bilden das südliche Tor. Von dort erstreckt sich das Tal rund 67 Kilometer bis Koblenz. Die Schönheit der Natur, die überwältigenden Panoramen, die Dichte an Burgen und Schlössern machen es bis heute zu einem der großen Touristenziele Europas. Von Rüdesheim geht es mit dem Schiff auf den Rhein, auf Wanderwegen durch die Weinberge und durch die berühmte Drosselgasse der Altstadt. Die Menschen, die wir vorstellen, brennen für ihre Heimat. Sie sind "Welterbe-Paten", Botschafter ihrer Region und Gastgeber: Die junge Winzerin, die als "Retterin des Rieslings" nicht vor steilsten Hanglagen zurückschreckt und das Weingut in 4. Generation bewirtschaftet. Der Wanderführer, der nicht müde wird, auch mit 70 Jahren Menschen von der Region zu begeistern und selbst einen kleinen brachliegenden Weinberg wieder zum Leben erweckt hat. Die Forstwirtin, die mit neuen Projekten die Auswirkungen des Klimawandels bekämpft, die Menschen damit sensibilisiert und achtsam werden lässt. Es ist die Kapitänin auf dem Rhein, die jeden Tag mit hunderten Gästen über das Wasser fährt und dafür sorgt, dass die Urlauber einen einmaligen Tag erleben. Und da ist die Gastwirtin, die ganze Besucherströme der Drosselgasse bewirtet und das bei aller Kritik am Massentourismus mit Herzblut macht. Für sie alle ist der Welterbetitel eine große Aufgabe, eine Herausforderung, aber auch Inspiration.
18:15
Fragen rund um die Gesundheit wird auf den Grund gegangen, und von den Moderatoren anschaulich aufbereitet. Dabei geht es unter anderem um Heilmittel, Ernährung und Kosmetikprodukte.
18:45
Angesichts steigender Fallzahlen in allen deutschsprachigen Ländern sind innovative Strategien gefragt. Sie sollen sowohl die Selbstbestimmung der durch Demenz Beeinträchtigten schützen als auch Pflegepersonal und Angehörigen Hilfestellung und Entlastung bieten. Die Dokumentation stellt alternative Projekte vor, in denen das gelingen könnte: eine Demenz-WG in Potsdam, die durch einen gemeinnützigen Verein finanziert wird, eine Initiative in Österreich, die Angehörige ausbildet und durch Tagespflege entlastet, und ein Haus in der Nähe von Zürich, das von ganzheitlichen Ansätzen in der Pflege geprägt ist. Allen gemein ist: Es reicht nicht, nur die Grundbedürfnisse der Betroffenen zu stillen. Vielmehr werden sie in diesen Einrichtungen in alle Tätigkeiten vom Einkaufen über das Kochen und Putzen im Rahmen ihrer jeweiligen Möglichkeiten eingebunden, um ihr Selbstwertgefühl und damit ihre Selbstständigkeit zu fördern und zu erhalten. Dazu dienen auch sportliche Aktivitäten, Gesprächskreise und gemeinsame Ausflüge.
19:30
Das Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Im Ruhrgebiet sind die Wege kurz - und Abenteuer, Natur, Sport und Kultur liegen nah bei einander. Maximal eine Stunde braucht Anne Wilmes mit dem E-Roller, um rund um Dortmund die schönsten Ziele zum Wandern und Klettern, Segeln und Surfen zu finden: in der Elfringhauser Schweiz, am Isenberg oberhalb der Ruhr in Hattingen oder rund um die Möhnesee Talsperre. Und an den Ufern der renaturierten Emscher findet sie Bienenstöcke, Obstbäume und Picknickplätze. Kohle und Stahl sorgten einst im Revier für dicke Luft. Heute ist die Zeche Zollverein in Essen UNESCO Weltkulturerbe und ein Teil der Route Industriekultur, die sich durch das ganze Ruhrgebiet zieht. Den Besuch im ehemaligen Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop macht Kabarettist Fritz Eckenga zu einer amüsanten Geschichtsstunde. Und welch große Bedeutung Fußball für die Menschen im Revier hat, erfährt Anne Willmes von ihrem WDR-Kollegen Peter Großmann: Der BVB-Fan nimmt sie mit ins Stadion von Borussia Dortmund.
21:00
Das Immunsystem ist so unverzichtbar für den Menschen wie das Herz oder die Lunge. Es sorgt fürs Überleben, kann sich aber auch gegen uns selbst richten und uns dabei schaden. Es ist komplex und faszinierend zugleich. Spätestens seit der Corona-Krise steht das Immunsystem im Mittelpunkt der Medizinforschung. Was ist das Immunsystem? Wie lässt es sich stärken? Wann und warum kann es scheitern? Wie kann es gezielt zur Heilung von Krankheiten wie Krebs eingesetzt werden? Eine Dokumentation über unser faszinierendes Abwehrsystem mit packenden Beispielen, internationalen Experten und graphischen Erklärungen.
21:50
Rund um die Gesundheit und Ernährung ranken sich viele Mythen: Fasten lässt die Kilos purzeln, genauso wie die Abnehmspritze. Light Produkte sind gesünder als konventionelle, und Proteine und Eiweiß halten jung, mit gezielter Ernährung können Erkältungen verhindert werden. Doch hilft Chili oder Hühnersuppe tatsächlich bei der Immunabwehr? Schützen Vitaminpillen vor Erkältung? Gibt es die Männergrippe? Wirken Eisbäder heilend? Und trägt die Kamera wirklich so viele Kilos auf? Mit Experten, Selbstversuchen und einer guten Prise Selbstironie stellt "Mythos Ungesund" mit Hanno Settele unsere Alltagserkenntnisse auf den Prüfstand. Gesund bleiben - ja! Aber bitte mit Fakten.
22:35
Zucker wird von der Industrie gern als "natürliche Süße" angepriesen. Schließlich wird er aus Zuckerrohr oder Zuckerrübe gewonnen. Aber "Zucker ist unfassbar weit entfernt von etwas Natürlichem", meint die Münchner Ernährungswissenschaftlerin Marina Lommel. Denn die Pflanzen werden in der Fabrik zu Kristallzucker verarbeitet - übrig bleiben so nur noch zwei Moleküle: Glukose und Fruktose. Und damit gehen die Probleme los. Zucker verhält sich in unserem Körper sehr ähnlich zu Alkohol. "Fruktose wird fast ausschließlich in der Leber verstoffwechselt", erklärt die Frankfurter Neurologin Sharmili Edwin Thanarajah, "was beim Alkohol auch der Fall ist. Und auch beim Fruktoseumbau werden Stoffe freigesetzt, die direkt in der Zelle schädlich sein können." So entsteht dabei Methylglyoxal, ein Stoff, der Proteine im Körper verändert - und im Gehirn zu Schädigungen des Gedächtnisses führt. Dazu hat Zucker die Fähigkeit, unsere Entscheidungen zu beeinflussen. Manche Wissenschaftler sprechen sogar davon, dass uns Zucker süchtig machen kann. "Zucker steht im Zusammenhang mit Ernährung und Ernährung ist ein Hauptantrieb. Das hält uns am Leben. Damit kann man alles überschreiben, am Ende des Tages jede Art von Vernunft ausschalten", beschreibt der Stoffwechselforscher Marc Tittgemeyer. Auch ist hoher Zuckerkonsum mit der Entstehung psychischer und demenzieller Erkrankungen assoziiert. "Der Konsum von Zucker gehört zu den größten Risikofaktoren bei der Entwicklung von Alzheimer", warnt der Neurologe Dale Bredesen. Er fordert: Zucker muss reguliert werden wie Tabak oder Alkohol.
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DW's The Day provides viewers with the background and analysis they need to understand the top stories of the last 24 hours. Join our Chief News Anchor Brent Goff as he puts the day's events into context and discusses them with experts and correspondents in the field.