21:00
Deepfakes, organisierter Online-Betrug und eine kaum kontrollierbare Macht über unsere Daten: Die Dokumentation legt ein kriminelles System offen, das gezielt mit der Gesundheit und dem Vertrauen von Menschen spielt. In einer umfassenden investigativen Recherche folgt Eckart von Hirschhausen den Spuren einer global agierenden Betrugsindustrie - von Deutschland bis nach Brasilien - und legt die Strukturen internationaler Datenhändler offen. Ausgangspunkt sind tausende Fälle von Verbraucherinnen und Verbrauchern, die durch täuschend echt wirkende KI-generierte Werbevideos - unter anderem mit von Hirschhausens Gesicht und Stimme - zum Kauf vermeintlicher Gesundheitsprodukte verleitet worden sind. Die Dokumentation zeigt, wie perfide diese Masche funktioniert: Mit emotionaler Manipulation, gezielter Datenauswertung und professionell organisierten Callcentern werden insbesondere ältere und gesundheitlich belastete Menschen angesprochen und unter Druck gesetzt. Menschen, die den Versprechen vertraut haben, berichten von finanziellen Verlusten, Scham und dem Gefühl, allein gelassen zu werden. Eckart von Hirschhausen zeigt, wie schwer es ist, Täter zu identifizieren und strafrechtlich zu verfolgen und wie kriminelle Netzwerke bestehende Lücken im System gezielt ausnutzen. Eckart von Hirschhausen: "Durch die explosive Entwicklung von künstlicher Intelligenz wird es im Netz unmöglich zu erkennen, was echt ist, und was Lüge. Das zerstört das Vertrauen in Menschen, in die Wissenschaft und die Demokratie. Deshalb mache ich diesen Film. Meine Stimme gehört mir, mein Gesicht auch. Wir brauchen dringend verbindliche Regeln gegen die kommerziellen Plattformen. In der ARD gibt es zum Glück noch echte Nachrichten, echte Reportagen von echten Menschen für echte Menschen." Für die Recherche trifft von Hirschhausen einen Whistleblower, der Einblicke in die Arbeitsweise internationaler Callcenter gibt, in denen gezielt deutsche Kunden angesprochen werden. Trainingsmaterial und Gesprächsmitschnitte belegen: Verkäufer werden systematisch geschult, um Ängste von Patientinnen und Patienten auszunutzen und mit falschen Heilsversprechen Kasse zu machen. Gleichzeitig wird deutlich, wie komplex die Firmenstrukturen sind, die sich über mehrere Länder erstrecken und sich somit gezielt der Strafverfolgung entziehen. Die Dokumentation beleuchtet zudem die zentrale Rolle großer Tech-Plattformen und der digitalen Werbeindustrie. Persönliche Daten - von Gesundheitsinteressen, über sensible Lebenssituationen bis hin zu intimen Details - werden in großem Stil gehandelt und für personalisierte Werbung genutzt. Diese Daten bilden die Grundlage für das gezielte Ausspielen betrügerischer Inhalte. Expertinnen und Experten aus Datenschutz, Politik und Kriminalitätsforschung ordnen ein, wie diese Systeme funktionieren - und warum bestehende Gesetze bislang nur unzureichend durchgesetzt werden. "Weil Menschen im Gesundheitswesen wenig Gehör finden, suchen sie im Internet nach Hilfe. Dort wimmelt es aber von Betrügern, gefälschten Medikamenten und täuschend echten Videos von mir und anderen Ärztinnen und Ärzten. Desinformation ist ein medizinischer Notfall. Auch unechte Wundermittel können echten Schaden anrichten!", so von Hirschhausen. Die Dokumentation legt die Probleme des Deepfake-Betrugs offen, gibt aber auch Hilfestellungen: Wie lassen sich betrügerische Angebote erkennen? Welche Schutzmaßnahmen sind sinnvoll? Und was kann jede und jeder Einzelne tun, um sich besser vor digitalem Betrug zu schützen? "Hirschhausen und die Deepfake-Mafia" ist eine eindringliche Bestandsaufnahme der Gefahren im digitalen Raum - und ein Appell, den Schutz von Gesundheit, Wahrheit und demokratischen Strukturen im Zeitalter von KI und Plattformökonomie ernst zu nehmen.
21:45
Wie einfach es inzwischen ist, mit frei verfügbaren Tools täuschend echte Fake-Inhalte zu erstellen, und wie rasant sich diese Technologien verbreiten, zeigt die ARD-Doku mit Host Collien Fernandes. Wie werden Deepfakes gezielt eingesetzt, um Menschen zu sexualisieren, zu diskreditieren oder zu manipulieren? Im Film spricht Moderatorin und Schauspielerin, die sich seit Jahren mit dem Thema Deepfakes und digitale Gewalt beschäftigt und sich für strengere Gesetze und mehr Schutz von Opfern engagiert, mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Der ehemalige Meta-Sicherheitsbeauftragte Sandeep Abraham gibt beispielsweise Einblicke in interne Mechanismen der Plattformökonomie und schildert, wie milliardenschwere Werbesysteme auch von betrügerischen Inhalten profitieren. Mit der Organisation HateAid, die sich für die Rechte von Betroffenen digitaler Gewalt einsetzt, spricht Fernandes darüber, welche rechtlichen und gesellschaftlichen Schutzmechanismen gestärkt werden müssten. Dabei stehen konkrete Lösungsansätze im Fokus: Gemeinsam mit einer Berliner Schulklasse diskutiert sie zusammen mit Digitalberater Gavin Karlmeier Strategien zur digitalen Selbstverteidigung. Wie sinnvoll und zielführend sind Social-Media-Verbote, Klarnamenpflicht und Identifikationspflichten wirklich? Anika Gruner vom Start-up Neuromancer zeigt, wie Deepfakes technisch zuverlässig entlarvt werden können - etwa durch KI-gesteuerte forensische Analysen, die manipulierte Bildstrukturen mithilfe sogenannter "Heatmaps" sichtbar machen.
22:30
In dieser Sendung geht es um Schmerzen, die einen im Alltag plagen. Wenn der Kopf drückt oder es im Rücken zieht - was hilft dann, die Schmerzen zu lindern? Quarks fasst die neusten Wege zusammen, die die Forschung dafür aufzeigt.
23:15
In dieser Folge dreht sich alles um Schokolade und handwerkliches Geschick: Die 16-jährige Schülerin Amirrah betritt Neuland, denn obwohl sie sicherlich schon einmal Pralinen probiert hat, stellt sie sich nun erstmals der Herausforderung, diese selbst herzustellen. In einer Profiküche übernimmt sie die Rolle einer Konditorin und hat die Aufgabe, innerhalb von 20 Minuten 15 Pralinen anzufertigen. Unterstützung erhält sie dabei aus dem Nebenraum: Auszubildende Vanessa verfolgt das Geschehen gespannt und gibt Amirrah per Funkgerät hilfreiche Tipps. Trotz der Anleitung bleibt die Herausforderung anspruchsvoll - es stellt sich die Frage, ob Amirrah dem Zeitdruck standhält und die Aufgabe erfolgreich meistern kann. Beruf: Konditor/-in Ausbildungsart: Duale Ausbildung im Handwerk Ausbildungsdauer: 3 Jahre Lernorte: Ausbildungsbetrieb und Berufsschule Was macht man in diesem Beruf? Konditoren stellen Torten, Pralinen und verschiedene Süßspeisen her. Sie arbeiten mit Zutaten wie Schokolade, Marzipan und weiteren Rohstoffen, backen und dekorieren die Produkte. Dabei achten sie stets auf Hygienevorschriften und setzen kreative Ideen um. So entstehen hochwertige Erzeugnisse wie Hochzeitstorten oder Weihnachtsgebäck. In jeder Folge von "JobChallenge" wagt sich eine Schülerin oder ein Schüler in einen Ausbildungsberuf und muss eine typische Aufgabe erfüllen - ohne vorher zu wissen, ob es ums Brezelbacken geht oder eine U-Bahn-Reparatur. Der Azubi des Betriebs gibt Tipps per Funkgerät und der Endboss aka Ausbildungsleiter bewertet, ob die Challenge bestanden ist. Außerdem gibt's in jeder Folge alles Wichtige rund um den Ausbildungsberuf - zum Beispiel, was man verdient oder welche Skills man haben sollte.
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DW's The Day provides viewers with the background and analysis they need to understand the top stories of the last 24 hours. Join our Chief News Anchor Brent Goff as he puts the day's events into context and discusses them with experts and correspondents in the field.