20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Vor 80 Jahren begann der erste der Nürnberger Prozesse gegen 24 Hauptkriegsverbrecher. Darunter Hermann Göring, Rudolf Heß, Hans Frank und Joachim von Ribbentropp. Zwölf von ihnen wurden zum Tode verurteilt. Sie waren die Nazi-Elite. Die Nürnberger Prozesse gelten bis heute als Meilenstein des Völkerrechts - da erstmals führende Politiker für Kriegsverbrechen persönlich verantwortlich gemacht wurden. Die Prozesse ermöglichten es vielen Deutschen, eine bequeme Trennung zwischen "den Tätern" und der eigenen Person oder Gesellschaft vorzunehmen. Bei den diesjährigen "Gesprächen gegen das Vergessen" beleuchten wir die Relevanz der Prozesse. Wir fragen aber auch: Wer saß nicht auf der Anklagebank? Welche Kontinuitäten blieben bestehen - in Behörden, Justiz, Familiengeschichten? Sprechen wir darüber! Mit Niklas Frank, dem Sohn des in Nürnberg hingerichteten NS-Verbrechers Hans Frank, der Holocaustüberlebenden Dr. Eva Umlauf, der Historikerin Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum sowie Schülerinnen und Schülern, die den Abend mit eigenen Beiträgen bereichern.
21:50
Niklas Frank ist Sohn des bei den Nürnberger Prozessen zum Tode verurteilten NS-Täters Hans Frank. In diesem Portrait spricht er als Zeitzeuge schonungslos über die Verbrechen seines Vates und die Last der Schuld in der eigenen Familie. Mit unerschütterlicher Ehrlichkeit setzt er sich mit der Täterrolle auseinander - und öffnet für diesen Film erstmals auch eine Kiste mit Briefen, die seine Eltern während der Nürnberger Prozesse zwischen Gefängniszelle und Außenwelt austauschten. So entsteht ein eindringlicher Blick auf Schuld, Erinnerung und familiäres Erbe.
22:35
Dirigieren sei für sie die natürlichste Art, Musik zu kommunizieren, sagt die Dirigentin Erina Yashima. Und diese Art kommt denkbar gut an, bei Orchestern, beim Publikum, bei der Kritik. Einen "neuen Stern am Dirigentenhimmel" nannte sie das Hamburger Abendblatt. Die deutsch-japanische Dirigentin, Erste Kapellmeisterin an der Komischen Oper Berlin, ist sinfonisch in der osteuropäischen und russischen Spätromantik zuhause. Folgerichtig stellt die Frau mit der tänzerischen Agilität bei ihrem Debüt am Pult des hr-Sinfonieorchesters die im dunklen Klang schwelgende "Winterträume"-Sinfonie von Peter Tschaikowsky vor.
23:20
Das Kulturmagazin im BR Fernsehen
23:50
Welche popkulturellen Hype-Themen treiben dich gerade um? Wir erzählen dir spannend den Schlüsselmoment, der alles ausgelöst oder verändert hat, erklären die Zusammenhänge und überraschen dich mit Details, die selbst du als Popkultur-Fan noch nicht kanntest.
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Mit der Tagesschau vor 20 Jahren hat ARD-alpha eine "Daily", die in Fan-Kreisen längst Kultstatus besitzt. Täglich kann man 20 Jahre zurückblicken und die jüngste Zeitgeschichte noch einmal hautnah nachempfinden. Durch den Vergleich mit der aktuellen Tagesschau begibt sich der Zuseher gleichsam auf eine Zeitreise. Dies gilt einerseits für die behandelte Materie, andererseits aber auch für die mediale Aufbereitung des Nachrichten-Genres selbst. Besondere Ereignisse, die von Nachrichtensprecher-Legenden wie Karl-Heinz Köpcke oder Dagmar Berghoff präsentiert wurden, waren unter anderem das dramatische Terrorjahr 1977, die Wahlen von Papst Johannes Paul II. und US-Präsident Ronald Reagan oder die "Bonner Wende", die Ablösung der Bundesregierung von Kanzler Schmidt durch den späteren "Kanzler der Einheit" Helmut Kohl.
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"Jeder Mensch ein Künstler!" Dies berühmt-berüchtigte Motto von Joseph Beuys könnte auch von Bob Ross (1942-1995) stammen. Allein, der amerikanische Fernsehmaler hat - anders als Beuys - keine großen sozialen und politischen Revolutionen im Sinn. Bob Ross will "nur" die einzelnen Menschen glücklicher machen, und das heißt, zu potenten Malern, die ihre eigene Welt erschaffen. Er will uns zeigen: Ein kleiner Künstler steckt in jedem von uns, wir müssen ihn nur herauslassen. Und das geschieht, indem wir lernen, das Malen zu lernen und das Lernen dabei nicht als Mittel zum Zweck, sondern als Selbstzweck begreifen - Spaß dran finden. Bob Ross wurde 1942 in Daytona Beach, Florida, als Sohn eines Zimmermanns geboren. Er studierte an verschiedenen amerikanischen Colleges Malerei und entdeckte schließlich seine spezifische Malweise: die Nass-auf-Nass-Methode. Nachdem er diese Technik gründlich ausgebaut und etliche Hilfsmittel und Tricks erprobt hat, fing er an, auch anderen beizubringen, wie man damit schöne Landschaftsbilder kreieren kann. Er reiste seit 1981 quer durch die Vereinigten Staaten, um diese Technik vorzustellen. Zwei Jahre später produzierte er die ersten Malkurse im Fernsehen: "The Joy of Painting" wurde zu einem Riesenerfolg. Mit freundlich säuselnder Stimme macht Bob Ross seinen Zuschauern Mut, ihre eigene Kreativität zu entdecken. Schritt für Schritt macht er vor, wie sie ihre Leinwand im Nu mit "heiteren kleinen Wölkchen" oder "fröhlichen kleinen Bergen" und Hütten bereichern und so ihre eigene Welt schaffen können. Das kommt an, seit 1983 reißen die Ross-Serien gar nicht mehr ab. Sein Fernseh-Malkurs ist ein gigantisches Unternehmen, das Millionen von Ross-Schülern mit dem nötigen Malwerkzeug, Anleitungsbüchern und Videos ausstattet. Bob Ross starb 1995 mit gerade einmal 52 Jahren in New Smyrna Beach, Florida, an Krebs. Seine Fernsehshow aber lebt weiter. Inspiriert von Ross hat eine Freundin von ihm, Annette Kowalski, selbst eine Methode entwickelt, wie man Blumen malt.
03:05
Unter dem Sendungstitel werden verschiedene Formate zusammengefasst, die sich mit der Erde und dem Weltall befassen. Die mit elektronischer Musik hinterlegten Aufnahmen erlangten bereits Kultstatus.
04:05
Geschichtenerzählen und Astrophysik - das sind seine beiden großen Leidenschaften: Harald Lesch ist Professor für theoretische Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und unterrichtet Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie S.J. in München. Außerdem ist er Mitglied der Kommission "Astronomie in Unterricht und Lehramt". Seine Hauptforschungsgebiete sind kosmische Plasmaphysik, Schwarze Löcher und Neutronensterne. In der Sendereihe "alpha-Centauri" erklärt Professor Lesch die Grundzüge des Universums, untersucht ferne Galaxien und bringt uns unser Sonnensystem näher.
04:20
Unter dem Sendungstitel werden verschiedene Formate zusammengefasst, die sich mit der Erde und dem Weltall befassen. Die mit elektronischer Musik hinterlegten Aufnahmen erlangten bereits Kultstatus.