08:15
09:30
Psychose, Alkoholsucht, Ess-Störung, Panikattacke und Suizidgedanken: Die Reportage bietet einen ungeschminkten und berührenden Einblick in den Alltag einer psychiatrischen Akutstation. Barbara Jost und ihr Team kümmern sich in den Kreiskliniken Groß-Umstadt um psychiatrische Notfälle. Wer kommt in die Psychiatrie? Und wie behandelt man psychiatrische Erkrankungen? Die Erfahrung zeigt: Psychische Erkrankungen können jeden treffen. Ein Patient mit einer Impulskontrollstörung rastet plötzlich aus und zerlegt die halbe Station. Oberärztin Jost muss gleichzeitig als Zeugin vor Gericht aussagen, weil ein anderer Patient im Patientenzimmer Feuer gelegt hat. Das Gericht muss entscheiden, ob der Mann dauerhaft in eine forensische Psychiatrie muss. Das Pflegeteam um Sonja Holubar übt eine Fixierung, während die Magersüchtige L. plötzlich in eine medizinische Notlage gerät. Artikel 3 des Grundgesetzes verkündet: "Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden." Doch wird diese abstrakte Norm tagtäglich umgesetzt - und wenn ja, wie? Die Sendung "selbstbestimmt!" geht dieser Frage nach, sei es in Arbeit und Beruf, in der Schule, an der Universität, beim Wohnen, beim Sport oder in der Kultur und Kunst. Selbstbestimmtes Leben, Selbstbestimmung über eigene Angelegenheiten im privaten und im gesellschaftlichen Bereich ist die berechtigte Grundforderung von Menschen mit Behinderung.
10:00
Magazin in Gebärdensprache
10:30
11:00
Die römisch-katholische Kirche scheint fester Bestandteil der Tiroler Identität zu sein. Doch das war nicht immer so. "Ohne die Gewalt der Habsburger wäre Tirol wahrscheinlich protestantisch", stellt der katholische Theologe Prof. Dr. Josef Gelmi fest, "oder sogar hutterisch oder täuferisch geworden". Die "kreuz und quer"-Dokumentation begibt sich auf die Spuren der christlichen Radikalreformer, erzählt die Geschichte ihres Glaubens, ihre Verfolgung und Vertreibung im Mittelalter und entdeckt neue Gemeinden im heutigen Niederösterreich. Im kleinen Weinviertler Dorf Retz hat sich vor zwei Jahren eine Gemeinschaft, ein sogenannter Bruderhof, aus rund 35 Menschen angesiedelt. Gemeinsam versuchen sie ihren Traum von einem einfachen täuferischen Leben zu leben und sich an der christlichen Urgemeinde zu orientieren. Ein Biobauernhof sichert die Existenz, es gilt das Prinzip der Gütergemeinschaft, eine Idee von hoher Anziehungskraft. So erzählt die junge Mutter Asenath Keiderling, welche Kraft sie aus ihrer Überzeugung schöpft: "Für mich bedeutet es, dass ich nicht nur Sonntag in die Kirche gehe, sondern meinen Glauben jeden Tag lebe." Die Idee der Bruderhöfe geht auf die Täufer zurück, die vor rund 500 Jahren in Österreich weit verbreitet waren. Zu ihrem bekanntesten Sprecher und Vorbild wurde Jakob Huter, ein Südtiroler, der sich gegen Kirche und Fürsten stellte. Mit seinem einfachen volksnahen Glauben forderten er und seine Gemeinden die Herrschenden heraus. Die Hutterer wandten sich gegen den Ablasshandel, der bedeutete, dass man für das eigene Seelenheil bezahlen musste - und sie prangerten Unterdrückung und soziale Not an. Mit Gefängnis, blutiger Folter und öffentlichem Verbrennen sicherte das Haus Habsburg schließlich seine Herrschaft - und der römisch-katholischen Kirche die alleinige Interpretation christlichen Glaubens in Tirol. Mit einer ersten gemeinsamen Andacht hat eben jene Kirche im Wiener Stephansdom im Herbst 2021 um Vergebung für die Verfolgung dieser Christen gebeten.
11:35
Nach der x-ten Corona-Quarantäne kennt es jetzt wohl jeder: das Gefühl von Einsamkeit. "Warum bedrückt es uns so, einsam zu sein?", fragt sich Jan. Was unterscheidet Einsamkeit von Alleinsein? Und: Hat Einsamkeit vielleicht auch etwas Gutes? In Brandenburg macht sich Jan gemeinsam mit Sondengänger Wolfgang Herkt und dessen Metalldetektor auf die Suche nach Schätzen, die unter der Erde verborgen liegen. Kürzlich hat Wolfgang sogar keltische Goldmünzen gefunden. Was macht es mit einem, wenn man stundenlang allein durch die Landschaft streift? Findet man in der Abgeschiedenheit besser zu sich selbst als im Großstadttrubel? Wolfgang sagt: "Bei schweren Entscheidungen hilft das Alleinsein, weil es keine Ablenkung gibt." Die Autorin Kathrin Weßling ist so etwas wie der Gegenentwurf zu Wolfgang: Sie ist gefühlt 24/7 am Kommunizieren, schreibt Bücher, Online-Texte, Social-Media-Posts. Gerade hat sie eine Story darüber gepostet, wie sie das Haus ihrer Eltern ausgeräumt hat. Wenn man mit der eigenen Kindheit abschließt, fühlt man dann zum ersten Mal echte Einsamkeit? "Aus dem Schmerz heraus können wir auch eine Einsamkeitsfähigkeit entwickeln, die uns souveräner werden lässt", erklärt Philosoph Marco Weimer. Doch wie machen das Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen, weil sie verfolgt werden, die von der eigenen Familie abgeschnitten sind und im Exil feststecken? Darüber spricht Jan mit Evgeniy Zamyatin, der als Anwalt für Alexej Nawalnys Stiftung für Korruptionsbekämpfung arbeitet. In Russland droht ihm Gefängnis, deshalb musste er nach Berlin fliehen. Wie geht er mit Einsamkeit um?
12:00
12:30
In der Sendung informieren Wissenschaftler, auch für Fachunkundige verständlich, über ihre Forschungen - und das innerhalb von wenigen Minuten und ohne zusätzliche Hilfsmittel. So wird auf unterhaltsame Weise Wissen vermittelt.
13:00
13:15
13:30
"KlimaZeit" stellt spannende Zusammenhänge dar, erklärt Wetter- und Klimaphänomene und fragt kritisch nach. Das Magazin, das sich mit dem größten Problem der Menschheit beschäftigt. Klar, kompetent, konstruktiv. Was hat der Klimawandel jedem und jeder einzelnen zu tun? Was muss man über die wissenschaftlichen Hintergründe wissen sowie über die konkreten Folgen. Welche Lösungen gibt es?
13:45
Bayern ist lebendig und vielfältig. Die Sendung stellt wunderschöne Landschaften, spannende Naturphänomene und beeindruckende Persönlichkeiten des Freistaates in atemberaubenden Bildern vor.
14:30
Winter im Klostertal - Im Naturschnee-Skigebiet am Sonnenkopf nimmt Moderatorin Annette Krause bei der mehrfachen Freeride-Weltmeisterin Nadine Wallner einen Kurs im Tiefschneefahren. Eine Alternative zum Skifahren ist die Schneeschuhwanderung mit Wanderführerin Caroline Mark auf den Aussichtsberg Mutjöchle. Von hier hat man einen grandiosen Blick auf die Vorarlberger Bergwelt und auf das Klostertal. Mit dem Bau der Arlbergbahn und des Eisenbahntunnels vor mehr als 100 Jahren wurde die Region zur Hauptverkehrsader zwischen Ost und West. Annette Krause begleitet die Männer der Eisenbahn-Feuerwehr auf ihrem Löschzug bei der Fahrt in den mehr als zehn Kilometer langen Tunnel zu einer Rettungsübung. Stuben am Arlberg gilt nicht nur als Wiege des Skisports. Hier treffen sich einmal im Jahr Snowboarderinnen und Snowboarder aus aller Welt zu einem legendären Rennen. Paul Gruber, einer der Snowboard-Pioniere, vermittelt Annette Krause die Faszination an diesem Sport. Ziel der Expedition ist die auf 2.288 Meter gelegene Ulmer Hütte, in der Annette Krause auf viele Urlauberinnen und Urlauber aus dem Südwesten trifft.
15:15
16:00
Visite informiert über aktuelle Entwicklungen aus den Bereichen Medizin und Gesundheit - aus Klinik, Praxis und Forschung.
17:00
Es ist mehr als nur der rote Saft unseres Körpers: es transportiert Sauerstoff, Nährstoffe und Immunzellen - und viele Mythen ranken sich darum, um das Blut, unseren Lebenssaft. Wir klären, warum Blutgruppen wichtig sind und welche Behauptungen über sie entlarvt werden müssen, ob der Blutdruck vom Stresslevel abhängt und welche Faktoren langfristig die Gefäße beeinflussen. Häufige Ängste rund ums Blutspenden und Transfusionen kommen auf den Prüfstand sowie auch, ob Vitamine das Blut stärken und "Blutreinigung" bloß ein Mythos ist. Diese und weitere Fragen sind diesmal Gegenstand im treffpunkt medizin Faktencheck.
17:45
Fragen rund um die Gesundheit wird auf den Grund gegangen, und von den Moderatoren anschaulich aufbereitet. Dabei geht es unter anderem um Heilmittel, Ernährung und Kosmetikprodukte.
18:15
19:00
Nairobi, die Hauptstadt Kenias befindet sich 120 Kilometer südlich des Äquators und gilt als Drehscheibe Ostafrikas. Der Schienenverkehr spielt hier bisher eine eher untergeordnete Rolle. Das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs bilden Matatus, Sammeltaxis. Sie sind aber nicht nur Fortbewegungsmittel, sie sind Teil der Alltagskultur in Kenia mit schrillen Graffitis, Wlan und Monitor am Platz. Die Eisenbahn soll nun mehr Menschen von der Straße auf die Schiene bringen. 2020 erließ Kenias Präsident Uhuru Kenyatta ein Programm zur Modernisierung des Nahverkehrs und leitete damit eine Renaissance der Eisenbahn ein. Höhere Geschwindigkeiten und moderner Fahrzeuge sollen mehr Menschen auf die Schiene locken. Auch Streckenreaktivierungen gehören dazu. Im Sommer 2020 wurde die mehr als 20 Jahre stillgelegte 180 Kilometer lange Strecke Nairobi-Nanyuki wiederbelebt - mit großem Erfolg.
19:30
Wie packen wir die drängenden globalen Probleme an? Klimawandel und Artenschwund verlangen eine neue Art des Wirtschaftens. Wir werden Dinge verändern müssen, um in Zukunft menschenwürdig wohnen, arbeiten und uns ernähren zu können. Technologischer Fortschritt und Wandel kann uns dabei unterstützen. Global Us gibt unerwartete Einblicke, zeigt beispielhafte Lösungen und bietet Perspektiven für eine sich rasant verändernde Welt. Im Fokus stehen Menschen, die einen Wandel wollen, diesen vorantreiben und damit andere inspirieren.
19:55
Dank künstlicher Intelligenz könnten Wetterprognosen bald schneller und präziser werden. Wie gut die KI bei Extremwetterlagen ist und warum man tatsächlich auch noch "echte" Meteorologen benötigt, erklärt Anja Reschke in "Wissen vor acht - Zukunft".
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Die Insel Philae ist eine der größten Stätten des alten Ägyptens und wurde im 18. Jahrhundert von europäischen Forschern entdeckt. Die Tempel von Philae gelten als die bedeutendsten Zeugnisse altägyptischer Religion und Tempelarchitektur. Dieser Dokumentarfilm entführt erstmals ausführlich in ihre faszinierende Geschichte. Ein internationales Forschungsteam gibt Einblicke in die Geschichte der Tempel von Philae und bisher nicht entzifferte Inschriften.
21:45
22:30
Roman Brodmann fuhr im Jahr 1985 nach Korsika, um die Eisenbahnlinie von Bastia im Nordosten zur Hauptstadt Ajaccio im Südwesten zu porträtieren. Er nannte seinen Film "Die Transkorsika. Zwischen Bomben und Touristen". Schnell ist diese Knochenrüttlerbahn zwar nicht, aber sie schafft es auf dieser Strecke immerhin bis auf fast 1.000 Meter über Seehöhe. Filmautor Brodmann zeigt uns dabei nicht nur atemberaubend schöne korsische Landschaften, er spart auch die explosive politische Situation damals nicht aus.
23:10
In zwei Stunden von den Gletschern zu den Palmen, das erlebt, wer den Bernina-Express nimmt von Pontresina im schweizerischen Engadin nach Tirano im italienischen Veltlin. Filmautor Roman Brodmann sagt, dieser Zug sieht beinahe aus wie eine Straßenbahn, die sich in die Rocky Mountains verirrt hat. Und diese Bahn erreicht am Bahnhof Bernina-Hospiz eine Höhe von 2.253 Meter über dem Meeresspiegel und beschert ihren Fahrgästen bei dieser Fahrt einen sensationellen Blick auf die Schweizer Bergwelt.
23:55
Tragische allerletzte Fernsehbilder vom berühmten Gläsernen Zug - im Jahr 1995 porträtierte Peter Solfrank diesen Oldtimer aus Anlass seines 60. Geburtstages. Er bot mit seiner Glasbedachung bei der Fahrt durch die Alpenwelt den Zuggästen einen unvergesslichen Ausblick. Drei Monate nach Ausstrahlung dieses Films ereignete sich das Zugunglück in Garmisch-Partenkirchen, bei dem ein Mensch zu Tode kam und sehr viele z.T. schwer verletzt wurden. Der Gläserne Zug wurde dabei so schwer beschäfigt, dass er nicht mehr für Fahrten eingesetzt werden konnte. Mittlerweile wird er in Augsburg restauriert, wenn er auch nicht mehr zur Fahrtüchtigkeit gelangen soll.