20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Abenteuer Ruhrgebiet: Vorbei an Industriekultur und Stauseen, Millionärsvillen und ganz viel Grün fahren Anne Willmes und Stefan Pinnow auf den letzten 100 Kilometern des Ruhrtalradwegs. Zwischen Hagen und nach Duisburg-Ruhrort folgen sie dem Verlauf der Ruhr und nutzen die Gelegenheit zum Segeln, Baden und Rudern. Moderne Kunst in historischen Gebäuden finden sie in Hagen. Die begehbare Achterbahn "Tiger & Turtle" in Duisburg entpuppt sich als moderne Kunst unter freiem Himmel. Und im Henriette-Davidis-Museum in Wengern dürfen sie einen Pudding nach Rezepten der legendären Kochbuch-Autorin nachkochen. Auf der Zeche Nachtigall im Wittener Muttental wird die Geschichte des Bergbaus lebendig. Einen Blick auf die Anfänge der Industrialisierung bekommen Anne Willmes und Stefan Pinnow im Pumpspeicherkraftwerk Köpchen, rund um die Villa Hügel in Essen und im Wasserbahnhof in Mülheim. Die Wiege des Bergbaus Im Muttental in Witten wurde schon vor rund 300 Jahren die erste Kohle zu Tage gefördert. Auf der Zeche Nachtigall steigen Stefan Pinnow und Anne Willmes hinab ins Besucherbergwerk und gelangen durch dunkle Stollen und schmale Gänge dorthin, wo einst das "schwarze Gold" abgebaut wurde. Im ehemaligen Bethaus der Bergleute treffen sie Matthias Bohm, der die Tradition seiner Vorfahren mit einer ganz besonderen Modekollektion lebendig hält. Sechs Stauseen durchfließt die Ruhr, alle in den 30er Jahren als "Flusskläranlagen" angelegt. Heute werden sie vor allem als Freizeit- und Erholungsorte geschätzt. Stefan Pinnow und Anne Willmes testen die Wassersport-Möglichkeiten: Auf dem Hengsteysee bei Hagen machen sie einen Segelkurs; der Harkortsee in Wetter lockt mit einem Naturfreibad; und auf dem Baldeneysee in Essen stellen sie fest, dass Rudern gar nicht so einfach ist. Die Villen der Industrie-Millionäre Das Fachwerkhäuschen im verwunschenen Park der Villa Hügel gleicht einer begehbaren Puppenstube. Hier spielten einst die Kinder der Essener Industriellenfamilie Krupp. Nachfahrin Diana Maria Friz zeigt Stefan Pinnow und Anne Willmes das liebevoll eingerichtete "Spatzenhaus". Größer und prächtiger sind die Industriellenvillen auf der "Straße der Millionäre" in Mülheim. Expertin Bettina Vaupel erzählt die Geschichten hinter den repräsentativen Stadthäusern.
21:00
Einfach den alten Motor rausschmeißen und einen E-Antrieb einbauen: Geht das auch im großen Stil? Eine SWR Recherche zeigt, dass die Umrüstung von Verbrennern zu E-Autos technisch machbar, wirtschaftlich oft sinnvoll und ökologisch dringend geboten ist. Von Oldtimer-Liebhabern bis zu Start-ups: Immer mehr Menschen rüsten Verbrennerautos zu E-Autos um. Der Film begleitet Pioniere wie Zahnarzt Jörg Kutscher mit seinem DeLorean und Informatiker Johannes Hübner mit seinem VW Touran. Ihre Erkenntnis: Technisch ist ein Umbau kein Problem. Warum gibt es aber keinen Massenmarkt als Alternative zu neuen, teuren Elektro-Autos? Während Länder wie Frankreich Umrüstungen mit 5.000 Euro fördern, sieht das Bundesverkehrsministerium aber serielle PKW-Umrüstungen als "wirtschaftlich nicht sinnvoll". Die Grundlage für diese Aussage bleibt nebulös. Denn es gibt in Deutschland keine Analyse zu diesem Thema. Eine Studie des Fraunhofer-Instituts in Karlsruhe exklusiv für diesen Film zeigt: Der Umbau eines zehn Jahre alten Golf kann sich nach sieben Jahren amortisieren, sein Leben verlängern und dazu noch viel CO2 einsparen. Doch deutsche Start-ups wie e-Revolt zieht es frustriert ins Ausland. Ein Film über eine unterschätzte Chance für die Verkehrswende.
21:45
Autonomes Fahren wird in der Zukunft unsere Mobilität verändern. Die einen erhoffen sich davon, bequemer, sicherer und günstiger unterwegs zu sein, andere wollen nicht alles einer Maschine überlassen und sorgen sich um die Sicherheit im Straßenverkehr. Andrea Lauterbach diskutiert mit ihren Gästen den aktuellen Stand der Technik sowie Chancen und Risiken des autonomen Fahrens. Prof. Peter Dabrock lehrt Ethik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und gehört zum Präsidium von Acatech, der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften. Außerdem war er Vorsitzender des Deutschen Ethikrates. Er fragt, wie autonomes Fahren unser Menschenbild, unser Verständnis von Verantwortung und unser Zusammenleben verändert. Prof. Johannes Betz leitet an der Technischen Universität München den Bereich autonome Fahrzeugsysteme. Er entwickelt Software, damit Fahrzeuge ihre Umgebung erkennen, einschätzen und selbstständig darauf reagieren. Diese Systeme bilden die Grundlage für sicheres autonomes Fahren im Alltag.
22:15
Weniger Autos, mehr Platz fürs Rad auf Straßen, mehr Bus und Bahn: Ideen für die Verkehrswende gibt es viele, zumindest in den Städten. Aber wie ist das auf dem Land, wo Wege weit und Dörfer klein sind? Helfen die Ideen für Städte dort überhaupt weiter? Schließlich haben die Haushalte auf dem Land mehr Autos als in den Metropolen und nutzen sie auch öfter. Und viele Menschen pendeln täglich vom Dorf in die Stadt. Ohne sie mitzunehmen, wird die Verkehrswende also auch in der Stadt nicht gelingen. NDR Reporter Klaas-Wilhelm Brandenburg kommt aus Frätow, einem kleinen Dorf in der Nähe von Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern. Dort fuhr schon vor 20 Jahren kaum ein Bus. Und bis heute ist es nicht besser geworden. "Ohne Auto geht nichts hier", sagt sein Vater. Und seine Mutter ärgert sich darüber, dass das 49-Euro-Ticket für sie nichts bringe: "Da hat die Politik wieder nur was für Großstädter gemacht!" Mittlerweile lebt Reporter Brandenburg in Berlin-Neukölln. Da gibt es so ziemlich alles an ÖPNV, was man sich wünschen kann. Und trotzdem ist die viel versprochene Verkehrswende bisher eine Enttäuschung: S-Bahnen, die ausfallen. Kreuzungen, an denen die Luft vor Abgasen steht. Fahrradwege, die lebensgefährlich sein können, wenn es überhaupt welche gibt. Dabei ist die Verkehrswende nötiger denn je: In den letzten 30 Jahren ist der Anteil des Verkehrs am CO2-Ausstoß in Deutschland von 13 auf fast 20 Prozent gestiegen. Um die Klimaziele zu erreichen, braucht es doppelt so viel ÖPNV wie heute. Aber seit Jahren steigen die Zahlen neu zugelassener Pkw in Berlin wie in ganz Deutschland. Die "NDR Story" zeigt, wo es bei der Verkehrswende in Deutschland noch hakt, welche Lösungen es jetzt schon gibt und was sich ändern muss.
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DW's The Day provides viewers with the background and analysis they need to understand the top stories of the last 24 hours. Join our Chief News Anchor Brent Goff as he puts the day's events into context and discusses them with experts and correspondents in the field.