20:15
Unter uralten Vulkanen liegen unendliche Ebenen, die heute als Wiege der Menschheit gelten: der große ostafrikanische Graben. Wie nirgends sonst hat sich hier eine Artenvielfalt in einer gewaltigen Landschaft erhalten, die das Bild von Afrika seit Generationen tief geprägt hat. Doch das Leben der großen Tiere Afrikas ist bedroht! Viele Wildhüter kämpfen mit aller Macht für deren Erhalt. In den vergangenen 100 Jahren ist der Löwenbestand um 96 Prozent zurückgegangen. Im Durchschnitt wird alle 15 Minuten ein Elefant getötet! Viele Experten prophezeien, dass es in 15 Jahren keine frei lebenden, großen Tiere in Afrika mehr geben wird. Die Bevölkerung Kenias hat sich in den letzten 20 Jahren fast verdoppelt. Der Lebensraum der wilden Tiere wird immer kleiner. Elefantenherden streifen über Tausende von Quadratkilometern durch die Savanne, immer auf der Suche nach Futter. Eine bequeme Nahrungsquelle sind die Felder der Menschen, deren eigenes Überleben auch an den kleinen Anpflanzungen hängt. Oft vergiften die Bauern die Elefanten, um ihre Felder und damit ihre Ernte zu verteidigen. Mama Simba (Mutter der Löwen) wird die Amerikanerin Cathryn Combes von den Menschen in Kenia genannt, da sie seit Jahren für das Überleben der Raubkatzen kämpft. Gemeinsam mit anderen Wildhütern fängt sie Löwen, die in die Dörfer einfallen, und wildert sie an anderer Stelle wieder aus! Und Craig Miller von der Naturschutzorganisation Big Life kämpft mit seiner Anti-Wilderer-Einheit gegen den Elfenbeinhandel und der Elefantenjagd. In beeindruckenden Natur- und Tieraufnahmen erzählt die Dokumentation über die Verdrängung von Löwen, Elefanten und den anderen großen Tieren aus den Savannen Kenias. Sie erzählt aber auch über Menschen, die eng verbunden mit ihren Traditionen bis heute im Einklang mit der Natur leben.
21:00
Jede Sekunde prasseln Millionen Sinnesreize auf uns ein. Digitale Geräte stehen in dem Ruf, ein Aufmerksamkeitskiller zu sein. In einer Welt, die immer schneller und fordernder wird, scheinen wir uns immer weniger konzentrieren zu können. Wie schafft unser Gehirn den Fokus, auch wenn wir ständig Ablenkungen ausgesetzt sind? Lässt sich Konzentration trainieren und steigern? Und wie kann ich den höchsten, den produktivsten Zustand der Konzentration erreichen - den Flow? Die Anforderungen an unsere Konzentrationsfähigkeit können ganz unterschiedlich sein. Wir begleiten in dieser Dokumentation drei Menschen mit individuellen Herausforderungen: Voll fokussiert für eine überschaubare Anzahl von Sekunden muss die Schwimmweltmeisterin Angelina Köhler sein, um ein Rennen zu gewinnen. Wie bereitet sie sich darauf vor? Ganz entscheidend, meint Angie Köhler, sei der Kopf: "Die Abläufe, die wir beim Schwimmen trainieren, sind so präzise und technikaffin, dass man sie, wenn man sich nicht konzentriert, gar nicht so schnell durchführen kann. Wer sich nicht richtig konzentrieren kann, verliert." Jan Peter Konopinsky ist Fluglotse in Ausbildung und muss seine Konzentration über mehrere Stunden aufrechterhalten; Fehler dürfen ihm nicht passieren, denn davon hängen im schlimmsten Fall Menschenleben ab. "Manche Leute sagen, dass es so etwas wie ein Fluglotsen-Gen gibt. Das heißt, dass so etwas wie Konzentrationsfähigkeit, Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit veranlagt ist und nicht erlernt werden kann", erzählt der angehende Fluglotse. Aber stimmt das oder ist das richtige Training das Entscheidende? Dennis "Denninho" Malcherczyk ist eFootballer beim BVB und spielt in der virtuellen Bundesliga. Täglich trainiert er mehrere Stunden. Dabei muss er voll konzentriert sein und gleichzeitig viele Dinge beherrschen: Reaktionsstärke, analytische Fähigkeiten und das Abrufen von hunderten Tastenkombinationen im richtigen Moment. Hilft ihm sein Talent für Multitasking? Wenn die drei für sich die richtige Trainings- und Arbeitsumgebung geschaffen haben, dann läuft es manchmal so gut, dass sie Zeit, Raum und alles um sich herum vergessen und im Flow sind. Der Flow gilt als mentaler Zustand völliger Vertiefung, als Zustand höchster Konzentration. Er beschäftigt Forschende wie Prof. Dr. Corinna Peifer von der Universität zu Lübeck. Sie geht den Fragen nach, wie sich der Flow messen lässt und ob er in Zukunft voraussagbar sein wird. Der Neurowissenschaftler Dr. Henning Beck und der Mentalcoach Thomas Baschab begleiten die drei und beschreiben, was in ihren Körpern und Köpfen passiert. Erkenntnisse, von denen wir alle lernen können, um unsere eigene Konzentration zu verbessern.
21:45
Wird einer der ersten Aufmerksamkeitsforscher William James noch mit dem Satz zitiert, "jeder weiß, was Aufmerksamkeit ist", revolutionieren die Neurowissenschaften und spezifischere, psychologische Methoden inzwischen unser Verständnis über die Aufmerksamkeit. Denn unsere Aufmerksamkeit funktioniert in rhythmischen Zyklen: Alle paar hundert Millisekunden schwanken wir zwischen Fokus und Ablenkung. "Ablenkung" ist also nicht unser Feind, sondern Teil eines uralten Mechanismus, der uns überhaupt erst handlungsfähig macht. Ist unsere Ablenkbarkeit also völlig normal? Oder gerade der Grund dafür, dass wir so anfällig für all die Nebenschauplätze sind? Die Germanistin und Kulturwissenschaftlerin Carolin Duttlinger gibt zu bedenken, dass die ausgerufene "Aufmerksamkeitskrise" nichts Neues ist: Auch der Industrialisierung und dem Kino wurden bereits nachgesagt, die Aufmerksamkeit der Menschen zu stören. Konzentration wird nie neutral bewertet - sie ist immer eine Frage von Macht, Motivation und Kontrolle. Rührt daher also das Gefühl, dass unsere Konzentrationsleistung abgenommen habe, nicht ausreiche? Oder ist vielleicht doch etwas dran - am allgemeinen Eindruck, unsere Konzentration habe sich verschlechtert? Die Neurowissenschaftlerin Sabine Kastner und der Kognitionspsychologe Ulrich Ansorge sind sich einig: Unsere Fähigkeit zur Konzentration ist keineswegs geschrumpft, aber sie hat sich verändert. Wie funktioniert sie also heute, die Mutter aller Kognition: unsere Aufmerksamkeit?
22:15
In dieser Sendung geht es um Schmerzen, die einen im Alltag plagen. Wenn der Kopf drückt oder es im Rücken zieht - was hilft dann, die Schmerzen zu lindern? Quarks fasst die neusten Wege zusammen, die die Forschung dafür aufzeigt.
23:00
In dieser Folge geht es um den Beruf Schreiner/-in. Worauf kommt's an bei der Ausbildung zum Schreiner? Genauigkeit? Das Werkzeug? Maximilian (17) stellt sich der JobChallenge in der Schreinerei. Er hat Azubi Simon im Ohr. Er darf ihm ein paar Tipps durchfunken. Kann Maximilian unter Zeitdruck einen Rahmen bauen? Und vor allem: bleibt er stabil? Ob Maximilian die Challenge am Ende besteht, entscheidet allein der Endboss. Beruf: Schreiner/-in Ausbildungsart: Duale Ausbildung Ausbildungsdauer: 3 Jahre Was macht man in diesem Beruf? Schreiner und Schreinerinnen / Tischler und Tischlerinnen stellen Möbel her, wie etwa Schränke, Tische, Fenster und Türen. Oft sind das auch Einzelanfertigungen, die sie am Computer entwerfen. Dabei bearbeiten sie Holz mit unterschiedlichen Techniken - von sägen, hobeln, schleifen bis zum Behandeln von Holzoberflächen. Sie montieren etwa Fenster und Türen auf Baustellen, verlegen Parkett oder montieren Möbel in Wohn- oder Büroräumen. Außerdem reparieren sie Möbel und stellen Musterstücke her. In jeder Folge von JobChallenge wagt sich eine Schülerin oder ein Schüler in einen Ausbildungsberuf und muss eine typische Aufgabe erfüllen - ohne vorher zu wissen, ob es ums Brezelbacken geht oder eine U-Bahn-Reparatur. Der Azubi des Betriebs gibt Tipps per Funkgerät und der Endboss aka Ausbildungsleiter bewertet, ob die Challenge bestanden ist. Außerdem gibt´s in jeder Folge alles Wichtige rund um den Ausbildungsberuf - zum Beispiel was man verdient oder welche Skills man haben sollte.
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DW's The Day provides viewers with the background and analysis they need to understand the top stories of the last 24 hours. Join our Chief News Anchor Brent Goff as he puts the day's events into context and discusses them with experts and correspondents in the field.