18:45
Kopftuchverbot, Sterbehilfe, religiöse Symbole im Wahlkampf: Religion und Ethik spielen in der öffentlichen Diskussion immer wieder eine zentrale Rolle. "Prisma", das neue ORF-TV-Format informiert über aktuelle Geschehnisse im Zusammenhang von Gesellschaft und Wissenschaft. Die Sendung liefert Zusammenhänge, diskutiert verschiedene Standpunkte und analysiert religionspolitische und ethische Entwicklungen im In- und Ausland. Durch die Sendung führen Judith Fürst, Konstantin Obermayr und Sandra Szabo.
19:00
Mit der Corona-Pandemie wurden Erzählungen vom angeblichen "Bevölkerungsaustausch", von "Corona als Biowaffe" und von einer "Neuen Weltordnung", die durch die Impfung geschaffen werde, für viele Menschen zu glaubhaften Erklärungen. Aber schon vor der Pandemie gab es unzählige Verschwörungsmythen, die zum Teil auf jahrhundertealte Ideen zurückgreifen. Respekt-Moderator Ramo Ali trifft Menschen, die selbst an die große Verschwörung glaubten, und Angehörige von Menschen, die immer noch an die "Corona-Verschwörung" glauben. Für viele Familien eine enorme Belastung, nicht selten gehen Familien und Freundschaften von Verschwörungsgläubigen daran kaputt. Im Gespräch mit RESPEKT schildert zum Beispiel Gerald B., warum er jahrelang verschiedenen absurden Verschwörungsmythen anhing. Inzwischen ist er "ausgestiegen" und "denke wieder klar", sagt er. Lange Zeit aber glaubte er "an alles": Die Erde sei hohl, würde schrumpfen. Eine geheime Weltregierung steuere das Leben der Menschen - für Gerald B. war das Wahrheit. Er schildert, warum das alles für ihn Sinn ergab, warum er daran glaubte und warum er sich durch diesen Glauben intelligenter fühlte als alle anderen Menschen. Moderator Ramo Ali fragt nach bei Claudia M., die jahrelang Mitglied einer christlichen Sekte war. Als diese Sekte jedoch ab 2005 immer mehr in die Verschwörungsszene abdriftete und aus der Gruppe selbst Verschwörungsmythen aktiv verbreitet wurden, stieg Claudia aus. Bis heute hat sie Bekannte in dieser Gruppe und weiß, wie schwer die Kommunikation mit diesen Menschen ist. Ein Problem sei, sagt sie, dass es kaum Hilfsangebote gibt, an die sich Freunde oder Angehörige wenden können. Wie gefährlich Verschwörungsmythen für die Gesellschaft als Ganzes werden können, darüber spricht Moderator Ramo Ali mit der Journalistin Ingrid Brodnig, die 2021 ein Buch geschrieben hat mit Tipps, wie man im engsten Familien- und Freundesumfeld mit Verschwörungsmythen umgehen sollte. Das Wichtigste sei, den Kontakt zu halten, sagt sie. Harte Fakten brächten dagegen in Diskussionen nicht viel, weil sie das Gegenüber noch weiter in die Enge treiben. Richtig gefährlich werde Verschwörungsglaube, so ihr Fazit, wenn daraus Handlungen und Aktionen entstehen, die sich gegen andere Menschen und gegen die demokratische Gesellschaft richten. © Bayerischer Rundfunk 2022 Mehr Informationen unter: www.br.de/respekt
19:30
Langweilige Eurokraten, staubtrockene Dossiers, nichts als ältere Herren in dunklen Anzügen? Europa ist ganz anders, auch wenn es sich nicht auf den ersten Blick erschließt. Wer bin ich, und wenn ja wie viele, dieser Berliner Sponti-Spruch beschreibt exakt die Herausforderung und die Möglichkeiten eines geeinten Europa. Diesen Prozess begleiten, fremde Mentalitäten und Perspektiven zeigen, will das Europamagazin der ARD. Mit Reportagen, Hintergrundberichten, aktuellen Beiträgen und auch Glossen werden die Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten spürbar.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Der britische Physiker Professor Brian Cox erklärt in dieser vierteiligen Dokumentarreihe auf verständliche Weise die Gesetze des Universums. Weil ihn als Kind der Start des ersten Space Shuttle fasziniert hat und angesichts technologischer Errungenschaften wie der Internationalen Raumstation und diverser Missionen mit Raumsonden, die immer tiefer ins Universum eindringen, stellt er die Frage, was wohl unsere Grenzen im Weltraum sind. Er erfährt am eigenen Leib, wie anstrengend die Ausbildung der Astronauten ist und erläutert, welche bahnbrechenden Erkenntnisse die Astronomie seit Aristoteles gewonnen hat. Er besucht das Büro von Juri Gagarin, bestaunt im Kennedy Space Center eine riesige Saturn-V-Rakete und trifft Charlie Duke, der als 10. Mensch den Mond betrat. Außerdem darf er einen Roboter steuern, der bei den geplanten Mars-Missionen einen Außenposten für Astronauten errichten könnte. Der Rote Planet, so seine Schlussfolgerung, dürfte für uns Menschen die Grenze der physischen Weltraumforschung darstellen, doch frei nach T.S. Eliot werden wir "nicht aufhören, zu forschen, und am Ende all unserer Forschungen werden wir wieder da stehen, wo wir anfingen... und werden diesen Ort zum ersten Mal erkennen".
21:05
Der britische Physiker Professor Brian Cox erklärt in dieser vierteiligen Dokumentarreihe auf verständliche Weise die Gesetze des Universums. Dabei stellt er sich eine Frage, deren Beantwortung tiefgreifende kulturelle Auswirkungen haben würde: Sind wir allein im Universum? Auf der Suche nach außerirdischem Leben bemüht er sich zunächst um eine Definition des Begriffs "Leben", taucht auf den Grund der Tiefsee, trifft in einer mexikanischen Höhle auf fremdartige Organismen und zieht in der sterilen Atacama-Wüste Parallelen zum Mars, wo der Rover "Perseverance" derzeit nach Anzeichen von Leben sucht. Er erläutert die überraschen Erkenntnisse, die Raumsonden auf den Monden von Jupiter und Saturn gewonnen haben, trifft den legendären Astrophysiker Frank Drake, dessen berühmte Gleichung zur Einschätzung der Wahrscheinlichkeit von extraterrestrischem Leben herangezogen wird, und philosophiert angesichts der unfassbaren Dimensionen des Universums über unseren Platz im Kosmos.
21:55
Im Rahmen ihrer Spitzenprofessur an der HMTM in München legt Terri Lyne Carrington besonderes Augenmerk auf das Voranbringen eines geschlechtergerechten Miteinanders im Jazz. Die Erfahrung dafür bringt sie vom Berklee College of Music in Boston mit, wo sie zusammen mit der Pianistin Kris Davis seit 2015 das "Institute of Jazz and Gender Justice" leitet. Von ihrem Vater und Großvater, die beide Jazzmusiker waren, proaktiv unterstützt, trat sie selbst 1975 im Alter von nur zehn Jahren das erste Mal als Gast von Trompeter Clark Terry auf und spielte bald schon mit Stars der Jazzgeschichte - unter ihnen Wayne Shorter und Herbie Hancock. Seitdem hat Terri Lyne Carrington an vielen Alben mitgewirkt und sechzehn Einspielungen als Bandleaderin herausgebracht, auf denen sie in den letzten Jahren vordringlich gesellschaftskritische Themen behandelt. Vier davon wurden mit einem Grammy ausgezeichnet. Mit fünfzig Jahren Bühnenerfahrung und einer, auf Hochtouren laufenden eigene Karriere gibt sie ihren Studierenden in München entscheidendes Wissen für ihren beruflichen Lebensweg an die Hand. Die Tenorsaxophonistin Katharina Pfeifer ist eine von ihnen und hat 2025 schon als Preisträgerin des Kurt Maas Awards aufhorchen lassen. Ihren großen Ton setzt sie im fein verzahnten Zusammenspiel mit Pianistin Nicole Klimas und Bassistin Susi Lotter und bei bandeigenen Stücken mit Schlagzeuger Korbinian Bauer als packende, sonore Erzählstimme ungeheuer facettenreich ein - vom zarten, berührenden Pianissimo mit leuchtenden Obertönen bis zum expressiven Powerplay.
22:45
Die Stuttgarter Bestatterinnen Chantal Häfner & Ute Züfle wollen mit ihrem "Team Liebevoll" den Tod ins Leben holen. Mit Events wie dem "Café Tod" oder den "Todglücklich-Konzerten". Und sie wollen den Menschen Mut zum individuellen Abschied machen. Geben Trauernden Zeit mit den Verstorbenen und spielen auf der Fahrt zum Krematorium etwas aus der Playlist der Toten. Geht nicht, gibt's nicht, ist ihre Devise. Auch der Schreiner Martin Mayer aus Ulm ist davon überzeugt, dass über den Tod sprechen und das letzte große Fest planen das Leben leichter macht. Er fertigt Design für die Seele: Urnen und Erinnerungsstücke aus demselben Stück Holz, preisgekrönt und individuell. Sein Credo: Trauer braucht Berührung.
23:15
Mit "A Knight Of The Seven Kingdoms" erscheint gerade das nächste Game Of Thrones Spin-Off. Das Ende der Serie "Game Of Thrones" gilt bis heute als eines der schlechtesten der Fernsehgeschichte. Wie konnte es so weit kommen? Auf nach nach Westeros!
23:30