10:00
Magazin in Gebärdensprache
10:30
11:00
Lea Kalisch, jüdische Künstlerin, Sängerin, Filmemacherin und Performerin, und ihr Mann, Rabbiner Tobias Divack Moss, haben ihr Leben bewusst aus den USA nach Wien verlegt. Lea hat lange in New York gelebt und bringt ihre offene Art, Tanz, Musik und eine klare, mutige Haltung mit. Für sie sind ihre Kunst und ihr Glaube verbunden - ihr Jüdischsein ist ein Teil ihrer Identität, ein Teil ihres Schaffens, und nichts, was sie verstecken will, sondern etwas, das sie aktiv leben möchte. Lea eckt an: Sie ist nicht das brave graue Mäuschen, sondern kämpft mit ihrer Musik, ihren Filmen und Outfits für freie jüdische Frauen, die bunt schillern dürfen und nicht devot hinter ihrem Rabbiner-Ehemann verschwinden müssen. Doch wie finden die energetische, angstfreie Sängerin und der Rabbiner hier in Wien eine neue Gemeinschaft, die sie nicht nur trägt, sondern auch inspiriert? Wie gestalten die beiden ihr Leben und das Leben der Or Chadasch-Gemeinde? Das Porträt erzählt vom Ankommen in Wien - nicht als Anpassung, sondern als aktiver Prozess des Gestaltens. "Alles vergessen" Im Jüdischen Museum Wien beleuchtet die Ausstellung "Alles vergessen" die Mechanismen des Vergessens. Ausgehend von dem Umstand, dass Vergessen nicht nur Verlust, sondern auch Macht, Befreiung oder Verdrängung bedeutet, zeigt die Schau kulturhistorische Beispiele unterschiedlicher Formen des Vergessens und ruft dazu auf, Vergessen nicht nur als Gegensatz zur Erinnerung zu verstehen, sondern als aktiven, komplexen Prozess mit tiefen gesellschaftlichen und existenziellen Folgen. Ob innerjüdische Bannflüche oder kollektive Vergessenskulturen nach 1945: Die Ausstellung zeigt, dass Erinnerung - Erinnerungskultur ist im Judentum zentral - und Vergessen miteinander verknüpft sind und das historische Bewusstsein prägen.
11:30
Bei einem Dreh des Satire-Kollektivs "Datteltäter" lernt Ronja von Rönne die Moderatorin Esra Karakaya kennen. Sie ist im Wedding aufgewachsen, als Tochter eines türkischen Vaters und einer südkoreanischen Mutter und beherrscht mehrere Sprachen fließend. Trotzdem wird sie nicht ernst genommen, wenn sie nicht Hochdeutsch spricht. "Wir müssen verstehen, dass die Subkulturen der deutschen Sprache Kulturgut sind", sagt Esra, "und dass wir mit unserer Sprache die Welt verändern können." Schon bei den alten Griechen hatten die besten Redner großen politischen Einfluss. Von Debattiererin Lara Tarbuk und der "Berlin Debating Union" bekommt Ronja ein bisschen Nachhilfe in Sachen Rhetorik. "Sprache ist ein Medium der Kooperation", erklärt ihr Philosoph Christian Uhle. Sie verschafft uns Menschen einen evolutionären Vorteil, weil sie uns bei der Verständigung hilft. In den sozialen Medien bekommen aber oft diejenigen die Aufmerksamkeit, die am lautesten schreien. Die linke Tageszeitung "taz" hält mit schlagfertigen Titelseiten dagegen. Seite-eins-Redakteur Lukas Wallraff lädt Ronja zu einer Titel-Konferenz ein. Aber lässt sich die Wahrheit überhaupt in Worte fassen? Oder liegt sie jenseits der Sprache? Im Buddhistischen Zentrum Lotos Vihara versucht sich Ronja an einer Schweige-Meditation. Was macht es mit Menschen, wenn sie mal nicht sprechen?
12:00
12:30
In der Sendung informieren Wissenschaftler, auch für Fachunkundige verständlich, über ihre Forschungen - und das innerhalb von wenigen Minuten und ohne zusätzliche Hilfsmittel. So wird auf unterhaltsame Weise Wissen vermittelt.
13:00
13:15
13:30
"KlimaZeit" stellt spannende Zusammenhänge dar, erklärt Wetter- und Klimaphänomene und fragt kritisch nach. Das Magazin, das sich mit dem größten Problem der Menschheit beschäftigt. Klar, kompetent, konstruktiv. Was hat der Klimawandel jedem und jeder einzelnen zu tun? Was muss man über die wissenschaftlichen Hintergründe wissen sowie über die konkreten Folgen. Welche Lösungen gibt es?
13:45
Bayern ist lebendig und vielfältig. Die Sendung stellt wunderschöne Landschaften, spannende Naturphänomene und beeindruckende Persönlichkeiten des Freistaates in atemberaubenden Bildern vor.
14:30
Winter im Klostertal - Im Naturschnee-Skigebiet am Sonnenkopf nimmt Moderatorin Annette Krause bei der mehrfachen Freeride-Weltmeisterin Nadine Wallner einen Kurs im Tiefschneefahren. Eine Alternative zum Skifahren ist die Schneeschuhwanderung mit Wanderführerin Caroline Mark auf den Aussichtsberg Mutjöchle. Von hier hat man einen grandiosen Blick auf die Vorarlberger Bergwelt und auf das Klostertal. Mit dem Bau der Arlbergbahn und des Eisenbahntunnels vor mehr als 100 Jahren wurde die Region zur Hauptverkehrsader zwischen Ost und West. Annette Krause begleitet die Männer der Eisenbahn-Feuerwehr auf ihrem Löschzug bei der Fahrt in den mehr als zehn Kilometer langen Tunnel zu einer Rettungsübung. Stuben am Arlberg gilt nicht nur als Wiege des Skisports. Hier treffen sich einmal im Jahr Snowboarderinnen und Snowboarder aus aller Welt zu einem legendären Rennen. Paul Gruber, einer der Snowboard-Pioniere, vermittelt Annette Krause die Faszination an diesem Sport. Ziel der Expedition ist die auf 2.288 Meter gelegene Ulmer Hütte, in der Annette Krause auf viele Urlauberinnen und Urlauber aus dem Südwesten trifft.
15:15
Der Chemiker Stefan und die Ärztin Ulla beginnen mit zwei Kleinkindern in der Rhön ein neues Leben auf einem alten Hof als Bio-Landwirte. Doch der Bau des dringend benötigten Gewächshauses stockt. In drei Folgen begleitet "Raus aufs Land" die Familie bei dem Versuch, ihre Träume auf dem Land wahr werden zu lassen. Genauso wie ein Pärchen und einen jungen Mann, die alle genug haben von der Stadt. Ibo und Kate wollen von Wiesbaden in den Rheingau ziehen. Doch vom Stress rund um den Hausbau bekommt Ibo Bluthochdruck und Herzprobleme. Jan nimmt eine Auszeit von seinem zweiten Jura-Staatsexamen und flüchtet in den ruhigen Vogelsberg. Aber er könnte seine neue Bleibe bald wieder verlieren. Muss er zurück ins laute Frankfurt?
16:00
Visite informiert über aktuelle Entwicklungen aus den Bereichen Medizin und Gesundheit - aus Klinik, Praxis und Forschung.
17:00
Rund die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher planen 2026 zu fasten. Den meisten geht es dabei um ihre Gesundheit; etwa um die Reinigung des Körpers, den Wunsch nach Gewichtsabnahme, oder ein gesteigertes allgemeines Wohlbefinden. Aber wie schafft man es am besten das Fasten konsequent durchzuziehen? Was sind die besten Fastenmethoden? Und wie viel bringt Fasten wirklich? Siegfried Meryn diskutiert dazu in MERYNS Sprechzimmer mit Johannes Huber, Mediziner und Theologe, Christina Thomar, Gesundheits- und Fastentrainerin und Slaven Stekovic, Molekularbiologe und Altersforscher.
17:45
Fragen rund um die Gesundheit wird auf den Grund gegangen, und von den Moderatoren anschaulich aufbereitet. Dabei geht es unter anderem um Heilmittel, Ernährung und Kosmetikprodukte.
18:15
19:00
Die Schweizer Loklegende Re 4/4 II (heute Re 420) ist eine seit 1964 gebaute Universallok für Personen- und Güterverkehr, die trotz ihres Alters noch zahlreich im Einsatz ist und u.a. auf der Gotthardbergstrecke unterwegs war.
19:30
Wie packen wir die drängenden globalen Probleme an? Klimawandel und Artenschwund verlangen eine neue Art des Wirtschaftens. Wir werden Dinge verändern müssen, um in Zukunft menschenwürdig wohnen, arbeiten und uns ernähren zu können. Technologischer Fortschritt und Wandel kann uns dabei unterstützen. Global Us gibt unerwartete Einblicke, zeigt beispielhafte Lösungen und bietet Perspektiven für eine sich rasant verändernde Welt. Im Fokus stehen Menschen, die einen Wandel wollen, diesen vorantreiben und damit andere inspirieren.
19:55
Kopfverletzungen sind ein lange unterschätztes, riesiges Problem im Sport. Beim American Football versuchen Forschende, den Gefahren mit einem besonderen Helm entgegenzuwirken. Dank intelligenter Technik können hier Gehirnerschütterungen frühzeitig erkannt werden. Wie das funktioniert, erklärt Anja Reschke bei "Wissen vor acht - Zukunft".
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Im zweiten Teil der Doku-Reihe taucht das Team um Michael Scott in die vergessenen Welten der Lagunenstadt Venedig ein. Hinter der prunkvollen Fassade entdecken sie die Intrigen und Kämpfe der Herrscher im Dogenpalast ebenso wie den Erfindergeist der Bewohner des jüdischen Ghettos. Versteckte Synagogen entfalten ihre Pracht im Verborgenen und zeugen vom Einfallsreichtum ihrer Erbauer. Unter Wasser legt das Team die hölzernen Fundamente frei, auf denen die Stadt bis heute ruht. Durch den Einsatz der neuesten 3D-Scanner wird anschaulich, wie die Stadt auf Marschland errichtet wurde und dann zur mittelalterlichen Handelsmetropole und zum Zentrum der politischen Macht aufsteigen konnte. Aber hinter dem wirtschaftlichen Erfolg gab es eine zwielichtige Seite der Stadt mit hunderten von Casinos und unzähligen Prostituierten. Hier folgt der Historiker den Spuren des berühmten Liebhabers Giacomo Casanova in eine Welt des Glückspiels und der sexuellen Ausschweifungen. Es wird deutlich, wie eng in dieser Metropole Kunst, Handel und Laster beieinander liegen. Als Michael Scott diese Facette der Stadt erkundet, entdeckt er versteckte Folterkammern und düstere Kerker unmittelbar neben den prunkvollsten Räumen des Dogenpalastes. Dabei decken sie ein feingliedriges Netzwerk auf, in dem Macht und Gewaltherrschaft eng miteinander verbunden sind. Die 3D-Scans erzeugen schließlich ein Bild der Stadt, das zeigt wie diese verschiedenen Teile miteinander verknüpft sind, wie nahe einander Laster und Prunk sind und wie sie manchmal sogar voneinander abhängen. Die verborgenen Seiten Venedigs unterstreichen eindrucksvoll die einzigartige Geschichte der Stadt mit ihrer außerordentlichen Architektur, ihrem Pragmatismus, ihrer Pracht und ihrem Erfindungsreichtum.
21:05
Im dritten und letzten Teil der Doku-Reihe zieht es Michael Scott und sein Team nach Florenz, wo sie in versteckte Korridore vordringen und einen Blick hinter die prächtigen Fassaden der Renaissance-Metropole werfen. Dabei begibt sich der Historiker im wahrsten Sinne des Wortes zwischen das Mauerwerk und lüftet das Geheimnis der Kuppel der Kathedrale Santa Maria del Fiore. Die 3D-Scans zeigen, wie die mächtigen Medici die Stadt geformt haben. Die prächtigen Palazzi sind nur die oberste Schicht, unter der ein kompliziertes Netzwerk aus geheimen Gängen und versteckten Kammern liegt. Diese architektonischen Zeugen von Heimlichtuerei und Intrigen lassen erahnen, dass die wundervollen Bauten und das einflussreiche Bankensystem der Familie Teil einer geschickten Selbstinszenierung waren. Auf der Kehrseite entdeckt Michael Scott eine Geschichte von Mordanschlägen und Vergeltung und er folgt den Spuren einer Rebellion. Er findet den Zufluchtsort, der Michelangelo vor der Rache der Medici bewahrt hat. Und in diesem Versteck erkennt der Historiker, wie nahe die Mächtigen und die Verfolgten in dieser Stadt nebeneinander lebten. Der Vasarikorridor eröffnet ihm neue Wege durch die Stadt, auf denen man keinen Fuß auf die Straße setzt. Doch sind Geheimtüren und verborgene Fluchtwege in den Kirchen und Palazzi der Stadt nur ein Teil des Puzzles, das mit Hilfe der neusten 3D-Technologie zusammengetragen wird. Michael Scott wird Zeuge des sportlichen Kräftemessens der verschiedenen Stadtteile, das auf rivalisierende Banden zurückgeht. In den Tavernen der Stadt hatten diese Banden ihr Zuhause und ihre Revierkämpfe sind ein weiteres Anzeichen dafür, wie stark Konkurrenz die Stadt geprägt hat: im Handel, bei den Banden auf der Straße, aber auch in der prunkvollen Architektur und den atemberaubenden Kunstschätzen der Stadt.
21:55
22:40
Joachim "Blacky" Fuchsberger (1927-2014) hatte sich quasi verliebt in die Terra Australis und produzierte von 1988 bis 2005 insgesamt 21 Fernsehdokumentationen über den "fünften Kontinent" für den Bayerischen Rundfunk. In der vorliegenden Folge von 1994 macht er sich auf die Spuren der Ureinwohner Australiens: Er beginnt seinen Film am Uluru, wie die eigentlichen Besitzer des Ayers Rock, die Aborigines, diesen Berg nennen. Und er endet mit einem Interview mit dem Sänger und Songschreiber Mandawuy Yunupingu von der Band Yothu Yindi über die Landrechtsansprüche der Aborigines und den prinzipiellen Umgang des Staates Australien mit den Aborigines. Yothu Yindi hatte 1991 mit dem Song "Treaty" einen weltweiten Hit. Es ging in diesem Song um das nicht eingehaltene Versprechen der australischen Regierung, ein Abkommen zwischen den Aborigines und den weißen Australiern zu erzielen.
23:25
Australien ist in den letzten beiden Jahrhunderten immer wieder Ziel und Traum für deutsche Auswanderer gewesen. Noch bis Anfang der Sechzigerjahre des 20. Jahrhunderts wanderten jährlich knapp Einhunderttausend Menschen aus der Bundesrepublik nach Australien aus. Der WDR schickte daher 1961 einen Reporter nach Australien, um dort den Deutsch-Australiern einen Besuch abzustatten und zu erfragen, ob sie glücklich geworden sind in ihrer neuen Heimat. Dieser Reporter wurde später zu einer regelrechten Ikone des Deutschen Fernsehen: Es war der junge Hanns Joachim Friedrichs, unschwer zu erkennen an seiner markanten Stimme und dann auch gelegentlich im Bild zu sehen.