19:30
Fünf Millionen Namen: Wie KI Holocaustopfer sichtbar macht Mithilfe einer neuen KI wurde erstmals die Zahl von fünf Millionen namentlich identifi-zierten Holocaustopfern überschritten. Die oft genannte Zahl von sechs Millionen gilt als symbolisch, da nicht alle Ermordeten jemals identifiziert werden können. Die KI wertet Millionen von Archivdokumenten aus, darunter Zeugenaussagen, Urkunden, Fotos und Tagebücher, und verknüpft Orte sowie Familienzusammenhänge mitei-nander. So werden ganze Stammbäume und individuelle Lebensgeschichten sichtbar. In den kommenden Jahren sollen auf diese Weise weitere 250.000 Opfer identifiziert werden - auch durch den Abgleich mit internationalen Datenbanken. Gast: Dr. Henning Borggräfe, NS-Dokumentationszentrum Köln Astronautentraining - 30 Meter unter der Erde Astronaut Marco Sieber trainiert 30 Meter tief im Erdinnern, um sich auf die Schwe-relosigkeit im Weltall vorzubereiten. Im ESA-Projekt "CAVES" werden die Forscher auf ihre Weltraummissionen vorbereitet, gleichzeitig dient das Projekt der Höhlenfor-schung, etwa durch Gesteinsproben und Luftmessungen. An dem Training nahmen zudem Astronauten aus Japan, den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten teil. Hüter der Lemuren - Ein Kampf um Madagaskars Wälder Jonah Ratsimbazafy, Professor an der Universität Antananarivo, hat sich der Ret-tung der Lemuren verschrieben. Rund 100 Lemurenarten sind bekannt, die aus-schließlich auf Madagaskar und den umliegenden Inseln vorkommen. Deshalb kämpft er für den Erhalt der Wälder Madagaskars, in denen die Lemuren leben. "In den nächsten 25 Jahren wird es vorbei sein mit den Wäldern Madagaskars, wenn die Geschwindigkeit der Abholzung anhält", warnt er. Inzwischen hat der Lemuren-Retter viele Unterstützer gefunden - vor allem unter seinen Studierenden. 100 Jahre Erste Fernsehübertragung Im Januar 1926, also vor ziemlich genau hundert Jahren, präsentierte ein schotti-scher Erfinder den weltweit ersten mechanischen Fernseher. Aus dieser technischen Pioniertat entwickelte sich ein Massenmedium, das das Leben von Generationen nachhaltig geprägt hat.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Sandstrand vor der Tür, abenteuerlicher Regenwald, überraschende Leckerbissen und über allem Salsa: Das ist Puerto Rico. Salsa hat auf der Karibikinsel das ganze Jahr Saison, der Rhythmus ist so etwas wie die Nationalhymne des Landes. Kaum zu glauben, aber auch das sind die Vereinigten Staaten von Amerika. Im sogenannten Außengebiet der USA leben seine knapp drei Millionen Menschen auf der kleinsten Insel der Großen Antillen. Nicht alle Boricuas, wie sich die Inselbewohner selber nennen, wären gern Amerikaner. Sie genießen das Leben in der Karibik und stellen sich den Widrigkeiten des Lebens unerschrocken und kreativ. Jacky Ramos ist der weibliche "Ricky Martin von Puerto Rico": talentiert, populär, schillernd. Die Salsa-Tänzerin lebt den Traum vieler Puerto Ricanerinnen. Ihr größter Erfolg: der dritte Platz bei einer Weltmeisterschaft. Mittlerweile steht sie weniger selbst auf der Bühne, sie unterrichtet mehr. Mit ihren Nachwuchstalenten trainiert sie vor Publikum am Strand oder in einem Salsa-Salon in der Altstadt. "Sinnliches Bewegen, das ist Salsa", sagt Jacky. Die Jugend zählt ebenso zu ihren Fans wie die ehemalige Miss Puerto Rico, Windy. Jacky bereitet sie auf ihren ersten Auftritt vor Fachpublikum vor. Tanya Martinez' Arbeitsplatz ist dort, wo Puerto Rico abgeschieden und abenteuerlich ist, im immergrünen Regenwald im Zentrum der Karibikinsel. Hier sorgt sie sich um den Erhalt einer auf Puerto Rico einmaligen Papageienart. Hurrikan Maria vernichtete den Lebensraum der Tiere beinahe vollständig. Heute vermehren sich die überwiegend grünen Vögel mit türkisfarbenen Flügelspitzen wieder. Arianna Font Martin ist ein kleiner Star in Puerto Rico und eine Art Gegenmodell zum Auswanderungstrend. Anstatt ihre Heimat zu verlassen, versucht sie, die Lebensqualität ihrer Landsleute zu verbessern. Gemeinsam mit Omar Negron hat die Studierende ein mobiles Filtersystem entwickelt, mit dem sich verschmutztes Wasser einfach aufbereiten und trinken lässt. Zugang zu sauberem Wasser ist keine Selbstverständlichkeit in Puerto Rico. Hurrikans und Überschwemmungen belasten die Infrastruktur besonders auf dem Land. Mehr als 12.000 Menschen haben Arianna und ihr kleines Team bereits zu sauberem Trinkwasser verholfen.
21:00
Sich vor der Sonne zu schützen, gehört für die meisten Deutschen zur Routine, Sonnenbrand oder gar Hautkrebs will niemand riskieren. Denn die Statistiken scheinen es zu belegen: Das Hautkrebsrisiko steigt weltweit. Sonnenschirm, Sunblocker und UV-Kleidung sind also durchaus angebracht. Doch der komplette UV-Schutz könnte seinen Preis haben. Laut RKI sind mehr als 30 Prozent der Deutschen von Vitamin-D Mangel betroffen. Mehr UV-Licht auf der Haut könnte da helfen. Neueste Forschungen geben Hinweise darauf, dass zu wenig Sonnenlicht die Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck und sogar verschiedenen Krebsarten begünstigen könnte. "ARD Wissen"-Reporterin Lena Ganschow macht sich auf die Suche nach Antworten. Ihre spannende Spurensuche führt sie über den halben Globus, von Hautkliniken in Deutschland nach Australien, wo Hautkrebs fast schon eine Epidemie zu sein scheint, und weiter nach Schottland, wo Forschende neue Erkenntnisse zur Wirkung des Sonnenlichts gewonnen haben.
21:45
Vitamin D ist ein echtes Phänomen. Über das Sonnenvitamin wird so viel berichtet, diskutiert und gestritten. Klar, es ist wichtig für unsere Knochen, aber hilft es auch dem Immunsystem und sorgt es tatsächlich für gute Laune? Ständig erreichen uns Werbemails- und posts für Vitamin D-Präparate. Sollten wir die nehmen? Fakt ist, Vitamin D ist ein Superstoff und enorm wichtig für zahlreiche Stoffwechselvorgänge. Erstaunlicherweise aber kennt kaum jemand seinen eigenen Vitamin D-Status. Dabei wäre das wichtig, denn mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland entwickelt in der dunklen Jahreszeit eine Unterversorgung. Wer ist dafür besonders anfällig? Wir machen den Test und checken bei 6 Teilnehmer:innen den Vitamin D-Status im Verlauf von Spätsommer, Herbst und Winter durch Bluttests. Mit Beginn der dunklen Jahreszeit sollte der Speicher eigentlich voll sein. Aber welche Rolle spielt die jeweilige Lebenssituation? Mit dabei: u.a. ein Nachtschichtarbeiter, der tagsüber schläft und wenig Tageslicht abbekommt; eine Tierpflegerin, die fast immer draußen ist und ein Tanzlehrer, der wegen seiner dunklen Haut viel weniger Vitamin D bilden kann. Wie entwickelt sich ihr Vitamin D-Status im Laufe der dunklen Jahreszeit? Wissenschaftler:innen begleiten unsere Teilnehmer:innen und greifen ein, wenn der Vitamin D-Spiegel sinkt. Dann bekommen sie spezielle Aufgaben, um ihren Speicher aufzufüllen.
22:15
In dieser Sendung geht es um Schmerzen, die einen im Alltag plagen. Wenn der Kopf drückt oder es im Rücken zieht - was hilft dann, die Schmerzen zu lindern? Quarks fasst die neusten Wege zusammen, die die Forschung dafür aufzeigt.
23:00
Aba Lewit kommt mit seinem Vater und seinen Geschwistern aus einem kleinen polnischen Dorf nach Krakau, wo er bei der Errichtung des Lagers Plaszow mitarbeiten muss, in dem er später gefangen gehalten wird. Der Österreicher Amon Göth ist dort der besonders grausame Kommandant, der Juden wahllos und zur eigenen Belustigung tötet. Auch Aba Lewit wird angeschossen, überlebt aber durch einen Zufall und muss mitansehen, wie seine Schwester liquidiert wird. Er überlebt Mauthausen und seine "Befreiung" und kommt durch Zufall nach Wien, wo er seine spätere Frau kennenlernt - selbst die einzige Überlebende ihrer Familie. Nur mit seiner Frau gelingt es ihm, sein Trauma ansatzweise zu überwinden, trifft aber bis in die jüngere Vergangenheit auf Antisemitismus in Wien. Zu sprechen beginnt der 96-Jährige erst spät. Aba Lewit hat keine Enkelkinder und führt sein erklärt letztes Gespräch über den Holocaust mit Fabian Eder.
23:55
DW's The Day provides viewers with the background and analysis they need to understand the top stories of the last 24 hours. Join our Chief News Anchor Brent Goff as he puts the day's events into context and discusses them with experts and correspondents in the field.
00:25
Mit der Tagesschau vor 20 Jahren hat ARD-alpha eine "Daily", die in Fan-Kreisen längst Kultstatus besitzt. Täglich kann man 20 Jahre zurückblicken und die jüngste Zeitgeschichte noch einmal hautnah nachempfinden. Durch den Vergleich mit der aktuellen Tagesschau begibt sich der Zuseher gleichsam auf eine Zeitreise. Dies gilt einerseits für die behandelte Materie, andererseits aber auch für die mediale Aufbereitung des Nachrichten-Genres selbst. Besondere Ereignisse, die von Nachrichtensprecher-Legenden wie Karl-Heinz Köpcke oder Dagmar Berghoff präsentiert wurden, waren unter anderem das dramatische Terrorjahr 1977, die Wahlen von Papst Johannes Paul II. und US-Präsident Ronald Reagan oder die "Bonner Wende", die Ablösung der Bundesregierung von Kanzler Schmidt durch den späteren "Kanzler der Einheit" Helmut Kohl.
00:40
"Jeder Mensch ein Künstler!" Dies berühmt-berüchtigte Motto von Joseph Beuys könnte auch von Bob Ross (1942-1995) stammen. Allein, der amerikanische Fernsehmaler hat - anders als Beuys - keine großen sozialen und politischen Revolutionen im Sinn. Bob Ross will "nur" die einzelnen Menschen glücklicher machen, und das heißt, zu potenten Malern, die ihre eigene Welt erschaffen. Er will uns zeigen: Ein kleiner Künstler steckt in jedem von uns, wir müssen ihn nur herauslassen. Und das geschieht, indem wir lernen, das Malen zu lernen und das Lernen dabei nicht als Mittel zum Zweck, sondern als Selbstzweck begreifen - Spaß dran finden. Bob Ross wurde 1942 in Daytona Beach, Florida, als Sohn eines Zimmermanns geboren. Er studierte an verschiedenen amerikanischen Colleges Malerei und entdeckte schließlich seine spezifische Malweise: die Nass-auf-Nass-Methode. Nachdem er diese Technik gründlich ausgebaut und etliche Hilfsmittel und Tricks erprobt hat, fing er an, auch anderen beizubringen, wie man damit schöne Landschaftsbilder kreieren kann. Er reiste seit 1981 quer durch die Vereinigten Staaten, um diese Technik vorzustellen. Zwei Jahre später produzierte er die ersten Malkurse im Fernsehen: "The Joy of Painting" wurde zu einem Riesenerfolg. Mit freundlich säuselnder Stimme macht Bob Ross seinen Zuschauern Mut, ihre eigene Kreativität zu entdecken. Schritt für Schritt macht er vor, wie sie ihre Leinwand im Nu mit "heiteren kleinen Wölkchen" oder "fröhlichen kleinen Bergen" und Hütten bereichern und so ihre eigene Welt schaffen können. Das kommt an, seit 1983 reißen die Ross-Serien gar nicht mehr ab. Sein Fernseh-Malkurs ist ein gigantisches Unternehmen, das Millionen von Ross-Schülern mit dem nötigen Malwerkzeug, Anleitungsbüchern und Videos ausstattet. Bob Ross starb 1995 mit gerade einmal 52 Jahren in New Smyrna Beach, Florida, an Krebs. Seine Fernsehshow aber lebt weiter. Inspiriert von Ross hat eine Freundin von ihm, Annette Kowalski, selbst eine Methode entwickelt, wie man Blumen malt.
01:10
Unter dem Sendungstitel werden verschiedene Formate zusammengefasst, die sich mit der Erde und dem Weltall befassen. Die mit elektronischer Musik hinterlegten Aufnahmen erlangten bereits Kultstatus.
02:10
Geschichtenerzählen und Astrophysik - das sind seine beiden großen Leidenschaften: Harald Lesch ist Professor für theoretische Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und unterrichtet Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie S.J. in München. Außerdem ist er Mitglied der Kommission "Astronomie in Unterricht und Lehramt". Seine Hauptforschungsgebiete sind kosmische Plasmaphysik, Schwarze Löcher und Neutronensterne. In der Sendereihe "alpha-Centauri" erklärt Professor Lesch die Grundzüge des Universums, untersucht ferne Galaxien und bringt uns unser Sonnensystem näher.
02:25
Unter dem Sendungstitel werden verschiedene Formate zusammengefasst, die sich mit der Erde und dem Weltall befassen. Die mit elektronischer Musik hinterlegten Aufnahmen erlangten bereits Kultstatus.
03:25
Geschichtenerzählen und Astrophysik - das sind seine beiden großen Leidenschaften: Harald Lesch ist Professor für theoretische Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und unterrichtet Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie S.J. in München. Außerdem ist er Mitglied der Kommission "Astronomie in Unterricht und Lehramt". Seine Hauptforschungsgebiete sind kosmische Plasmaphysik, Schwarze Löcher und Neutronensterne. In der Sendereihe "alpha-Centauri" erklärt Professor Lesch die Grundzüge des Universums, untersucht ferne Galaxien und bringt uns unser Sonnensystem näher.
03:40
Unter dem Sendungstitel werden verschiedene Formate zusammengefasst, die sich mit der Erde und dem Weltall befassen. Die mit elektronischer Musik hinterlegten Aufnahmen erlangten bereits Kultstatus.
04:45
Geschichtenerzählen und Astrophysik - das sind seine beiden großen Leidenschaften: Harald Lesch ist Professor für theoretische Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und unterrichtet Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie S.J. in München. Außerdem ist er Mitglied der Kommission "Astronomie in Unterricht und Lehramt". Seine Hauptforschungsgebiete sind kosmische Plasmaphysik, Schwarze Löcher und Neutronensterne. In der Sendereihe "alpha-Centauri" erklärt Professor Lesch die Grundzüge des Universums, untersucht ferne Galaxien und bringt uns unser Sonnensystem näher.