16:45
In dieser Sendung werden die unterschiedlichsten Destinationen vorgestellt. Der Zuschauer lernt mehr über Kultur, Landschaft und die Menschen, die dort leben. Da möchte man gleich in den Flieger steigen.
17:30
Bereit mal auszuspannen? hr3-Moderator Tobi Kämmerer macht Wellness. Er trifft dabei auf den mehrfachen deutschen Saunameister Udo Mohr. Von ihm lässt er sich im Waldbad in Neu-Isenburg ins Schwitzen bringen, so wie es nur Profis können. Und Udo hat wertvolle Tipps wie ein gelungener Saunagang ablaufen sollte. "Baden ist das neue Ausgehen", so lautet das Motto in der Toskana-Therme in Bad Orb. Tobi erfährt dort, wie es ist, umgeben von Farben und Musik, im warmen Salzwasser zu schweben. Und das Ganze zu entspannter Musik, live aufgelegt von DJs. Der Club kommt hier sozusagen mit ins Schwimmbad. Schon einmal im Wald gebadet? Ja, das geht. Zum Beispiel im ersten Heilwald. Doch Wellness hört nicht bei zeremoniellen Anwendungen und erholenden Bädern auf. Mit Volker Mehl wird die Küche zum Wellnessort. In einem Kochkurs lernt Tobi alles über die ayurvedische Küche, warum sie so gesundheitsfördernd ist und zum Wohlfühlen beitragen kann.
18:15
Fragen rund um die Gesundheit wird auf den Grund gegangen, und von den Moderatoren anschaulich aufbereitet. Dabei geht es unter anderem um Heilmittel, Ernährung und Kosmetikprodukte.
18:45
Angesichts steigender Fallzahlen in allen deutschsprachigen Ländern sind innovative Strategien gefragt. Sie sollen sowohl die Selbstbestimmung der durch Demenz Beeinträchtigten schützen als auch Pflegepersonal und Angehörigen Hilfestellung und Entlastung bieten. Die Dokumentation stellt alternative Projekte vor, in denen das gelingen könnte: eine Demenz-WG in Potsdam, die durch einen gemeinnützigen Verein finanziert wird, eine Initiative in Österreich, die Angehörige ausbildet und durch Tagespflege entlastet, und ein Haus in der Nähe von Zürich, das von ganzheitlichen Ansätzen in der Pflege geprägt ist. Allen gemein ist: Es reicht nicht, nur die Grundbedürfnisse der Betroffenen zu stillen. Vielmehr werden sie in diesen Einrichtungen in alle Tätigkeiten vom Einkaufen über das Kochen und Putzen im Rahmen ihrer jeweiligen Möglichkeiten eingebunden, um ihr Selbstwertgefühl und damit ihre Selbstständigkeit zu fördern und zu erhalten. Dazu dienen auch sportliche Aktivitäten, Gesprächskreise und gemeinsame Ausflüge.
19:30
Das Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Ums Siebengebirge ranken sich viele Mythen und Legenden: Daniel Aßmann begibt sich zwischen Königswinter und Bad Honnef auf die Suche nach Drachen und Rittern, versunkenen Schätzen und aus der Zeit gefallenen Mönchen. Echtes Rheingold findet er beim Schürfen zwar nicht; dafür entdeckt er in der Nibelungenhalle unterhalb der Ruine Drachenfels den Drachen Fafir, der den Schatz bewacht. Märchenhaft mutet Schloss Drachenburg an; voller Anekdoten ist die Präsidentensuite im Luxushotel Petersberg; und zum Rolandsbogen nahe Remagen gehört eine traurige Liebesgeschichte. Wahr ist, dass eins der weltweit ältesten Hunde-Skelette unweit von Bonn-Oberkassel gefunden wurde. Und es stimmt, dass Kanzler Adenauer in den 50er Jahren den Bau einer Seilbahn zwischen Rhöndorf und der Löwenburg verhinderte, weil Touristen auf sein Haus hätten sehen können. Daniel Aßmann wandert und radelt durch den Naturpark und stellt fest: An der sagenhaften Rheinromantik ist etwas dran.
21:00
"Ich bin in Deutschland geboren. Deutsch ist meine Muttersprache. Ich war in meinem Leben nur einmal auf dem afrikanischen Kontinent - als Pauschalurlauber", sagt der Jenaer Student Konrad Erben (31). Dennoch unterstellen ihm viele, dass er kein Deutscher sei. Nur weil er Schwarz ist. Schwarz und deutsch sein - das geht für viele noch immer nicht zusammen. Deutschland hat sich weiß geträumt. Doch Afrodeutsche leben bereits seit vielen Generationen in Deutschland, Hunderte kamen bereits im Kaiserreich aus den damaligen Kolonien. Als Darsteller der sogenannten "Völkerschauen" oder, um eine Ausbildung zu machen. "Meine Familie lebt bereits in der 5. Generation in Deutschland", sagt die Berlinerin Abenaa Adomako (59) stolz. Ihr Urgroßvater Mandenga Diek war der erste Afrikaner, der 1896 die deutsche Staatsbürgerschaft bekam. Er setzte sich als erfolgreicher Kaufmann mit dem "Afrikanischen Hilfsverein" für die Rechte Schwarzer Bürger ein: der Beginn der Schwarzen Community in Deutschland. Einige Schwarze, auch Abenaas Großvater, überlebten in der NS-Zeit, weil sie für Propagandafilme missbraucht wurden. Sie spielten an der Seite von Hans Albers oder Heinz Rühmann in "Münchhausen" oder "Quax in Afrika". Doch viele wurden zwangssterilisiert und kamen in KZs oder Fremdenlager. Nach dem Zweiten Weltkrieg trafen in der BRD Schwarze US-Soldaten auf deutsche Fräuleins, deren Kinder, die "Brown Babies", wurden zur Adoption in die USA frei gegeben oder im Alltag rassistisch ausgegrenzt. Erwin Kostedde (74), erster Schwarzer Fußball-Nationalspieler, erzählt in diesem Film davon. In den 1990er Jahren saß er monatelang wegen eines ihm vorgeworfenen Raubüberfalls in U-Haft - er wurde freigesprochen. Der Verdacht des "racial profiling" besteht bis heute. Auch Abenaas Tochter Antonia (22) berichtet von ihrer Schulzeit: "Es gab viele traumatische Situationen, zum Beispiel den Gebrauch des N-Worts", gegen den sie sich erfolgreich mit Mitschüler*innen gewehrt hat. In "Schwarz und deutsch" erzählen Frauen und Männer aus vier Generationen ihre bewegenden, aufrüttelnden, stolzen Geschichten. Der Film verbindet sie zu einer Geschichte von Rassismus, Überleben und Selbstbehauptung.
21:45
Wo beginnt Zuhause - und wann fühlen wir uns wirklich zugehörig? In "alpha-Gespräche: Wann ist Zuhause" spricht Özlem Sarikaya mit der Bestsellerautorin und Vermittlerin für Rassismuskritik Tupoka Ogette über ihr neues Memoir "Trotzdem zuhause" und über die Frage, wie sich Zugehörigkeit in einem von Rassismus, Flucht, Verlust und Neuanfang geprägten Leben finden lässt. Als Tochter eines tansanischen Vaters und einer deutschen Mutter wächst Tupoka Ogette als Schwarzes Kind in der DDR in einer systemkritischen Familie auf. Sie erlebt früh, was es heißt, im Dazwischen zu leben: zwischen kolonialer Vergangenheit und DDR-Diktatur, später zwischen Ost und West, Deutschland und Tansania. In der Sendung erzählt sie von einem Leben in Gleichzeitigkeit - von Spannungen, die sie als "Brückenmensch" in sich trägt, und von der Kraft, die daraus entstehen kann. Ogette berichtet von Rassismus, Sexismus und Gewalt - und zugleich von Liebe, Resilienz und Selbstermächtigung. Sie spricht über Freundschaften, die tragen, und solche, die zerbrechen, über Neuanfänge in der Bundesrepublik und darüber, wie es gelingen kann, "die Ruhe im Sturm" zu finden. Schreiben war für sie schon als Kind ein Schutzraum, ein Ort der Imagination und des Überlebens: In "Trotzdem zuhause" macht sie ihre persönliche Geschichte zum Ausgangspunkt einer allgemeineren Frage nach Rassismus, Zugehörigkeit und Verantwortung. Tupoka Ogette gilt als eine der profiliertesten Stimmen der Rassismuskritik im deutschsprachigen Raum. Mit ihrem Bestseller "Exit Racism" hat sie 2017 den Begriff Alltagsrassismus in den öffentlichen Diskurs gerückt und viele Menschen für das Thema sensibilisiert.
22:15
Mehr als ein Viertel der Menschen, die in Deutschland leben, haben einen Migrationshintergrund. Kann es sein, dass viele von ihnen beim Arzt oder im Krankenhaus schlechter behandelt werden? Aufgrund von Vorurteilen, mit zum Teil lebensgefährlichen Folgen? In dieser NDR Dokumentation kommen Menschen zu Wort, die in medizinischen Ausnahmesituationen abgewiesen oder unzureichend behandelt wurden, Hebammen, die über Rassismus im Kreißsaal sprechen, Studierende, die die Lehre nach weißer Norm kritisieren, Ärzt*innen, die das Problem reflektieren. Der Film macht erfahrbar, wie gefährlich bewusster oder unbewusster Rassismus im Gesundheitswesen sein kann. Er ist gestützt durch Ergebnisse der ersten repräsentativen Studie zum Thema in Deutschland, die am 7. November von Lisa Paus, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Lisa Paus (Bündnis 90/Die Grünen), vorgestellt wird. Tatsache ist: Auch heute kursiert im Gesundheitswesen noch der Begriff "Morbus Mediterraneus", der abwertend "aufgebauschtes Leiden bei Südländern" beschreiben soll. Medizinisches Standardgerät funktioniert nicht zuverlässig auf dunkler Haut. Und viele Ärzte haben nie gelernt, dass manche Krankheiten bei Schwarzen anders zu diagnostizieren sind als bei Weißen. Die medizinische Norm, auch in den Lehrbüchern, ist nach wie vor der weiße, westeuropäische Patient. Fehldiagnosen und schwere Krankheitsverläufe können die Folgen sein. So war es bei Remziye T. aus Niedersachsen. Ihre entzündete Herzklappe blieb lange unerkannt, weil Ärzte ihre Schmerzen nicht ernst genug nahmen. Als endlich die richtige Diagnose vorlag, war es zu spät für eine medikamentöse Behandlung. Nun muss Remziye T. mit einer mechanischen Herzklappe leben. Infolge der OP kann zudem nicht mehr richtig gehen und darf nicht mehr arbeiten. Dr. med. Bismark Ofori hat das NDR Team in seiner Praxis in Hannover drehen lassen. Der Schwarze Allgemeinarzt hat viele Patientinnen und Patienten mit Migrationshintergrund. Sie erzählen ihm, dass sie in anderen Praxen nicht ernst genommen, zum Teil schroff abgewiesen wurden. In Oforis Behandlungszimmer zeigt sich: sorgfältig zu diagnostizieren und dabei Sprachbarrieren zu überwinden, kostet Zeit und Geld. Nicht das einzige Hindernis bei der Diagnostik. Da ist zum Beispiel das Pulsoximeter, ein Messgerät für den Sauerstoffgehalt im Blut, das bei dunkler Haut oft falsche Werte ermittelt. Doch im Medizinstudium wird dies nicht systematisch gelehrt. Bei den Recherchen stand das NDR Team immer wieder vor verschlossenen Türen. Die Auseinandersetzung mit Rassismus und seinen Folgen beginnt gerade erst im Gesundheitswesen. Doch viele Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende, Hebammen und ein Medizinhistoriker haben auch Auskunft gegeben. Über ein Problem, das im schlimmsten Fall lebensgefährlich sein kann.
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DW's The Day provides viewers with the background and analysis they need to understand the top stories of the last 24 hours. Join our Chief News Anchor Brent Goff as he puts the day's events into context and discusses them with experts and correspondents in the field.