19:30
aktuell: Energiepolitik im Umbruch? In Köln, München, Hamburg und Berlin sind am Samstag zehntausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die aktuelle Energiepolitik zu demonstrieren. Kritisiert wird ein politischer Kurswechsel, der nach Ansicht der Protestierenden den Ausbau erneuerbarer Energien ausbremse und die notwendige Planungssicherheit gefährde. Unter den Demonstrierenden waren auch Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Energiebranche, die vor wachsender Verunsicherung bei Investitionen warnen. Sie fordern verlässliche politische Rahmenbedingungen, um Klimaschutz und wirtschaftliche Stabilität miteinander zu vereinbaren. Mit Gesprächsgast: Christian Stöcker, Kognitionspsychologe und Professor an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg Nächste Generation humanoider Roboter auf der Hannover Messe Der humanoide Roboter ARMAR-7 kann Aufgaben durch Interaktion mit Menschen erlernen, in natürlicher Sprache kommunizieren und komplexe Tätigkeiten autonom ausführen. Entwickelt wurde der Roboter vollständig am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Auf der Hannover Messe demonstriert ARMAR-7 unter anderem, wie er eine Spülmaschine ausräumt, Gegenstände greift und an Menschen übergibt sowie Wäsche nach Farben sortiert. Dank eines integrierten Gedächtnisses kann sich der Roboter zudem merken, wo er Objekte zuletzt gesehen hat. Minifabriken gegen Krebs: Wie Zelltherapien bezahlbarer werden sollen Auf der Hannover Messe präsentieren Unternehmen und Forschungseinrichtungen neue Technologien, die individuelle Krebstherapien künftig deutlich günstiger machen könnten. Zelltherapien wie die CAR-T-Behandlung gelten als hochwirksam, sind bislang jedoch extrem aufwendig und teuer in der Herstellung. Automatisierte "Minifabriken", entwickelt unter anderem vom Fraunhofer IPA gemeinsam mit dem Automatisierungsspezialisten Festo, sollen die bislang notwendige Handarbeit ersetzen. Fachleute erwarten, dass sich die Produktionskosten dadurch um 30 bis 40?Prozent senken lassen - und somit deutlich mehr Patientinnen und Patienten Zugang zu diesen Therapien erhalten könnten. Wenn die Sonne stürmt: Auf der Suche nach besseren Warnsystemen Die Sonne befindet sich derzeit am Höhepunkt ihres elfjährigen Aktivitätszyklus. In dieser Phase treten starke Sonnenstürme häufiger auf und können Satelliten beschädigen oder im Extremfall Stromnetze lahmlegen. Forschende vom Space Weather Office in Graz untersuchen deshalb, wann eine solare "Sturmwarnung" tatsächlich notwendig ist - und wie sich solche Ereignisse künftig früher und verlässlicher vorhersagen lassen. Das Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Südkorea ist ein faszinierendes Land zwischen Tradition und Moderne, voller Schönheit und Naturwunder. Es liegt auf der asiatischen Halbinsel zwischen Japan und China. Beide Nachbarländer haben die Kultur Südkoreas mitgeprägt, aber es hat seine kulturelle Eigenständigkeit nie verloren. Jung, modern und selbstbewusst präsentiert sich die boomende Hauptstadt Seoul, offen für moderne Trends, nahezu rastlos auf dem digitalen Weg in die Zukunft. Weiter im Süden und Südwesten findet man an den Küsten Regionen, in denen die Menschen sehr traditionell leben und sich genauso Gedanken über die Zukunft machen. Der Erhalt der Natur spielt für sie eine herausragende Rolle. Auch deshalb gibt es in diesem Land 22 Nationalparks. Bedrohte Arten wie der Ibis oder die Kragenbären konnten wieder angesiedelt werden. Der Regierung sind Nachhaltigkeit und Ressourcenpflege äußerst wichtig. Besucher können in wunderschönen Bergpanoramen und unglaublichen Lichtstimmungen der Natur regelrecht versinken.
21:00
Im Herbst 2020 rief Prinz William, knapp zwei Jahre bevor er Thronfolger des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland wurde, den so genannten "Earthshot Prize" ins Leben, den bislang ehrgeizigsten und höchstdotierten internationalen Umweltpreis, mit dem Ziel bis zum Jahr 2030 einen echten Wandel beim Klima-, Natur- und Umweltschutz herbeizuführen. Die fünfteilige Doku-Reihe mit Vorworten von Prinz William und dem renommierten Naturfilmer Sir Richard Attenborough beleuchtet die fünf zentralen Aufgaben der Menschheit, die "Earthshots", um unseren zerbrechlichen Planeten und das wertvolle Leben auf ihm zu retten: "Earthshot 1" ist der Schutz und die Wiederherstellung der Natur, damit die Wildnis nicht weiter schrumpft, sondern wieder zu wachsen beginnt. "Earthshot 2" ist die Verbesserung des Klimas, um den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur zu stoppen. "Earthshot 3" ist die Reinigung der Luft, damit wir alle gesund atmen können. "Earthshot 4" ist die Wiederbelebung unserer Ozeane, damit sie wieder so reich und vielfältig werden wie früher. "Earthshot 5" ist der Aufbau einer abfallfreien Welt, indem wir sicherstellen, dass die Abfälle eines Prozesses zu Rohstoffen für den nächsten werden. Es handelt sich um die fünf größten Herausforderungen, die laut ExpertInnen unbedingt bewältigt werden müssen, um das Blatt noch zu wenden. Daher vergibt die "Eartshot Prize"-Stiftung in jedem dieser Bereiche bis 2030 jährlich jeweils eine Million Pfund Preisgeld an Projekte, die die größten Aussichten haben, den Planeten wieder zu reparieren.
22:00
Tiere brauchen nicht nur Platz zum Leben, sondern auch die Lebensräume, an die sie angepasst sind. Doch in den letzten Jahrzehnten sind viele Lebensräume verschwunden. Mit kleinen Maßnahmen kann man aber mitunter schon große Wirkung erzielen und selten gewordene Orte der Artenvielfalt wie Moore, Heiden und Wiesen retten. Beispiel Moor: in Norddeutschland und im Baltikum schützen und renaturieren Forscherinnen und Forscher Moore. Damit leisten sie auch einen enormen Beitrag gegen die Klimakrise, denn Moore binden große Mengen an Treibhausgasen, so lange sie nicht trockengelegt wurden. Auch in Österreich wird umgesteuert: Landwirte bekommen vom Staat Geld, damit sie mehr für die Artenvielfalt auf ihren Wiesen tun. Allein in Oberösterreich nehmen bereits über 2.500 Bauern an dem Programm teil. Wissenschaftlerinnen in Ungarn haben gemeinsam mit Zoos das Przewalski-Pferd ausgewildert. Sie bringen diese fast ausgestorbene Art zurück und helfen damit, die größte europäische Steppe zu erhalten. Und wer glaubt, Truppenübungsplätze seien nur lebensfeindliche Militärgebiete, der wird von der Senne in Deutschland überrascht, wo dank des Militärs eine seltene Heidelandschaft überleben konnte. Ein anderer Hotspot der Artenvielfalt sind Streuobstwiesen. Doch sie produzieren weniger Obst als der konventionelle Anbau und wurden daher vielerorts abgeholzt. Doch eine Initiative in Bayern kämpft für ihren Erhalt, um mit regional erzeugtem Obst einen Teil des Obstbedarfs decken zu können. Ihr Ziel: Eine Landwirtschaft zu schaffen, in der beide profitieren: Mensch und Natur.
22:30
"Klimazeit" bietet wöchentlich Hintergrundberichte, ordnet mit Expert*innen neueste Ergebnisse der Klimaforschung ein, erklärt in aufwändigen Grafikanimationen alles Wissenswerte rund ums Klima, hinterfragt Entscheidungen der Politik und zeigt konstruktive Beispiele, was Konsument*innen, Unternehmen und Kommunen für die Rettung des Klimas tun können.
22:45
23:15
In der Sendung informieren Wissenschaftler, auch für Fachunkundige verständlich, über ihre Forschungen - und das innerhalb von wenigen Minuten und ohne zusätzliche Hilfsmittel. So wird auf unterhaltsame Weise Wissen vermittelt.
23:45
DW's The Day provides viewers with the background and analysis they need to understand the top stories of the last 24 hours. Join our Chief News Anchor Brent Goff as he puts the day's events into context and discusses them with experts and correspondents in the field.