18:45
Kopftuchverbot, Sterbehilfe, religiöse Symbole im Wahlkampf: Religion und Ethik spielen in der öffentlichen Diskussion immer wieder eine zentrale Rolle. "Prisma", das neue ORF-TV-Format informiert über aktuelle Geschehnisse im Zusammenhang von Gesellschaft und Wissenschaft. Die Sendung liefert Zusammenhänge, diskutiert verschiedene Standpunkte und analysiert religionspolitische und ethische Entwicklungen im In- und Ausland. Durch die Sendung führen Judith Fürst, Konstantin Obermayr und Sandra Szabo.
19:00
Die etablierten Parteien verlieren an Ansehen und an Zustimmung. Einige neue Parteien gründeten sich während der letzten Jahre - mit mehr oder weniger Erfolg. Trotzdem scheint die Gründung einer Partei immer noch der vielversprechendste Weg, um politisch mitzubestimmen. Die Reportage "Bewegung von unten - neue Formen von Demokratie?" porträtiert Claudia Stamm, Mitbegründerin der Partei "MUT", die die Parteienlandschaft in Bayern verändern will. Welche "Alltags"-Schwierigkeiten treten auf, wenn man eine Partei neu gründet - und welche Chancen auf politische Mitsprache verspricht eine neue Partei überhaupt? Einen ganz anderen Weg gehen Sozialarbeiter in der Jugendarbeit, die versuchen, Jugendliche für Demokratie und politische Mitbestimmung zu begeistern. Einerseits helfen sie Jugendlichen, Alltagsprobleme auf demokratischem Wege zu lösen, andererseits vermitteln sie Jugendlichen in Workshops und Seminaren, wie Demokratie in Deutschland funktioniert. Moderatorin Sabine Pusch erfährt im Jugendrat hautnah, wie Basisdemokratie begeistern kann. Ebenfalls in den letzten Jahren entstanden zahlreiche Initiativen, die im Alltag Probleme angehen und lösen, beispielsweise ab Herbst 2015, als viele Flüchtlinge nach Deutschland kamen und unzählige ehrenamtliche Helferkreise entstanden. Über Dachverbände koordinieren diese Ehrenamtlichen inzwischen ihre Tätigkeiten. Gleichzeitig versuchen sie, über diese Verbände Lobbyarbeit für ihre Anliegen zu machen. Ob und wie das klappt, zeigt der Film "Bewegung von unten - neue Formen von Demokratie?"
19:30
Der russische Angriff auf die Ukraine hat viele Menschen in Angst versetzt, gerade an der direkten Grenze zu Russland. Angst plagt auch Menschen in Taiwan, die sich von der aggressiven Politik Chinas bedroht sehen. Zivilschutz ist nicht allein Sache der Rettungsdienste, der Polizei oder der Feuerwehr. Zivilverteidigung im Kriegsfall - wie gehen die Menschen in Europa und Asien damit um? Das ist Thema in alpha-demokratie weltweit. Vor der Bedrohungslage die Augen zu verschließen, hilft nicht weiter. Im Krisenfall werden alle einen Beitrag leisten müssen. Auch bei uns.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Gidon Lev ist Holocaustüberlebender - und eine der wohl außergewöhnlichsten Stimmen auf Social Media. Dieser Zeitzeugenbericht erzählt von seinem bewegten Leben. Gidon Lev wächst als einziges Kind seiner jüdischen Eltern im böhmischen Ort Karlsbad auf. Seine Mutter ist Hutmacherin und sein Vater hat ein Alteisengeschäft. Aber mit dem Münchner Abkommen von 1938 endet Gidons Kindheit. Familie Löw, wie sie damals noch heißt, flieht zunächst nach Prag, wird dann aber ins Lager Theresienstadt deportiert. Was er hier erlebt hat, wie er die Filmaufnahmen des NS-Propagandaministeriums in Theresienstadt wahrgenommen hat, und was ihn heute antreibt, seine Geschichte einem Millionenpublikum auf Tiktok und Instagram zu erzählen, davon berichtet dieser Film.
21:00
Eva ist zwölf Jahre alt, als sie vor den Nationalsozialisten aus Budapest fliehen muss. Sie erlebt Dinge, die an Unmenschlichkeit nicht zu übertreffen sind. Sie verliert alles, was ihr lieb ist. Und: Sie überlebt Auschwitz. Nun erzählt sie ihre Geschichte. Wenn Eva Szepesi nach ihrer Kindheit in Budapest gefragt wird, strahlen ihre Augen: Besonders gerne erinnert sie sich an den duftenden Aprikosenbaum im Garten der Großeltern, unter dem sie mit ihren Cousinen und den Nachbarskindern so oft spielte. Auch die feierlichen Sabbatabende mit der Familie rufen bittersüße Erinnerungen hervor: Als Kind besucht Eva zu Weihnachten ihre christlichen Freunde und freut sich mit ihnen, wenn sie ihre Geschenke öffnen, und an Chanukka sind diese Kinder wiederum im Hause Diamant zu Gast - bei Valeria und Károly, den Eltern, bei Eva und dem knapp vier Jahre jüngeren Bruder Tamás. Das NS-Regime zerstört das Idyll. Eva versteht die Welt nicht mehr, als eine Lehrerin sie eines Tages in der Schule als "stinkendes, dreckiges jüdisches Mädchen" beschimpft. Auch ihre nichtjüdischen Freunde beginnen sie zu demütigen. Ihr Vater versucht Eva zu erklären, dass die Kinder von der antisemitischen Propaganda beeinflusst und sich ihrer Worte nicht bewusst seien. Aber der Trost des Vaters kann die nahende Katastrophe nicht aufhalten. Károly Diamant wird 1942 zur Zwangsarbeit verpflichtet und gilt seit 1943 als verschollen. Ein Jahr später spitzt sich auch für seine Frau Valeria und die beiden Kinder die Lage zu: Die etwa 800.000 ungarischen Juden sind bis 1944 von Deportationen verschont geblieben. Aber unter der Regie des SS-Obersturmbannführers Adolf Eichmann werden ab Mai 1944 etwa 424.000 von ihnen binnen 56 Tagen nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Evas Mutter schickt Eva aus Verzweiflung auf die Flucht in die Slowakei und hofft, das Kind auf diese Weise retten zu können. Zunächst wird die Zwölfjährige von einer liebevollen Familie aufgenommen, dann von zwei Schwestern. Aber Ende Oktober 1944 wird sie von der Gestapo gefangen genommen und ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Eva erlebt Monate in Todesangst, geprägt von gnadenloser und sadistischer Gewalt, von Hunger, von Kälte. Am 27. Januar 1945 befreit die Rote Armee Auschwitz-Birkenau. Eva bekommt davon zunächst nichts mit. Das ausgehungerte und kranke Mädchen liegt ohnmächtig zwischen Tausenden von Leichen. Ein russischer Soldat aber sieht, dass sie lebt. "Er hat mich angelächelt, und ich habe versucht zurückzulächeln. Das war wie eine zweite Geburt." Eva wird in einem Lazarett versorgt und findet langsam zurück ins Leben, aber sie wartet täglich auf die Rückkehr ihrer Mutter und ihres Bruders: "Ich habe immer gewartet. Ich habe gedacht, dass wir wieder zusammen sein werden. Denn das hatte meine Mutter mir beim Abschied versprochen. Ich habe mein Leben lang gewartet." Schließlich entdeckt Eva Szepesi im Jahr 2016 die Namen ihrer Mutter und ihres Bruders im Buch der Ermordeten in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. An diesem Tag kann sie ihr Warten beenden. 70 Jahre nach Kriegsende. "Erst dann konnte ich trauern", sagt Eva Szepesi. "Aber die Angst weicht nie."
21:45
Als er mit zwölf zum ersten Mal Gypsy Swing hört, erlebt Elias Prinz, ein Junge aus Mindelheim im Allgäu, einen richtungsweisenden "Heureka"- Moment. Den beschert ihm eine Aufnahme des nur zehn Jahre älteren, österreichischen Gitarristen Diknu Schneeberger. Dieser spielt ganz in der Tradition des genialen Django Reinhardt. In den 1930er Jahren hatte dessen bahnbrechende Spielweise den Gypsy Swing zum Herzstück des europäischen Jazz gemacht. Dieser Musik verschreibt sich auch Elias Prinz, Jahrgang 2000. Mit vierzehn gründet der Gitarrist ein erstes Trio und schon wenige Jahre später jammt er in Pariser Clubs, tritt beim Django Reinhardt Festival in Samois-Sur-Seine auf und mit dem London Django Collective. Parallel dazu studiert Elias Prinz an der Hochschule für Musik und Theater in München Jazzgitarre, formiert dort mit dem Rhythmusgitarristen Jean-Baptiste Delattre und der Kontrabassistin Ida Valentina Koch sein aktuelles Trio, und kann seine Ausbildung mit einem intensiven Sommerkurs am Berklee College of Music komplettieren - dank eines Stipendiums, das er beim Kurt Maas Jazz Award 2023 gewinnt. Beim dazugehörenden Preisträger-Konzert begeisterte er mit seinem Trio das Publikum in der ausverkauften Isarphilharmonie mit seiner Virtuosität und Spiellust. Die zündet auch im wesentlich intimeren Setting im Jazzclub Barbastelle im Bergson Kunstkraftwerk in München-Aubing. In seinem Programm "Dinalie Mineure" kombiniert das Trio eigene Kompositionen von Elias Prinz mit sorgfältig ausgesuchten, eher raren Genre-Klassikern. So ausgerüstet brachte das Elias Prinz Trio am 30. Juli 2025 die positive Energie des Gypsy Swing - auch Jazz Manouche genannt, wenn ihm eine Prise französischer Musette-Tradition beigemischt ist -auf die Bühne des BR Clubkonzerts. Und off stage erzählt der Bandleader im Interview von seinem Werdegang, seiner Liebe zu Walzern und den Freunden, die er in der Community der Sinti-Musiker gefunden hat.
22:30
Vor 20 Jahren wollte Pfarrer Albrecht Hoch mehr Schwung in seine Gemeinde in der Heilandskirche im Osten Stuttgarts bringen und gründete einen Chor. Aus damals 23 Mitgliedern wurde mit rund 600 eines der größten Gospelprojekte Europas. Motto: Singen ist Glückssache. Zum Jubiläum wurde wochenlang geplant und geprobt und schließlich fünf Tage mit Partnerchören aus dem In- und Ausland gefeiert. Höhepunkt des Festivals "United by Gospel": ein Konzert in der MHP Arena in Ludwigsburg. Mittendrin bei den Vorbereitungen und Events erzählt die Doku, was die Menschen bewegt, dabei zu sein. Längst nicht alle sind christlich orientiert. Es geht ihnen um Gemeinschaft. Lebensfreue und die mitreißende Musik - oder wie es einer der Sänger formuliert: "Wir feiern das Leben". Helmut ist von Anfang an dabei. Carla wollte "nix Christliches". David fährt zur Probe vom Allgäu nach Stuttgart. Was vor 20 Jahren begann, ist eines der größten Gospelprojekte Deutschlands: "Gospel im Osten" mit etwa 600 Mitgliedern. Motto: Singen ist Glückssache. Nun wurde mit Partnerchören gefeiert. Fünf Tage "United by Gospel". Eine Herausforderung - mit Konzert in der MHP Arena Ludwigsburg.
23:00
Welche popkulturellen Hype-Themen treiben dich gerade um? Wir erzählen dir spannend den Schlüsselmoment, der alles ausgelöst oder verändert hat, erklären die Zusammenhänge und überraschen dich mit Details, die selbst du als Popkultur-Fan noch nicht kanntest.
23:15
00:45
Mit der Tagesschau vor 20 Jahren hat ARD-alpha eine "Daily", die in Fan-Kreisen längst Kultstatus besitzt. Täglich kann man 20 Jahre zurückblicken und die jüngste Zeitgeschichte noch einmal hautnah nachempfinden. Durch den Vergleich mit der aktuellen Tagesschau begibt sich der Zuseher gleichsam auf eine Zeitreise. Dies gilt einerseits für die behandelte Materie, andererseits aber auch für die mediale Aufbereitung des Nachrichten-Genres selbst. Besondere Ereignisse, die von Nachrichtensprecher-Legenden wie Karl-Heinz Köpcke oder Dagmar Berghoff präsentiert wurden, waren unter anderem das dramatische Terrorjahr 1977, die Wahlen von Papst Johannes Paul II. und US-Präsident Ronald Reagan oder die "Bonner Wende", die Ablösung der Bundesregierung von Kanzler Schmidt durch den späteren "Kanzler der Einheit" Helmut Kohl.
01:00
"Jeder Mensch ein Künstler!" Dies berühmt-berüchtigte Motto von Joseph Beuys könnte auch von Bob Ross (1942-1995) stammen. Allein, der amerikanische Fernsehmaler hat - anders als Beuys - keine großen sozialen und politischen Revolutionen im Sinn. Bob Ross will "nur" die einzelnen Menschen glücklicher machen, und das heißt, zu potenten Malern, die ihre eigene Welt erschaffen. Er will uns zeigen: Ein kleiner Künstler steckt in jedem von uns, wir müssen ihn nur herauslassen. Und das geschieht, indem wir lernen, das Malen zu lernen und das Lernen dabei nicht als Mittel zum Zweck, sondern als Selbstzweck begreifen - Spaß dran finden. Bob Ross wurde 1942 in Daytona Beach, Florida, als Sohn eines Zimmermanns geboren. Er studierte an verschiedenen amerikanischen Colleges Malerei und entdeckte schließlich seine spezifische Malweise: die Nass-auf-Nass-Methode. Nachdem er diese Technik gründlich ausgebaut und etliche Hilfsmittel und Tricks erprobt hat, fing er an, auch anderen beizubringen, wie man damit schöne Landschaftsbilder kreieren kann. Er reiste seit 1981 quer durch die Vereinigten Staaten, um diese Technik vorzustellen. Zwei Jahre später produzierte er die ersten Malkurse im Fernsehen: "The Joy of Painting" wurde zu einem Riesenerfolg. Mit freundlich säuselnder Stimme macht Bob Ross seinen Zuschauern Mut, ihre eigene Kreativität zu entdecken. Schritt für Schritt macht er vor, wie sie ihre Leinwand im Nu mit "heiteren kleinen Wölkchen" oder "fröhlichen kleinen Bergen" und Hütten bereichern und so ihre eigene Welt schaffen können. Das kommt an, seit 1983 reißen die Ross-Serien gar nicht mehr ab. Sein Fernseh-Malkurs ist ein gigantisches Unternehmen, das Millionen von Ross-Schülern mit dem nötigen Malwerkzeug, Anleitungsbüchern und Videos ausstattet. Bob Ross starb 1995 mit gerade einmal 52 Jahren in New Smyrna Beach, Florida, an Krebs. Seine Fernsehshow aber lebt weiter. Inspiriert von Ross hat eine Freundin von ihm, Annette Kowalski, selbst eine Methode entwickelt, wie man Blumen malt.
01:25
Der Film zeigt den italienischen Astronauten Luca Parmitano bei der ESA-Vorbereitung auf seinen Astronauteneinsatz, zeigt ihn beim Start im russischen Baikonur und begleitet ihn in seinem ALLtag auf der ISS.
02:25
Geschichtenerzählen und Astrophysik - das sind seine beiden großen Leidenschaften: Harald Lesch ist Professor für theoretische Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und unterrichtet Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie S.J. in München. Außerdem ist er Mitglied der Kommission "Astronomie in Unterricht und Lehramt". Seine Hauptforschungsgebiete sind kosmische Plasmaphysik, Schwarze Löcher und Neutronensterne. In der Sendereihe "alpha-Centauri" erklärt Professor Lesch die Grundzüge des Universums, untersucht ferne Galaxien und bringt uns unser Sonnensystem näher.
02:40
Spektakuläre Bilder aus dem All, teilweise in HD Qualität, zeigen die Erde in atemberaubenden Einstellungen. Einmalige Bilder, wie sie bis dato noch nie im deutschen Fernsehen zu sehen waren.
03:40
Geschichtenerzählen und Astrophysik - das sind seine beiden großen Leidenschaften: Harald Lesch ist Professor für theoretische Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und unterrichtet Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie S.J. in München. Außerdem ist er Mitglied der Kommission "Astronomie in Unterricht und Lehramt". Seine Hauptforschungsgebiete sind kosmische Plasmaphysik, Schwarze Löcher und Neutronensterne. In der Sendereihe "alpha-Centauri" erklärt Professor Lesch die Grundzüge des Universums, untersucht ferne Galaxien und bringt uns unser Sonnensystem näher.
03:55
Unter dem Sendungstitel werden verschiedene Formate zusammengefasst, die sich mit der Erde und dem Weltall befassen. Die mit elektronischer Musik hinterlegten Aufnahmen erlangten bereits Kultstatus.