21:00
Auch wenn der Film mit einer romantischen Fahrt im Ruderboot beginnt, die mit schöner Musik unterlegt ist, geht es doch ums Auto und um die Straßen in Oberitalien. Hauptdarsteller ist nämlich ein rotes Fiat 124 Cabriolet. Im damaligen Pressetext hieß es: "Junger Priester als Mitfahrer einer jungen Italienerin im roten 124-Fiat-Cabrio auf der Autostrada vom Ortasee bis Venedig fahrend. Italienische Autoindustrie, Mode und Charakteristisches aus Italien. Prognosen zur gesellschaftlichen Entwicklung in Norditalien." Damals hatte Norditalien nach Japan das zweithöchste Wirtschaftswachstum in der Welt, so heißt es zumindest in diesem Film. Auf jeden Fall liegt großer Optimismus in der Luft, die Zukunft scheint rosig. Freilich, die Probleme kann man auch schon riechen, wenn man die fürchterlichen Wohnverhältnisse in Turin sieht. Es gibt in diesem Film einen Werksbesuch bei Fiat und ein Interview mit dem legendären Firmenchef "Gianni" Agnelli. Auch Nuccio Bertone, der große italienische Autodesigner wird kurz porträtiert. Der Liter Superbenzin kostete damals 162 Lire (gut 90 Pfennige und damit deutlich mehr als zu dieser Zeit in der Bundesrepublik), der Espresso 80 Lire. Eingenommen wird der Espresso in einem dieser klassischen Brückenrestaurants über der Autostrada.
21:45
Der Grand Prix der Oldies 1983 auf dem Hockenheimring. Zu sehen sind viele, viele Sportwagen aus den 1950er- bis in die frühen 1970er-Jahre. Und viele Bugattis und Alfas etc. aus der Zeit zwischen den Kriegen. Im Interview zu hören und zu sehen sind u.a. die Rennsport-Legenden Stirling Moss und Walter Röhrl.
22:15
Der Film von Reinhard Stegen, Absolvent und später Produktionsleiter der Hochschule für Fernsehen und Fim München, stellt den spanischen Automobilkonstrukteur Wilfredo Ricart vor und spürt seinem Meisterstück nach, dem Pegasus Z-102, einem Luxuswagen von Noblesse und technischem Raffinement, von dem in den Jahren zwischen 1950 und 1957 nur ca. 100 Exemplare ausgeliefert wurden. Ricart erscheint rückblickend als Repräsentant einer aussterbenden Generation genialer Konstrukteure, die noch das Privileg besaßen, ihrer Persönlichkeit in einem Produkt Ausdruck zu verleihen.
23:00
Werner Schmidbauer ist über Jahrzehnte vielgesehenes Gesicht und vielgehörte Stimme im Bayerischen Fernsehen. Zum einen als Moderator zahlreicher Sendungen, zum anderen aber auch als Musiker - Solo, im Duo oder mit Band. Die SchmidbauerS treten 1994 im Münchner Alabama auf. Dem bayerischen Liedermacher und seinen Kollegen gelingt es auch diesmal, die treuen Fans mit ihrer Musik zu begeistern. Jahrzehntelang lagerten die Mitschnitte von Kultsendungen wie "Alabama in Concert", "Schlachthof in Concert" oder "Nachtwerk in Concert" in den Archiven des Bayerischen Rundfunks - sie waren der Soundtrack einer ganzen Generation. "Back on Stage" hebt diese musikalischen Schätze und holt sie zurück ins Fernsehen.
23:45
Skurril, politisch und musikalisch grenzenlos: Der Bairisch Diatonische Jodelwahnsinn verbindet Gstanzl mit Blues, Zwiefache mit Rap. Die Anarcho-Volksmusiker aus München sind laut, frech, derb, oft aber auch poetisch schön. 1997 stehen sie im Schlachthof auf der Bühne und zeigen einmal mehr, wie vielseitig moderne Volksmusik klingen kann. Jahrzehntelang lagerten die Mitschnitte von Kultsendungen wie "Alabama in Concert", "Schlachthof in Concert" oder "Nachtwerk in Concert" in den Archiven des Bayerischen Rundfunks - sie waren der Soundtrack einer ganzen Generation. "Back on Stage" hebt diese musikalischen Schätze und holt sie zurück ins Fernsehen.