18:15
Was bedeutet es für eine Region, wenn eine Tierart ausstirbt - direkt vor unseren Augen, in Deutschland? Mehr als 44.000 Arten stehen weltweit auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten und sind vom Aussterben bedroht. Viele von ihnen verschwinden leise und unbemerkt. Eine davon: Der Große Brachvogel. Früher waren diese Vögel zahlreich in Bayern, heute existieren nur noch wenige Brutpaare. Wie konnte es so weit kommen? Und warum ist ihr Überleben so wichtig für unser ökologisches Gleichgewicht? Marie Heuberger ist von Beruf Naturschützerin. Als Gebietsbetreuerin im altbayerischen Donaumoos kämpft sie um das Überleben der Brachvögel. Diese Vögel brauchen Moorflächen und Wiesen, in denen sie Nahrung und Schutz vor Fressfeinden finden. Aber 90 Prozent der deutschen Moorflächen wurden entwässert, um dort Landwirtschaft zu betreiben oder Gebäude zu errichten. Ohne diese wertvollen Rückzugsorte sind die Brachvögel leichte Beute für Fressfeinde oder fallen landwirtschaftlichen Arbeiten zum Opfer. Die Konsequenz: Die Zahl der Brachvögel ist drastisch zurückgegangen. Im stark bewirtschafteten Donaumoos gibt es kaum Nachwuchs, obwohl die letzten Brachvögel dort jedes Jahr Eier legen. Nur wenige Küken überleben die ersten Wochen. Marie Heuberger und ihr Team kämpfen um jedes Küken, indem sie die Nester mit Elektrozäunen schützen. Außerdem arbeiten sie mit Landwirten zusammen und versuchen zu verhindern, dass die Küken bei Mäharbeiten getötet werden. 30 Küken sind im Donaumoos dieses Jahr geschlüpft. Die Filmemacherinnen haben Marie über Monate dabei begleitet, wie sie sich für das Überleben der jungen Vögel einsetzt. Und dokumentiert, was es wirklich bedeutet, wenn eine Art vor unseren Augen verschwindet.
18:45
Wie halten uns starke Muskeln jung - und warum schützt Muskelkraft unsere Gesundheit im Alter? Selbst die WHO rät: zwei Einheiten Krafttraining pro Woche, auch für Senioren. Quarks zeigt einfache Wege, Muskeln zu stärken - mit Übungen, die überall funktionieren. Schon kleine Übungen zeigen Wirkung, in jedem Alter. Ralph Caspers erklärt, warum gezieltes Muskeltraining das Immunsystem stärken, den Blutdruck senken und sogar das Krebsrisiko mindern kann. Dabei geht es auch um Proteine, Kreatin und die Frage, wie Muskeln und Emotionen zusammenhängen. Quarks erklärt außerdem, was wirklich gegen Muskelkater hilft, warum Muskeln wie eine körpereigene Apotheke wirken und weshalb Frauen besonders von Krafttraining profitieren.
19:30
Das Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Eine Tuffsteinlandschaft voller skurriler Felsen, Sonnenaufgänge, bei denen sich täglich 160 Heißluftballons am Himmel drängeln, dazu uralte Höhlenkirchen und kulinarische Extravaganzen - die türkische Region Kappadokien ist märchenhaft. Die Dokumentation begleitet einen wagemutigen Ballonpiloten, eine junge Familie, die in einer Felsenpyramide lebt, und einen Töpfermeister, der Testi-Kebab-Gefäße herstellt, in denen die Spezialität der Gegend gekocht wird. Außerdem startet die Kürbisernte und eine Witwe weigert sich hartnäckig, ihr altes Haus an Hotelketten zu verkaufen. Kappadokien ist eine märchenhafte Landschaft voller skurriler Tuffsteinfelsen. Zum Beispiel das sogenannte Love Valley, das "Tal der Liebe", benannt nach der phallusartigen Anmutung der Felsen. Seit 1985 ist das ganze Ensemble UNESCO-Weltkulturerbe. Der Job von Mehmet Bozgül beginnt immer bei Sonnenaufgang. Er ist Ballonpilot und startet jeden Morgen mit rund 160 anderen in den Himmel. Das Gedrängel ist groß und Mehmet muss aufpassen. 2013 sind bei einer Kollision zwei Ballons abgestürzt. Überall sichtbar sind die spitzen Felsen, die von den Türken "peri bacalari" genannt werden - Feenkamine. Diese Felsenpyramiden sind bis heute bewohnt. Sabir Kavak und ihre Kinder versuchen, mit dem Verkauf von Tee über die Runden zu kommen. Avanos ist die Keramikhauptstadt der Türkei. Auch das Leibgericht der Kappadokier wird in einem Tontopf zubereitet: Testi Kebab. Hakki Cöl ist Töpfermeister in dritter Generation und spezialisiert auf die Töpfe, die nur ein Mal benutzt werden. Kappadokien - das ist Kürbisland. Auf dem Hof von Familie Yüce beginnt die Ernte. Manchmal wird Öl aus den Kernen gepresst, aber der Großteil der Ernte wird verzehrt. Geröstete Kürbiskerne sind ein Hauptbestandteil der Küche Kappadokiens. Eingezwängt zwischen schicken Hotels liegt das Haus von Hava Cakir. Die 75-jährige Witwe lebt allein. Doch es ist schwierig geworden in den vergangenen Jahren. Für die ursprünglichen Bewohner von Kappadokien bleibt immer weniger Lebensraum. Direkt neben ihrem Gehöft hat gerade ein Boutique-Hotel eröffnet. Das würde sich Havas Haus am liebsten auch noch einverleiben.
21:00
Unter dem Begriff "Narzissmus" werden menschliche Eigenschaften wie Eitelkeit, übersteigerte Eigenliebe oder Selbstbezogenheit subsumiert und beschrieben. Die dreiteilige Dokumentationsreihe "Mensch bin ich toll" nähert sich aus unterschiedlichen Perspektiven dem Phänomen Narzissmus. In gemäßigter Form kann Narzissmus Motor der menschlichen Leistungsfähigkeit und des Fortschritts sein. Er fördert Kreativität, steigert Kraft und Energie und beflügelt den Wettbewerb. In seinen negativen Auswirkungen ist Narzissmus Ursache für Kränkung, Hass, Streit und Verbrechen.
21:30
Unter dem Begriff "Narzissmus" werden menschliche Eigenschaften wie Eitelkeit, übersteigerte Eigenliebe oder Selbstbezogenheit subsumiert und beschrieben. Die dreiteilige Dokumentationsreihe "Mensch bin ich toll" nähert sich aus unterschiedlichen Perspektiven dem Phänomen Narzissmus. In gemäßigter Form kann Narzissmus Motor der menschlichen Leistungsfähigkeit und des Fortschritts sein. Er fördert Kreativität, steigert Kraft und Energie und beflügelt den Wettbewerb. In seinen negativen Auswirkungen ist Narzissmus Ursache für Kränkung, Hass, Streit und Verbrechen. Die zweite Folge der Doku-Reihe begibt sich auf kulturhistorischen Streifzug. Die Bezeichnung Narzissmus hat ihren Ursprung in dem Mythos von Narziss. Die bekannteste Version stammt von Ovid. In seinem Werk "Metamorphosen" erzählt der Dichter die Geschichte des schönen Jünglings Narziss, der sich in sein eigenes Spiegelbild verliebt und an der Unerfüllbarkeit dieser Liebe zugrunde geht. In Ovids Text finden sich viele Themen, wie Ich-Identität, Täuschung und Trugbild, Begehren und Ablehnung, Selbsterkenntnis und Tod. Sein Narziss hat zahlreiche Künstler, Dichter und Wissenschaftler fasziniert und inspiriert - und tut dies bis heute.
22:00
Unter dem Begriff "Narzissmus" werden menschliche Eigenschaften wie Eitelkeit, übersteigerte Eigenliebe oder Selbstbezogenheit subsumiert und beschrieben. Die dreiteilige Dokumentationsreihe "Mensch bin ich toll" nähert sich aus unterschiedlichen Perspektiven dem Phänomen Narzissmus. In gemäßigter Form kann Narzissmus Motor der menschlichen Leistungsfähigkeit und des Fortschritts sein. Er fördert Kreativität, steigert Kraft und Energie und beflügelt den Wettbewerb. In seinen negativen Auswirkungen ist Narzissmus Ursache für Kränkung, Hass, Streit und Verbrechen. Die dritte Folge der Doku-Reihe hat die narzisstische Persönlichkeitsstörung zum Thema. Typische Merkmale der Persönlichkeitsstörung sind: ein grandioses Gefühl der eigenen Wichtigkeit, Fantasien über grenzenlosen Erfolg und Macht, Glaube an die eigene Besonderheit, übertriebenes Anspruchsdenken, ausbeuterische Beziehungen und ein ausgeprägter Mangel an Empathie. Doch von einer Persönlichkeitsstörung sprechen Psychologen und Psychiater erst, wenn der Betroffene oder sein soziales Umfeld unter seinem Verhalten leidet.
22:30
In dieser Sendung geht es um Schmerzen, die einen im Alltag plagen. Wenn der Kopf drückt oder es im Rücken zieht - was hilft dann, die Schmerzen zu lindern? Quarks fasst die neusten Wege zusammen, die die Forschung dafür aufzeigt.
23:15
In dieser Folge "POV" erzählt Johannes, wie es für ihn war, als blinder Jugendlicher aufzuwachsen und warum gerade das Skateboarden ihm dabei eine große Hilfe war. Johannes lebt seit seiner Geburt mit einer seltenen Netzhauterkrankung und ist fast blind. Lange kämpfte er mit Selbstzweifeln, Ängsten und gesellschaftlichen Schubladen: Menschen mit Behinderung werden immer noch anders behandelt und ausgegrenzt. Statt sich in die Rolle des "Opfers" drängen zu lassen, hat er die Freiheit auf dem Skateboard gefunden - und sich selbst. Kein Mitleid, keine Regeln, keine Grenzen! Nur er, sein Board und die Straße. Früher hat er den Blindenstock gehasst, heute checkt er damit Spots ab, springt über Treppen und stürzt sich in die Halfpipe, zu Hause in Nürnberg und im Ausland. Sein hartes Training zahlt sich aus. Inzwischen skatet er bei internationalen Wettkämpfen und lässt sich von gesellschaftlichen Vorurteilen nicht mehr ausbremsen. "Hinfallen und Aufstehen" ist sein Lebensmotto. Johannes will der Welt zeigen, dass Grenzen oft nur im Kopf existieren und jeder seinen Traum leben kann. Warum trauen wir Menschen mit Behinderung so wenig zu? Und was hält dich davon ab, du selbst zu sein? In jeder Folge von "POV - So hab ich das noch nie gesehen!" triffst du Menschen mit außergewöhnlichen Lebensgeschichten, die mutig über ihre Erfahrungen und Erlebnisse sprechen. Du lernst ihr direktes Umfeld kennen und damit unterschiedliche Blickwinkel.
23:25
Seit Jahrhunderten lebt unsere Gesellschaft in den gleichen Geschlechterrollen: Der Mann arbeitet und ernährt die Familie, die Frau versorgt zusätzlich auch noch die Kinder und erledigt die Hausarbeit. Daran haben auch Emanzipierung und Feminismus wenig ändern können. Zwar sind heute mehr Frauen berufstätig, gleichberechtigt sind sie aber deswegen noch lange nicht. Die Liste der Ungerechtigkeiten ist lang: Hausarbeit und Kindererziehung zählen noch immer nicht als "richtiger" Beruf. In den meisten Firmen verdienen Frauen verdienen für die gleiche Tätigkeit erheblich weniger als Männer. Und Frauen haben meist schlechtere Aufstiegschancen. Besonders augenfällig werden die Unterschiede in der sogenannten "Care-Arbeit". Damit werden alle Pflege- und Betreuungsberufe bezeichnet, also von Kinderbetreuung bis hin zur Kranken- und Altenpflege. In diesem Berufen arbeiten überwiegend Frauen. Obwohl diese Berufe sehr komplex sind, eine umfassende Ausbildung voraussetzen und hohe Anforderungen stellen, zählen sie zu den am schlechtesten bezahlten Berufen. Auch deshalb fehlen in Deutschland in diesen Bereichen dramatisch viele Fachkräfte. Die gesellschaftlichen Folgen des Fachkräftemangels sind bereits heute spürbar. Respekt-Moderator Rainer Jilg ist selbst Vater eines kleinen Sohnes. Er weiß Care-Arbeit sehr zu schätzen, denn dank ihr können er und seine Partnerin arbeiten. Im Selbstversuch macht Rainer ein Schnupperpraktikum in der Kita seines Sohnes. Am Ende des langen Tages kann er die Forderungen nach besserer Bezahlung und mehr Wertschätzung gleich viel besser verstehen. Es wird klar, dass die Lösung nur mit einer grundsätzlichen Reform der Geschlechterrollen möglich sein wird. © Bayerischer Rundfunk 2019 Mehr Informationen unter: www.br.de/respekt
23:55
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