19:30
Klimaschutzprogramm der Bundesregierung Heute stellt die Bundesregierung ihr neues Klimaschutzprogramm vor, mit dem die nationalen Klimaziele erreicht werden sollen. Vorgesehen sind unter anderem der Bau von 2.000 zusätzlichen Windkraftanlagen an Land sowie ein neues, sozial gestaffeltes Förderprogramm für rund 800.000 Elektrofahrzeuge. Offen bleibt, ob die insgesamt 67 Maßnahmen ausreichen, um die gesteckten Ziele tatsächlich zu erreichen. Mit Gastgespräch: Karen Pittel, Professorin für Volkswirtschaftslehre, Ludwig-Maximilians-Universität München Antimaterie-Transport Wie ist das Universum entstanden? Um diese grundlegende Frage zu klären, erforschen Physikerinnen und Physiker die Rolle der Antimaterie - ein Stoff, der beim Urknall entstand ist, aber auch am CERN in Genf künstlich erzeugt wird. Antimaterie ist extrem instabil und ließ sich bislang nicht über größere Strecken transportieren. Das hat sich nun geändert: Forschenden am CERN ist es erstmals gelungen, Antimaterie in einem LKW sicher zu bewegen - ein wichtiger Schritt für künftige Experimente. Munich Space Summit: Sichere Satellitennavigation Beim Munich Space Summit treffen sich in dieser Woche rund 800 internationale Raumfahrt-Expert*innen . Im Fokus stehen neue Wege, Raketen schneller, einfacher und kostengünstiger zu bauen, um damit Satelliten günstiger in den Orbit zu bringen. Ein zentrales Thema ist dabei die Satellitennavigation, die künftig vor allem sicherer werden soll. Mit Gastgespräch: Josef Aschbacher, ESA-Generaldirektor Wie alte Meister die Aufmerksamkeit lenken Seit Jahrhunderten gehören Zeigegesten zur Bildsprache in der Malerei. Vor allem im 15. und 16. Jahrhundert nutzten Maler diese Gesten ganz bewusst, um den Blick der Betrachtenden zu lenken. Ob diese Gesten tatsächlich wirken, hat die Kunsthistorikerin Temenuzhka Dimova von der Universität Wien nun erstmals wissenschaftlich untersucht. Mit Eyetracking-Studien und Befragungen überprüfte sie, ob solche Fingerzeige zum Verständnis eines Kunstwerks beitragen - und für wen sie besonders hilfreich sind. Das Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Vulkane mit azurblauen Kraterseen, Wasserfälle im Dschungel, heiße Quellen und Portugals höchster Berg: Die Azoren sind ein grünes Paradies mitten im Atlantik und bieten alles für einen naturnahen Abenteuerurlaub - inklusive Wandern, Canyoning, Surfen, Tauchen, Kanufahren und Baden im Naturschwimmbecken. Tamina Kallert besucht drei der insgesamt neun Inseln: Die Hauptinsel São Miguel ist berühmt für ihre üppige Vegetation mit riesigen Farnen, Baumheide, Lorbeerhecken und Blumen, die nur auf den Azoren wachsen. Die malerische Hauptstadt Ponta Delgada erinnert mit ihrem typischen Kopfsteinpflaster und ihrer Architektur in vielem an das Mutterland Portugal. Auf Faial blühen am Straßenrand unzählige blaue Hortensien, deshalb nennen die Einheimischen sie die "blaue Insel". Nur ihre Westküste gleicht einer Mondlandschaft. Und sie ist ein Treffpunkt der Weltumsegler. Pico, benannt nach dem 2.351 m hohen Vulkan Ponta do Pico, ist die Insel des Weins und der Wale.
21:00
Deutschland ist europaweit eines der Top-Ziele für gefälschte Ware. Von Markenklamotten bis hin zu Fake-Medikamenten: der Handel mit Plagiaten boomt. Die häufigste Schmuggelware: Kleidung, Schuhe und Accessoires bekannter Luxusmarken. Die gefährlichste: Arzneimittel. Die investigative Dokumentation deckt auf, wie die kriminellen Netzwerke operieren, welchen Risiken Verbraucher hierzulande ausgesetzt sind und warum der Handel mit gefälschten Medikamenten mittlerweile lukrativer ist als der Drogenhandel. Die Spurensuche zeigt den Weg billiger Imitate von den Produktionsstätten im Ausland bis zu den Kunden in Deutschland. Produktpiraterie ist ein riesiger Wirtschaftszweig in der Türkei. Ein Privatermittler schleust sich für diese Dokumentation dort ins Fälschermilieu ein. Er gelangt undercover in die Fabriken, in denen die billigen Imitate teurer Markenklamotten illegal produziert werden. Er wird in professionelle Verkaufsräume geführt, verhandelt mit den Fälschern über Stückzahl, Preise und erfährt, wie die Waren nach Deutschland gelangen. In illegalen Shops, die meist über Social-Media-Kanäle beworben werden, können Kunden dann hierzulande die Produktfälschungen kaufen. Dior, Prada, Balenciaga - Luxusmarken zum kleinen Preis, da greifen viele gerne zu. Aber: Eine Laboranalyse deckt auf, wie belastet gefälschte Kleidungsstücke sein können. Was kaum einer weiß: Sie enthalten gefährliche Schadstoffe, die krebserregend sind, Leberschäden verursachen, Allergien auslösen oder hormonell wirken können. Noch gefährlicher: gefälschte Arzneimittel. Lifestyle-Medikamente wie Ozempic und Botox, aber auch lebenswichtige Medikamente gegen Krebs. All das gerät immer mehr in den Fokus von Fälschern. Sie verkaufen die Imitate im Internet, zum Beispiel auf Fakeseiten von Online-Apotheken. Wie skrupellos sie dabei vorgehen, zeigt die Undercoverrecherche dieser Dokumentation. Die Laboruntersuchungen der Fakemedikamente werden belegen, dass sie oft nicht wirken, manchmal sogar lebensbedrohlich sind. Den Fälschern auf der Spur: Das sind Ermittlungsbeamte vom Zoll, von Europol und ein ehemaliger FBI-Agent, der jetzt Medikamentenfälscher statt Gewaltverbrecher jagt. Sie alle geben Einblick in ihre Arbeit, wie sie in den verworrenen Strukturen des kriminellen Netzwerks ermitteln. Ein täglicher Kampf gegen Fakeprodukte und die skrupellosen Kriminellen dahinter, denen die Gesundheit der Kunden absolut egal ist. Sie wollen nur eines: so viel Geld verdienen wie möglich.
21:45
Es ist einer der großen Lebensmittelskandale in Deutschland und Österreich: Gepanschte Weine bringen 1985 eine ganze Branche in Verruf. Ins Rollen kommt der Fall durch einen Informanten, der Ende 1984 die landwirtschaftlich-chemische Versuchsanstalt in Wien betritt. Er hat eine Flüssigkeit dabei und erklärt: "Das ist das Mittel, mit dem in Österreich massenweise Wein gefälscht wird". Es handelt sich um Diethylenglykol - einen Stoff, der auch mit Frostschutzmitteln in Verbindung gebracht wird. Medien und Konsument:innen reagierten hysterisch, berichteten von vermeintlichen Toten und Vergifteten. "Glykol" war 1985 in aller Munde und wurde in Deutschland sogar zum "Wort des Jahres" gewählt. Im Juli 1985 warnte der deutsche Gesundheitsminister Heiner Geißler davor, österreichische Prädikatsweine zu trinken. Dann wurde klar, dass auch deutsche Weine belastet waren - vor allem Weine der Firma Pieroth. Der Verdacht: Die Firma habe illegal die gepanschten österreichischen Weine mit deutschen vermischt und teuer verkauft.
22:30
Luxus boomt - trotz Krise. Bei jungen Konsumenten liegen Canada Goose-Jacken, Louis Vuitton-Taschen, Gucci-Caps im Trend. Und weil sich die echten Sachen nicht jeder leisten kann, floriert ein riesiger Fälscher-Markt. Dabei sind Fakes nicht so plump wie noch vor Jahren, sondern hochwertig und teuer. Reporterin Laura Kipfelsberger versucht, der Spur der Fälscher zu folgen. Über Reddit, TikTok und WhatsApp kontaktiert sie chinesische Händler, die mit Luxus-Fakes ein dickes Geschäft machen. Sie trifft auf Fakeshop-Betreiber in Deutschland, die in Miet-Garagen ihre Ware verticken. Das Business ist riesig, hochprofessionell und illegal - ein massives Problem für die Hersteller der Originale und die deutsche Wirtschaft. Sie lässt auch Echtheitsprüfer die Designer-Fakes checken und trifft Influencer, die stolz für Markenfälschungen werben.
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DW's The Day provides viewers with the background and analysis they need to understand the top stories of the last 24 hours. Join our Chief News Anchor Brent Goff as he puts the day's events into context and discusses them with experts and correspondents in the field.