21:45
Die scheinbar unaufhörliche Folge bedrohlicher Nachrichten lässt viele Menschen müde und hilflos werden, stellt die psychische Gesundheit auf die Probe. Mirjam Kottmann spricht mit ihren Gästen darüber, wie wir den Kopf wieder frei bekommen, ohne uns nur ins Private zurückzuziehen. Wie kann der Blick in die Geschichte helfen, die aktuelle Lage zu verstehen und wie können wir als Gesellschaft wieder zusammenkommen, um uns gegenseitig zu helfen und auch die schönen Seiten des Lebens zu sehen? Die Historikerin Prof. Dr. Mirjam Zadoff leitet das NS-Dokumentationszentrum in München. Durch ihr Wissen über Biografien und Lebenswege in der Vergangenheit kennt sie Strategien, wie man mit privaten und auch gesellschaftlichen Krisen und Bedrohungen besser umgehen kann. Anke Buettner, Literaturwissenschaftlerin und Leiterin der Monacensia München betont die Bedeutung von Bibliotheken als Orte der Begegnung und der Meinungsvielfalt. Sie unterstreicht, wie wichtig öffentliche Orte für das gesellschaftliche Miteinander sind und wie dadurch Zuversicht gerade in schwierigen Zeiten entstehen kann.
22:15
Fast jeder dritte Mensch leidet im Laufe seines Lebens an einer behandlungsbedürftigen psychischen Erkrankung. Seit der Corona-Pandemie schießen die Zahlen in die Höhe. Einerseits scheinen sich heute immer mehr Menschen mit ihrer mentalen Gesundheit auseinanderzusetzen - Social Media ist voll mit Inhalten zum Thema "Mental Health" -, andererseits haben viele Menschen immer noch Angst, offen über ihre psychischen Probleme zu sprechen: "Wirke ich damit weniger belastbar auf meinen Arbeitgeber?", "Welchen Eindruck hinterlässt das im Freundes- und Bekanntenkreis? Der Film zeigt unterschiedliche Blickwinkel auf die Psyche im Wandel der Zeit: Wie und warum wurde aus psychischen Krankheiten so ein großes Tabu-Thema? "Past Forward"-Reporterin Sophie Labitzke fragt: "Ist das Tabu wirklich Geschichte?"
22:45
Kinder kriegen oder kinderfrei bleiben? Mit 33 Jahren hat Paula* noch keine Antwort auf diese Frage zur wohl wichtigsten Entscheidung ihres Lebens. Während ihr Mann sich Kinder wünscht, quälen Paula* Zweifel: Verliere ich meine Selbstbestimmung? Und was, wenn ich die Entscheidung gegen Kinder später bereue? Oder wenn ich es bereue, Mutter geworden zu sein - Stichwort Regretting Motherhood? Paula* teilt ihre ehrlichen Gedanken zwischen Freiheitsliebe, Zukunftsängsten und dem überraschenden Moment, in dem sie plötzlich doch über Babynamen nachdenkt. Oleg will wissen: Warum fällt uns die Entscheidung für oder gegen Kinder so schwer? Wie geht man damit um, wenn der:die Partner:in einen Kinderwunsch hat, man selbst aber zweifelt? Und muss man eigene Kinder kriegen, um im Leben wirklich erfüllt und glücklich zu sein? Oleg ist dabei, wenn Paula* sich von Anna Schmutte zur Kinderfrage und ihrem ambivalenten Kinderwunsch coachen lässt. Und er trifft die Psychologin Shahar Hechtlinger, die zum Thema transformative Entscheidungen forscht. *Name geändert
23:00
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DW's The Day provides viewers with the background and analysis they need to understand the top stories of the last 24 hours. Join our Chief News Anchor Brent Goff as he puts the day's events into context and discusses them with experts and correspondents in the field.
23:55
Mit der Tagesschau vor 20 Jahren hat ARD-alpha eine "Daily", die in Fan-Kreisen längst Kultstatus besitzt. Täglich kann man 20 Jahre zurückblicken und die jüngste Zeitgeschichte noch einmal hautnah nachempfinden. Durch den Vergleich mit der aktuellen Tagesschau begibt sich der Zuseher gleichsam auf eine Zeitreise. Dies gilt einerseits für die behandelte Materie, andererseits aber auch für die mediale Aufbereitung des Nachrichten-Genres selbst. Besondere Ereignisse, die von Nachrichtensprecher-Legenden wie Karl-Heinz Köpcke oder Dagmar Berghoff präsentiert wurden, waren unter anderem das dramatische Terrorjahr 1977, die Wahlen von Papst Johannes Paul II. und US-Präsident Ronald Reagan oder die "Bonner Wende", die Ablösung der Bundesregierung von Kanzler Schmidt durch den späteren "Kanzler der Einheit" Helmut Kohl.