11:45
Die Gesellschaft braucht Zivilcourage. Als Bereitschaft, sich für das richtige einzusetzen, bürgerliche Werte wie Gerechtigkeit und Menschenwürde zu verteidigen - auch mit dem Risiko, sich selbst zu schaden. Politikforschern gilt sie als einer der wichtigsten Faktoren, um Demokratie lebendig zu halten. Im Alltag braucht es Zivilcourage, um Menschen vor Bedrohung und Gewalt zu schützen und ihnen gegen Stärkere zu ihrem Recht zu verhelfen. Ohne Zivilcourage sind die Regeln des Zusammenlebens bedroht. Wer wegschaut, gibt dem Rechtsbruch Raum - am Ende gewinnt, wer sich möglichst rücksichtslos über andere hinwegsetzt. Ist Zivilcourage selten? Und warum? Woher nehmen manche den Mut, der vielen anderen fehlt? Wie halten sie durch, wenn sie angefeindet und isoliert werden? Gibt es Wege, Zivilcourage zu zeigen und sich zu gleichzeitig schützen. Und: Kann das jede*r lernen? Moderator Ramo Ali probiert es selbst aus - bei einem Kurs für Zivilcourage der Münchner Polizei. Er lernt Samuel Lirenzo kennen, der sich als Einzelner mit einer Gruppe anlegte, als die rechtsradikale Parolen brüllte. Er trifft Jan Robert von Renesse, der für den Rentenanspruch von KZ-Häftlingen kämpfte, obwohl im das große persönliche Repressalien einbrachte. Und Anna Halmburger. Sie forscht über Zivilcourage. Dabei geht sie den Fragen nach, welche Menschen eher Zivilcourage zeigen als andere und wie wichtig Zivilcourage für die Demokratie ist. Denn wer schweigt statt zu widersprechen, wo demokratische Grundwerte angegriffen werden, der akzeptiert und stärkt, was er für falsch und undemokratisch hält.
12:05
Im Tagesgespräch können Zuschauer einem kompetenten Studiogast Fragen zu einem aktuellen Thema stellen und ihre Meinung äußern. Politik, Wirtschaft, Kultur, Religion und Sport - im Tagesgespräch debattieren wir über alle gesellschaftlich wichtigen Bereiche.
13:00
13:15
Happy Balance ist ein sanftes, funktionelles Ganzkörpertraining, das ganz besonders unsere Faszien anspricht. Die Faszien hüllen jeden Muskel, jede Muskelfaser, Knochen, Nerven, Venen und Organe ein und durchziehen unseren ganzen Körper. Sie bilden ein Netzwerk aus Bindegewebe, halten all diese Strukturen einzeln für sich fest und umhüllen und verbinden sie wie ein Ganzkörperanzug! Neue Erkenntnisse belegen die große Formbarkeit und Lebendigkeit dieses Bindegewebes. Um Verspannungen, Verklebungen sowie Verletzungen vorzubeugen und eine gute Figur zu erzielen, müssen sämtliche Strukturen gegeneinander beweglich und gleitfähig bleiben. Genau das kann trainiert werden, TELE-GYM-Profi Johanna Fellner hat die besten Übungen für Sie zusammengestellt. Dynamische Ganzkörperübungen verbessern das Zusammenspiel von Muskeln und Gehirn, das macht automatisch erfrischend wach und mental aktiv. Denn wenn viele unserer Muskelgruppen gleichzeitig angesteuert werden, ist die Konzentration gefragt! Außerdem fördern Sie mit Balance- und Rotationsübungen Ihre Koordination und das Gleichgewicht, dynamische Hoch-Tief-Bewegungen bringen Ihren Kreislauf in Schwung. In jeder der acht abgeschlossenen Übungseinheiten wird Ihr ganzer Körper mobilisiert, gestärkt und entspannt. Alle Trainingsblöcke lassen sich beliebig untereinander kombinieren und so Ihrem Zeit- und Energiebudget optimal anpassen. "Happy Balance" weckt Ihre Sinne, bringt Energie, formt Ihre Figur, ist gut für die Gelenke und den Rücken und tut einfach gut!
13:30
Die Welt von morgen
14:00
Vor achtzig Jahren ging der zweite Weltkrieg zu Ende - doch die gefährlichen Spuren des Krieges lauern noch immer im Untergrund: Blindgänger, die im Erdreich vor sich hin rosten. Besonders betroffen: Die Kleinstadt Oranienburg nördlich von Berlin. Als Sitz zahlreicher Rüstungsbetriebe, wurde der Ort von den Alliierten intensiv bombardiert. Noch heute liegen hier über 200 Weltkriegsbomben, die immer mal wieder explodieren. Hinzu kommt: in Oranienburg gibt es besonders viele Blindgänger mit chemisch-mechanischem Langzeitzünder. Sie sind nicht nur eine latente Gefahr für die Bevölkerung, sondern auch für den Kampfmittelräumdienst. Lässt sich der Zünder entschärfen oder ist eine kontrollierte Sprengung nötig? Wie weiträumig muss evakuiert werden? Lena Ganschow geht für ARD-Wissen auf Spurensuche in Deutschland. Was kann die Wissenschaft leisten, um das Problem der Munitionsaltlasten zu lösen? Forschende am Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik in Freiburg analysieren durch Druckwellenversuche die Explosionsbelastung rund um den Fundort. Basierend auf Stadtmodellen hat das Team eine Software entwickelt, die die Druckwellenausbreitung und den Splitterflug bei einer Detonation simuliert. So können Kampfmittelräumdienste Gefahrenzonen frühzeitig erkennen - was die Evakuierung von Kliniken, Kitas, Seniorenheimen und Wohnhäusern besser steuerbar macht. Doch nicht nur an Land, auch im Meer lagern tonnenweise Bomben. Nach Kriegsende wurde bei der Entmilitarisierung Munition aus den Arsenalen in der Nord- und Ostsee verklappt. Dort lagert sie bis heute - insgesamt rund 1,6 Millionen Tonnen. Das Problem: Das Innenleben einer Fliegerbombe besteht aus hochgiftigen Chemikalien - krebserregendes TNT, Senfgas, Quecksilber. Die Bomben korrodieren im Salzwasser und entlassen die Giftstoffe in die Umwelt. Ein Team des GEOMAR-Forschungszentrums hat nun in der Lübecker Bucht begonnen, die Fundorte zu kartieren und wissenschaftlich zu untersuchen: Wo genau liegt welche Munition? Wie groß ist das Risiko, dass sie bei der Bergung Sprengstoff verliert? Welche Auswirkungen haben die Giftstoffe auf die Meeresfauna? Bei der Exploration kommen auch kameragesteuerte Unterwasserfahrzeuge wie "Käpt'n Blaubär" zum Einsatz. Tatsächlich liegt in solchen Tauchrobotern große Hoffnung, nicht nur bei der Erkundung, sondern auch bei der Bergung der Weltkriegsbomben. Komplett autonom und mit Künstlicher Intelligenz ausgestattet, steuert der Unterwasser-Roboter "Cuttlefish" durch das Forschungsbecken des DFKI in Bremen. Bestückt mit jeder Menge Sensoren und Greifarmen wird er darauf trainiert, selbständig Objekte am Meeresgrund zu erkennen und zu bergen, um so die Gefahr für den Menschen zu minimieren. Bei ihrer Spurensuche darf Lena nicht nur dem DFKI-Team für Maritime Robotik beim Training des Tauchroboters über die Schulter schauen, sondern geht auch an Bord der Alkor. Auf dem GEOMAR-Forschungsschiff zeigt ihr Jens Greinert, mit welchen Technologien er die Weltkriegsmunition in der Lübecker Bucht dokumentiert. In Oranienburg trifft Lena Ganschow den Sprengmeister André Müller, der sich mit Langzeitzündern auskennt wie kein Zweiter. Außerdem erfährt sie in Köln von der Geo-Physikerin Gudela von Gronefeld, wie sich Blindgänger unterirdisch aufspüren lassen. Wie lange wird es noch dauern, bis die gefährlichen Kriegsspuren vollständig beseitigt sind? Und was kann die Forschung dazu beitragen, Deutschland von seinem explosiven Erbe zu befreien?
14:45
15:15
16:00
16:30
Die Affäre um den CDU-Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor sorgte im Juni 2020 für Schlagzeilen. Wieder einmal stand der Verdacht im Raum, dass Unternehmen, Wirtschaftsverbände und andere Interessengruppen von der Öffentlichkeit unbemerkt und ohne Kontrolle Politiker*innen in ihrem Sinn manipulieren und beeinflussen. Die RESPEKT-Reportage fragt nach, wie groß eigentlich der Einfluss von Lobbyist*innen auf die Politik ist und ob die Art und Weise, wie Lobbying betrieben wird, mit unserer Demokratie vereinbar ist. Moderatorin Sabine Pusch spricht mit Timo Lange von der Nichtregierungsorganisation LobbyControl, der seit 10 Jahren den Politikbetrieb beobachtet. Lobbying, sagt er, spielt eine enorme Rolle. Lobbyist*innen beraten nicht nur Politiker*innen, sie schreiben mitunter auch Gesetzesvorlagen für die Landtage und den Bundestag. In RESPEKT erklärt Timo Lange, wie Lobbying in Berlin funktioniert und was geändert werden müsste, damit Auswüchse bei der Beeinflussung von Politiker*innen vermieden werden. RESPEKT-Moderatorin Sabine Pusch trifft außerdem zwei Interessengruppen, die oft gegensätzliche Interessen vertreten, aber trotzdem auch manchmal gemeinsame Sache machen: Der Bayerische Bauernverband und der BUND Naturschutz kämpften viele Jahre lang bei einem der weltgrößten Freihandelsabkommen für ihre jeweiligen Interessen - und scheiterten. Ihre Wünsche wurden von der EU-Kommission im geplanten Mercosur-Abkommen nicht berücksichtigt. Andere Lobbygruppen scheinen mächtiger gewesen zu sein und haben die EU-Politiker*innen in ihrem Sinne beeinflusst. Dass Lobbyismus auch anders geht und tatsächlich einer der ganz wichtigen Kommunikationskanäle in einer Demokratie sein kann, zeigt das Beispiel Friday for Future. Sabine Pusch trifft Umweltaktivist*innen der Bewegung, die es schaffte, innerhalb nur eines Jahres "Klimaschutz" weltweit zum Thema zu machen. Lobbyismus von unten, könnte man das nennen - der jedoch viel Zeit und Kraft kostet.
16:45
17:30
Wer die Alpen von ihrer direktesten Seite erleben möchte, fährt ins Gurktal. Hier entlang des Verlaufs des Flusses Gurk hat sich seit jeher eine ausgedehnte Almwirtschaft erhalten. Was einst den Broterwerb der bäuerlichen Bevölkerung getragen hat, ist heute eine Landschaftspflege mit überschaubarem Ertrag. Dennoch halten viele, die die Höfe seit Generationen besitzen, an der alten Berufstradition fest, teils, weil sie sich dem Erbe der Familie verpflichtet fühlen, teils, weil sie in der bergbäuerlichen Lebensführung einen eigenen Wert erkennen. Christian Greiler vom Sägewerk Greiler hat sich auf die Verarbeitung des Zirbenholzes spezialisiert. Sepp Steiner spricht über seine Rolle als Bauer und Selbstversorger. Erwin Schusser beherrscht noch die alte Kunst der Lärchenharzgewinnung. Peter Trampitsch züchtet Pferde und pflegt seit über vierzig Jahren die Tradition des Kranzelreitens in Weitensfeld. Filmautor Martin Vogg porträtiert in seiner Dokumentation mehrere bäuerliche Familien.
18:15
Moderatorin Beate Werner reist diesmal ins Osterzgebirge in die Gegend um den idyllischen Ort Rechenberg-Bienenmühle. Und, sie nimmt die Hochgebirgsausrüstung mit, denn hier kann man tatsächlich 8000er besteigen. Die Steinkuppe zum Beispiel - stolze 8060… Dezimeter hoch. Aber auch die wollen bezwungen sein, und wer in guter Kondition ist, schafft alle vierzehn 8000er des Gebirgszuges in einem Urlaub. Rechenberg ist berühmt für sein Bier. Da ist die Rechenberger Brauerei mit dem sächsischen Brauereimuseum. Dazu gibt es noch eine zweite Brauerei im Ort. In der hat Rumpelstilzchen das Sagen. Beate Werner schaut beim Häuslemacher vorbei, der das halbe Erzgebirge in Miniatur nachbaut, wundert sich über ein Flugzeug im Vorgarten und lernt ein Ökobad kennen - in dieser Jahreszeit nur etwas für ganz Abgehärtete!
18:45
Lange Zeit haben wir ihre geistigen Talente sträflich vernachlässigt. Schweine, Ziegen, Hühner, Lachse und Mäuse sind oft cleverer, als wir denken - nur leider sind unsere Messmethoden menschlich geprägt. Wie schlau sie genau sind, lässt sich schwer sagen. Während Wildtiere täglich geistige Höchstleistungen vollbringen müssen, um zu überleben, führen Nutztiere meist ein ziemlich langweiliges Leben. Könnte es sein, dass Massentierhaltung ihre Gehirne schrumpfen lässt oder sie gar depressiv macht? Neue Studien gehen genau diesen Fragen nach - mit überraschenden Ansätzen! Forschende prüfen, ob Tests, die eigentlich für Kinder oder Primaten gedacht sind, auch für unsere Nutztiere funktionieren. Und stoßen schnell an ihre Grenzen: Können wir Menschen überhaupt nachvollziehen, wie etwa ein Schwein oder ein Huhn die Welt wahrnimmt? Geschweige denn, was es denkt oder fühlt? Können uns die Erforschung der Tiersprache oder innovative Beobachtungsmethoden dabei helfen, ihre verborgenen Talente besser zu erkennen? Vor allem aber stellt sich die Frage: Was bedeutet das alles für unseren Umgang mit Nutztieren? Fest steht: Je mehr wir über ihre erstaunlichen Fähigkeiten erfahren, desto dringender wird die Debatte darüber, wie wir sie behandeln sollten. Spannende Zeiten für die Verhaltensbiologie - und höchste Zeit, unsere tierischen Mitbewohner ernst zu nehmen!
19:15
"KlimaZeit" stellt spannende Zusammenhänge dar, erklärt Wetter- und Klimaphänomene und fragt kritisch nach. Das Magazin, das sich mit dem größten Problem der Menschheit beschäftigt. Klar, kompetent, konstruktiv. Was hat der Klimawandel jedem und jeder einzelnen zu tun? Was muss man über die wissenschaftlichen Hintergründe wissen sowie über die konkreten Folgen. Welche Lösungen gibt es?
19:30
Europa genießen - das ist hier die Devise. Gezeigt wird, was es alles zu entdecken gibt, wohin es sich zu reisen lohnt, welche interessanten Menschen und Trends unser Kontinent zu bieten hat.
19:55
Angst ist ein schlechter Ratgeber, sagt man. Aber trifft das auch auf die Angst vor der Klimakrise zu? Wie wir mit den Sorgen und Ängsten rund um die Klimakrise umgehen können, zeigt Eckart von Hirschhausen bei "Wissen vor acht - Erde".
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
In den Schottischen Highlands warten hinter jeder Kurve neue, traumhaft schöne Ausblicke: violett leuchtende heidebewachsene Hügel, malerische Seen und tiefgrüne Wälder. Im zweiten Teil der Reise durch Schottland geht es von Aberdeen weiter nach Norden zum Zielbahnhof Inverness. Immer entlang der legendären Highland-Main-Line-Zugstrecke, die mitten durch den Cairngorms National Park führt. Aber was wären diese noch immer weithin unberührten Flecken ohne die Menschen, die hier leben? Los geht es auf diesem Reiseabschnitt in der alten Königsstadt Stirling. Sie gilt als Nahtstelle zwischen den sanften Lowlands und den Highlands. 2009 ist Alan Waldron aus dem turbulenten Edinburgh hierher gezogen und hat sich hier einen Traum erfüllt. Was aussieht wie ein kleiner Tischlerbetrieb, ist doch viel mehr: Alan baut Dudelsäcke in Handarbeit, das Innenleder dafür stammt von einer ganz besonderen Schafrasse. Aber das Geheimnis verrät er nicht. Nächste Station: Aviemore, 150 Kilometer nördlich der Hauptstadt Edinburgh. Eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch. Hier lebt Walter Micklethwait, Inhaber einer der kleinsten Gin-Destillerien des Landes, die einer Filmkulisse ähnelt. In den umliegenden Wäldern erntet er im Herbst die Zutaten, die er für seinen selbstgebrannten Schnaps braucht: Wacholder und Hagebutten. Gin stand immer im Schatten des Whiskys, doch das ändert sich nun. Rund zwei Drittel des Gins im Vereinigten Königreichs kommt inzwischen aus Schottland. Der Inshriach Navy Strength tröpfelt mit 57 Volumenprozent Alkohol aus dem Messingboiler. Ein paar Kilometer brodeln in einem weitaus größeren Kessel 11.000 Liter Wasser und eineinhalb Tonnen Kohle. Das jagen Ken Plant und John Greig jeden Tag durch den Strathspey Dampfzug. Fast 70 Jahre alt und 210 Tonnen schwer, schlängelt er sich drei Mal am Tag durch die sanfte Flusslandschaft auf einem Gleisabschnitt, der sonst nicht mehr befahren wird. Die Leute in Braemar, 30 Kilometer Luftlinie von dort, können von Gleisen nur träumen. Simon Blackett erzählt eine tragische Geschichte von einem Zug, der niemals in ein Dorf kam, das sogar schon einen Bahnhof gebaut hatte. Mit diesem typisch trockenen Humor und ihrer heiteren Gelassenheit repräsentieren stolze Schotten ihr kleines und einzigartiges Land. Ein Abstecher von hier an die schottische Nordküste führt nach Sandend, der Heimat von Megan Mackay (21). Sie ist die erste Schottin, die einen internationalen Wettbewerb im Wellenreiten gewonnen hat. Schottland ist nicht gerade eines der bekannten Surfparadiese. Doch mit dickem Neoprenanzug kann man sich hier gut austoben. Abends trifft Megan sich mit ihren Freundinnen und Freunden am Strand und tanzt Ceilidh, den berühmten schottischen Volkstanz. Denn die Schotten hier tanzen gern, bei jeder Gelegenheit. Weiter nördlich, schon fast am Ziel, liegt die kleine Farm von Beth und Tim Rose. Die beiden ehemaligen Städter sind nun Crofter, also Landwirte. Sie haben einige Kühe und Schafe und bewirtschaften ihr Land. Da das Geld nicht reicht, muss Tim weiterhin regelmäßig auf Ölplattformen arbeiten. Währenddessen ist seine Frau Beth fünf Wochen lang mit den zwei Kleinkindern allein. Dabei ist sie nonstop damit beschäftigt, die Farm in Schuss zu halten und die Schafe, Kühe und die beiden Söhne zu versorgen. Nicht weit von der Rose-Farm liegt der sagenumwobene Loch Ness. Seebär Danny Coutts ist auf den zahlreichen Seen des Great Glenn zu Hause, seit er Kleinkind war. Mit ihm geht es auf einen Segeltrip bei überhaupt nicht typisch schottischem Wetter: sonnig, wolkenlos und windstill. Danny sehnt eine Brise herbei, aber seine Frau Maggieann schwärmt, dass man hier den Frieden und die Stille der Highlands genießen kann. Und Nessie, das Monster? "Mal sehen, ob wir es treffen", schmunzelt Danny.
21:00
In dieser Ausgabe der Reihe "Expeditionen ins Tierreich" begibt sich der berühmte Tierfilmer Heinz Sielmann nach Kanada. In den Rocky Mountains im Westen Kanadas hat die Schneeschmelze gerade begonnen, deshalb können die Frühjahrsaktivitäten der Bergschafe, Schneeziegen, Elche, Wölfe und anderer Tiere gut beobachtet werden. Beim Balz der großen Wermuthühner, auch Beifußhühner genannt, stehen die Männchen in der Prärie und betreiben eine Gesellschaftsbalz. Sie stehen auf einem Fleck und balzen und balzen und balzen. Die Weibchen wandern zwischen ihnen hin und her und suchen sich ihren Begatter selbst aus.Mit einem Kufenflugzeug begleitet das Filmteam den Zug der Karibus, die über eine Strecke von mehreren tausend Kilometern von der kanadischen Waldgrenze aus in die arktische Steppe ziehen. Mit Hilfe der Inuit dringt das Filmteam auf Hundeschlitten dann weiter in die eisige Wildnis vor.
21:25
Der damalige Pressetext zu diesem Film aus dem Jahr 1965 lautete: Vom Schauinsland, dem Hausberg der Freiburger, braucht man mit dem Auto nur eine halbe Stunde, um in das gesegnete Land des Oberrheintales zu kommen. Während auf den Höhen die Hänge noch schneebedeckt sind, grünt und blüht es bereits im Tal. Unsere Frühlingsfahrt zum Kaiserstuhl beginnt in Freiburg, der Metropole des Breisgaus. Anfang des 12. Jahrhunderts noch ein kleiner Marktflecken, heute eine grundsolide kleine Großstadt. Um Mitte April beginnt im Kaiserstuhl die Baumblüte. Zu Tausenden stehen die Bäume in ihrer roten und weißen Pracht - in den Weinbergen, auf den Äckern, in den Gärten - überall.
21:45
Gerhard Ledebur hatte 1978 für seinen Film über den Frühling in Bayern die Idee, die drei Frühlingsmonate März, April und Mai durch drei ländliche Berufe zu symbolisieren: Anbau der Sommersaat durch Landwirt im März, Wanderung eines Schäfers mit seiner Herde zur Sommerweide im April und ertragreiche Fischfänge eines Fischers in den Donaualtwässern im Mai. Das heißt, er führte dazu Gespräche mit einem Bauern, einem Schäfer und einem Fischer und filmte sie bei ihrer Arbeit. Und so sind in diesem Portrait Obstwiesen im Landkreis Ebersberg zu sehen und die Arbeit des Bauern mit dem Traktor auf dem Feld; und Rehrudel auf einer Wiese, ein kreisender Kiebitz und der Schäfer mit seiner Schafherde samt altdeutschem Schäferhund; sowie ein Fischer in einem Boot auf einem Altwasser der Donau, der einen Zander fängt. Ausstieg nach TC 00:34:06:00
22:20
Filmdokumentation von Hans Greither über die herrlich einsame Landschaft in Norwegen. Der Film beginnt mit den Worten: "Das Nordlandfieber ist keine ansteckende Krankheit, denn dieses Fieber befällt nur diejenigen, die ihr Herz an die Einsamkeit des Nordens verloren haben." Damals, also im Jahr 1977, war in diesen nordischen Gegenden der Tourismus noch überhaupt nicht ausgeprägt - obwohl doch die Landschaft dort wunderschön war und immer noch ist. Aber die große Plage in dieser Gegend der Welt wird nicht verschwiegen: Das sind die Heerscharen von Mücken, die einem den Aufenthalt dort in den falschen Monaten komplett vermiesen können.
22:45
Für Gerhard Ledebur beginnt der Frühling jedes Jahr erst dann, wenn sich auf den Bäumen die ersten Knospen öffnen. Das ist in der Stadt zwar eher der Fall als auf dem Land, aber es dauert doch bis in den Mai, bis es so weit ist: Dann verschönert dieser zartgrüne Schleier selbst ansonsten langweilige Straßen, von Tag zu Tag, sogar von Stunde zu Stunde immer mehr. Anschließend zeigt uns Ledebur, was sonst noch alles los ist in München um diese Zeit: Es gibt Jogger zu sehen, die ersten Badenden in der Isar und den berühmten Flohmarkt auf der Theresienwiese. Nur ganze zehn Tage hat für Gerhard Ledebur der Stadtfrühling im Jahr 1984 gedauert. Er hat ihn genossen.
23:10
Wenn vom Britpop der 1990er die Rede ist, fallen unweigerlich die Namen Oasis, Blur - und Suede. Die Londoner Band um Sänger Brett Anderson prägt die Bewegung entscheidend mit: glamourös, androgyn, dunkel-schillernd. Mit ihrem dritten Album im Gepäck treten Suede 1997 im Münchner Schlachthof auf - ein vergleichsweise intimer Rahmen für eine Band, die zu diesem Zeitpunkt bereits große Hallen füllt. Jahrzehntelang lagerten die Mitschnitte von Kultsendungen wie "Alabama in Concert", "Schlachthof in Concert" oder "Nachtwerk in Concert" in den Archiven des Bayerischen Rundfunks - sie waren der Soundtrack einer ganzen Generation. "Back on Stage" hebt diese musikalischen Schätze und holt sie zurück ins Fernsehen.
23:55
Alison Moyet, die markante britische Stimme hinter Hits wie "Love Resurrection", tritt 1994 im Münchner Alabama auf. Die Sängerin, zunächst bekannt durch ihre Zeit im Synthy-Pop Duo Yazoo, hat sich inzwischen erfolgreich als Solokünstlerin etabliert. Mit ihrem kraftvollen Timbre und gefühlvollen Interpretationen zieht sie das Publikum in ihren Bann und präsentiert sowohl Klassiker als auch Songs ihres aktuellen Albums "Essex". Jahrzehntelang lagerten die Mitschnitte von Kultsendungen wie "Alabama in Concert", "Schlachthof in Concert" oder "Nachtwerk in Concert" in den Archiven des Bayerischen Rundfunks - sie waren der Soundtrack einer ganzen Generation. "Back on Stage" hebt diese musikalischen Schätze und holt sie zurück ins Fernsehen.