19:00
Ländliche Regionen gelten vielfach als abgehängt. Und gerade für Jugendliche hat das Land anscheinend kaum etwas zu bieten: weniger Bildungs- und Freizeiteinrichtungen, schlechtere Infrastruktur, weniger Kontaktmöglichkeiten als in größeren Städten. Fühlen sich Jugendliche auf dem Land also abgehängt? Was brauchen Jugendliche, damit sie auch auf dem Land 'mithalten' können? Wo liegen die Defizite wirklich? Das will RESPEKT-Moderator Sebastian Leidecker in einer mutmaßlich besonders abgehängten Ecke Deutschlands herausfinden: in der Oberpfalz gleich an der Grenze zu Tschechien. Dort machen Jugendliche für RESPEKT einen Land-Check: Wie gut sind Bildungs-, Job- und Verdienstchancen? Welche Sport-, Kino- und Ausgeh-Möglichkeiten gibt es? Wie funktionieren Wohnungsmarkt, Mobilität und Internetanbindung? Wie steht es mit Toleranz und Diversität? Antworten findet Sebastian Leidecker bei einer Agentur in Viechtach, den Pixeltypen, wo Felix aus Bremen seinen idealen Ausbildungsplatz gefunden hat. Und wo auch der RESPEKT-Moderator in Sachen Medientechnik, moderne Arbeitskultur und Lebensqualität so einiges lernen kann. Jugendliche aus Bodenmais zeigen ihm, wo sie sich tatsächlich abgehängt fühlen. Und warum die meisten trotzdem lieber im Dorf leben. Anders als Antonia, die unbedingt aus Bodenmais weg wollte. Von ihr erfährt der Moderator, wieso sie jetzt in Regensburg glücklicher ist. Und ob sie trotzdem zurück will. © Bayerischer Rundfunk 2021 Mehr Informationen unter: www.br.de/respekt
19:30
Langweilige Eurokraten, staubtrockene Dossiers, nichts als ältere Herren in dunklen Anzügen? Europa ist ganz anders, auch wenn es sich nicht auf den ersten Blick erschließt. Wer bin ich, und wenn ja wie viele, dieser Berliner Sponti-Spruch beschreibt exakt die Herausforderung und die Möglichkeiten eines geeinten Europa. Diesen Prozess begleiten, fremde Mentalitäten und Perspektiven zeigen, will das Europamagazin der ARD. Mit Reportagen, Hintergrundberichten, aktuellen Beiträgen und auch Glossen werden die Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten spürbar.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
2006 - das Jahr, in dem Berlin sein Sommermärchen erlebt. Der Schriftsteller Wladimir Kaminer erinnert sich an die besondere Atmosphäre in der Stadt und eine neue Leichtigkeit der Deutschen im Umgang mit der eigenen Identität. Der seit 1971 in Berlin lebende Italiener Nello Di Martino ist damals Teambetreuer der italienischen Nationalmannschaft, und schildert die unvergesslichen Wochen auf dem Weg zum Weltmeistertitel. Die deutsche Hauptstadt bekommt erstmals in ihrer Geschichte einen echten Hauptbahnhof. Projektleiter Hany Azer spricht über den ungeheuren Druck, den größten Turmbahnhof Europas rechtzeitig vor Beginn der Fußball-WM fertigzustellen. Zum Film des Jahres wird das Stasi-Drama "Das Leben der Anderen". In einem Interview zum Kinostart wirft Hauptdarsteller Ulrich Mühe seiner Ex-Frau, der Schauspielerin Jenny Gröllmann, vor, in der DDR als IM für die Staatsicherheit gearbeitet zu haben. Der Journalist Peter Pragal, ein langjähriger Freund Gröllmanns, erzählt von ihrem Kampf gegen die unbewiesenen Vorwürfe - und gegen den Krebs: Jenny Gröllmann stirbt im August 2006. Ein Hilferuf der Lehrerschaft der Neuköllner Rütli-Schule sorgt bundesweit für Schlagzeilen: Die Schule wird zum Symbol einer gescheiterten Integrationspolitik. Der Reporter der Berliner Zeitung, Maxim Leo, verbringt zwei Wochen in der Schule und spricht über Missstände und missverstandene Schüler. Die Reihe "Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt" zeigt den doppelten Blick auf West- und Ost-Berlin von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart, 1945 bis 2020, in einer bislang nie dagewesenen Größenordnung: Eine Berlin-Chronik der Superlative über 64 Folgen, 5760 Minuten. Die fünfte Staffel über die 2000er Jahre zeigt eine Stadt im rasanten Wandel. Aufbruch ins Ungewisse: Quo vadis, Berlin? Als deutsche Hauptstadt ist Berlin auch Bühne der Weltpolitik - und wird weltweiter Mythos, nicht nur in Sachen Nachtleben. Die D-Mark geht, der Euro kommt, doch die Finanzlage der Stadt bleibt katastrophal. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit fasst das Berliner Lebensgefühl der Dekade in einen griffigen Slogan: "Arm, aber sexy". Doch die Arbeitslosigkeit steigt auf Rekordhöhen - nirgends in Deutschland ist der Anteil an Hartz-IV-Empfängern höher. Die 2000er sind Jahre der allgemeinen Verunsicherung: Die Terroranschläge vom 11.September erschüttern auch die Berliner, die Stadt streitet über "Parallelgesellschaften" und beklagt einen "Ehrenmord". Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 erlebt Berlin sein "Sommermärchen" - Beginn eines Aufschwungs, der bis heute anhält. Die Touristenzahlen steigen, aber auch die Mieten: Berlin ist Boomtown und Betongold. Und im neuen Jahrtausend mehr denn je: Weltstadt und Kiez, gelebte Wiedervereinigung - Schauplatz kleiner und großer Geschichten in einer sich globalisierenden Welt.
21:45
"Wenn du Musik machen möchtest, liebe die Musik so sehr du kannst!" Das sagte Grammy-Gewinner Cory Henry im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk in Burghausen. Der Keyboarder und Sänger, Jahrgang 1987 aus Brooklyn, New York, strahlt diese tiefe Liebe zur Musik in jeder Note, die er singt oder spielt, aus. Mit zwei Jahren soll das musikalische Wunderkind mit dem Klavier und Orgelspiel begonnen haben und mit fünf Jahren tritt er schon regelmäßig in der Kirche seiner Heimatgemeinde auf. Er kann sich an keinen Tag erinnern, an dem er nicht Musik gemacht hat, sagte er im Interview. Wie besessen übte Cory als Schulkind, bis zu acht Stunden und mehr am Tag - vor der Schule, in den Pausen und danach. Mit dem Fusion-Jazz-Kollektiv "Snarky Puppy" sorgte er erstmal international für Aufsehen, heute ist die Liste der Stars, mit denen Cory Henry zusammengearbeitet hat, lang und illuster: Kenny Garrett, Marcus Miller, sogar Bruce Springsteen. 2018 gründete er seine Band "The Funk Apostles" und in Burghausen heizte er mit diesem Ensemble mächtig ein, denn Cory Henry ist nicht nur herausragender Improvisator, er ist auch ein Entertainer durch und durch. "Cory Henry & The Funk Apostles" - das Party-Highlight der Internationalen Jazzwoche Burghausen 2026.
22:45
Da war immer "diese Sehnsucht nach Bildern" bei Thomas Hildenbrand. Aufgewachsen in einem streng pietistischen Haushalt fühlte er sich schon als Kind zur Bilderpracht der katholischen Kirche hingezogen. Er geht ins Mekka der "Herrgottschnitzer", nach Oberammergau, und lernt dort das Handwerk der Bildschnitzer. Bald schon findet er seine eigene Bildsprache, entwickelt eine eigene Spiritualität und lotet dabei immer wieder die Grenze zum Kitsch aus. Ein Jesus am Kreuz, in Jeans und mit kecker Locke - das provoziert auch schon mal. Doch Thomas Hildenbrand geht es viel mehr um Emotionalität, Sinnlichkeit und Dynamik, auch bei seinem aktuellen Werk, das er in seinem Atelier in Ilshofen beginnt. Er zeichnet, modelliert, schwingt die Kettensäge und den Holzbeitel und erschafft eine geflügelte Figur zwischen barocker Pracht und sinnlichem Pop. Ist es vielleicht ein Engel? Seine Figuren erzählen von ihm und seiner Suche nach dem Menschsein, "vom Stürzen und Fliegen", wie er es selbst nennt.
23:15
Welche popkulturellen Hype-Themen treiben dich gerade um? Wir erzählen dir spannend den Schlüsselmoment, der alles ausgelöst oder verändert hat, erklären die Zusammenhänge und überraschen dich mit Details, die selbst du als Popkultur-Fan noch nicht kanntest.
23:30