20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Sie waren die Staatenlenker im Auge des Sturms: Gustav Stresemann und Aristide Briand hatten sich in den Jahren 1918 bis 1932 dem Wunsch verpflichtet, Deutschland und Frankreich zu versöhnen. Nach dem Ersten Weltkrieg bricht in Europa eine Zeit voller Chancen und Gefahren an. Die althergebrachten Strukturen, die Monarchien und die Wirtschaftssysteme sind zusammengebrochen. Alte Bündnisse gelten nicht mehr, die neuen werden zu Kolossen auf tönernen Füßen. Es gibt viel zu tun für diejenigen, die eine stabile Neuordnung mit dem Ziel eines dauerhaften Friedens schaffen wollen. Und sie müssen über ihre eigenen Schatten springen, denn der Krieg hat die Menschen traumatisiert und die Herzen verbittert. Trotzdem versuchen die Außenminister Frankreichs - Aristide Briand - und des Deutschen Reiches - Gustav Stresemann - ihre Länder in die Richtung eines geeinten Europas zu lenken. In ihren Augen ist es die einzige Lösung zur Sicherung des Friedens. Aber auch sie selbst sind hin- und hergerissen zwischen alter und neuer Ordnung, zwischen den Wünschen ihrer revanchistischen und nationalistischen Regierungen und ihren Herzen. Der filmische Mix aus Archivbildern und Nachinszenierungen zeigt faktenreich und emotional zwei Staatsmänner, die sich in schwierigen Verhandlungen nichts schenken, aber zugleich an ihrer gemeinsamen Vision festhalten. Auch wenn diese zwei Menschenleben nicht ausreichen, um die Früchte ihrer Arbeit zu ernten - die Samen haben sie für die nächste Generation gesät. 1926 bekommen Aristide Briand und Gustav Stresemann den Friedensnobelpreis verliehen. Es ist ein Zeichen des Glaubens der Völker der Welt an ein Europa in Frieden.
21:00
Was mögen die Deutschen an den Franzosen? Was mögen sie nicht? Und wie haben sich die ehemaligen Erbfeinde überhaupt versöhnt? Der Film "Wie die Deutschen Frankreich lieben lernten" beleuchtet die langsame Annäherung der beiden Länder - aus deutscher Sicht. Dabei steht bislang zum größten Teil unveröffentlichtes Material zur Verfügung: von ehemaligen Austauschschülern und ihren ersten Frankreichbesuchen von den 1950er- bis in die 1990er-Jahre, längst vergessene Filmrollen aus Stadtarchiven, Fotoalben und Erzählungen von Gegensätzen, Abenteuern und außergewöhnlichen Begegnungen von Diplomaten, Unternehmern und Übersetzern. Frankreich wird aus einem neuen Blickwinkel betrachtet, jenseits der klassischen Stereotype, was einige Überraschungen bereithält. Die Dokumentation erzählt von der Beziehung zwischen Frankreich und Westdeutschland sowie der DDR. Denn auch mit dem Osten gab es wesentlich mehr Austausch als oft vermutet. Helga Klinger studierte in Leipzig Französisch, obwohl sie wusste, dass sie vielleicht niemals in das Land ihrer Träume würde reisen können. Über Jahre begleitete sie als Dolmetscherin in ihrer Heimatstadt Oschatz regelmäßig Delegationen aus Frankreich. Für die drei Brüder Mützelburg hingegen war der Kontakt nach Frankreich immer selbstverständlich. Einst flüchteten ihre Großeltern in den 1930er-Jahren ins Burgund, dann musste die Familie wieder zurück nach Deutschland. Trotz vieler Kriegswirren hält sich die Freundschaft zu den Franzosen bis heute.
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Gefördert mit Mitteln der nordmedia - Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH
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