19:15
Eine demente Klientin ist während dem Abendessen komplett mit Stuhlgang verschmiert - und Pflegefachkraft Ines muss sich entscheiden: Hilft sie der Frau oder bringt sie den anderen Abendessen? Solche Zustände haben Ines psychisch gebrochen und auch gesundheitlich ziemlich zugesetzt. Oleg will herausfinden, warum der Pflegenotstand in Deutschland Ines dazu brachte, dass sie sich mehrfach selbst anzeigen wollte. Wie krank macht der Pflegeberuf, wenn der Traumjob plötzlich in einer Angststörung endet? Pflegewissenschaftler Prof. Dr. Michael Simon erklärt Oleg die Hintergründe: Warum lässt das System es zu, dass junge Berufseinsteiger:innen oft auf sich alleine gestellt sind? Und was muss sich in Zukunft ändern, damit der tägliche Druck auf das Pflegepersonal sinkt?
19:30
Wasserknappheit: Hitze gefährdet Schweizer Ernten Hitze und Trockenheit führen in der Schweiz zu Wasserknappheit, sodass Bauern ihre Felder teils nicht mehr bewässern dürfen. Für die Landwirtschaft bedeutet das steigenden Stress für die Kulturen und zunehmende Risiken für Erträge und Erntequalität. Mit Gespräch: Dietrich Borchardt, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, Magdeburg Der neue König der Seen Ein Wels bringt Badegäste zu Fall - und plötzlich spricht ganz Bayern über einen Fisch. Doch steckt hinter dem spektakulären Vorfall mehr als nur eine kuriose Schlagzeile? Forschende beobachten, dass sich der größte Süßwasserfisch Europas immer weiter ausbreitet. Während viele heimische Arten unter den steigenden Wassertemperaturen leiden, scheint der Wels zu den Gewinnern des Klimawandels zu gehören. Müssen wir uns an neue Bewohner in unseren Seen gewöhnen? Die Jagd nach dem Powermolekül Es sieht unscheinbar aus - doch dieses Molekül könnte die Raumfahrt verändern. Forschende in Gießen haben den stärksten nicht-nuklearen Sprengstoff der Welt geschaffen: ein Material, das enorme Energiemengen speichert und dabei klimaneutralen Stickstoff freisetzt. Die Hoffnung: Raketenantriebe ohne schädliche Emissionen und völlig neue Möglichkeiten der Energiespeicherung. Doch ein Problem steht noch im Weg: Das Molekül ist so instabil, dass es ohne extreme Kühlung sofort explodiert. Kann aus einer spektakulären Laborentdeckung tatsächlich die Technologie der Zukunft werden? Methan: Ein Gas mit Umweltfolgen Mitten in der sibirischen Arktis reißen plötzlich riesige Krater die Erde auf. Lange rätselten Forschende über die Ursache dieser spektakulären Löcher. Die Spur führt zu einem unsichtbaren Gas, das tief im gefrorenen Boden eingeschlossen liegt - und durch die Erwärmung des Klimas freigesetzt wird. Die Explosionen erzählen von Prozessen, die weit unter der Oberfläche stattfinden und weitreichende Folgen für die Erderwärmung haben könnten. Wie der Mond zur Werkstatt werden soll Rohstoffe abbauen, Fahrzeuge drucken, Wasser und Luft immer wieder recyceln - was nach Science-Fiction klingt, wird längst an deutschen Universitäten erforscht. Studierende und Forschende entwickeln Technologien für eine Zukunft, in der Menschen dauerhaft auf dem Mond leben und arbeiten könnten. Doch die Bedingungen im All sind extrem: Staub, Strahlung und große Entfernungen stellen Mensch und Maschine vor enorme Herausforderungen. Kann der Mond tatsächlich zum nächsten Außenposten der Menschheit werden? Ein Blick auf die Ideen, die diesen Traum möglich machen sollen. Das Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Umbrien wird als das "grüne Herz" Italiens bezeichnet und grenzt an die Toskana. Ein einzigartiges Kultur- und Naturerbe mit Städten wie Perugia und Assisi, mit mittelalterlichen Traditionen und grandiosen, endlosen Hügellandschaften. Im Herzen Umbriens liegt Foligno. Hier trainieren Lorenzo Paci und Elisabetta Maggi Leoncilli das ganze Jahr lang ihre Pferde, um das mittelalterliche Reitturnier Giostra della Quintana zu gewinnen. Dabei treten die Stadtteile Folignos gegeneinander an, eine Ehrensache! Auch in Zeiten von Corona lässt sich Foligno das Spektakel in historischen Kostümen nicht nehmen, dann eben mit Abstand und mit Gesichtsmasken im Renaissance-Stil. San Lorenzos ehemaliges Pfarrhaus liegt an der Grenze zur Toskana in der Nähe des Trasimenischen Sees und ist das Zuhause von Isabella Dalla Ragione. Schon als Kind war sie fasziniert von Früchten mit Namen wie Eselhintern, Ochsenmaul und Hundebirne. Diese Obstsorten sind fast vergessen, weil kein wirtschaftliches Interesse an ihnen besteht. Isabella hat sich zum Ziel gesetzt, diese Sorten zu bewahren. Das reiche künstlerische Erbe der Region von Weltstars der Kunstgeschichte wie Raffael und Giotto hilft ihr dabei: Auf Gemälden der Renaissance sucht Isabella die alten Früchte und nach Hinweisen, wo die Bäume noch stehen könnten. Wenn sie sie findet, züchtet sie das alte Obst in ihrem Garten weiter. Die perfekte Verbindung aus Natur- und Kulturgeschichte! Nicht weit entfernt liegt Gubbio, eine der ältesten Städte Mittelitaliens. Gubbios Wahrzeichen ist Il Campanone, die große Glocke. Sie läutet zu allen wichtigen Terminen der Stadt: Ratssitzungen, an offiziellen Feiertagen oder zum Silvestergruß. Ein festes Team von Glöcknern bringt die große Glocke buchstäblich mit Händen und Füßen in 70 Metern Höhe zum Schwingen, ein akrobatisches und hochgefährliches Unterfangen. Zwei junge Lehrlinge wollen unbedingt zum Team gehören. Sie steigen zu ihrer Probestunde auf den Glockenturm. Trüffel sind eine der vielen Spezialitäten in Umbrien. In Città di Castello bildet Luca Pieracci seit seiner Jugend Welpen zu Trüffelhunden aus. Assisi ist die wohl bekannteste Stadt Umbriens. Fast alles dreht sich hier um den heiligen Franz von Assisi. Nach seinem Tod entstand die weltberühmte Basilika des Heiligen Franziskus. Sie hat in ihrer Geschichte schon über 20 schwere Erdbeben erlebt und überlebt. Seit den 1980er-Jahren leitet Sergio Fusetti ein Restaurationsteam, das für die Instandhaltung zuständig ist. Das ist in vielerlei Hinsicht eine aufregende Arbeit. Denn die Kunstwerke hier sind von unschätzbarem Wert und ziehen jedes Jahr Millionen von Pilgerinnen und Pilgern, Touristen und Kunstinteressierten an. Die Hauptstadt Umbriens, Perugia, ist nicht nur von Kulturinteressierten, sondern auch von den 30.000 Studierenden geprägt. Das Leben in den mittelalterlichen Gemäuern der Stadt ist wegen einer Universität speziell für Menschen aus dem Ausland besonders bunt und kosmopolitisch. Lando Morganti und seine Kollegen der Stadtreinigung sorgen in Perugia für Sauberkeit. Nicht ganz einfach, denn die Stadt ist ein Labyrinth aus engsten Gassen, Brücken, Übergängen und Treppen. Diese sind nur zu Fuß begehbar, dazu Besen und Kehrblech und eine Hightech-Ausrüstung für diese spezielle Herausforderung. In atemberaubenden Bildern erzählt der Film von einer Landschaft Italiens, die abseits der Touristenströme liegt, einer Landschaft, deren Reiz sich manchmal erst auf den zweiten Blick erschließt. Das gilt auch für die Menschen dort. Auch sie sind erst einmal zurückhaltend, fast spröde. Wenn sie aber Vertrauen gefasst haben, dann sind sie herzlich, authentisch und originell.
21:00
Der Film deckt auf, warum europäische Abgeordnete oft wegschauen, wenn in Aserbaidschan Wahlen gefälscht werden und warum sie oft schweigen, wenn Oppositionelle unterdrückt, bis nach Deutschland verfolgt oder sogar ermordet werden. Die Doku liefert dafür Belege und Augenzeugenberichte. Exklusive Recherchen zeigen, wie ein Netzwerk aus Korruption und Gefälligkeiten dafür genutzt wird, Krieg und Vertreibung zu rechtfertigen. Als Gegenleistung stellt Aserbeidschan den Zugang zu heiß umkämpften, kritischen Rohstoffen in Aussicht. Europäische Unternehmen greifen gerne zu. Der Preis dafür: Menschenrechtsverletzungen und eine hemmungslose Zerstörung der Natur, im Namen der EU-Politik "Green Deal". Die exklusiven Recherchen machen deutlich, vor welche Herausforderungen uns die Rohstoffkrise stellt: Werden wir unsere Prinzipien über Bord werfen, um Arbeitsplätze und Wohlstand bei uns in Deutschland zu retten?
21:45
Die Förderung von Lithium hat bereits Erdbeben ausgelöst. Tausende Gebäude wurden beschädigt. Die Anwohner:innen fürchten neue Erdstöße, wenn die Suche nach dem "weißen Gold" ausgeweitet wird. Doch der Bedarf ist gewaltig: Seit sich die Politik für den Umstieg auf E-Mobilität entschieden hat, wird immer mehr Lithium für die Produktion benötigt. Michael Schmidt von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe reist deshalb im Auftrag der Bundesregierung in die USA und nach China, um dort für Deutschland neue Zugänge zu Lithium zu gewinnen. Andere Staaten haben den strategischen Rohstoff bereits fast überall schon für sich gesichert. Deutschland steckt in einer Rohstoffkrise. Kann der Schatz am Rhein die deutsche Industrie retten? Wie gefährlich ist der heimische Bergbau für die Bevölkerung? Die Doku zeigt die Risiken der Gewinnung und das Ringen um den Rohstoff, der als Schlüssel für die Elektromobilität angesehen wird.
22:30
Wiedervernässung und Wasserspeicher Wald als CO2-Speicher erhalten. Jahrzehntelang wurde Regenwasser möglichst schnell aus dem Wald geleitet - um Fichten bessere Standortbedingungen zu bieten. Heute versuchen Förster vielerorts genau das Gegenteil. Hat die Forstwirtschaft eine Zukunft? Der Wald soll CO2 speichern, Holz liefern und zugleich widerstandsfähiger gegen die Klimakrise werden. Wie kann das gelingen - und welche Zukunft hat die Forstwirtschaft? Wieviel Windkraft verträgt der Wald? Windräder im Wald bringen Einnahmen für den Waldumbau und liefern erneuerbare Energie. Doch Naturschützer warnen vor Eingriffen in sensible Ökosysteme.
22:45
23:15
In der Sendung informieren Wissenschaftler, auch für Fachunkundige verständlich, über ihre Forschungen - und das innerhalb von wenigen Minuten und ohne zusätzliche Hilfsmittel. So wird auf unterhaltsame Weise Wissen vermittelt.
23:45
DW's The Day provides viewers with the background and analysis they need to understand the top stories of the last 24 hours. Join our Chief News Anchor Brent Goff as he puts the day's events into context and discusses them with experts and correspondents in the field.