18:00
Jedes Jahr zur Pilz-Saison gibt es wieder Schlagzeilen über dramatische Vergiftungsfälle. Werden Menschen beim Sammeln leichtsinniger oder verändern sich durch den Klimawandel unsere Pilze und werden zur tödlichen Falle? Und können Bestimmungs-Apps helfen? Pilze, die wir im Wald sehen oder im Supermarkt kaufen können, sind aber nur ein winziger Bruchteil der Pilze-Welt. Weit mehr spielt sich unter der Erde ab. Mit einem riesigen Netzwerk aus feinen Fäden, dem Mycel, durchziehen Pilze unsere Wälder und Wiesen wie ein lebendiges Internet. Wie geht es diesem unterirdischen Netzwerk nach dem Dürresommer? Denn Bäume sind auf dieses Pilz-Netzwerk angewiesen. Es versorgt sie mit Nährstoffen, hilft ihnen gegen die Hitze und schützt die Böden bei Dürre. Pilze sind auch ein bisher unterschätzter Verbündete im Kampf gegen den Klimawandel. Und Forscher beginnen gerade erst die Bedeutung dieses weltweiten Pilz-Ökosystems zu verstehen. Ganz nebenbei sind Pilze im Rohstoff-armen Deutschland ideal, um nachhaltige Produkte herzustellen. Startups bauen mit Hilfe von Pilzgeflechten umweltfreundliche und stabile Fahrradhelme, Verpackungen oder auch Bausteine für Häuser, die stabil sein können wie Beton. "Quarks" taucht ein in das geheimnisvolle Reich der Pilze und zeigt, was unter unseren Füßen schlummert und was wir bedenken sollten, bevor wir die nächste Pfanne Pilze braten. Das wöchentliche Wissenschaftsmagazin "Quarks" beleuchtet 45 Minuten lang ein wissenschaftliches Thema aus verschiedensten, oft ungewöhnlichen Blickwinkeln. Ihr besonderes Augenmerk legen die Macher darauf, Wissenschaft unkompliziert zu vermitteln. Deshalb suchen sie immer den spannendsten Zugang zu einem Thema und vermitteln Grundlagen und Hintergründe statt unverdaute Neuigkeiten. Dabei bleibt "Quarks" immer aktuell, zeigt Haltung bei Themen wie Tschernobyl, Impfen oder Bio-Nahrung und hilft dem Zuschauer auch schwierige Themen einzuordnen. Das Team recherchiert jeden Inhalt für die Sendung gründlich und neu. Bei "Quarks" soll Wissenschaft unterhalten. Deshalb fährt die Sendung alles auf, was das Fernsehen zu bieten hat: spannende Experimente, abenteuerliche Selbstversuche, überzeugende Grafiken und faszinierende Computeranimationen. Dabei ist jede Sendung ein Unikat! "Quarks" nimmt den Zuschauer mit auf eine spannende Entdeckungsreise und hilft ihm die Geheimnisse der Welt zu enträtseln. Manchmal wird ein Thema auch zur Mission, wenn zum Beispiel die Moderatoren den Zuschauer auf eine Expedition "Unter Tage" mit nehmen und man mit ihnen die Kumpel einer Kohlenzeche kennen lernt.
18:45
Kopftuchverbot, Sterbehilfe, religiöse Symbole im Wahlkampf: Religion und Ethik spielen in der öffentlichen Diskussion immer wieder eine zentrale Rolle. "Prisma", das neue ORF-TV-Format informiert über aktuelle Geschehnisse im Zusammenhang von Gesellschaft und Wissenschaft. Die Sendung liefert Zusammenhänge, diskutiert verschiedene Standpunkte und analysiert religionspolitische und ethische Entwicklungen im In- und Ausland. Durch die Sendung führen Judith Fürst, Konstantin Obermayr und Sandra Szabo.
19:00
Ziviler Ungehorsam ist störend, per Definition illegal und ein Versuch, die politischen Verhältnisse zu verändern. "Letzte Generation"-Aktivist:innen kämpfen mit gezielten Rechtsbrüchen wie Straßenblockaden, Störaktionen in Museen und Besetzungen für eine entschiedenere Umsetzung der gesetzlich vereinbarten Klimapolitik. Sie sind bereit, sich dafür verhaften und verurteilen zu lassen. Sie ziehen sich Unmut oder sogar Hass vieler Menschen zu, für die die Aktionen reine Erpressung und schlicht kriminell sind. Sind sie das? RESPEKT-Host Sebastian Leidecker trifft einen der Aktivisten, der für seine Aktionen schon im Gefängnis saß und sich wieder an der Fahrbahn festkleben will. Wie bereitet er sich auf eine Aktion vor, wie geht er mit der drohenden Verhaftung um? Die RESPEKT-Reportage begleitet eine Aktion. Was genau die "Letzte Generation" diesmal plant, erfährt Sebastian Leidecker aber erst unmittelbar vorher. Auf jeden Fall will er auch die Reaktion von "Geschädigten" mit aufgreifen. Falls es Menschen in Autos sein sollten, die aufgehalten werden, wie reagieren sie darauf? Von den Aktivist:innen will der Host wissen, was sie so entschlossen macht. Warum halten sie solche Störungen nicht nur für legitim, sondern für ihre Bürgerpflicht, um demokratische Grundwerte zu verteidigen? Um die Handlungen der "Letzten Generation" sozial und juristisch einzuordnen, spricht Sebastian Leiendecker mit Christian Volk, Politikwissenschaftler an der Uni Berlin. Volk forscht zu zivilem Ungehorsam und bescheinigt den Aktionen durchaus Chancen, echte Veränderungen anzustoßen. Wenn die Aktivist:innen jetzt massiv angefeindet und in Präventivhaft genommen werden, sieht der Politologe darin eher ein Indiz, dass ihre Strategie Wirkung zeigt - eine Parallele zu früheren Protestbewegungen. Auch die britischen Suffragetten, die für das Frauenwahlrecht kämpften, die amerikanische Bürgerrechtsbewegung gegen die Rassentrennung oder die deutsche Anti-Atombewegung brauchten Durchhaltevermögen. Sie wurden zu ihrer Zeit angegriffen und hart verfolgt, setzten langfristig aber viele ihrer Ziele durch und gelten heute vielen als Helden der Demokratieentwicklung. Wie werden wohl die Aktionen der Klimabewegung in einigen Jahren bewertet? © Bayerischer Rundfunk 2023
19:30
Langweilige Eurokraten, staubtrockene Dossiers, nichts als ältere Herren in dunklen Anzügen? Europa ist ganz anders, auch wenn es sich nicht auf den ersten Blick erschließt. Wer bin ich, und wenn ja wie viele, dieser Berliner Sponti-Spruch beschreibt exakt die Herausforderung und die Möglichkeiten eines geeinten Europa. Diesen Prozess begleiten, fremde Mentalitäten und Perspektiven zeigen, will das Europamagazin der ARD. Mit Reportagen, Hintergrundberichten, aktuellen Beiträgen und auch Glossen werden die Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten spürbar.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
2008 - das Jahr, in dem zum letzten Mal Flugzeuge von Tempelhof starten: Nach 85 Jahren wird der Zentralflughafen geschlossen. Für viele Berliner ein emotionaler Abschied. Fluglehrer Thomas Schüttoff kämpft bis zuletzt für die Offenhaltung des legendären Luftbrücken-Flughafens. Er erinnert sich an prominente Fluggäste und die letzte Nacht von Tempelhof. Seit Beginn des Jahres ist Berlin rauchfrei - zumindest in Restaurants, Bars und Diskotheken: Das Nichtraucherschutzgesetz tritt in Kraft. Die Wirtin der Musikkneipe "The Doors" in Prenzlauer Berg, Sylvia Thimm, klagt vor dem Bundesverfassungsgericht gegen das Rauchverbot und bekommt Recht. Im Interview spricht sie über den Gang nach Karlsruhe und die Zigarette nach dem Sieg. Bei den Olympischen Spielen von Peking gewinnt die Berliner Schwimmerin Britta Steffen zweimal Gold. Sie erzählt von den mühsamen Vorbereitungen, dem Verhältnis zu ihrer härtesten Konkurrentin Libby Trickett und dem Glück, ganz oben zu stehen. Im August kommt der amerikanische Präsidentschaftskandidat Barack Obama nach Berlin. Er will sich im US-Wahlkampf mit einem Auftritt in der deutschen Hauptstadt als Weltpolitiker profilieren. 200.000 Menschen verwandeln die Straße des 17. Juni in eine "Obama-Fanmeile" und hören eine Rede, in der er für einen neuen Geist der Solidarität zwischen den USA und Europa wirbt: "Jetzt ist die Zeit neue Brücken zu bauen." Der Friedrichsstadtpalast ist in der Krise: Das traditionsreiche Revuetheater ist hoch verschuldet und schlecht besucht. Berndt Schmidt kommt als neuer Intendant an das Haus und schildert, wie er es mit einem harten Sparkurs und modernen Inszenierungen vor der Schließung bewahrt. Auch der renommierte Aufbau-Verlag, ehemaliges Flaggschiff der DDR-Literatur, steht vor dem Aus. Der Verlag muss Insolvenz anmelden und sucht dringend einen neuen Eigentümer. Der Kaufmann und pensionierte Lehrer Matthias Koch erzählt, wie er das Traditionshaus übernimmt und zum "Aufbau-Retter" wird. Die Reihe "Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt" zeigt den doppelten Blick auf West- und Ost-Berlin von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart, 1945 bis 2020, in einer bislang nie dagewesenen Größenordnung: Eine Berlin-Chronik der Superlative über 64 Folgen, 5760 Minuten. Die fünfte Staffel über die 2000er Jahre zeigt eine Stadt im rasanten Wandel. Aufbruch ins Ungewisse: Quo vadis, Berlin? Als deutsche Hauptstadt ist Berlin auch Bühne der Weltpolitik - und wird weltweiter Mythos, nicht nur in Sachen Nachtleben. Die D-Mark geht, der Euro kommt, doch die Finanzlage der Stadt bleibt katastrophal. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit fasst das Berliner Lebensgefühl der Dekade in einen griffigen Slogan: "Arm, aber sexy". Doch die Arbeitslosigkeit steigt auf Rekordhöhen - nirgends in Deutschland ist der Anteil an Hartz-IV-Empfängern höher. Die 2000er sind Jahre der allgemeinen Verunsicherung: Die Terroranschläge vom 11.September erschüttern auch die Berliner, die Stadt streitet über "Parallelgesellschaften" und beklagt einen "Ehrenmord". Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 erlebt Berlin sein "Sommermärchen" - Beginn eines Aufschwungs, der bis heute anhält. Die Touristenzahlen steigen, aber auch die Mieten: Berlin ist Boomtown und Betongold. Und im neuen Jahrtausend mehr denn je: Weltstadt und Kiez, gelebte Wiedervereinigung - Schauplatz kleiner und großer Geschichten in einer sich globalisierenden Welt.
21:45
In den "Canterbury Tales" von Geoffrey Chaucer, geschrieben im 14. Jahrhundert, gibt es einen rein und klar singenden Hahn namens Chanticleer. Nach ihm benannte sich 1978 ein junges Vokalensemble in San Francisco - und tatsächlich, sein Ideal ist der reine, bis in die feinsten Nuancen austarierte Ensembleklang. Zwölf Sänger - Countertenöre, Tenöre, Baritone und Bässe - lassen ihre Stimmen zu einem homogenen, schwebenden Klangkörper verschmelzen. Besonders eindrucksvoll zeigt sich diese Kunst in der Musik des Mittelalters und der Renaissance: Werke von Guillaume de Machaut, Orlando di Lasso oder William Byrd interpretiert Chanticleer mit unglaublicher Transparenz und Farbreichtum in den Stimmen. Dieses Kernrepertoire erweiterte das Ensemble bei seinem Auftritt im Rahmen der Großen Nürnberger Musiknacht von BR Klassik und Musikfest ION am 19. Juni 2026 in der Nürnberger Egidienkirche durch traditionelle Folk Songs, Spirituals oder atemberaubende Stimmexperimente wie in dem Lied "Hee-oo-oom-ha". Mit der Großen Nürnberger Musiknacht, mit Musikgenuss bei Sommernachtsflair startete das Musikfest ION - Europas internationales Festival für Geistliche Musik - in seine Jubiläums-Ausgabe. Vor 75 Jahren gegründet als Internationale Orgelwoche Nürnberg in den damals nur notdürftig von Kriegsschäden reparierten Kirchen, sollte das Festival ein Zeichen der Versöhnung aussenden sechs Jahre nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs.
22:30
Das Kulturmagazin im BR Fernsehen
23:00
Sie sind die erfolgreichste deutsche Girlband aller Zeiten: die "No Angels". Nur warum eigentlich? Und was hat das mit ihrem Überhit "Daylight in your Eyes zu tun". Zum 25-jährigen Bühnenjubiläum der "No Angels" taucht Pop Secret Stories nochmal ein in ihre Anfänge. Die Band sind das Produkt der ersten Ausgabe der Casting Show Pop Stars. Die Macher wollen die deutschen Spice Girls casten. Mit vorproduziertem Hit und in Form gebracht von Choregraph Detlef D. Soost. Nur ganz so wird der Masterplan nicht aufgehen. Vor allem weil die "Mädchen" nicht die Marionetten sind, die man erwartet hat.
23:15