18:45
Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählen Superkeime zu den größten medizinischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Sie verbreiten sich rasch, sind wahre Meister der Evolution und wehren sich erfolgreich gegen Antibiotika. "Unsere Waffen stumpfen ab", erklärt Marc Brönstrup vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig. Neue Antibiotika sind dringend nötig, doch ihre Entwicklung dauert lange und ist für Pharmaunternehmen wenig lukrativ. Deshalb forscht die Wissenschaft nach alternativen Gegnern der Superkeime. Ein natürlicher Feind der Bakterien sind Phagen. Sie erinnern an Alien-Raumschiffe und halten gezielt nach bestimmten Bakterien Ausschau. Außerdem setzen Forschende auf "Trojanische Pferde", um Antibiotika ins Bakterium einzuschleusen oder die Superkeime zu entwaffnen. Auch wir können unseren Beitrag leisten, indem wir Antibiotika nur nach ärztlicher Anweisung und bei tatsächlichem Bedarf einnehmen. Eine WHO-Studie in Osteuropa zeigt beispielsweise, dass etwa jeder Dritte entweder Antibiotika aus früheren Verordnungen verwendet oder die Medikamente ohne Rezept auf dem Schwarzmarkt beschafft. Die Formel ist simpel: Je mehr Antibiotika eingesetzt werden, desto wahrscheinlicher entstehen neue Resistenzen. "Die gesamte Gesellschaft muss ein Bewusstsein für das Problem entwickeln", betont Fernando Gordillo Altamirano, Mikrobiologe aus Melbourne. Denn sonst lässt sich das Rennen gegen die Evolutionskünstler vielleicht nicht mehr gewinnen.
19:15
"KlimaZeit" stellt spannende Zusammenhänge dar, erklärt Wetter- und Klimaphänomene und fragt kritisch nach. Das Magazin, das sich mit dem größten Problem der Menschheit beschäftigt. Klar, kompetent, konstruktiv. Was hat der Klimawandel jedem und jeder einzelnen zu tun? Was muss man über die wissenschaftlichen Hintergründe wissen sowie über die konkreten Folgen. Welche Lösungen gibt es?
19:30
Europa genießen - das ist hier die Devise. Gezeigt wird, was es alles zu entdecken gibt, wohin es sich zu reisen lohnt, welche interessanten Menschen und Trends unser Kontinent zu bieten hat.
19:55
Eine Billionen Liter Trinkwasser spülen wir jedes Jahr, zusammen mit unseren Fäkalien, in die Kanalisation. Um aus dem Schmutzwasser wieder sauberes Trinkwasser zu machen, brauchen wir riesige Mengen Energie. Doch die könnten wir sinnvoller einsetzen, wenn wir unsere Kläranlagen ändern würden. Wie das aussehen könnte, zeigt Eckart von Hirschhausen in "Wissen vor acht - Erde".
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Am Hauptbahnhof Edinburgh beginnt eine Zugreise in ein Land voller Farben und Gegensätze. Vorbei am weltberühmten Edinburgh Castle geht es nach Norden, über die imposante, knallrote Forth Bridge, 50 Meter hoch über dem blau schimmernden Meeresarm Firth of Forth. Der erste Teil dieser Reise mit dem Zug durch Schottland beginnt in der bunten, brodelnden Hauptstadt Edinburgh. Durch die sanften Hügelketten der schottischen Midlands geht es bis an die wilde, malerische Ostküste rund um Aberdeen. Entlang der Strecke warten Begegnungen mit den ganz eigenen, kantigen Bewohnerinnen und Bewohnern dieser Gegend. Mit Menschen wie dem einzigen schottischen Schwertschlucker Steven Archibald, der beim weltgrößten Straßenkünstler-Festival Fringe in Edinburgh versucht, das Geld für einen Urlaub mit seinem Sohn zu verdienen. Früher war Steven Fabrikarbeiter, heute riskiert er Tag für Tag sein Leben, wenn er sich eine 30 Zentimeter lange Stahlklinge tief in den Rachen schiebt. Nur einen Steinwurf entfernt von der berühmten Royal Mile Edinburghs oben auf dem Burghügel hat Howard Nicholsby seinen Laden. Howard ist dort bekannt wie ein bunter Hund. Er haucht dem schottischen Nationalsymbol, Kilts, neues Leben ein. Er schneidert nicht die typisch karierten Billigröcke, mit denen Touristen sich verkleiden, sondern außergewöhnliche Modelle. In seiner Kollektion finden sich Kilts aus Materialien wie Baumwolle, Hanf, Plastik und Jeans. Ungewöhnlich, modern und sehr erfolgreich. Rockstars wie Lenny Kravitz, Robbie Williams und Schaupieler Vin Diesel tragen seine Stücke. "Ich selber habe seit 17 Jahren keine Hose mehr angezogen", sagt er. Howard fährt mit dem Zug Richtung Norden zu seinem Vater Geoffrey. In dessen Kiltwerkstatt hat er das Handwerk damals erlernt. Doch nicht nur die Faszination für Schottenröcke haben sie gemeinsam, es gibt ein noch viel größeres Projekt: Vor 30 Jahren hat die Familie eine Schlossruine gekauft. "Das Schloss wieder aufzubauen, ist so ein bisschen auch mein Traum geworden." Es dürfte, vorsichtig geschätzt, noch ein paar Jahre dauern. Wer im Zug aus dem Fenster schaut, sieht nicht nur malerische Buchten und dramatisch anmutende Landschaften, sondern immer wieder auch Golfplätze. Über 550 gibt es davon im Land, Schottland ist die Geburtsstätte des Golfs. Hier trainiert die 20-jährige Ellie Docherty, um den sehr männlich dominierten Nationalsport aufzumischen. Sie will Profisportlerin werden. Die Leidenschaft dafür hat sie von ihrem Großvater geerbt. Er war selbst Profi und ist seit über 70 Jahren auf den schottischen Greens zu Hause. Heute ist er Ellies größter Fan. Weiter im Osten, am äußersten Ende des Firth of Forth, liegt das beschauliche Örtchen St. Monans, ein kleines Fischerdorf mit einem hinreißend schönen Leuchtturm. Hier residiert die dienstälteste Küstenwache Schottlands. Und es dürfte die einzige sein, die kein eigenes Rettungsboot hat. Doch Küstenwächterin Anne, agil, Mitte 70 und so ruhig und gleichmütig, wie nur jemand sein kann, der mit allen Küstenwassern gewaschen ist, schiebt das Problem schmunzelnd beiseite. "Wenn jemand in Seenot gerät, rufen wir die Küstenwache in Aberdeen an. Und die schicken dann ein Rettungsschiff." Mit einer Tasse Tee setzt sie sich vor den Leuchtturm und genießt die Aussicht über die felsige, raue Küste. Auf dem Bahnhof in Perth wartet Calum Richardson auf seinen Zug nach Hause an die Ostküste. Calums kleiner, aber legendärer Fish-and-Chips-Laden The Bay in Stonehaven gilt als bester in ganz Großbritannien. Das will was heißen, denn Fish and Chips ist britisches Nationalgericht. Entsprechend ist die Menschenschlange vor seinem winzigen Laden manchmal über 100 Meter lang. Seinen Fisch bekommt Calum von der Familiendynastie Couper aus Aberdeen. Dort wird mittlerweile in dritter Generation Fisch filetiert, von Hand wohlgemerkt.
21:00
Der Film von Joachim Burkhardt aus dem Jahr 1969 trägt den Titel "Ansichten eines Autors", angelehnt an den Titel "Ansichten eines Clowns" von Heinrich Böll, das so manche Zuschauerinnen und Zuschauer wohl noch von der Schullektüre her kennen. Heinrich Böll erzählt in diesem Film ganz ernst und ruhig über sein Herkommen, sein Aufwachsen, über Köln als niederländische Pilgerstadt und über seine Zeit als Soldat im Zweiten Weltkrieg und wie er nun darüber denkt. Heinrich Böll war 1969 ein in Deutschland sehr bekannter Autor und auch international anerkannt. Der Nobelpreis für Literatur war jedoch noch in weiter Ferne: Dieser wurde ihm erst 1972 verliehen. Aus heutiger Sicht erkennt man, ein Revoluzzer war Heinrich Böll nicht, aber jemand, der die Verhältnisse in unserer Gesellschaft gerne geändert hätte. Denn er empfand sie als falsch und nicht menschengemäß.
21:45
Die Gruppe 47 existierte nur 20 Jahre von 1947 bis 1967, aber ihr Einfluss auf die Literatur in der Bundesrepublik war immens. 10 Jahre nach dem letzten Treffen befragten Gisela Reich und Barbara Bronnen im Jahr 1977 ehemalige Mitglieder der Gruppe 47 nach deren Selbstverständnis: u.a. den Gründer und Organisator Hans Werner Richter und den späteren Nobelpreisträger Günter Grass. Als Zuschauer bekommt man da durchaus eine Ahnung davon, wie es bei diesen Treffen einst zugegangen ist: Da trafen Eitelkeit auf Bescheidenheit, überbordendes Selbstbewusstsein auf große Ängstlichkeit und Kritiker und Kritisierte gingen nicht immer freundlich miteinander um. Aber alle Befragten waren stolz darauf, von Hans Werner Richter immer wieder eingeladen worden zu sein.
22:30
Auch der Autor, Kritiker und Rhetorikprofessor Walter Jens war Mitglied der Gruppe 47 und manche Schriftstellerkollegen fürchteten sich dort vor seiner Kritik. In seiner Fernsehreihe "Das Handwerk des Lesens" musste sich niemand fürchten, die Zuschauer nicht und die Autoren nicht, die Jens darin "zerlegte". In dieser Folge aus dem Jahr 1968 beschäftigte er sich mit dem Gedicht "Rückkehr" von Bertolt Brecht. Ein scheinbar einfaches Gedicht aus einfachen, klar verständlichen Wörtern, in Wirklichkeit aber komplex und aus mehreren Ebenen bestehend. Die große Kunst von Walter Jens bestand darin, diese Komplexität zuerst aufzudecken und sie sodann verständlich zu machen. Hat man Walter Jens zugehört, bekommt man Lust, das besprochene Werk selbst zu lesen. Höheres kann Literaturkritik nicht leisten, als bei der Leserin, dem Leser den Wunsch auszulösen, selbst das betreffende Buch aufzuschlagen und darin zu lesen.
23:00
Anfang der 1990er, in einer Zeit, in der kein guter Kuschel-Rock-Song ohne melancholisches Saxophon-Solo auskommt, haut Curtis Stigers mit "I Wonder Why" seinen größten Hit raus. Der US-amerikanische Sänger, Songwriter und Saxophonist(!) verzaubert mit samtiger Stimme, gefühlvollem Spiel und vielleicht auch seinen rehbraunen Augen zahllose Fans. 1995 beweist er im Münchner Alabama jedoch, dass er weit mehr ist als ein Teenieschwarm - nämlich ein beeindruckender Musiker, der bis heute aktiv ist. Jahrzehntelang lagerten die Mitschnitte von Kultsendungen wie "Alabama in Concert", "Schlachthof in Concert" oder "Nachtwerk in Concert" in den Archiven des Bayerischen Rundfunks - sie waren der Soundtrack einer ganzen Generation. "Back on Stage" hebt diese musikalischen Schätze und holt sie zurück ins Fernsehen.
23:45
1995 ist die Münchner Alabamahalle gesteckt voll mit Fans aus dem benachbarten Augsburg, die ihren Lokalhelden The Seer nachgepilgert sind. Mit dem Debütalbum "Across the Border" und einer angeschlossenen Tour machen The Seer schnell deutschlandweit auf sich aufmerksam. Musikalisch erinnert ihre Mischung aus hymnenhaftem Rock und Folk ein bisschen an The Hooters. Bis heute tritt The Seer in derselben Besetzung auf und füllt vor allem in Bayerisch-Schwaben die Konzerthallen mit treuen Fans. Jahrzehntelang lagerten die Mitschnitte von Kultsendungen wie "Alabama in Concert", "Schlachthof in Concert" oder "Nachtwerk in Concert" in den Archiven des Bayerischen Rundfunks - sie waren der Soundtrack einer ganzen Generation. "Back on Stage" hebt diese musikalischen Schätze und holt sie zurück ins Fernsehen.
00:30
DW's The Day provides viewers with the background and analysis they need to understand the top stories of the last 24 hours. Join our Chief News Anchor Brent Goff as he puts the day's events into context and discusses them with experts and correspondents in the field.
01:00
Mit der Tagesschau vor 20 Jahren hat ARD-alpha eine "Daily", die in Fan-Kreisen längst Kultstatus besitzt. Täglich kann man 20 Jahre zurückblicken und die jüngste Zeitgeschichte noch einmal hautnah nachempfinden. Durch den Vergleich mit der aktuellen Tagesschau begibt sich der Zuseher gleichsam auf eine Zeitreise. Dies gilt einerseits für die behandelte Materie, andererseits aber auch für die mediale Aufbereitung des Nachrichten-Genres selbst. Besondere Ereignisse, die von Nachrichtensprecher-Legenden wie Karl-Heinz Köpcke oder Dagmar Berghoff präsentiert wurden, waren unter anderem das dramatische Terrorjahr 1977, die Wahlen von Papst Johannes Paul II. und US-Präsident Ronald Reagan oder die "Bonner Wende", die Ablösung der Bundesregierung von Kanzler Schmidt durch den späteren "Kanzler der Einheit" Helmut Kohl.
01:15
"Jeder Mensch ein Künstler!" Dies berühmt-berüchtigte Motto von Joseph Beuys könnte auch von Bob Ross (1942-1995) stammen. Allein, der amerikanische Fernsehmaler hat - anders als Beuys - keine großen sozialen und politischen Revolutionen im Sinn. Bob Ross will "nur" die einzelnen Menschen glücklicher machen, und das heißt, zu potenten Malern, die ihre eigene Welt erschaffen. Er will uns zeigen: Ein kleiner Künstler steckt in jedem von uns, wir müssen ihn nur herauslassen. Und das geschieht, indem wir lernen, das Malen zu lernen und das Lernen dabei nicht als Mittel zum Zweck, sondern als Selbstzweck begreifen - Spaß dran finden. Bob Ross wurde 1942 in Daytona Beach, Florida, als Sohn eines Zimmermanns geboren. Er studierte an verschiedenen amerikanischen Colleges Malerei und entdeckte schließlich seine spezifische Malweise: die Nass-auf-Nass-Methode. Nachdem er diese Technik gründlich ausgebaut und etliche Hilfsmittel und Tricks erprobt hat, fing er an, auch anderen beizubringen, wie man damit schöne Landschaftsbilder kreieren kann. Er reiste seit 1981 quer durch die Vereinigten Staaten, um diese Technik vorzustellen. Zwei Jahre später produzierte er die ersten Malkurse im Fernsehen: "The Joy of Painting" wurde zu einem Riesenerfolg. Mit freundlich säuselnder Stimme macht Bob Ross seinen Zuschauern Mut, ihre eigene Kreativität zu entdecken. Schritt für Schritt macht er vor, wie sie ihre Leinwand im Nu mit "heiteren kleinen Wölkchen" oder "fröhlichen kleinen Bergen" und Hütten bereichern und so ihre eigene Welt schaffen können. Das kommt an, seit 1983 reißen die Ross-Serien gar nicht mehr ab. Sein Fernseh-Malkurs ist ein gigantisches Unternehmen, das Millionen von Ross-Schülern mit dem nötigen Malwerkzeug, Anleitungsbüchern und Videos ausstattet. Bob Ross starb 1995 mit gerade einmal 52 Jahren in New Smyrna Beach, Florida, an Krebs. Seine Fernsehshow aber lebt weiter. Inspiriert von Ross hat eine Freundin von ihm, Annette Kowalski, selbst eine Methode entwickelt, wie man Blumen malt.
01:45
Unter dem Sendungstitel werden verschiedene Formate zusammengefasst, die sich mit der Erde und dem Weltall befassen. Die mit elektronischer Musik hinterlegten Aufnahmen erlangten bereits Kultstatus.
02:30
Geschichtenerzählen und Astrophysik - das sind seine beiden großen Leidenschaften: Harald Lesch ist Professor für theoretische Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und unterrichtet Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie S.J. in München. Außerdem ist er Mitglied der Kommission "Astronomie in Unterricht und Lehramt". Seine Hauptforschungsgebiete sind kosmische Plasmaphysik, Schwarze Löcher und Neutronensterne. In der Sendereihe "alpha-Centauri" erklärt Professor Lesch die Grundzüge des Universums, untersucht ferne Galaxien und bringt uns unser Sonnensystem näher.
02:45
Spektakuläre Bilder aus dem All, teilweise in HD Qualität, zeigen die Erde in atemberaubenden Einstellungen. Einmalige Bilder, wie sie bis dato noch nie im deutschen Fernsehen zu sehen waren.
03:45
Geschichtenerzählen und Astrophysik - das sind seine beiden großen Leidenschaften: Harald Lesch ist Professor für theoretische Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und unterrichtet Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie S.J. in München. Außerdem ist er Mitglied der Kommission "Astronomie in Unterricht und Lehramt". Seine Hauptforschungsgebiete sind kosmische Plasmaphysik, Schwarze Löcher und Neutronensterne. In der Sendereihe "alpha-Centauri" erklärt Professor Lesch die Grundzüge des Universums, untersucht ferne Galaxien und bringt uns unser Sonnensystem näher.
04:00
Unter dem Sendungstitel werden verschiedene Formate zusammengefasst, die sich mit der Erde und dem Weltall befassen. Die mit elektronischer Musik hinterlegten Aufnahmen erlangten bereits Kultstatus.