20:15
"Welche Hand müsste nicht verdorren, die sich und uns in solche Fesseln legt" ruft Ministerpräsident Philipp Scheidemann empört. Mai 1919: Deutschland hat den Krieg verloren, seinen Kaiser gestürzt und die Alliierten stehen einmarschbereit am Rhein. Die "Schmachparagraphen" des Friedensvertrages, die dem deutschen Reich u. a. sämtliche Kriegsschuld, zahlreiche Gebietsabtritte und beispiellose Reparationszahlungen aufbürden, spalten die politischen und militärischen Lager. Die Streitfrage: Angebot annehmen oder kämpfend untergehen? Mit der schließlich am 28. Juni 1919 im Spiegelsaal von Versailles unter den Vertrag gesetzten Unterschrift wird das monatelange Tauziehen beendet. War die Unterzeichnung des Friedensvertrages ein Fehler? Eines zumindest wird im Rückblick deutlich: Der "Gewaltfrieden" von Versailles und dessen Instrumentalisierung trugen bereits den Keim des noch viel grausameren Zweiten Weltkriegs in sich. Basierend auf Originaldokumenten, in der Tradition von "Hitler vor Gericht" und "Der Staat ist für den Menschen da" erzählt Regisseur Bernd Fischerauer in dem zweiteiligen Dokumentarspiel die bewegende Zeit nach dem Ersten Weltkrieg zwischen Waffenstillstandsabkommen und Friedensvertrag. Kieler Matrosenaufstand, Ausrufung der Republik, Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg... 180 Minuten Film, 40 Hauptrollen und 260 Seiten Drehbuch bringen den Zuschauer zurück in die dramatischen Jahre 1918 und 1919.
21:45
Seit er im vergangenen Jahr den "Oper! Award" als bester Newcomer gewann, gehört Maayan Licht zu den aufstrebenden Sternen am Himmel der hohen Männerstimmen. Sein Stimmfach ist der Sopran, eine absolute Seltenheit bei Männern - trotzdem klingt es bei ihm ganz natürlich, wenn er sich in solche Höhen aufschwingt. Der schillernde Israeli, der Queerness und höchste Gesangskunst in seiner künstlerischen Persönlichkeit verbindet, widmet sich vor allem der Barockoper und ihren virtuosen Partien - so auch bei seinem Auftritt im Rahmen der Großen Nürnberger Musiknacht von BR Klassik und Musikfest ION am 19. Juni 2026 im Historischen Rathaussaal. Er präsentierte Arien von Händel, Vivaldi. Broschi und Porpora, begleitet vom polnischen {oh!} Orkiestra auf historischen Instrumenten. Mit der Großen Nürnberger Musiknacht, mit Musikgenuss bei Sommernachtsflair startete das Musikfest ION - Europas internationales Festival für Geistliche Musik - in seine Jubiläums-Ausgabe. Vor 75 Jahren gegründet als Internationale Orgelwoche Nürnberg in den damals nur notdürftig von Kriegsschäden reparierten Kirchen, sollte das Festival ein Zeichen der Versöhnung aussenden sechs Jahre nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs.
22:30
Das Kulturmagazin im BR Fernsehen
23:00
Die Backstreet Boys feiern gerade über DREIßIG Jahre nach ihrem Karrierestart eine fette Stadiontour in Düsseldorf. Zehn Konzerte vor insgesamt fast einer halben Million Menschen. Und die Fans flippen aus. Die Songs "Everybody", "I Want It That Way" oder "Quit Playing Games" kann wohl fast jeder mitsingen. Die Tour heißt: HOMECOMING. Denn Deutschland hat für die Backstreet Boys tatsächlich eine große Bedeutung: hier fing alles an. Ohne die deutschen Fans wären sie vielleicht nie so berühmt geworden. Das liegt an einem ausgeklügelten Karriere-Plan ihres Erfinders und Managers Lou Pearlman. Warum hat er die Backstreet Boys in den 90ern nach Deutschland gebracht und warum ist er es auch, der die Band fast zerstört hätte? Über Abhängigkeiten und Machtmissbrauch im Pop-Business - diese Woche bei Pop Secret Stories.
23:15
"Welche Hand müsste nicht verdorren, die sich und uns in solche Fesseln legt" ruft Ministerpräsident Philipp Scheidemann empört. Mai 1919: Deutschland hat den Krieg verloren, seinen Kaiser gestürzt und die Alliierten stehen einmarschbereit am Rhein. Die "Schmachparagraphen" des Friedensvertrages, die dem deutschen Reich u. a. sämtliche Kriegsschuld, zahlreiche Gebietsabtritte und beispiellose Reparationszahlungen aufbürden, spalten die politischen und militärischen Lager. Die Streitfrage: Angebot annehmen oder kämpfend untergehen? Mit der schließlich am 28. Juni 1919 im Spiegelsaal von Versailles unter den Vertrag gesetzten Unterschrift wird das monatelange Tauziehen beendet. War die Unterzeichnung des Friedensvertrages ein Fehler? Eines zumindest wird im Rückblick deutlich: Der "Gewaltfrieden" von Versailles und dessen Instrumentalisierung trugen bereits den Keim des noch viel grausameren Zweiten Weltkriegs in sich. Basierend auf Originaldokumenten, in der Tradition von "Hitler vor Gericht" und "Der Staat ist für den Menschen da" erzählt Regisseur Bernd Fischerauer in dem zweiteiligen Dokumentarspiel die bewegende Zeit nach dem Ersten Weltkrieg zwischen Waffenstillstandsabkommen und Friedensvertrag. Kieler Matrosenaufstand, Ausrufung der Republik, Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg... 180 Minuten Film, 40 Hauptrollen und 260 Seiten Drehbuch bringen den Zuschauer zurück in die dramatischen Jahre 1918 und 1919.