18:45
In unserer Milchstraße funkeln Hunderte Milliarden Sterne. Da scheint es fast unmöglich, dass nicht einer von ihnen von einer zweiten Erde umkreist wird. Tatsächlich konnten wir lange Zeit überhaupt keine Planeten außerhalb unseres Sonnensystems sichten, weil sie zu weit entfernt waren. Inzwischen wissen wir zwar von Tausenden "Exoplaneten" - doch wie viel wissen wir wirklich über sie? Bevor wir eine dieser fernen Welten zu unserem "Planet B" erklären, müssen wir grundlegende Fragen beantworten: Gibt es dort feste Oberflächen, flüssiges Wasser oder gar Pflanzen? Könnten wir die Atmosphäre atmen, ohne zu ersticken? Obwohl diese Fragen aus Lichtjahren Entfernung kaum zu beantworten scheinen, hat sich die Forschung genau das zum Ziel gesetzt. Die US-Astronomin Sara Seager analysiert Sternenlicht, das durch die Atmosphäre von Exoplaneten gefiltert zu uns dringt. Zugleich baut der niederländische Astronom Ignas Snellen in der Atacama-Wüste in Chile an einem gigantischen Teleskop mit, das direkte Fotos von Exoplaneten aufnehmen soll. Aber werden diese Fortschritte genügen, um eines Tages eine zweite Erde zu finden?
19:15
"KlimaZeit" stellt spannende Zusammenhänge dar, erklärt Wetter- und Klimaphänomene und fragt kritisch nach. Das Magazin, das sich mit dem größten Problem der Menschheit beschäftigt. Klar, kompetent, konstruktiv. Was hat der Klimawandel jedem und jeder einzelnen zu tun? Was muss man über die wissenschaftlichen Hintergründe wissen sowie über die konkreten Folgen. Welche Lösungen gibt es?
19:30
Europa genießen - das ist hier die Devise. Gezeigt wird, was es alles zu entdecken gibt, wohin es sich zu reisen lohnt, welche interessanten Menschen und Trends unser Kontinent zu bieten hat.
19:55
Beschichtete Pfannen, Regenjacken, Imprägniersprays - all diese Produkte sind praktisch, aber bei ihrer Herstellung entstehen PFAS - per- und polyfluorierte Alkylverbindungen. Und die sind ein Problem für uns und die gesamte Erde. Wieso wir einen genauen Blick auf "Ewigkeitschemikalien" werfen sollten, erklärt Eckart von Hirschhausen in "Wissen vor acht - Erde".
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Fjorde und Berge, eingetaucht ins Licht der Mitternachtssonne, an Tagen, die niemals enden wollen, so offenbart sich Nordnorwegen an schönen Junitagen. Die Nordlandsbahn durchquert auch bei nordisch-rauhem Wetter die helle Nacht und hangelt sich entlang der Ufer von Fjorden und Flüssen hinauf zum Polarkreis. Sie überwindet die karge Hochebene Saltfjellet mit dem Gletscher Svartisen, um pünktlich zum Mittsommerfest den Saltstraumen, den stärksten Gezeitenstrom Norwegens, zu erreichen. Entlang der Zugstrecke von Trondheim nach Bodø kämpften einst die Wikinger, ließen die Nazis spektakuläre Brücken und Tunnel bauen und züchten die Samen, die Ureinwohner im nördlichen Skandinavien, bis heute Rentiere. Eine wasserreich-wilde Landschaft, in der Weltklasse-Kanuten wie ambitionierte Maler eine Herausforderung sehen und unzählige Elche genauso wie der seltene Polarfuchs leben.
21:00
Die Dokumentation von Gerd Ruge und Werner Kohn aus dem Jahr 1966 beginnt mit Aufnahmen vom Spring Break in Daytona Beach, wo sich rund um Ostern die Jugend-Prominenz traf. Die College- und Universitätsstudentinnen und -studenten provozierten ein wenig mit Lautstärke und merkwürdigen Mode-Accessoires, küssten sich in aller Öffentlichkeit und promenierten mit Autos und Motorrädern am Strand. Man zeigte sich und wollte gesehen werden und war ansonsten ganz brav. Gerd Ruge sagt dazu den einfachen wie schwergewichtigen Satz: "Hier demonstriert die wohlhabendste Jugend, die die Welt je sah." Aber auch die andere Seite der gesellschaftlichen Realität lässt der Film nicht aus, er zeigt herumlungernde Jugendliche in den Slums von New York aber auch Jugendliche, die bei Bauern als Nothelfer einspringen, wenn jemand krank und arbeitsunfähig geworden ist. Und es gibt Jugendliche zu sehen, die sich mit Hilfe der Behörde für Jugendarbeit und Jugendkriminalität auf eigenen Grundstücken Treffpunkte nur für sich bauen. Die Lebenswirklichkeit amerikanischer Jugendlicher - ihr American Way of Life - wird in Stadt und Land gezeigt, die Teenager kommen aus der Ober- wie aus der Unterschicht. Sie alle werden einerseits von traditionellen Bindungen beeinflusst, andererseits gab es jedoch in den 60er-Jahren in den USA einen massiven gesellschaftlichen Wandel und eine immer stärker werdende Konsumindustrie. Freizügigkeit war angesagt und es gab erste Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg.
21:45
Frank Krink und Dieter Berger erstellten 1969 für den damaligen Sender Freies Berlin ein Porträt über die Jugendlichen in Berlin. Dazu stellten sie drei damals erfolgreiche und umsatzstarke Jugendmagazine vor und berichteten über deren Arbeit, Vorgehensweise und Zielpublikum. Das waren die Zeitschriften "Bravo", "Twen" und "Underground". Die Jugendlichen lebten bereits damals in einer mehr oder weniger eigenen Welt. Aber eben auch in einer manipulierten Welt. Der Film analysiert diese Manipulation am Beispiel der drei Jugendmagazinen. Aus dem Bericht wird klar, dass es auch damals schon "die" Jugend nicht gab sondern ganz verschiedene Gruppierungen oder - aus marketingtechnischer Sicht - völlig unterschiedliche Zielgruppen. Das Tolle an diesem Film ist die sehr unverfälschte Ausdrucksweise Berliner Jugendlicher am Ende der Sechzigerjahre.
22:15
Der Begleittext von 1979 zu diesem Film lautete: "Im Alter von 16 Jahren hat die Hälfte aller Jungen und Mädchen bereits eine enge Liebesbeziehung. Doch mehr als sexuelle Erfahrung bedeuten den Jugendlichen nach eigenen Aussagen Verständnis und Vertrauen, Zuwendung und Zärtlichkeit, die sie sich von einer Partnerschaft erhoffen. Der Rückzug der Jugend aus den Gruppen-Protestbewegungen der fünfziger und sechziger Jahre in die unpolitisch-private Atmosphäre einer Zweierbeziehung ist unverkennbar. Man sieht sie überall, die Paare: auf dem Schulhof, beim Sport, in der Freizeit, an der Arbeitsstelle. Sie lernen sich oft mit 14 oder 15 Jahren kennen und bleiben dann viele Jahre zusammen. Fünf von ihnen geben Auskunft darüber, wie sie denken und fühlen. Sie sprechen unbefangen über Sex und Eifersucht, Treue und Ehe, Geborgenheit und persönliche Freiheit. Von der romantischen Schüler-Liebe bis zur pragmatischen Muß-Ehe ändert sich manches, nicht aber offenbar der Optimismus zu zweit. Das gilt auf dem Lande ebenso wie in der Stadt, obwohl die Dorf- und Kleinstadtbewohner sich häufig noch nicht unbekümmert zu äußern wagen." Heute sind die jungen Menschen von damals selbst Eltern bzw. Großeltern: In diesem Film können sie sehen, wie sie als Jugendliche waren bzw. von Erwachsenen gesehen wurde. Mehr als 40 Jahre ist das nun her. Der Film beginnt mit dem Song "Stumpl'n In" von Suzie Quattro und Chris Norman, auch "Do you think I'm sexy" von Rod Steward ist zu hören. Und es wird damals bereits gefragt: Wie ist das mit der Pille? Entspannt das? Wie ist das mit Wohngemeinschaft? Was erwarten sich die jungen Leute davon? Was halten sie von Treue? Die Mädchen, die jungen Frauen sind jedenfalls sehr viel selbstbewusster geworden als in der Generation davor: Sie wollen ihr Leben selbst bestimmen und sich keinesfalls mehr von einem Mann abhängig machen.
22:55
Was trägt der moderne junge Mann 1966 in München? Was trägt, wie es im Film heißt, der "Atomzeit-Jüngling"? Viel Buntes, viel Edles, den Hut tief im Gesicht, die Krawatten grell. Und er soll noch etwas tragen, was die Frauen ihm schon lange voraus haben: einen Männer-Mini! Ein paar männliche Models wagen sich damit in die Münchner Fußgängerzone. Zur Unterstützung haben sie sich ein paar Mini-tragende weibliche Models mitgenommen. Die Passanten beim Anblick des Männer-Mini: komplett konsterniert!
23:00
Von Augsburg in die großen Konzerthallen: The Seer haben sich in wenigen Jahren vom Geheimtipp zur gefragten Liveband entwickelt. Ihr Mix aus hymnenhaftem Rock und Folk-Elementen erinnert an Bands wie The Hooters und begeistert bis heute eine treue Fangemeinde. Nach dem erfolgreichen Debütalbum "Across the Border" und dem Nachfolger "Own World" stehen die Augsburger 1997 im Münchner Schlachthof auf der Bühne. Jahrzehntelang lagerten die Mitschnitte von Kultsendungen wie "Alabama in Concert", "Schlachthof in Concert" oder "Nachtwerk in Concert" in den Archiven des Bayerischen Rundfunks - sie waren der Soundtrack einer ganzen Generation. "Back on Stage" hebt diese musikalischen Schätze und holt sie zurück ins Fernsehen.
23:45
Eine Legende hält sich hartnäckig: Der Gitarrensound von Big Country erinnere an den Klang Dudelsäcke. Sicher spielt dabei auch die schottische Herkunft der Band eine Rolle. Tatsächlich entwickeln Bruce Watson und Stuart Adamson Anfang der 1980er einen Gitarrenstil, der Big Country unverwechselbar macht. Mit ihrem Debütalbum "The Crossing" gelingt der Band 1983 der internationale Durchbruch. Ein Jahr später spielt Big Country in der Münchner Alabamahalle. Jahrzehntelang lagerten die Mitschnitte von Kultsendungen wie "Alabama in Concert", "Schlachthof in Concert" oder "Nachtwerk in Concert" in den Archiven des Bayerischen Rundfunks - sie waren der Soundtrack einer ganzen Generation. "Back on Stage" hebt diese musikalischen Schätze und holt sie zurück ins Fernsehen.