19:30
Billige Produkte, wichtige Rohstoffe, mächtiger Handelspartner: Wie stark hängen Deutschland und Europa an China? Jörg Wuttke, ehemaliger Präsident der Europäisch-Chinesischen Handelskammer erklärt bei "7 Fragen Zukunft" im Interview mit BR-Chefredakteur Christian Nitsche, wie riskant unsere Abhängigkeit ist und, dass China vor größeren Problemen stehen könnte, als wir denken.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
2009 - das Jahr, in dem die Berliner S-Bahn in die schwerste Krise ihrer Geschichte gerät. Jahrelang wurde eins der besten Nahverkehrsmittel der Welt kaputtgespart. Nun muss über Nacht ein Großteil der Flotte stillgelegt werden, ein Notfahrplan tritt in Kraft. Heiner Wegener, Betriebsratschef und seit 1972 S-Bahner, hat seit langem vor einem solchen Szenario gewarnt. Nun muss er mitansehen, wie Fahrgäste ihren Zorn an Lokführern und Zugbegleitern auslassen. Schauspieler Dieter Hallervorden wird Theater-Chef: Er erweckt das seit zwei Jahren leerstehende Schlosspark-Theater in Steglitz wieder zum Leben - ein Neuanfang mit 73. Im Interview erzählt er, warum er sein Vermögen ausgerechnet in ein Theater steckt und spricht über Glück und Leid eines Theaterdirektors. "Abwrackprämie" wird zum Wort des Jahres gewählt: Wer sein altes Auto verschrottet, bekommt seit Januar 2009 2500 Euro. In der Autopresse Tempelhof herrscht Hochbetrieb: Andreas Schmidtke erinnert sich an Frauen, die unter Tränen von ihrem Auto Abschied nehmen, um die Prämie zu kassieren. Ex-Finanzsenator Thilo Sarrazin provoziert in einem Interview mit Aussagen über muslimische Zuwanderer, die "ständig neue Kopftuchmädchen produzieren". Eine Debatte über Integration und Rassismus bricht los, in der sich auch die deutsch-türkische Autorin Hatice Akyün zu Wort meldet. Am 9. November feiert Berlin den 20. Jahrestag des Mauerfalls mit einem rauschenden Fest. Schauspieler Henry Hübchen, dessen neuer Film "Whisky mit Wodka" im Herbst 2009 in die Kinos kommt, erzählt, warum er immer noch sagt, er fahre "rüber", wenn er von Pankow nach Charlottenburg fährt. Die Reihe "Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt" zeigt den doppelten Blick auf West- und Ost-Berlin von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart, 1945 bis 2020, in einer bislang nie dagewesenen Größenordnung: Eine Berlin-Chronik der Superlative über 64 Folgen, 5760 Minuten. Die fünfte Staffel über die 2000er Jahre zeigt eine Stadt im rasanten Wandel. Aufbruch ins Ungewisse: Quo vadis, Berlin? Als deutsche Hauptstadt ist Berlin auch Bühne der Weltpolitik - und wird weltweiter Mythos, nicht nur in Sachen Nachtleben. Die D-Mark geht, der Euro kommt, doch die Finanzlage der Stadt bleibt katastrophal. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit fasst das Berliner Lebensgefühl der Dekade in einen griffigen Slogan: "Arm, aber sexy". Doch die Arbeitslosigkeit steigt auf Rekordhöhen - nirgends in Deutschland ist der Anteil an Hartz-IV-Empfängern höher. Die 2000er sind Jahre der allgemeinen Verunsicherung: Die Terroranschläge vom 11.September erschüttern auch die Berliner, die Stadt streitet über "Parallelgesellschaften" und beklagt einen "Ehrenmord". Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 erlebt Berlin sein "Sommermärchen" - Beginn eines Aufschwungs, der bis heute anhält. Die Touristenzahlen steigen, aber auch die Mieten: Berlin ist Boomtown und Betongold. Und im neuen Jahrtausend mehr denn je: Weltstadt und Kiez, gelebte Wiedervereinigung - Schauplatz kleiner und großer Geschichten in einer sich globalisierenden Welt.
21:45
Millionenfach fotografiert, von Touristen gern besucht, bei den Einheimischen als Treffpunkt und Flanierort beliebt: Der Münchner Odeonsplatz. Einmal im Jahr wird er zum Konzertsaal für tausende begeisterte Musikfans. Vor der malerischen Kulisse der Feldherrnhalle, Theatinerkirche und Münchner Residenz präsentiert Sir Simon Rattle im Juli 2022 Highlights der Filmmusik mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Olivia de Havilland und Errol Flynn waren im Jahr 1938 die Stars im Hollywood-Streifen "Die Abenteuer des Robin Hood". In drei Kategorien gewann der Film den "Oscar", darunter auch die Musik des aus Österreich emigrierten Erich Wolfgang Korngold. Geschult durch die spätromantische Oper wurde er zum Mitbegründer einer opulenten, süffig-symphonischen Filmmusik. Diese inspirierte noch Generationen von Nachfolgern, wie Hollywoods Zeremonienmeister John Williams, dessen Klassiker aus "Star Wars", "Harry Potter", "E.T." und Indiana Jones bilden den glamourösen Rahmen dieser Filmmusik-Gala.
22:35
Das Kulturmagazin im BR Fernsehen
23:05
Er zieht seine Skibrille auf und macht, was er will: Ski Aggu mischt Deutschrap mit Hardtekk, Europop, Trance und Techno. Dazu simple Texte mit Reimen zum Dummgehen. "Was soll das?", fragen seine Kritiker und sie beklagen: "Er macht das Genre kaputt". Pop Secret Stories schaut hinter die Fassade eines Künstlers, der immer noch eins draufsetzen will - und mit all den Möglichkeiten vielleicht einmal zu oft abgebogen ist. Welche Schattenseite birgt die Gier nach Aufmerksamkeit?
23:20
Allein in Deutschland erscheinen jedes Jahr 90.000 neue Bücher. Ganz schön schwer, hier den Überblick zu behalten. "Druckfrisch", das Büchermagazin der ARD, hilft bei der Orientierung im Bücherdschungel. Moderator Denis Scheck besucht Schriftsteller und stellt Neuerscheinungen vor. Er lobt und lästert über die aktuellen Bestseller, spricht Empfehlungen aus, sagt aber auch, welche Bücher reine Zeitverschwendung sind. Belletristik, Krimis, Sachbücher, Biographien oder Kochbücher - nichts ist vor ihm sicher.
23:50