20:15
Es ist ein kleines, überschaubares Tal, in dem Nachhaltigkeit gepflegt wird; es liegt in Österreich, ist aber nur von Deutschland aus erreichbar: das Kleinwalsertal. Tamina Kallert taucht ein in die hochalpine Bergkulisse und trifft Menschen, die etwas für ihre Heimat tun - und für die Natur, in der sie leben: den Schuhmacher, der ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft setzt, indem er alte Wanderschuhe repariert, den Permakultur-Gärtner, der Selbstversorgung anstrebt, den Bio-Koch, der sich schwarze Alpschweine im Garten hält, den Imker, der sich um die Zukunft der Bienen sorgt. Tamina Kallert probiert Kaiserschmarrn und Milcheis "Made in Kleinwalsertal", besucht eine Kräuterfrau in ihrem Hexenhaus und übernachtet auf einer einsamen Hütte. Sie wandert mit Hund über den Panoramaweg, erklimmt das Gottesackerplateau und steigt in die tiefste Felsenschlucht Mitteleuropas. Am Hohen Ifen, einem der markantesten Berge, erwartet Tamina in fast 2.000 m Höhe eine skurrile Landschaft aus Felsen und Steinen: das Gottesacker-Plateau, eines der größten Karstgebiete Europas. Die schroffen Kalksteinflächen sind viele Millionen Jahre alt, die versteinerte Korallen, Muscheln oder Algen Überreste aus dem Ur-Meer Tethys. Tamina Kallert versorgt sich im "Hoflaada" in Mittelberg mit "Zwergle-Käs" und frischer Milch und steigt zur Berghütte "Laubenzug" auf. In 1.350 m Höhe am Walmendinger Horn findet sie rund um die Selbstversorgerhütte Ruhe, Entspannung und ganz viel Natur. Eine ähnliche Idylle bietet die Alpe Kuhgehren oberhalb vom Wildental, auf der sich Sennerin Lisa und ihre Familie von Juni bis Oktober sieben Tage in der Woche um hungrige Wanderer kümmert - und um die Tiere, die auf der Alpe leben. Zwischen Oberstdorf und dem Kleinwalsertal liegt die Breitachklamm - das außergewöhnlichste Naturschauspiel in der Region: Vor rund 10.000 Jahren, als am Ende der letzten Eiszeit die Gletscher schmolzen, fraß sich das Wasser der Breitach langsam seinen Weg in das Gestein hinein - auf einer Länge von 2,5 km und rund 150 m tief. Tamina Kallert steigt vom Grenzgasthof Walserschanz aus in die beeindruckende Felsenschlucht.
21:00
Für immer mehr Menschen müssen Lebensmittel nicht nur lecker und gesund, sondern auch gut fürs Klima sein. Fünf Alternativen für klassische Lebensmittel sind auf dem Prüfstand. Können sie unsere Ernährung sinnvoll ergänzen? Die Dokumentation begibt sich auf die Suche nach Antworten mit dem veganen Sternekoch Ricky Saward, den Gesundheitsexpertinnen Irina Blumenstein, Sandra Ulrich-Rückert und Margareta Büning-Fesel. Lachs aus dem 3D-Drucker, Algenwürstchen, Burgerpattys aus Sojaproteintexturat, Proteinpulver aus der Luft, Käse aus Nüssen. Für Lebensmittel wie Fisch, Milch und Fleisch werden zunehmend Alternativen wie diese angeboten, klimafreundlich und gesund - so zumindest werden sie beworben. Optisch, haptisch und geschmacklich sollen die Imitate möglichst nah an das Original herankommen und "echte Alternativen" zu ihren "klimakillenden" Vorbildern sein. Aber: Sind sie das auch? Außerdem besuchen wir eine Reihe von beispielhaften Akteuren, u.a. das Wiener Start-up Revo Foods, der deutsche Marktführer für Fleischalternativen Rügenwalder Mühle und die erste vegane Käserei Frankreichs, Jay & Joy. Die Hersteller alternativer Produkte haben große Ziele - aber können sie diese auch erreichen? Und ist das Ernährungssystem dann wirklich nachhaltiger? Auf dem Prüfstand stehen die Zutatenlisten, die bei vielen Ersatzlebensmitteln lang sind, weshalb diese häufig als hochverarbeitet gelten. Schließlich werden auch die Produktionsbedingungen, Rohstoffherkunft, Zubereitbarkeit, Gesundheit und nicht zuletzt auch den Geschmack unter die Lupe genommen. Essen ist ein grundlegendes Bedürfnis des Menschen und schon immer im Wandel. Sind Ersatzlebensmittel die bessere Alternative?
21:50
Den meisten Menschen wurden schon mal Nahrungsergänzungsmittel empfohlen und rund 50 Prozent der Bevölkerung nehmen oder nahmen welche ein. Doch wie groß ist der Nutzen? Oder können sie sogar schaden? Der Markt ist jedenfalls groß und die Preisunterschiede beachtlich. Zu Gast bei Jeanne Turczynski sind Prof. Dr. med. Hans Hauner, langjähriger Direktor des Else Kröner-Fresenius-Zentrums für Ernährungsmedizin der Technischen Universität München und Prof. Dr. rer. nat. Karsten Köhler. Er leitet den Lehrstuhl für Bewegung, Ernährung und Gesundheit, ebenfalls an der TU München.
22:20
Soja erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Wer sich fleischarm ernähren will, kommt an der Bohne und ihren Produkten kaum vorbei. Dementsprechend steigt das Angebot. Doch: Wie gesund ist Soja wirklich? Immer wieder auf dem Prüfstand: Die Auswirkung von Sojaprodukten auf den weiblichen Hormonhaushalt. Soja enthält zwar kein Hormon, ist aber dem Östrogen ähnlich aufgebaut - es enthält sogenannte Phytoöstrogene. Kann Soja also Brustkrebs auslösen? Oder umgekehrt Wechselbeschwerden lindern? Ist Soja in größeren Mengen genossen also gesund oder schädlich? Diesen und anderen Fragen ist Medizinjournalist Bernhard Hain nachgegangen. Dabei hat er eines entdeckt: Soja wird immer mehr auch in Österreich angebaut und hier verarbeitet. Bleibt am Ende die Frage, warum vegane Ernährung so oft wie fleischliche aussehen und schmecken muss.
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DW's The Day provides viewers with the background and analysis they need to understand the top stories of the last 24 hours. Join our Chief News Anchor Brent Goff as he puts the day's events into context and discusses them with experts and correspondents in the field.