21:45
Unsere autobiografische Erinnerung ist das Rohmaterial für die Konstruktion unserer Lebensgeschichte. Prof. Tilmann Habermas, Psychologe und Psychoanalytiker an der International Psychoanalytic University Berlin, untersucht, wie wir durch Erinnern unser Selbstbild formen und unserer Biografie einen roten Faden geben. Diese Lebensgeschichten sind nie starr. Entsprechend flexibel muss auch unser Gedächtnis bleiben. Wie unser Gehirn dies ermöglicht, erforscht die Neurowissenschaftlerin Denise Manahan-Vaughan von der Ruhr-Universität Bochum: Schon die Art und Weise, wie persönliche Erinnerungen im Gehirn gespeichert werden, sorgt dafür, dass sie lebendig bleiben. Denn eine Erinnerung wird nicht isoliert an einem bestimmten Ort im Gedächtnis abgelegt, sondern in ein großes neuronales Netzwerk eingeflochten. Indem sich diese Verknüpfungen im Netzwerk verändern, ist das Gedächtnis nicht nur ein reproduzierendes, sondern ein produzierendes, kreatives Vermögen, meint der Philosoph Sven Bernecker von der Universität Köln. Für ihn ist Veränderung keine Fehlfunktion der Erinnerung - sondern seine Aufgabe. Denn Erinnern ist weit mehr als das Festhalten von Vergangenem. Davon geht auch die Neuropsychologin Helene Intraub von der University of Delaware aus. In Experimenten zeigt sie, dass das automatische Erweitern und Ausschmücken von Erinnerungen sogar ein Zeichen für ein gut funktionierendes Gedächtnis sein kann. Ist es also ganz normal, dass sich unsere Erinnerungen ständig verändern?
22:15
In dieser Sendung geht es um Schmerzen, die einen im Alltag plagen. Wenn der Kopf drückt oder es im Rücken zieht - was hilft dann, die Schmerzen zu lindern? Quarks fasst die neusten Wege zusammen, die die Forschung dafür aufzeigt.
23:00
Wie kommen eigentlich diese perfekt geformten Brezen in die Bäckertheke? In dieser Folge JobChallenge taucht Kavi (16) in die Welt des Bäckerhandwerks ein. Ihre Mission: In nur 15 Minuten muss sie 10 schöne Brezen formen. Die Schwierigkeit: Jede Breze soll am Ende symmetrisch sein, mit dünnen, gleichmäßigen Ärmchen und einem sauberen Knoten in der Mitte. Bäcker-Azubi Quirin weiß: Das ist selbst für Leute mit Übung eine echte Herausforderung. Der Teig ist weich, die Zeit knapp - und jeder Handgriff muss sitzen. Über Funkgerät ist Quirin die ganze Zeit mit Kavi verbunden. Als ihr Teammate funkt er Tipps durch: Wie lang der Teigstrang sein sollte, wie fest man rollen darf und worauf es beim typischen Brezel-Schwung wirklich ankommt. Während Kavi sich von Breze zu Breze vorarbeitet, steigt der Druck. Reichen 15 Minuten, um eine völlig neue Handbewegung zu lernen - und das unter dem strengen Blick des Bäckermeisters? Schon kleine Fehler können dazu führen, dass die Breze unförmig wird, die Ärmchen zu dick geraten oder der Knoten aufgeht. Kavi muss mit Stress, Unsicherheit und klebrigen Fingern klarkommen und gleichzeitig versuchen, die Profi-Tipps von Quirin sofort umzusetzen.
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DW's The Day provides viewers with the background and analysis they need to understand the top stories of the last 24 hours. Join our Chief News Anchor Brent Goff as he puts the day's events into context and discusses them with experts and correspondents in the field.