20:15
Gestohlene Gemälde versprechen schnelles Geld. Doch wohin mit weltbekannten Meisterwerken von Monet, Munch oder van Gogh? In der Reihe "Art Crimes" treten Kunstdiebe und Ermittler vor die Kamera, um die spektakulärsten Kunstdiebstähle der letzten Jahrzehnte zu rekonstruieren. Eine internationale Koproduktion, spannend und unterhaltsam erzählt im Stil eines Doku-Thrillers und voller überraschender Wendungen. Januar 1984: Im Gebüsch eines griechischen Klosters findet die Polizei einen großen braunen Koffer, in dem sich unter anderem die weltberühmte "Esterházy-Madonna" von Raffael befindet. Das Gemälde ist eines von sieben wertvollen Meisterwerken italienischer Maler, die im November 1983 aus dem Museum der Schönen Künste in Budapest gestohlen wurden. Doch der Raub war schlecht geplant und nicht zu Ende gedacht. Ein zurückgelassener Schraubenzieher und weitere Hinweise führen die ungarische Polizei schnell auf die Spur einer Gruppe italienischer Gangster, die sich zur Tatzeit in Budapest aufhielten. Im Dokumentarfilm von Giotto Barbieri erzählt der Dieb Giordano Incerti, dessen Fingerabdrücke damals auf dem Schraubenzieher gefunden wurden, wie er über einen Jugendfreund Mitglied der kriminellen Bande aus Reggio Emilia wurde. Ungarische und italienische Ermittler berichten von der grenzüberschreitenden Fahndung. Zusätzlich zu den am Tatort gesicherten Spuren findet die ungarische Polizei anhand der registrierten Grenzübertritte heraus, dass sich der italienische Kriminelle Giacomo Morini unmittelbar nach der Tat mit dem Auto von Ungarn nach Jugoslawien abgesetzt hat. Da Morinis Auto wenig später in einer griechischen Werkstatt repariert werden muss, gehen sie von einem Transport der Bilder nach Griechenland aus. Knapp zwei Monate nach dem Diebstahl wird Morini in Italien verhaftet und noch im Januar 1984 erhält die griechische Gendarmerie einen anonymen Hinweis zum Versteck der Bilder auf einem im Norden der Halbinsel Peloponnes gelegenen Klostergelände.
21:45
Die Sängerin Elina Duni, geboren in Tiranha, wuchs bis zu ihrem zehnten Lebensjahr in Albanien auf. Dann emigrierte ihre Familie in die Schweiz. Als musikalische Weltbürgerin erschließt sie sich und ihren Fans seit 2005 den kulturellen Schatz überlieferter Lieder aus ganz Südosteuropa, aber auch aus Frankreich, Italien und England, aus der jüdischen und arabischen Kultur. Frappierend schön ist der Klang ihrer Stimme, weich und nuanciert, wenn sie in müheloser Vielsprachigkeit gefühlvolle Balladen oder tänzerische Stücke interpretiert, und mitreißend der improvisatorische Freiheitsfunke, den sie dank ihrer hohen Jazzkompetenz immer auch in ihren Gesang hineinlegt. Seit 2017 arbeiten Elina Duni und der englische Jazzgitarrist Rob Luft zusammen. Seine außerordentliche Virtuosität und Musikalität machen ihn zu einem der spannendsten Gitarristen seiner Generation weltweit. Im Duo mit Elina Duni verleiht er mit ausgefeilter Live Loop-Technik und großer Soundvielfalt seinem Spiel rhythmisch und klanglich eine nahezu orchestrale Dimension. So umhüllt erreicht die Aussagekraft von Melodien und Texten in einer sehr subtilen und zugleich tiefenwirksamen Weise eine besondere Intensität und die Musik wird zu einem hochpoetischen Erlebnis von klanglicher und interpretatorischer Einzigartigkeit.
22:30
Sie sollten sich erholen und aufgepäppelt werden, doch für viele "Verschickungskinder" wurde die sechswöchige Kur zur seelischen Tortur. Immer mehr erschütternde Geschichten aus den Siebziger- bis in die späten Achtzigerjahre kommen ans Licht. Betroffene berichten, wie ihnen unter Qualen Essen hineingezwungen wurde, wie sie körperlichen Züchtigungen und massiver psychischer Gewalt ausgesetzt waren. Den beiden Protagonistinnen hilft die Kraft ihrer Stimme, mit ihren traumatischen Erinnerungen umzugehen: Viktoria und Renée, beide Sängerinnen, konfrontieren sich mit den Orten ihrer Pein und ihren Erinnerungen und lassen die Zuschauerinnen und Zuschauer miterleben, was ihnen hilft und was sie heilt. Sie helfen auch anderen traumatisierten Menschen, ihren Anliegen im wahrsten Sinne des Wortes eine Stimme zu verleihen und mit Musik über ihre Peiniger:innen zu triumphieren.
23:00
Es könnte das größte Revival seit der Reunion der No Angels werden. Cornelia Funke möchte die wilden Hühner zurück auf den Bildschirm springen. Noch so ein unnötiges Remake? Tatsächlich nicht, denn im geplanten Skript geht es nicht um aufgewärmte Teenager-Stories, sondern darum wie das Leben der Freundinnen mit 30 Jahren aussieht. Sechs Folgen sind bereits für die Serie geschrieben, da gibt es nur ein Problem. Keiner will sie haben. Dürfen Kinderfiguren einfach nicht erwachsen werden, oder steckt etwas anderes dahinter?
23:15