21:00
Von den rund 200 Skigebieten in Schweden ist Åre in der Provinz Jämtland mit knapp 100 Pistenkilometern das größte. Die knapp 3000 Einwohnerinnen und Einwohner sprechen nicht über ihre Karriere oder verabreden sich zum Kaffee. In Åre geht es um Schneehöhen, um die spannendste Abfahrt. Sozialer Treffpunkt: Loipe, Lift oder Gipfel. Der Wintersporttourismus ist für fast alle dort Einkommensquelle Nummer eins. Malin Lindgren ist froh, dass sie das Familienwohnhaus 2006 in Åre gekauft hat, denn der Ort wächst stetig, die Immobilienpreise explodieren. Damals floh die gebürtige Göteborgerin vor dem grauen Wetter ihrer Heimatstadt in das sonnenverwöhnte Wintersportmekka und baute sich ein erfolgreiches Business mit Vermietung von Apartments mit inzwischen zehn Angestellten auf. Ihr Mann Fredrik Broman ist Chef der Liftanlagen und in der Saison 80 Kilometer jeden Tag auf Skiern zwischen den Anlagen unterwegs am 1420 Meter hohen Åreskutan, dem Hausberg der Gemeinde. Wenn sie nicht beruflich im Schnee unterwegs sind, dann am liebsten mit der ganzen Familie. Fast alle Familienmitglieder haben professionelle Skiturniererfahrungen, abseits der Pisten in der Natur. Mit Tochter Bella und Großvater Mats nehmen Malin und Fredrik das "Ostseereport"-Team auf Schneemobilen mit hinaus zu ihrem geheimen Lieblingsspot. Die Schneetiefe entscheidet, ob mit Snowboard, auf Tourenski, auf dem surfboardähnlichen No-Board oder beim Snowkiten. Oder alles auf einmal. Ein schwedischer Familienschneetag. Für unwegsames Gelände braucht es die richtige Ausrüstung. In Åre wird diese seit 40 Jahren handgefertigt in der Skifabrik. Was in der Garage der Eltern als Nachbauversuch von Snowboards mit zwei verrückten Skifahrern angefangen hat, ist inzwischen ein mehrfach preisgekröntes Unternehmen: Skibau made in Åre, Spezialität: All-Mountain-Ski nach Kundenwunsch. Also alles, was abseits der Piste funktioniert. Die meiste Kundschaft der Skifabrik lebt direkt vor Ort. Malin Lindgren nutzt das Touringequipment am allerliebsten, um dem Businessstress im Winter zu entfliehen. Allein, ohne ihre Familie auf langen Skitouren über die Wipfel durch die Berge, allein mit Nordlichtern, Elchen und der tiefverschneiten Landschaft. Abfahrten auf Routen, die noch nie jemand vorher gefahren ist, oder immer wieder je nach Schneeverhältnissen die perfekte Berglinie im Gelände finden: Das ist die größte Motivation von Freeride-Skifahrer David Kantermo. Der aus Åre stammende Extremsportler war bis zu einer Knieverletzung als Jugendlicher ganz vorne in der Weltrangliste mit spektakulären Jumps in der Disziplin Freestyle dabei. Nach zehn Jahren als Trainer der norwegischen Freestyle Juniornationalmannschaft tauschte er endgültig präparierte Buckelpisten und Trainingscamps im Ausland gegen natürliche Felsvorsprünge und Powderschnee rund um seine Heimat Åre. Jahrzehntelang hat er immer auf die Bergkette vor seinem Fenster gestarrt und erst 2020 auf der Rückseite eines Gebirgszuges einen 450 Meter langen, bis zu 50 Grad steilen Abfahrtskorridor entdeckt. 13 Stunden Erkundungstour und dann ist er diese Route als allererster Mensch jemals mit seinen Freunden gefahren. Das größte Glück eines Freeriders, sein größter persönlicher Erfolg. Die perfekte Schwungkurve in unwegsamem Gelände, wie findet man die perfekte Route, um eine Abfahrt zu bezwingen?
21:45
Für Martin Sammet und Joachim März bedeuten Bretter alles. Es ist ein Hobby, das sie längst zum Beruf gemacht haben - mit Skateboards und Snowboards, passend für jede Jahreszeit. Die beiden Freunde kommen 1983 beim Windsurfen auf die Idee, eigene Boards zu bauen. Ihr erstes eigenes Snowboard entsteht und bringt die beiden auf die Idee, eine Firma zu gründen, die Firma "Pogo" bei Heilbronn. Seitdem erschaffen sie auf dem eigenen Bauernhof Bretter in liebevoller Handarbeit, die um die ganze Welt gehen. Sie fertigen auch Einzelstücke nach Sonderwünschen an, etwa für einen Gastwirt aus dem Schwarzwald, der für Schuhgröße 50 ein extrabreites Board braucht oder ein Paddleboard, das komplett aus Recyclingmaterial gebaut wird. Die Kundinnen und Kunden der beiden Freunde sind Snowboarder und Longboarder, die die Qualität aus dem schwäbischen Löwenstein lieben. Martin Sammet und Jogi März legen beim Anfertigen der Boards großen Wert auf Nachhaltigkeit. Gerade im Herbst und Winter ist auf der "Pogo"-Farm viel los: Snowboards für den Winter müssen gebaut werden, wie ein extrabreites Brett für einen Wintersportfan aus dem Schwarzwald. Keine alltägliche Aufgabe für Martin Sammet, der sich aber voller Begeisterung an die Herausforderung macht. Wird er das Board rechtzeitig hinbekommen - wird es beim ersten Test im Schnee funktionieren? Die Reportage begleitet Martin Sammet und Joachim März in ihrer stressigsten Zeit im Herbst und Winter. Sie zeigt, wie sie auf ihrem Bauernhof arbeiten und aus normalen Holzbrettern kunstvolle Boards kreieren. Wie können die beiden Boarder gegen die Konkurrenz auf dem Weltmarkt bestehen, welche Pläne haben sie für die Zukunft - und was ist ihr Erfolgsgeheimnis?
22:15
Die Dokumentation begleitet Menschen, in deren Leben der Darm eine besondere Rolle spielt, und die offen über das Tabuthema sprechen. Jana Eberhart hat einen stressigen Alltag. Die Studentin arbeitet als Model und ist leidenschaftliche Sportlerin. Sie steht vor einem Ironman-Wettkampf. Kann eine Ernährungsumstellung ihren Darm so stärken, dass sie bessere Leistungen erzielen kann? Der Sport- und Ernährungsberater Dr. Jens Freese begleitet Jana bei ihrem Vorhaben über einen längeren Zeitraum. Der Schauspieler und Fitness-Influencer Philipp Stehler lebt mit der chronischen Darmentzündung Colitis ulcerosa, sein Dickdarm musste operativ entfernt werden. Philipp Stehler redet offen über sein damaliges und heutiges Leben. Bestand sein Speiseplan früher vorwiegend aus Fleisch und Protein-Shakes, so ernährt er sich heute vegan und praktiziert täglich Yoga und Meditation. Carina Speck lebt seit 13 Jahren mit dem Reizdarmsyndrom. Blähbauch, Durchfälle oder Magenkrämpfe begleiten sie bei allem, was sie macht. Auf Instagram und TikTok gibt sie Tipps, wie Reisen auch mit Reizdarm funktionieren kann. Dr. Miriam Stengel vom SRH Klinikum Sigmaringen gibt ihr Empfehlungen, wie sie die Beschwerden besser in den Griff bekommen kann. Die Reizdarmexpertin entwickelte die offiziellen deutschen Richtlinien zur Behandlung des Reizdarmsyndroms mit. Komplexe Prozesse und Zusammenhänge zwischen Mikrobiom, Darmgesundheit und Auswirkungen auf den gesamten Körper erklärt Prof. Dr. Tanja Kühbacher. Die Internistin und Gastroenterologin forscht über den Zusammenhang zwischen Mikrobiom und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und ist Vorsitzende der Stiftung Darmerkrankungen.
23:00
Rund 280 Millionen Migranten zählte der Weltmigrationsbericht der UNO im Mai 2024. Mehr als ein Drittel von ihnen gelten als Flüchtlinge, die ihre Heimat wegen Katastrophen, Krieg oder Gewalt verlassen haben. Fast alle sind auf der Suche nach einem besseren Leben. So lautet auch der Titel dieser Ausgabe von alpha-demokratie weltweit. Wir begleiten unter anderem eine Flüchtlingsfamilie auf ihrem gefährlichen Weg durch den Darién-Dschungel zwischen Kolumbien und Panama, fragen, ob auch New York mittlerweile durch den Ansturm von Migranten überfordert ist und zeigen das harte Leben lateinamerikanischer Haushaltshilfen in Spanien.
23:30
DW's The Day provides viewers with the background and analysis they need to understand the top stories of the last 24 hours. Join our Chief News Anchor Brent Goff as he puts the day's events into context and discusses them with experts and correspondents in the field.
00:15
"Jeder Mensch ein Künstler!" Dies berühmt-berüchtigte Motto von Joseph Beuys könnte auch von Bob Ross (1942-1995) stammen. Allein, der amerikanische Fernsehmaler hat - anders als Beuys - keine großen sozialen und politischen Revolutionen im Sinn. Bob Ross will "nur" die einzelnen Menschen glücklicher machen, und das heißt, zu potenten Malern, die ihre eigene Welt erschaffen. Er will uns zeigen: Ein kleiner Künstler steckt in jedem von uns, wir müssen ihn nur herauslassen. Und das geschieht, indem wir lernen, das Malen zu lernen und das Lernen dabei nicht als Mittel zum Zweck, sondern als Selbstzweck begreifen - Spaß dran finden. Bob Ross wurde 1942 in Daytona Beach, Florida, als Sohn eines Zimmermanns geboren. Er studierte an verschiedenen amerikanischen Colleges Malerei und entdeckte schließlich seine spezifische Malweise: die Nass-auf-Nass-Methode. Nachdem er diese Technik gründlich ausgebaut und etliche Hilfsmittel und Tricks erprobt hat, fing er an, auch anderen beizubringen, wie man damit schöne Landschaftsbilder kreieren kann. Er reiste seit 1981 quer durch die Vereinigten Staaten, um diese Technik vorzustellen. Zwei Jahre später produzierte er die ersten Malkurse im Fernsehen: "The Joy of Painting" wurde zu einem Riesenerfolg. Mit freundlich säuselnder Stimme macht Bob Ross seinen Zuschauern Mut, ihre eigene Kreativität zu entdecken. Schritt für Schritt macht er vor, wie sie ihre Leinwand im Nu mit "heiteren kleinen Wölkchen" oder "fröhlichen kleinen Bergen" und Hütten bereichern und so ihre eigene Welt schaffen können. Das kommt an, seit 1983 reißen die Ross-Serien gar nicht mehr ab. Sein Fernseh-Malkurs ist ein gigantisches Unternehmen, das Millionen von Ross-Schülern mit dem nötigen Malwerkzeug, Anleitungsbüchern und Videos ausstattet. Bob Ross starb 1995 mit gerade einmal 52 Jahren in New Smyrna Beach, Florida, an Krebs. Seine Fernsehshow aber lebt weiter. Inspiriert von Ross hat eine Freundin von ihm, Annette Kowalski, selbst eine Methode entwickelt, wie man Blumen malt.
00:45
Spektakuläre Bilder aus dem All, teilweise in HD Qualität, zeigen die Erde in atemberaubenden Einstellungen. Einmalige Bilder, wie sie bis dato noch nie im deutschen Fernsehen zu sehen waren.
01:45
Geschichtenerzählen und Astrophysik - das sind seine beiden großen Leidenschaften: Harald Lesch ist Professor für theoretische Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und unterrichtet Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie S.J. in München. Außerdem ist er Mitglied der Kommission "Astronomie in Unterricht und Lehramt". Seine Hauptforschungsgebiete sind kosmische Plasmaphysik, Schwarze Löcher und Neutronensterne. In der Sendereihe "alpha-Centauri" erklärt Professor Lesch die Grundzüge des Universums, untersucht ferne Galaxien und bringt uns unser Sonnensystem näher.
02:00
Unter dem Sendungstitel werden verschiedene Formate zusammengefasst, die sich mit der Erde und dem Weltall befassen. Die mit elektronischer Musik hinterlegten Aufnahmen erlangten bereits Kultstatus.
03:00
Geschichtenerzählen und Astrophysik - das sind seine beiden großen Leidenschaften: Harald Lesch ist Professor für theoretische Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und unterrichtet Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie S.J. in München. Außerdem ist er Mitglied der Kommission "Astronomie in Unterricht und Lehramt". Seine Hauptforschungsgebiete sind kosmische Plasmaphysik, Schwarze Löcher und Neutronensterne. In der Sendereihe "alpha-Centauri" erklärt Professor Lesch die Grundzüge des Universums, untersucht ferne Galaxien und bringt uns unser Sonnensystem näher.
03:15
Unter dem Sendungstitel werden verschiedene Formate zusammengefasst, die sich mit der Erde und dem Weltall befassen. Die mit elektronischer Musik hinterlegten Aufnahmen erlangten bereits Kultstatus.
03:45
Geschichtenerzählen und Astrophysik - das sind seine beiden großen Leidenschaften: Harald Lesch ist Professor für theoretische Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und unterrichtet Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie S.J. in München. Außerdem ist er Mitglied der Kommission "Astronomie in Unterricht und Lehramt". Seine Hauptforschungsgebiete sind kosmische Plasmaphysik, Schwarze Löcher und Neutronensterne. In der Sendereihe "alpha-Centauri" erklärt Professor Lesch die Grundzüge des Universums, untersucht ferne Galaxien und bringt uns unser Sonnensystem näher.
04:00
Unter dem Sendungstitel werden verschiedene Formate zusammengefasst, die sich mit der Erde und dem Weltall befassen. Die mit elektronischer Musik hinterlegten Aufnahmen erlangten bereits Kultstatus.