19:30
aktuell: Anthropic - die unbegrenzte Macht? Die KI-Entwicklungsfirma Anthropic berichtet über Testläufe ihres neuen Modells "Claude Mythos Preview". Das System wurde darauf trainiert, Sicherheitslücken in Software aufzuspüren. Dabei identifizierte die KI tausende sogenannte Zero-Day-Schwachstellen - also bislang unbekannte Fehler - unter anderem in wichtigen Betriebssystemen und allen großen Webbrowsern. Angesichts der möglichen Risi-ken dieser Technologie suchten die Entwickler das Gespräch mit Vertretern der US-Regierung und boten eine Zusammenarbeit an, um die Gefahren leistungsfähiger KI-Modelle besser einschätzen und ihnen begegnen zu können. 75 Meter Zukunft: Das höchste Holzhochhaus der Schweiz Das "H1 Zwhatt" in Regensdorf bei Zürich ist mit 75 Metern das höchste Holzhoch-haus der Schweiz und ein Beispiel für nachhaltiges Bauen in der Stadt. Es nutzt eine Hybridbauweise: Ein Betonkern sorgt für Stabilität, während Geschosse und Wände überwiegend aus Schweizer Holz bestehen, ergänzt durch Holz-Beton-Decken. Bauen mit Holz gilt als klimafreundlicher, ist derzeit aber noch 5 bis 10 Prozent teu-rer und technisch anspruchsvoller, etwa beim Schallschutz. In der Schweiz wächst zwar viel Holz nach, doch die nachhaltige Nutzung ist begrenzt, weshalb eine effi-zientere Verwendung - erst bauen, dann später energetisch nutzen - diskutiert wird. Holz auf dem Prüfstand Hochhäuser aus Holz werfen eine zentrale Frage auf: Wie sicher ist dieses Bauma-terial? Bevor ein Projekt wie das "H1 Zwhatt" realisiert werden durfte, mussten Brandschutzvorschriften neu definiert und umfassende Tests durchgeführt werden. An der ETH Zürich nehmen Holzexperten das Material genau unter die Lupe und prüfen es unter extremen Bedingungen, um seine Tragfähigkeit, Widerstandsfähig-keit und Sicherheit im Brandfall zu untersuchen. Wood-City Stockholm Mit der "Wood City" entsteht in Stockholm derzeit das größte geplante Holz-Stadtquartier der Welt. Auf einer Fläche von 250.000 Quadratmetern sollen rund 7.000 Arbeitsplätze und 2.000 neue Wohnungen entstehen. Das Projekt stellt die Planer vor besondere Herausforderungen: Neben nachhaltigem Holzbau geht es um den Aufbau einer kompletten urbanen Infrastruktur. Wie lässt sich ein Stadtteil dieser Größenordnung umsetzen? Antworten darauf gibt der Architekt Oskar Noreli-us, der als kreativer Kopf hinter den Holzgebäuden gilt. Gesundheit aus eigener Hand: Afrikas Weg zu unabhängigen Medikamenten Vom 27. bis 29. April findet in Nairobi ein Gipfeltreffen der Weltgesundheitsorgani-sation statt. Ziel ist es, Afrikas Unabhängigkeit bei Medikamentenpreisen und medi-zinischer Forschung zu stärken und gezielt Arzneimittel für regional verbreitete Krankheiten zu entwickeln. Ein Beispiel ist die Unterstützung einer kenianischen Firma durch das deutsche Unternehmen Merck bei der Produktion von Medikamen-ten gegen Bilharziose. Die durch Parasiten verursachte Tropenkrankheit fordert jährlich rund 200.000 Todesopfer, besonders unter Kindern. Die Kooperation gilt als positives Modell für mehr pharmazeutische Eigenständigkeit auf dem Kontinent. Das Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
In der Provinz Alberta in Kanada ist die Landschaft in vielen Regionen noch unberührt und von atemberaubender Schönheit. Hier sind die Blackfoot zu Hause. Sie gehören zu den First Nations in Kanada. Ihr Stammesgebiet erstreckte sich einst über 160.000 Quadratkilometer, eine Fläche fast halb so groß wie Deutschland. Aufgrund eines umstrittenen Vertrages mit den Weißen behielten sie aber nur noch das Wohnrecht in drei kleinen Reservaten. Die Blackfoot waren Jäger, Sammler, begnadete Reiter und gefürchtete Krieger. Von den Weißen wurden sie als Wilde verachtet. Die kanadische Regierung verfolgte Ende des 19. Jahrhunderts eine Politik der kulturellen Auslöschung. Das Stammesgebiet der Blackfoot war gut 160.000 Quadratkilometer groß. Heute leben sie in drei kleinen Reservaten. Pferde haben immer eine herausragende Rolle in der Blackfoot Kultur gespielt. Sie sind ein Symbol für den Wohlstand einer Familie. Heutzutage sind die Blackfoot mit ihrer Kultur wieder in der Öffentlichkeit präsent. Sie leben ihre Rituale, feiern ihre Traditionen. Dazu gehören Staffelrennen mit Pferden, das sogenannte Indian Relay Racing. Natürlich geht es bei diesen Veranstaltungen auch ums Geld. Aber die Blackfoot-Gemeinschaft hat einen anderen, schonenderen Umgang mit Pferden. Die Indigenen feiern ihre Powwows, das sind Zusammenkünfte der verschiedenen Stämme. Und sie zelebrieren den Sonnentanz. Vier Tage lang. Bisons sind wichtig für die Blackfoot-Kultur. Sie waren fast ausgestorben. Nun hat sich ihr Bestand wieder erholt. Kyle, ein junger Mann von Anfang 30, hat so wieder zurück ins Leben gefunden. Seitdem er seine Kultur wieder pflegen darf, sich zu seiner Herkunft bekennen kann, führt er ein normales Leben, vor allem ohne Alkohol. Die Blackfoot leben einen respektvollen Umgang mit ihrer Umwelt, vor allem mit Tieren. Für sie haben weiße Bisons, die extrem selten sind, heilende Kräfte. Die Blackfoot sagen, viele Menschen glauben, es würde sie nur im Märchen geben. Aber sie sind einfach immer noch da.
21:00
Im Herbst 2020 rief Prinz William, knapp zwei Jahre bevor er Thronfolger des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland wurde, den so genannten "Earthshot Prize" ins Leben, den bislang ehrgeizigsten und höchstdotierten internationalen Umweltpreis, mit dem Ziel bis zum Jahr 2030 einen echten Wandel beim Klima-, Natur- und Umweltschutz herbeizuführen. Die fünfteilige Doku-Reihe mit Vorworten von Prinz William und dem renommierten Naturfilmer Sir Richard Attenborough beleuchtet die fünf zentralen Aufgaben der Menschheit, die "Earthshots", um unseren zerbrechlichen Planeten und das wertvolle Leben auf ihm zu retten: "Earthshot 1" ist der Schutz und die Wiederherstellung der Natur, damit die Wildnis nicht weiter schrumpft, sondern wieder zu wachsen beginnt. "Earthshot 2" ist die Verbesserung des Klimas, um den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur zu stoppen. "Earthshot 3" ist die Reinigung der Luft, damit wir alle gesund atmen können. "Earthshot 4" ist die Wiederbelebung unserer Ozeane, damit sie wieder so reich und vielfältig werden wie früher. "Earthshot 5" ist der Aufbau einer abfallfreien Welt, indem wir sicherstellen, dass die Abfälle eines Prozesses zu Rohstoffen für den nächsten werden. Es handelt sich um die fünf größten Herausforderungen, die laut ExpertInnen unbedingt bewältigt werden müssen, um das Blatt noch zu wenden. Daher vergibt die "Eartshot Prize"-Stiftung in jedem dieser Bereiche bis 2030 jährlich jeweils eine Million Pfund Preisgeld an Projekte, die die größten Aussichten haben, den Planeten wieder zu reparieren.
22:00
Meist liest man nur schlechte Nachrichten, wenn es um Wälder geht: Tropenwälder werden gerodet, Dürren, Waldbrände oder Schädlinge vernichten Bäume auf der ganzen Welt. Doch es gibt engagierte Wissenschaftler und Umweltschützer, die bedrohte Wälder schützen und Zerstörungen sogar wieder rückgängig machen. In Brasiliens Regenwald leben Nachkommen ehemaliger Sklaven. Ihr Wissen um Früchte und Samen der vielen verschiedenen Baumarten beschert ihnen eine neue Einnahmequelle und Ansehen. Eine fast unglaubliche Geschichte kommt aus der Sahelzone: Hier wird die Ausbreitung der Wüste gestoppt. Bäume und Sträucher, die abgestorben zu sein scheinen, werden zu neuem Wachstum gebracht. In Deutschland suchen Forstwissenschaftler nach klimaresistenteren Baumarten für den Wald der Zukunft. Hoffnung macht ihnen die Weißtanne. Und nachdem auf Borneo der Wald über Jahrzehnte für immer größere Ölpalmplantagen weichen musste, steuert die Forstbehörde der malaysischen Provinz Sabah um. Sie lässt in großem Stil Bäume pflanzen, um das Überleben der vom Aussterben bedrohten Orang-Utans zu sichern. Die Geschichten und Projekte aus aller Welt zeigen: Es lohnt sich, für artenreiche Wälder zu kämpfen. Die Zerstörungen der Vergangenheit lassen sich reparieren.
22:30
"Klimazeit" bietet wöchentlich Hintergrundberichte, ordnet mit Expert*innen neueste Ergebnisse der Klimaforschung ein, erklärt in aufwändigen Grafikanimationen alles Wissenswerte rund ums Klima, hinterfragt Entscheidungen der Politik und zeigt konstruktive Beispiele, was Konsument*innen, Unternehmen und Kommunen für die Rettung des Klimas tun können.
22:45
23:15
In der Sendung informieren Wissenschaftler, auch für Fachunkundige verständlich, über ihre Forschungen - und das innerhalb von wenigen Minuten und ohne zusätzliche Hilfsmittel. So wird auf unterhaltsame Weise Wissen vermittelt.
23:45
DW's The Day provides viewers with the background and analysis they need to understand the top stories of the last 24 hours. Join our Chief News Anchor Brent Goff as he puts the day's events into context and discusses them with experts and correspondents in the field.