21:00
Das jüdische Wien in seiner ganzen historischen Breite erlebbar zu machen - das ist auch die Aufgabe des zweitens Teils der Dokumentation. Wie hat es sich als Jude oder Jüdin zu den verschiedenen Epochen in der Kaiserstadt gelebt? Wie liefen die religiösen Feiern ab? Welchem Sozialstand gehörte man damals an? Danielle Spera, langjährige Direktorin des Wiener Jüdischen Museums, öffnet die Türen zu einzigartigen Zugängen und gibt Antworten. Immer wieder ereigneten sich große Zäsuren, unter anderem die Geserah, die planmäßige Vernichtung der jüdischen Gemeinden im Herzogtum Österreich im Jahr 1421 auf Befehl des Habsburger Herzog Albrechts V., später die Vertreibung durch Kaiser Leopold bis hin zum nationalsozialistischen Holocaust.
21:45
Robben Ford bringt Jazz, Blues und Rockmusik so organisch zusammen, wie wenig andere und das schon seit Jahrzehnten. Der Gitarrist und Sänger hatte immer einen weiten Horizont und zeigte sich auch den etwas heftigeren musikalischen Stilen offen. Auch Ford war in den 80er Jahren in der Band von Trompetenlegende Miles Davis und ist damit, neben Mike Stern, der zweite Davis-Weggefährte, der bei der Internationalen Jazzwoche Burghausen 2026 zu erleben war. Begleitet wurde der Musiker aus Kalifornien von einer ganz besonderen Band: Robben Ford war in der Wackerhalle Gastsolist des Zurich Jazz Orchestra. Ed Partyka dirigierte den herausragenden Schweizer Jazz-Klangkörper. Die feinen, trickreichen und süffigen Arrangements von Eigenkompositionen und dem ein oder anderen bekannten Klassiker entfalteten unter seiner Leitung ihre volle Wirkung. Kraftvoll, filigran, erdig und virtuos zugleich war die Musik beim Abschlusskonzert der 55. Internationalen Jazzwoche. Robben Ford zeigt sich als glänzender Solist und als versierter Sänger mit scheinbar ewig-junger Stimme, denn seine 74 Jahre hört man dem Jazzer auf keinen Fall an. Ein Highlight für Bigband- und Gitarrenfans und für alle dazwischen.
22:50
Das Kulturmagazin im BR Fernsehen
23:20
BTS brechen einen Rekord nach dem anderen: Mehr Nummer 1- Alben als die Beatles. Mit 16 Milliarden Streams die meistgehörte Band auf Spotify. Ihr neues Album Arirang: vier Millionen Mal verkauft - am ersten Tag. Dabei waren sie gerade für vier Jahre von der Bildfläche verschwunden, um in Südkorea ihren Militär- beziehungsweise Sozialdienst zu absolvieren. Gilt im schnelllebigen Pop-Geschäft nicht: wer verschwindet, wird vergessen? Wie haben BTS es geschafft, nicht nur zurückzukommen, sondern erfolgreicher denn je zu sein? Und warum findet man eine Antwort auf diese Frage auch ...in München?
23:35
Wien hat unter den Metropolen der Welt für die Geschichte und Kultur des Judentums stets eine besondere Rolle eingenommen. Trotz zahlreicher Wellen an Verfolgung quer durch die Geschichte hat sich hier immer wieder ein blühendes jüdisches Leben entwickelt. Wien als Haupt- und Residenzstadt des Habsburgerreiches war ein urbanes Machtzentrum, das viele Menschen anzog. Die langjährige Direktorin des Wiener Jüdischen Museums Danielle Spera führt in diesem neuproduzierten Erbe Österreich Zweiteiler durch das jüdische Wien und seine Geschichte. Einzigartige Einblicke in Familien, Feste und religiöse Zeremonien lassen das traditionelle jüdische Leben aus nächster Nähe wahrnehmen. Die nachweisliche Geschichte des Judentums in Wien beginnt mit dem Münzmeister Schlom um das Jahr 1200 im babenbergischen Wien. R: Susanne Pleisnitzer