18:15
19:00
Die Zeit der Kirschblüte ist für die Menschen in Japan die wohl schönste Zeit des Jahres. Die Kirschblüte steht für Aufbruch und Vergänglichkeit. Auf der Notohalbinsel im Westen Japans kann man die Kirschblüte vom Zug aus erleben - einige Bahnhöfe sind gesäumt von Kirschbäumen die alljährlich die Besucher in Scharen anziehen. Der Film zeigt die Notorailway, die nicht nur an Kirschblüten vorbeifährt, sondern auch traumhafte Aussichten aufs Meer bietet. Der Bahnhof der Metropole Kanazawa ist das Kontrastprogramm zum Kirschblüten-Idyll. Hier verkehrt auch der Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen in Richtung Tokio. Von Kanazawa aus starten die Züge auf die Notohalbinsel, die auch für ihre Feste und Bräuche berühmt ist. Zwölf Meter hohe Festwagen werden, unter Gesängen von hunderten Helfern durch die engen Gassen Nanaos gezogen, ein Spektakel, das tausende Menschen anzieht. Der Film zeigt nicht nur die verschiedenen Züge der Region, er erklärt wie Bahn und Bräuche miteinander verwoben sind.
19:30
Wie packen wir die drängenden globalen Probleme an? Klimawandel und Artenschwund verlangen eine neue Art des Wirtschaftens. Wir werden Dinge verändern müssen, um in Zukunft menschenwürdig wohnen, arbeiten und uns ernähren zu können. Technologischer Fortschritt und Wandel kann uns dabei unterstützen. Global Us gibt unerwartete Einblicke, zeigt beispielhafte Lösungen und bietet Perspektiven für eine sich rasant verändernde Welt. Im Fokus stehen Menschen, die einen Wandel wollen, diesen vorantreiben und damit andere inspirieren.
19:55
Das US Militär forscht an Plastik, das sich von selbst nach wenigen Stunden auflöst. Dem Militär geht es natürlich nur darum, verdächtige Spuren von geheimen Einsätzen verschwinden zu lassen. Anja Reschke untersucht, ob sich aus der Idee nicht auch eine Lösung für unser weltweites Plastikmüll-Problem machen lässt, bei "Wissen vor acht - Zukunft".
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Heute sind sie weit über 80; damals waren sie Kinder. Noch nie haben sie in der Öffentlichkeit so emotional und offen über ihre traumatischen Erlebnisse am Kriegsende und in den frühen Nachkriegsjahren berichtet. Verlaust und halbverhungert, campierten sie unter freiem Himmel, in den Trümmern der Großstädte oder entlang der Bahnlinien. Manche verloren ihre Eltern und irrten als Waisen umher. Manche entkamen selber nur knapp dem Tod, durch Glück, Zufall oder eine unverhofft helfende Hand. Alle sind durch die Ereignisse gezeichnet für ihr ganzes Leben. In den Kindern, die jetzt vor dem Krieg in der Ukraine fliehen, erkennen sie sich selbst wieder. In ihnen werden schreckliche Erinnerungen wach.
21:45
An schönen Junitagen offenbaren sich die Fjorde und Berge Nordnorwegens im atemberaubenden Licht der Mitternachtssonne. Die Nordlandsbahn durchquert auch bei nordisch-rauem Wetter die helle Nacht und hangelt sich entlang der Ufer von Fjorden und Flüssen hinauf zum Polarkreis. Sie überwindet die karge Hochebene Saltfjellet mit dem Gletscher Svartisen, um pünktlich zum Mittsommerfest den Saltstraumen, den stärksten Gezeitenstrom Norwegens, zu erreichen. Entlang der Zugstrecke von Trondheim nach Bodø kämpften die Wikinger, ließen die Nazis spektakuläre Brücken und Tunnel bauen und züchten die Samen, die Ureinwohner im nördlichen Skandinavien, bis heute Rentiere. Eine wasserreich-wilde Landschaft, in der Weltklasse-Kanuten wie ambitionierte Maler eine Herausforderung sehen und unzählige Elche genauso wie der seltene Polarfuchs leben.
22:30
Peter Meimeth und Siegfried Baumann drehten diese Schwarzweiß-Reportage über das Phänomen "Fertighaus" in den USA im Jahr 1967. Die Sendung wurde seinerzeit mit den folgenden Worten angesagt: "Von der Bretterhütte zur Luxusvilla" - so könnte man mit einem Satz die Entwicklung der letzten hundert Jahre auf dem amerikanischen Wohnungsmarkt zusammenfassen. Amerikanische Eigenheime erscheinen uns oft als Luxusvillen, sie sind es meist nicht für die fünfundsechzig Prozent der US-Familien, die heute schon ein Haus besitzen. Hinter dem Traumbegriff "Home, sweet home" - Heim, süßes Heim - verbirgt sich eine Konsumware, die man kauft oder verkauft wie ein Auto oder einen Kühlschrank. Der Unterschied liegt nur im Preis. Scheiden wir spezifisch Amerikanisches aus, so können wir von den Baumethoden der Neuen Welt einiges lernen; vielleicht aber auch das Negative eines durch Werbung angestachelten Dranges nach dem "Home, sweet home", dem Eigenheim vermeiden. Beim Fertighausbau in den USA in den Sechzigerjahren war massive Ziegelbauweise jedoch nicht angesagt, . Immerhin mussten diese Häuser - nachdem sie gebaut wurden! - erst noch an den Ort ihrer Bestimmung gebracht werden. Gezeigt wird in dem Film aber auch, mit welch ausgeklügelten Marketingmethoden bereits damals gearbeitet wurde und wie am Reißbrett ganze Siedlungen entstanden, schön geometrisch angeordnet und mit Häusern, die alle mehr oder weniger gleich aussahen. Mit strengen Wintern musste und muss man in Florida nicht rechnen, die Hurrikanes der letzten Jahre jedoch haben viele dieser Häuser einfach weggeweht.
23:15
In der Dokumentation von 1978 geht es um Problematiken rund Mietwohnungen sowie Eigentumswohnungen und -häusern. In den Siebzigerjahren stieg der Eigenheimbau in der Bundesrepublik stark an, bedingt durch Verschlechterung der Wohnbedingungen in den Mietshäusern, zu hohe Mieten, Lärm und Abgase, Kinderfeindlichkeit etc. Die Folgen waren: höhere finanzielle Belastung, weite Anfahrtswege, schlechtere Versorgungen usw. Vorgestellt werden im Film Mieter und Eigenheimbesitzern, die vorher in Mietswohnungen gewohnt haben.