21:05
Er ist einer der meistbesuchten Orte in Nordrhein-Westfalen - der Landtag in Düsseldorf. Hier werden Gegenwart und Zukunft für Nordrhein-Westfalen gestaltet, hier hat schon Queen Elisabeth gesprochen, Königin Silvia kam zu Besuch und viele Staatsoberhäupter aus aller Welt gehen hier ein und aus. Zuständig für diese Besuche ist Nicole Esser, die Chefin vom Protokoll. Sie organisiert mit ihrem Team akribisch jeden Staatsbesuch. Für unser Heimatflimmern öffnet sie Türen, die normalerweise verschlossen bleiben. Zum Beispiel den Kellerraum, in dem die Gastgeschenke verwahrt werden. Manche werden versteigert, manche werden ausgestellt und manche lagern jahrelang in diesem Keller. Direkt am Rhein, in einem ehemaligen Düsseldorfer Hafenbecken steht er - und sieht ein bisschen aus wie ein Ufo. Für 18 Millionen Bürgerinnen und Bürger wird hier gearbeitet und wer will, kann den 195 Abgeordneten dabei zusehen. Carola Neuhaus vom Catering kennt sie alle. Nach einer Wahl lernt sie sofort ihre Namen mit zugehöriger Partei auswendig - seit 25 Jahren macht sie das schon so. Ihr Lieblingsraum ist der Empfangssaal, da wo die wichtigen Gespräche der Politiker aus aller Welt mit Landtagspräsident André Kuper stattfinden. "Der Landtag ist das Herz unserer Demokratie", sagt er, "und genau das sieht man auch". Die gläsernen Fassaden stehen für Transparenz, Offenheit und Bürgernähe. Einen kreisrunden Plenarsaal wünschten sich die Abgeordneten damals - damit sich bei den meinungsstarken Debatten um die wichtigen Entscheidungen in NRW alle anschauen können. Seit der Eröffnung 1988 setzt dieser Bau Maßstäbe. Er ist nicht nur das Haus des Parlaments, sondern auch ein Museum für moderne Kunst, Veranstaltungsbühne für Diskussionen und Konzerte - und immer ist der Eintritt frei. Das Heimatflimmern "Ein Haus für 18 Millionen" blickt hinter die Kulissen des Düsseldorfer Landtags - die Autorinnen Marika Liebsch und Tanja Reinhard zeigen Verborgenes und Vertrautes und sprechen mit denjenigen, die im Landtag große oder ganz alltägliche Dinge erleben.
21:50
Jeden Monat zieht das komplette Europäische Parlament um. 720 Abgeordnete und Tausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wechseln für knapp vier Tage von Brüssel ins rund 400 Kilometer entfernte Straßburg - um danach wieder zurückzukehren. Eine Regel, die längst nicht mehr alle für sinnvoll halten. Kann sich Europa diesen "Wanderzirkus" wirklich noch leisten? . Zwölfmal im Jahr pendelt das komplette EU-Parlament für knapp vier Tage von Brüssel nach Straßburg - so ist es in den Europäischen Verträgen festgelegt. Denn während Gesetze und Mehrheiten in Brüssel vorbereitet werden, finden die meisten Plenarsitzungen und Abstimmungen in Straßburg statt. Der Umzug ist längst zu einer Routine geworden, die alle mitmachen müssen, die aber kaum jemand will. Eine der wenigen Abgeordneten, die sich jeden Monat auf den Ortswechsel freuen, ist Fabienne Keller, die ehemalige Bürgermeisterin von Straßburg. Sie betont den wirtschaftlichen Nutzen für die Stadt und sieht die ständige Standortdebatte gelassen. Denn eine Änderung des Parlamentssitzes ist nur mit Zustimmung Frankreichs möglich - und die gilt als äußerst unwahrscheinlich. Auch Sabine Verheyen, Vizepräsidentin des EU-Parlaments, begrüßt die regelmäßigen Umzüge: Straßburg habe großen Symbolwert für die historische Versöhnung zwischen Frankreich und Deutschland - und damit für das Friedensprojekt Europa. Doch viele Abgeordnete sind vom Dauerpendeln genervt. Martin Schirdewan, Co-Vorsitzender der Linksfraktion, hält den monatlichen Umzug für "völlig aus der Zeit gefallen". Er koste Geld und Arbeitszeit und sei zudem umweltschädlich. Auch Reinier van Lanschot von der Reformpartei Volt sieht in Straßburg kein starkes Symbol mehr. Gesetze entstünden in Brüssel - in Abstimmung mit Europäischem Rat und Europäischer Kommission. Der ständige Wechsel sei heute eher ein Sinnbild für die Ineffizienz der EU. Am Ende bleibt eine einfache, aber unbequeme Frage: Ist der monatliche Umzug Ausdruck europäischer Stärke - oder ein Relikt, das dem Vertrauen in die Politik sogar schadet?
22:20
In dieser Sendung geht es um Schmerzen, die einen im Alltag plagen. Wenn der Kopf drückt oder es im Rücken zieht - was hilft dann, die Schmerzen zu lindern? Quarks fasst die neusten Wege zusammen, die die Forschung dafür aufzeigt.
23:05
Quantencomputer haben das Potential in absehbarer Zeit unsere Weltordnung zu verändern. Markus Pflitsch, CEO von Terraquantum, Chef des deutsch-schweizer Start-ups Terra Quantum, eklärt im "7 Fragen-Zukunft"-Interview, welche Auswirkungen Quantencomputer auf unser aller Leben bald haben könnten.
23:35
DW's The Day provides viewers with the background and analysis they need to understand the top stories of the last 24 hours. Join our Chief News Anchor Brent Goff as he puts the day's events into context and discusses them with experts and correspondents in the field.