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TV Programm für ARD-alpha am 04.09.2026

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Rund um die Tuxer Alpen 17:30

Rund um die Tuxer Alpen

Land und Leute

Das Tuxertal, ein Seitental des Zillertals, führt tief hinein in die alten Tiroler Traditionen. Wer den Lizumer Reckner auf fast 2.900 Meter besteigt, dem eröffnet sich ein bestechendes Panorama. Hier zu leben und täglich zu arbeiten, mag entbehrungsreich und ohne Komfort sein. Doch die Nähe zur Natur ist den Menschen hier nicht zu nehmen - es ist die perfekte Gegenwelt zum modernen, urbanen Leben, wie es unsere Zeit heute prägt. Die Dokumentation besucht die Gemeinden Ginzling, Schmirn, Vals, Trins und Tux und zeigt den Alltag der Leute hier - ein Leben, das sich in vielerlei Hinsicht den Werten früherer Generationen verpflichtet fühlt. Nur 30 Kilometer südlich von Innsbruck liegt das idyllische Bauerndorf Trins. Hier legte Familie Maier im Jahr 1989 mit 500 Blaufichten den Grundstein für eine eigene Christbaumzucht. Mit viel Liebe und Geduld, zieht Peter Maier mittlerweile nicht nur Blaufichten, sondern auch Nordmanntannen und Korktannen für die Adventzeit auf. Die Weihnachtsbäume sind ein Familienprodukt - die drei Söhne Georg, Martin und Peter, sowie Tochter Alexandra helfen fleißig mit. Eine Bergbauernfamilie, die gemeinsam an einem Strang zieht und so einen Familienbetrieb am Laufen hält, dem die Ursprünglichkeit Tirols innewohnt. Nur 10 Kilometer südlich von Trins, beginnt das Valsertal, das bis zum Tuxer Hauptkamm reicht. Hier hat Helga, eine der wenigen Sennerinnen in Tirol die Nockerlalm von ihrem Großvater übernommen. Seit einigen Jahren bewirtschaftet sie diese mit ihren Ziegen. Am Ende des Tales, nicht weit entfernt von der Grenze zum Brenner, liegt der Pflerscherhof einsam im Valsertal, Paddaun. Stefan Bacher führt gemeinsam mit seiner Frau Heidi den familiären Erbbauernhof. Der Vollerwerbshof liegt auf 1.500 Metern Höhe. Mit viel Liebe steht die Familie jeden Morgen um 04:30 Uhr auf, um Brot für den Hofladen und Bauernmarkt zu backen, die Tiere zu versorgen und zu melken. Entschleunigung ist das Zauberwort auf dem Selbstversorgerhof. Das unmittelbare Nachbartal von Vals ist die abgeschiedene 900 Einwohner Gemeinde Schmirn, die auf einer Höhe von gut 1.400 Metern liegt. Die dreifache Mutter Michaela Eller ist eine geborene Schmirnerin und leidenschaftliche Tirolerin. Holz ist ihr Element - "Holz hat was Lebendiges und damit kann ich gut arbeiten." Von klein auf hat sie das kreative Arbeiten mit der Natur begeistert und vor ein paar Jahren wagte sie den Schritt sich mit ihrer Kunst selbstständig zu machen. Besonders ist sicherlich auch die Geschichte des 28-jährigen Lukas Riedel. Hauptberuflich ist er Lokomotivführer - als sein Onkel 2015 an einem Herzinfarkt starb überlegte er nicht lange und übernahm seinen Bauernhof. Mit 10 Mutterkühen und 3 Kälbern konzentriert sich Lukas auf die Fleischproduktion. Im Sommer genießen die Rinder das frische Gras auf der Alm, sodass Lukas mit der Unterstützung seines Vaters bereits für den Winter vorsorgen kann. Mit der Sense werden die steilen Bergwiesen händisch gemäht, um die Tiere im Winter versorgen zu können. Der Vollerwerbsbauernhof der Familie Frankhauser befindet sich in Madseit, mitten im Tuxertal mit Blick auf den Hintertuxer Gletscher. Seine Schafe befinden sich im Sommer in den Bergen, um frische Kräuter und Gräser genießen zu können. Was sich nach Bergromantik anhört, ist harte Arbeit. Täglich müssen Franz und seine Frau Monika eine zwei Stunden Wanderung in das Tote Gebirge, den Beginn der Tuxer Voralpen antreten, um den Schafbestand zu kontrollieren und zusammenzuhalten. Der Lengauhof der Familie Kern liegt auf 1.000 Meter Höhe in der Gemeinde Ginzling und besteht seit ca 1795. 2006 entschlossen Gitti und Thomas Kern sich, den Hof zu pachten und als Quereinsteiger in die Landwirtschaft zu gehen. Die Liebe zu den Tieren haben sie ihren zwei Töchtern Magdalena und Natalie weitergegeben, die bereits in ihre Fußstapfen getreten sind und den Hof vollkommen machen.

Danach

Ländermagazin 18:15

Ländermagazin: Nordrhein-Westfalen

Regionalmagazin

Nordrheinwestfalen feiert seinen 80. Geburtstag! Das Motto: "Demokratie lebt. Vielfalt verbindet". Und genau das spiegelt sich auch in der Gesellschaft des Bundeslandes wieder. Wir stellen aus diesem Anlass Menschen vor, die zu einer bestimmten Uhrzeit, etwas bestimmtes und oft sehr Typisches für die Region tun um zu zeigen, so tickt NRW!

42 - Die Antwort auf fast alles 18:45

42 - Die Antwort auf fast alles: Schlummert in jedem ein Trauma?

Infomagazin

Wenn von Trauma die Rede ist, denken die meisten sofort an extreme Ereignisse: Krieg, Gewalt, schwere Unfälle oder Naturkatastrophen. Und tatsächlich: Solche Erfahrungen können tiefe seelische Spuren hinterlassen. Doch was, wenn Trauma nicht immer so laut daherkommt? Wodurch kann ein Trauma sonst noch entstehen und woran merkt man überhaupt, dass man betroffen ist?

Klimazeit 19:15

Klimazeit

Infomagazin

"KlimaZeit" stellt spannende Zusammenhänge dar, erklärt Wetter- und Klimaphänomene und fragt kritisch nach. Das Magazin, das sich mit dem größten Problem der Menschheit beschäftigt. Klar, kompetent, konstruktiv. Was hat der Klimawandel jedem und jeder einzelnen zu tun? Was muss man über die wissenschaftlichen Hintergründe wissen sowie über die konkreten Folgen. Welche Lösungen gibt es?

Euromaxx 19:30

Euromaxx: Leben und Kultur in Europa

Magazin

Europa genießen - das ist hier die Devise. Gezeigt wird, was es alles zu entdecken gibt, wohin es sich zu reisen lohnt, welche interessanten Menschen und Trends unser Kontinent zu bieten hat.

Wissen vor acht - Erde 19:55

Wissen vor acht - Erde: Schmerzsalbe und Geier

Infotainment

Bei "Wissen vor acht - Erde" geht es um unseren Planeten. Eckart von Hirschhausen erzählt von den ganz großen Zusammenhängen, wie globalen Wetter- und Klimaphänomenen - aber auch von den ganz kleinen, fast unsichtbaren Wundern, die sich jeden Tag im Mikrokosmos ereignen. Und alles Leben auf unserem Planeten hängt am Ende wieder mit uns selbst zusammen.

Tagesschau 20:00

Tagesschau

Nachrichten

Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.

Länder-Menschen-Abenteuer 20:15

Länder-Menschen-Abenteuer: Vom Fjell zu den Fjorden - Mit dem Zug durch Norwegens Winter

Land und Leute

Die bekanntesten Zugstrecken in Norwegen führen von Bergen bis nach Åndalsnes. In vier Etappen geht es entlang majestätischer Fjorde, quer durch schneebedeckte Gebirge und vereiste Hochebenen, durch Wälder und abgelegene Dörfer. Tuva Thorson ist die, die mit den Tieren spricht. Wölfe, Elche und Luchse, die Leiterin des Langedrag Naturparks beherrscht mittlerweile alle Rufe perfekt. Vor einigen Jahren brachte ein Förster zwei verwaiste Elche zu ihr. Die päppelte sie auf und kümmerte sich. Das hat sich herumgesprochen. Förster aus der Umgebung brachten mehr und mehr Tiere zu ihr, inzwischen kümmert sich Tuva um 350 Tiere, die am Ostrand der Hardangervidda leben. In Norwegens Hauptstadt Oslo endet die erste Etappe. Hier lebt ein junger Schwede, der eigentlich zum Mathematikstudium gekommen war. Doch Jonathan Larsson litt unter chronischer Geldknappheit, das Leben in Oslo ist teuer. So begann er, aus dem Fenster seines WG-Zimmers heraus Waffeln zu verkaufen. Inzwischen hat er einen Laden in der Innenstadt. Das Geschäft mit den Waffeln läuft so gut, dass Jonathan Larsson bald expandieren will. Die zweite Etappe beginnt in Oslo und führt Richtung Trondheim nach Dombås. Sie durchquert das Gudbrandstal und das imposante Dovrefjell und führt entlang des Sees Mjøsa, dem größten Binnensee Norwegens. In der Nähe angelt Eisfischer Thomas Odegard. Schon seit seiner Kindheit war er mit seinem Großvater auf den zugefrorenen Seen der Gegend unterwegs. Eisfischen fasziniert ihn, jede freie Minute verbringt er auf dem Eis. Für ihn ist das der norwegische Lifestyle schlechthin. Etwas weiter nördlich liegt Lillehammer, Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1994. Die Anlagen wurden vom norwegischen Staat instandgesetzt und werden bis heute genutzt. Ein Paradebeispiel für norwegische Nachhaltigkeit. Øystein Husemoen baut hier E-Gitarren aus norwegischem Holz. Steven van Zandt, Gitarrist in der Band von Bruce Sprinsteen, und Rocklegende Sting ließen sich von ihm ein handgemachtes Instrument bauen. Øysteins Konzept hatte sie überzeugt: Er produziert Gitarren nur aus norwegischem Holz und setzt so seine Idee von Nachhaltigkeit um. In Dombas beginnt die dritte und letzte Etappe. Hier startet die Raumabahn vorbei am Dovrefjell, dem Dovregebirge. Johann Schönheyder wandert fast jeden Tag durch das Fjell. Der pensionierte Biochemiker hält sich damit fit und wurde Touristenführer. Seine Begeisterung gilt den Moschusochsen. Jeden Tag geht er erneut auf die Suche nach ihnen. Die Tiere wurden in den 1940er- und 1950er-Jahren hier angesiedelt, aus wenigen Exemplaren ist mittlerweile ein Bestand von 260 Tieren geworden. In kleinen Herden ziehen sie über das Dovrefjell, nicht schnell, aber stetig. Die Raumabahn führt auf ihrem Weg zum Meer quer durch das Raumatal mit ihrer berühmten, sehr steilen Trollwand. Hier wurde "Harry Potter und der Halbblutprinz" gedreht. Die Fahrt endet nach rund 1000 Kilometern in Åndalsnes am Europäischen Nordmeer.

Frauen tragen die Hälfte des Himmels (1979) 21:00

Frauen tragen die Hälfte des Himmels (1979)

Dokumentation

"Frauen tragen die Hälfte des Himmels" - dieses Wort stammt von Mao Tse-tung und gemeint ist die Gleichberechtigung von Mann und Frau in der Volksrepublik China. Zlata Findeis und Joschi H. von Miserony gingen in Ihrem Film aus dem Jahr 1979 der Frage nach, wie es um diese Gleichberechtigung der Frauen in China steht. Mao war damals seit drei Jahren tot, die Viererbande verhaftet und von Maos Nachfolger Deng Xiaoping wurde ein wirtschaftlicher Liberalisierungskurs angestoßen, durch dessen Erfolg Deng für viele Jahre seine Macht konsolidieren konnte. In den dreißig Jahren seit Gründung der Volksrepublik China hatte sich viel getan auf dem Gebiet der Frauenemanzipation: 1950 wurde das Gesetz verabschiedet, das den Frauen die freie Wahl des Ehepartners ermöglichte, 1953 wurden sie arbeitsrechtlich und im Hinblick auf die Entlohnung den Männern gleichgestellt. Ebenfalls 1953 erhielten sie das volle Wahlrecht - was auch immer dies im chinesischen Kommunismus bedeutet haben mag. Auf jeden Fall war es so, dass Frau Findeis und Herr Miserony auch auf Frauen trafen, die sich sehr wohl noch an die Zeit davor, an das China vor dem Kommunismus erinnern konnten. Für die Frauen waren jene Veränderungen wirklich fundamental, auch wenn Ende der Siebzigerjahre vor einer deutschen Kamera die Frauen noch sehr ideologisch argumentierten. Die Familie einer Arbeiterin in einer Textilfabrik lebt zusammen mit ihrem Mann und drei Kindern in einer Zweizimmerwohnung in einer Werkssiedlung. Sie vermitteln glaubhaft, es gehe ihnen gut. Der Mann - er hat Zeit, denn er hat Nachtschicht - kocht für die Familie zu Mittag Fische, Rippchen, Paprika mit Schweineschnitzel und scharfes Schweinefleisch. Dazu gibt es selbstverständlich Reis. Die beiden Filmemacher geben allerdings zu, dass ihnen so ein Festessen wie ein Potemkinsches Dorf vorkommt. Und dass sie das Hotel sowieso nur in Begleitung verlassen durften. Wo und was gedreht werden durfte, war streng reglementiert. Und wie war das mit der Gleichberechtigung? Der Sohn der Textilarbeiterin antwortet auf die Frage, ob er und seine Frau neben der Tochter noch weitere Kinder haben möchten: "Nein. Unser Kind ist zwar nur ein Mädchen, aber jetzt sind die Frauen den Männern gleichgestellt…" Das heißt, diesbezüglich hatte China eben doch noch einen langen Weg vor sich. Aber schon 1979 klärte der Film die Zuschauer über die weiteren Planungen des Zentralkomitees der chinesischen KP auf: Bis zum Ende des Jahres 1980 müsse ein Drittel aller Industrieunternehmen im Lande nach dem Beispiel eines erfolgreichen Musterbetriebs organisiert werden. Denn das Ziel sei, "bis zum Jahr 2000 durch die Modernisierung von Landwirtschaft, Industrie, Landesverteidigung sowie Wissenschaft und Technik China eine führende Stellung unter den Industrienationen zu verschaffen."

Zwischen Tsingtao und Wuhan - Deutsche Spuren in China (1982) 21:45

Zwischen Tsingtao und Wuhan - Deutsche Spuren in China (1982)

Land und Leute

"J.F. Weule, Bockenem am Harz" steht auf der Kirchturmuhr der evangelischen Christuskirche - in Tsingtao. Dort findet in den frühen 1980er-Jahren sonntags sogar eine Messe statt. Die Erben Maos waren nämlich ein klein wenig liberaler geworden und Hans Wilhelm Vahlefeld - bereits seit Ende der Fünfziger der erste Ostasien-Korrespondent der ARD - suchte 1982 für den NDR nach deutschen Spuren in China. Dazu reiste er zunächst nach Tsingtao, immerhin von 1897 bis 1914 Hauptstadt des "Deutschen Schutzgebiets Kiautschou" und somit deutsche Kolonie. Zum Bahnhof in Tsingtao, erbaut im deutschen Stil von den Kolonialherren, führte einst die "Kieler Straße". Der Bahnhof stand 1982 noch, aber die Straße war längst umbenannt, denn das offizielle China verleugnete diese deutsche Epoche. Von Tsingtao fährt Vahlefeld weiter nach Shanghai und dort zu den deutschen Arbeitern, die auf der damals einzigen deutschen Baustelle in ganz China eine Aromatenanlage errichten, mit der aus Rohöl Kunstfasern hergestellt werden können. Shanghai war und ist Chinas größte Stadt: 1980 lebten dort 12 Millionen Menschen. Das erste Großprojekt zwischen Deutschland und China hatte es hingegen in Wuhan gegeben, der dritten Station von Vahlefelds Reportage: ein Stahlkombinat, das 1978 nach einiger Verzögerung die Arbeit aufgenommen hatte. Die Facharbeiter für dieses Werk wurden z.T. in Deutschland ausgebildet: Mit einem von ihnen konnte sich Vahlefeld tatsächlich auf Deutsch unterhalten. Er sagt, das moderne deutsche Management habe ihn während seiner Zeit in Deutschland am meisten beeindruckt. Ans deutsche Essen habe er sich mit der Zeit gewöhnt und das deutsche Pils habe ihm geschmeckt. Die Eingewöhnung der deutschen Arbeiter und deren Familien, die in China auf Auslandseinsatz sind, scheint wegen der Sprachbarriere hingegen schwieriger zu sein. Begeistert sind die Frauen der deutschen Arbeiter aber von der medizinischen Versorgung für sie in China. Die chinesische Medizinprofessorin kann ebenfalls Deutsch, sie lernte es vor Jahrzehnen in Shanghai auf der Universität, wo sie von deutschen Medizinern ausgebildet wurde. Und auf einmal ist dort im fernen China von München die Rede: Ende der Dreißigerjahre verliebte sich eine aus dem Allgäu stammende angehende Medizinstudentin in einen am Schwabinger Krankenhaus arbeitenden chinesischen Arzt. Heute, also im Jahr 1982, sind sie seit Jahrzehnten verheiratet, und leben in Wuhan: Er ist dort Professor am Universitätskrankenhaus und einer der berühmtesten Chirurgen in ganz China. Mit chinesischen Studenten, die Deutsch gelernt haben und demnächst in Westdeutschland studieren wollen, spricht Vahlefeld auch über das geteilte Deutschland - ganz offen, wie er sagt und nicht mehr ideologisch eingefärbt wie noch wenige Jahre zuvor. Einer der Studenten sagt in diesem Jahr 1982: "Eines Tages sollte Deutschland doch wiedervereinigt sein." Und dann rezitiert ein anderer Student fast fehlerfrei die letzten Zeilen des Gedichts "Prometheus" von Goethe, dessen 150. Todestag man damals auch an der Universität in Peking feierte. Die Probleme, die diese jungen Menschen mit ihren Eltern haben, unterscheiden sich zumindest in einem Punkt nicht von den Problemen der jungen Menschen in Deutschland. Sie erzählen, dass ihre Eltern mit ihrem Musikgeschmack nichts anfangen können, sogar böse werden, wenn sie z. B. die Musik der Beatles hören.

Reiseland China (1980) 22:30

Reiseland China (1980)

Tourismus

Ab dem Ende der 1970er-Jahre waren in China geführte Gruppenreisen für ausländische Touristen möglich. Was sahen die Reisenden damals? Franz Lazi und Heinz von Matthey drehten 1980 für den Bayerischen Rundfunk einen Dokumentarfilm über China aus der Sicht potentieller Touristen. Die fürchterliche Zeit der Kulturrevolution war vorbei, der einfarbige Mao-Look auf den Straßen mindestens der großen Städte verschwunden - China fing an, bunt zu werden. Peking hatte 1980 circa sieben Millionen Einwohner, drei Millionen Fahrräder, 30.000 Busse und ein paar Dutzend Personenwagen - selbstverständlich keine Privatautos. Und man sieht im Film: Auf dem Tian'anmen-Platz fahren quasi nur Fahrräder. Dass dieser Platz keine zehn Jahre später Schauplatz einer großen Tragödie werden sollte, wusste damals noch niemand. Von Peking aus geht es mit dem Schnellzug nach Wuxi am Taihu-See. Damals hatten noch nicht alle chinesischen Wohnungen eine eigene Küche und so konstatieren die Filmemacher: Es duftete aufgrund der vielen kleinen Garküchen überall in der Stadt nach Reis mit Huhn, Gemüse, Fisch, würzigen Suppen oder Bohnenquark. Bohnenquark? Heute heißt das Tofu. Von Wuxi geht es in der nahegelegene Suzhou. Diese Stadt wird aufgrund seiner vielen schönen Kanäle und Brücken das "Venedig des Ostens" genannt. Aber sie ist auch seit 1.000 Jahren die Heimat der Seide. In der dortigen Seidenproduktion hält das Akkordsystem nur langsam Einzug, denn bis jetzt, also bis 1980, galt eigentlich: "Wenn schon viel und fleißig gearbeitet werden muss, dann wenigstens gemütlich!" Was macht man dort mit der Seide? Z.B. Seidenstickereien, phantastische Seidenstickereien! Auch der kommunistischen Führung ist nun das Weiterleben dieser Jahrtausende alten Kunst ein Anliegen. Die Stickerinnen machen alle zwei Stunden unter Anleitung Augengymnastik. Das hilft scheinbar, denn kaum eine trägt trotz dieser Arbeit eine Brille. Von Suzhou geht es in die chinesische Traumgegend schlechthin, nach Guilin, früher auf Deutsch Kweilin genannt, in diese wunderschöne Hügellandschaft am Li Jiang. Insgesamt konnten die Filmemacher 1980 konstatieren: Niemand in China lebt im Luxus, aber es muss auch niemand hungern. Vom gesamten Einkommen einer Familie - vermutlich einer extra fürs Filmteam ausgesuchten Musterfamilie - gehen für Miete, Strom, Wasser und Heizung nur fünf Prozent drauf! Da fällt es natürlich leichter, nach den "fünf großen Anschaffungen" zu streben, die damals die meisten Chinesen als Ziel hatten: ein Fahrrad (Preis: drei Monatslöhne), eine Nähmaschine (vier Monatslöhne), eine Armbanduhr (drei bis vier Monatslöhne), ein Transistorradio (zwei Monatslöhne) und ein Schwarzweiß-Fernsehgerät (sechs Monatslöhne). Ob die Aussage der Filmemacher, dass in China Minderheiten wie z.B. die Tibeter inzwischen voll anerkannt worden sind, damals richtig gewesen ist, sei allerdings dahingesellt.

Back on Stage: Abwärts 23:15

Back on Stage: Abwärts: BR Retro - 2. Münchner Rocktage (1982)

Konzert/Musik

Düster, kantig und weit entfernt vom Gute-Laune-Pop der frühen 80er: Abwärts gehört zu den prägenden Vertretern des deutschen Post-Punk. 1982 tritt die Band im Rahmen der 2. Münchner Rocktage in der legendären Alabama-Halle auf. Ein kurzer Konzertausschnitt. Jahrzehntelang lagerten die Mitschnitte von Kultsendungen wie "Alabama in Concert", "Schlachthof in Concert" oder "Nachtwerk in Concert" in den Archiven des Bayerischen Rundfunks - sie waren der Soundtrack einer ganzen Generation. "Back on Stage" hebt diese musikalischen Schätze und holt sie zurück ins Fernsehen.

Back on Stage: Carambolage 23:25

Back on Stage: Carambolage: BR Retro - 2. Münchner Rocktage (1982)

Konzert/Musik

New Wave, Punk und deutsche Texte: Carambolage gehört zu den ungewöhnlicheren Bands der frühen 1980er. Die Musikerinnen aus dem Umfeld von Ton Steine Scherben stehen für einen eigenständigen Sound und brechen eindrucksvoll mit den üblichen Rollenbildern der damaligen Rockszene. Ein Konzertausschnitt aus dem Jahr 1982. Jahrzehntelang lagerten die Mitschnitte von Kultsendungen wie "Alabama in Concert", "Schlachthof in Concert" oder "Nachtwerk in Concert" in den Archiven des Bayerischen Rundfunks - sie waren der Soundtrack einer ganzen Generation. "Back on Stage" hebt diese musikalischen Schätze und holt sie zurück ins Fernsehen.

Back on Stage: Der Moderne Man 23:35

Back on Stage: Der Moderne Man: BR Retro - 2. Münchner Rocktage (1982)

Konzert/Musik

Neue Deutsche Welle jenseits des Mainstreams: Der Moderne Man verbindet Anfang der 1980er New Wave, Punk und Experimentierfreude zu einem eigenständigen Sound. Die Band aus Hannover gehört zu den ungewöhnlicheren Vertretern der frühen NDW und begeistert sogar den legendären BBC-DJ John Peel. Ein Konzertausschnitt aus dem Jahr 1982. Jahrzehntelang lagerten die Mitschnitte von Kultsendungen wie "Alabama in Concert", "Schlachthof in Concert" oder "Nachtwerk in Concert" in den Archiven des Bayerischen Rundfunks - sie waren der Soundtrack einer ganzen Generation. "Back on Stage" hebt diese musikalischen Schätze und holt sie zurück ins Fernsehen.

Back on Stage: Mythen in Tüten 23:55

Back on Stage: Mythen in Tüten: BR Retro - 2. Münchner Rocktage (1982)

Konzert/Musik

"Meta-Schlager" nennt die Band Mythen in Tüten ihren ungewöhnlichen Mix aus New Wave, Pop und Schlager. Die Musiker aus Hannover gehören zu den frühen Vertretern der Neuen Deutschen Welle und veröffentlichen nur wenige Monate vor ihrem Auftritt in der Münchner Alabamahalle ihr Debütalbum "Die neue Kollektion". Ein Konzertausschnitt aus dem Jahr 1982. Jahrzehntelang lagerten die Mitschnitte von Kultsendungen wie "Alabama in Concert", "Schlachthof in Concert" oder "Nachtwerk in Concert" in den Archiven des Bayerischen Rundfunks - sie waren der Soundtrack einer ganzen Generation. "Back on Stage" hebt diese musikalischen Schätze und holt sie zurück ins Fernsehen.